Komposttoilette

aron
Beiträge: 413
Registriert: Do 26. Aug 2010, 15:53
Wohnort: mittelitalien

Komposttoilette

#1

Beitrag von aron » Fr 7. Okt 2011, 19:32

Wer hat von Euch Erfahrung mit dem Selbstbau einer Komposttoilette?
Bin gespannt auf Eure Erfahrungsberichte!

LG
Aron

viellieb

Re: Komposttoilette

#2

Beitrag von viellieb » Fr 7. Okt 2011, 20:36

ich hab eine. Was willst du denn wissen ?

lg derflip

stevo12

Re: Komposttoilette

#3

Beitrag von stevo12 » Fr 7. Okt 2011, 20:58

hallo
es gibt darüber ein heft bei "Einfälle statt Abfälle", ist nicht teuer.
vg

DieterB
Beiträge: 738
Registriert: Do 16. Dez 2010, 00:32
Wohnort: Alentejo

Re: Komposttoilette

#4

Beitrag von DieterB » Fr 7. Okt 2011, 21:59

Hallo,

ich benutze seit ueber 10 Jahren eine Komposttoilette. Da wir keine Nutztiere haben, ist das Produkt aus der Komposttoilette die einzige Gabe aus nicht-vegetaler Quelle, die unser Land erhaelt. Sonst gibt es nur Mulch, Gruenduengung und ein bisschen Kompost.

Zur Konstruktion kann ich dir nicht viel sagen, denn es handelt sich im Wesentlichen um ein Loch in der Erde, dass ich nach Vorne hin entleeren kann, da es am Hang gelegen ist. Das ist auch alles was notwendig ist.

Das wichtigeste ist, dass die stickstoffreichen Faekalien gleich von Anfang an mit kohlenstoffreichen Materialien vermischt werden. Natuerlich sollte auch Luft in die Kompostierkammer kommen, aber ein Ventilator ist meistens uebefluessige. Nach jedem Benutzen werfen wir etwas Saegespaehne und/oder Laub in die Kammer. Meistens vermisch ich die Saegespaehne auch mit etwas Erde oder Kompost. Das foerdert die gute Kompostierung und ist wichtig damit das Produkt so schnell wie moeglich mit Erde in Kontakt kommt. Es kommt zu keinerlei Geruchsbildung, Fliegen gibt es auch nicht.

Ich leere das Kompostklo ein bis zweimal im Jahr. Dann lass ich es noch ein weiteres Jahr zusammen mit Pflanzenresten kompostieren. Nach 6 Monaten ist das Produkt schon recht appetietlich und nach ein bis zwei Jahren duftet es wunderbar nach Waldboden.

lg. Dieter

PS: Ich brauch wohl nicht zu betonen, dass wir das Kompostklo als Hock-Klo benutzen. Das ist besser als ein Sitzklo.

viellieb

Re: Komposttoilette

#5

Beitrag von viellieb » Fr 7. Okt 2011, 23:12

Ich habe ein Kompostklo im Haus. Es besteht aus einer 300l Tonne diese muss ich, als Singel, 1mal im Jahr leeren.
Die Lüftung hat mich viel ausprobieren gekostet bis es perfekt war. (Nich zu trocke/kalt aber genug )
Bei mir funktioniert es am besten wenn ich gar keine Zuluft von außen habe sondern die Luft durch den Raum angesogen wird. Die Abluft is ein 160mm Rohr, kleiner war zuwenig Sog.
Ich habe am Anfgang mit Urinabscheidung rumprobiert, habe es aber verworfen. Was bei Ständigen Damen Besuch einer größeren Zuluft zwecks besserer Verdunstung bedarf.
Als Einstreu benutze ich Angerotteten (ca1/2j.)Grünschnitt/Alteslaub und Holzkohlen/Aschen Reste aus dem Ofen
Der Toiletten Kompost ist nach 6-8mo schon soweit das er null nach Toilette riecht. Nach 12-14mo ist er durch.

@ DieterB , diese hockhaltung kann ich auf einem Sitzklo doch durch einfaches nach vorn beugen errreichen ?
Also mit dem Oberkörper auf die Schenkel beugen, oda

lg derflip

DieterB
Beiträge: 738
Registriert: Do 16. Dez 2010, 00:32
Wohnort: Alentejo

Re: Komposttoilette

#6

Beitrag von DieterB » Fr 7. Okt 2011, 23:25

Nein, beim Hocken werden die Muskeln ganz anders beansprucht. Bernhard hat einen Text zu den Vorteilen von Hockklos hier im Forum veroeffentlicht. Da ist das alles sehr gut beschrieben. Aber unabhaengig von den angeblichen Vorteilen, mag ich die Hockstellung einfach lieber.

lg. Dieter

viellieb

Re: Komposttoilette

#7

Beitrag von viellieb » Fr 7. Okt 2011, 23:44

http://www.selbstversorgerforum.de/view ... f=17&t=810 der hockhaltungs faden..
Nein, beim Hocken werden die Muskeln ganz anders beansprucht.
bist du dir da sicher ?

lg derflip

DieterB
Beiträge: 738
Registriert: Do 16. Dez 2010, 00:32
Wohnort: Alentejo

Re: Komposttoilette

#8

Beitrag von DieterB » Sa 8. Okt 2011, 00:15

viellieb hat geschrieben:http://www.selbstversorgerforum.de/view ... f=17&t=810 der hockhaltungs faden..
Nein, beim Hocken werden die Muskeln ganz anders beansprucht.
bist du dir da sicher ?

lg derflip
Ja, vollkommen. Versuch es einfach!

lg. Dieter

stevo12

Re: Komposttoilette

#9

Beitrag von stevo12 » Sa 8. Okt 2011, 00:22

hallo
an den single mit dem ständigen damenbesuch:
das wichtigste beim kompostklo ist, das der kot trocken,luftig und am besten warm liegt.
auf keinen fall in einer suppe.
ist eine tonne dann das richtige?
vg

viellieb

Re: Komposttoilette

#10

Beitrag von viellieb » Sa 8. Okt 2011, 00:46

@DieterB , hab ich und mit einfachem nach nach vorn beugen habe ich das geleiche gefühl.

@ Stevo12 Ich habe viel rumprobiert. Urin unten abführen und belüften, Urin vorher sparieren und von unten belüften, Zuluft vorgewärmt, u.s.w. etc.
Das Klima is das wichtigste und ja es darf nicht zu feucht werden aber auch nicht zutrocken sonst hats keine Kompostierung.

Es ist sehr abhängig davon wie du dein Kompostklo betreibst. Heist was du als "supstrat" drauf kippst und wie das Klima am/im Örtchen ist.
Heist mein Klo würde, auf der anderen Hausseite eingebaut, wahrscheinlich eine andere Lüftung wollen. Und wenn ich ein anderers Supstrat, z.b Sägespäne, verwende, würde sich wohl auch einiges ändern.
Es ist ein Kompsthaufen nicht mehr und nicht weniger. Meiner ist halt im Haus und brauch deswegen eine Belüftung aber hat dadurch auch sehr konstante bedingungen zum arbeiten.

Mein Tip, keep it simpel. :grinblum:

Antworten

Zurück zu „Wasser, Regen und Abwasser“