Obst in Zucker und Essig konservieren

Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon MeinNameistHASE am Mi 10. Okt 2018, 23:24

Jonas, warum willst Du denn kein Tongefäß nehmen? Die Rumtöpfe sind Keramik und dann habe ich für die Zwetschgen jetzt den glasierten Steinguttopf.



Weil ich die, wie du ja selbst merkst, nicht sauber & vollständig verschließen kann :aeh:
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Pitu am So 14. Okt 2018, 20:21

Noch ein Mißerfolg ... :drama:

Gestern Abend habe ich die Essigzwetschgen samt Essig-Zucker gekocht nach der Anleitung von der Schweizer Seite dazuoamal (oder so).

Sie sind konform zur Anleitung leicht aufgeplatzt, ich hab sie rausgefischt und in den Steinguttopf getan. Soweit noch alles bestens. Dann stand in der Anleitung: Flüssigkeit weiterkochen, bis es Sirup wird.
Nun ja, der Holzherd hat so kuschelig dahingebrannt und es hat irgendwann mal nicht mehr nach Essig gestunken sondern sehr lecker nach gebrannten Mandeln gerochen.
Auf dem Herd war der Sud noch flüssig.
In der Anleitung stand dann: Abkühlen lassen und erkaltet über die Zwetschgen gießen.

Aber als ich heute früh was gießen wollte, ging nix. Das Zeuch hatte heute früh die Konsistenz von Zuckerrübensirup. Nur noch fester und es klebt wie Baumharz im Topf. :bang:
So ein Mist! Noch dazu ist das mein einziger großer Emailletopf. Wie kriege ich das Zeug jetzt da raus? Bzw. wie bekomme ich es verdünnt?
Nochmal erwärmen?

Ich wollte zwar mal ausprobieren, Zuckerrübensirup selbst zu machen. Aber von Zwetschgensirup war nie die Rede. Schmeckt zwar ganz gut auf Toast, hat aber nicht wirklich die optimale Streichfähigkeit. Keine Ahnung, was ich da produziert habe??? Ach menno!

Ich glaube, diese Konservierungsart ist noch zu kompliziert für mich. Oder ich muß mal in irgendeinem Museum nachfragen. Vielleicht können die mir da genauere Infos geben?
Aber für den ganzen Aufwand und mein hundsmiserables Ergebnis ist es echt niederschmetternd. :waeh:
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Doris L. am So 14. Okt 2018, 20:36

Die Alten wußten es besser :) . Ich würde versuchen das klebrige loszukochen. Also loszukochen mit Flüssigkeit.
Voriges Jahr brannte mir meine Brombeer Marmelade an. Richtig dick und schwarz, war nicht abzukriegen. Ich habe den Topf nochmal erhitzt( Edelstahl) und dann löste sich das Schwarze vom Boden. Aber falls du das versuchen willst geh um Himmels Willen nicht fort vom Herd.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Pitu am So 14. Okt 2018, 21:10

Ich habe es jetzt mit ein wenig Weißweinessig nochmal erhitzt und es ist wieder flüssig geworden. :) Jetzt habe ich es heiß über die Zwetschgen gegossen.
Jetzt muß ich nur noch den genauen Zeitpunkt erwischen zwischen flüssig und fest und kochend heiß und handwarm.
Dann hau ich die Beschwersteine wieder drauf, Folie drüber. Und dann schau ich den Schmalztopf nicht mehr an und werde ihn wohl eine Weile lang ignorieren.

Außerdem hab ich sofort den Kochtopf eingeweicht und bin zuversichtlich, daß er wieder sauber wird. :)

Na immerhin habe ich jetzt eine Ahnung davon, wie Zuckerrübensirup produziert wird. Wären meine Zuckerrüben dieses Jahr besser gewachsen, hätte ich das mal ausprobiert.
Aber nachdem nur 1 Pflanze die Hitze und das Unkraut überstanden hat und groß genug ist, werde ich mir wohl die Mühe nicht antun.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Doris L. am So 14. Okt 2018, 21:33

Hoffentlich wird das nicht durch den Essig zu sauer. Auf jeden Fall haltbarer. Mach sowas wie eine Geleeprobe.
Ich hatte nach meinem Desaster meinen nächsten Brei im Schmortopf im Backofen gemacht. Am Boden einbrennen geht da nicht.
Ich lese so viele Tipps und Rezepte das ich nur noch einzelne Lichtblicke bisweilen habe. So habe ich gelesen das bevor man Latwerge kocht, also Pflaumenmus in großen Mengen, das der Topf vorher eingeölt wird. Mag das anbrennen verhindern. Wo ich das her habe weiß ich nicht. Habe ich auch nur ein einziges Mal gelesen, in anderen Rezepten las ich das noch nie.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon MeinNameistHASE am So 14. Okt 2018, 22:21

Doris L. hat geschrieben:So habe ich gelesen das bevor man Latwerge kocht, also Pflaumenmus in großen Mengen, das der Topf vorher eingeölt wird. Mag das anbrennen verhindern. Wo ich das her habe weiß ich nicht. Habe ich auch nur ein einziges Mal gelesen, in anderen Rezepten las ich das noch nie.



