Obst in Zucker und Essig konservieren

Doris L.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Doris L. » Mo 8. Okt 2018, 20:11

Es gibt jemand der diese Folie verkauft. Sie ist zum selbst zuschneiden. Google hiernach: Einmach Fix Einmachhaut Einmachfolie Zellglasfolie 3 Bögen mit Etiketten. Kostet 1,99 € . Früher wurden bei uns Zuhause diese Folien benutzt. Man hat immer ein kleiners Blatt davon in Alkohohl getaucht und auf die Marmelade gelegt. Dann das größere Stück im Wasser angefeuchtet und straff über das Glas gespannt. Ein Gummi noch damit es straff bleibt.

Doris L.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Doris L. » Mo 8. Okt 2018, 21:37

Ach, die Seite auf der die Behandlung der Schweinsblase beschrieben steht , hatte ich schon gespeichert. Hier: http://gutenberg.spiegel.de/buch/zur-st ... au-9180/29 Rezepte stehen auch dort.

Pitu
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Pitu » Mo 8. Okt 2018, 22:25

Wow Doris, ich bin echt beeindruckt, was Du hier für historische Quellen anbringst! :daumen: Super!

Kann es sein, daß Du Dich mit dem Thema Vorratshaltung in alten Zeiten schon etwas länger beschäftigst? ;)

MeinNameistHase, der mich ja auf diese Konservierungsart gebracht hat meint aber, daß das Gefäß nicht ganz luftdicht abschließen sollte. Vielleicht um bei eventuell auftretender Gärung nicht zu Scherben zu führen?

Vorhin habe ich den Holzherd mal wieder angeschürt, um die Essig-Zucker-Lösung nochmal aufzukochen. Die Essigdämpfe sind echt nicht ohne! Und irgendwie klebt jetzt mein Küchenfußboden recht heftig. Das Hantieren mit 5-kg-Gefäßen geht bei mir einfach noch nicht ohne Sauerei ab... *seufz*

Immerhin hatte der Sud jetzt schon eine richtig schöne rosa Farbe von den Tafeltrauben bzw. den Zwetschgen angenommen.
Nachdem die Zwetschgen aber trotz Beschwerdeckel im Schmalztopf wieder obenauf geschwommen sind, die Früchte aber laut Jonas immer von Flüssigkeit bedeckt sein sollten, hab ich jetzt vom Sauerkrauttopf die Beschwersteine geholt. Die passen perfekt in meinen Schmalztopf und damit sollten die Zwetschgen in der Flüssigkeit bleiben.

Die Saublase könnte ich eventuell von meinen Lieblingsnachbarn bekommen. Die machen noch Hausschlachtung. Und in Deinem letzten Link ist ja genau beschrieben, wie die Saublase behandelt werden muß. Danke! Im Moment habe ich -gänzlich unhistorisch- Frischhaltefolie drübergespannt.
Danke auch für die Links zu dem Cellophanpapier. Das mit dem Alkohol auf dem Abdeckpapier oder Salizylsäure steht auch in meinen Büchern so drin. Das älteste ist aber so von 1928 rum.
Ganz antike Bücher mit Saublasen-Verwendung habe ich nicht.

Was ich mir noch überlegt habe, was auch funktionieren könnte, wären diese Bienenwachstücher. Gefunden habe ich auch noch kompostierbares Bio-Pergamentpapier.

Doris L.
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Doris L. » Mo 8. Okt 2018, 22:44

Lese den Artikel sorgfältig durch, da steht einiges interessantes. Irgendwo hatte ich auch gelesen das man einen Topf mit Mehlteig verschließen kann. Man muß sich vorstellen das die Menschen es damals einfach nicht besser wußten. Ich habe diese Methoden nie ausprobiert. Vielleicht mit Wachs abdichten? Im Buch " Gartenfrische Vorräte " wird Siegelwachs zum abdichten genommen. Das wird aber nur bei Flaschen gemacht.
Hier ist nochwas: https://derstandard.at/2000072267052/Wi ... bar-machte, da steht in etwa,die Menschen mußten essen was sie an Vorrat hatten auch wenn es vielleicht nicht geschmeckt hat.
Ich liebe Vorräte anlegen. Heute Nachmittag war ich bis abends mit dem schälen von Kastanien beschäftigt. Morgen werde ich sie einkochen und es werden nur 2 1/2 l Gläser.

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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von MeinNameistHASE » Mo 8. Okt 2018, 23:08

Pitu hat geschrieben:MeinNameistHase, der mich ja auf diese Konservierungsart gebracht hat meint aber, daß das Gefäß nicht ganz luftdicht abschließen sollte. Vielleicht um bei eventuell auftretender Gärung nicht zu Scherben zu führen?

Vorhin habe ich den Holzherd mal wieder angeschürt, um die Essig-Zucker-Lösung nochmal aufzukochen. Die Essigdämpfe sind echt nicht ohne! Und irgendwie klebt jetzt mein Küchenfußboden recht heftig. Das Hantieren mit 5-kg-Gefäßen geht bei mir einfach noch nicht ohne Sauerei ab... *seufz*
Nein, ich meinte damit, dass ein gewisser Verdunstungs- und Eindickungsprozess weiter vonstatten gehen kann. Das Sirup kristallisiert ja auch ab einer gewissen Zuckerkonzentration aus.


Ich