Das halte ich für ein Gerücht. Meine Oma hat nach der Methode eingekocht und da gab es immer mal Portionen, bei denen das Gewürz vergessen wurde :pfeif:

Ich fahre, seit ich selber Pflaumenmus koche, am besten mit der Methode des Nichts-Tuns: Zwetschgen vorbereiten und über Nacht mit etwas Zucker und reichlich Essig ziehen lassen. Dann durchrühren und in den Backofen stellen bei ca 170 Grad für 1 Stunde, dann für 3 h auf 120-130 Grad runterregeln ohne daran irgendwas zu ändern, außer maximal mal den festgewordenen Rand mit einem Spatel in die Masse zu schieben.

@Pitu Wenn die Flüssigkeit fester als Sirup ist, hat man doch auch kein Problem mehr mit Aufschwimmen der Früchte an die Oberfläche ;) Die letzte Portion meiner Mirabellen ist auch in einer zähflüssigen, fast schmierfettartigen Flüssigkeit eingelegt. Anscheinend ist das so gewollt. Die Patentante meiner Mutter kann ich leider nicht mehr fragen.... :(


LG Jonas
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Pitu am So 14. Okt 2018, 22:54

Doris, das war vielleicht nur so 200 ml Essig, die ich nochmal drüber gegossen habe? Öhm, Geleeprobe ist wohl nicht nötig vermute ich mal. Eher die Backstein-Probe. ;)
Außerdem verdunstet der Essig doch irgendwann oder nicht?

Jonas, zuerst waren die Zwetschgen auch unten. Doch dann sind sie wieder gaaanz langsam hochgepoppt. Ich hab jetzt die Beschwersteine drauf. Schlimmstenfalls muß ich sie halt dann rausmeißeln ... :mrgreen:

Eine letzte Frage an Dich Jonas: Wie lange sollte denn das Ganze ziehen, bevor man mal probieren kann? Ich hatte was von 2 Monaten gelesen. Hast Du dazu eine genauere Info?

Das mit Eurem Zwetschgen- bzw. Pflaumenmus hört sich ja recht simpel an. Danke dafür! :daumen:

Aber mein Bedarf nach Experimenten und nach Zwetschgen und Pflaumen ist für dieses Jahr gedeckt. Nächstes Jahr vielleicht ... wenn ich die ganze Zwetschgenmarmelade mit Sternanis und Rum gegessen habe und alles eingelegte Obst verputzt ist.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon MeinNameistHASE am Mo 15. Okt 2018, 00:30

Ich würde eher so ein bis zwei Wochen warten. Die Mirabellen, die du bei mir probiert hast hatten eher 1-2 Jahre Zeit zu ruhen.

Bei solchen Dingen würde ich nichts drauf geben. Ein verändernder Geschmack ändert auch immer das Geschmackserlebnis und Geschmacksvielfalt ist doch eins der wesentlichen Ziele eines SV-lers, oder ;)?
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Doris L. am Mo 15. Okt 2018, 09:28

Bei mir ist Essig im Glas noch nie verdunstet. Ist auch Geschmacksache, mir schmeckt es nicht gut wenn zuviel Essig drin ist. Ich reduziere immer Essig.

@ MeinNameistHASE ,So seltsam ist es nicht das Öl in den Topf kommt, schau hier: https://www.kochwiki.org/wiki/Pflaumenmus
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitragvon Doris L. am Do 9. Mai 2019, 20:46

Was ist eigentlich aus den Pflaumen geworden? Ich habe heute ein Glas mit Pflaumen mit Essig aufgemacht und es schmeckt mir nicht besonders gut. Ich hatte geschrieben das ich Essig immer reduziere, aber nach der Lagerung ist mir das wenige zu essiglich geworden. Ist wohl reingezogen.
Dagegen, die Gewürzkirschen schmecken gut.
Naja, bis zur nächsten Ernte ist ja noch lange hin, inzwischen sollte man die Vorräte verbrauchen. Schmeckt euch das Eingemachte immer?
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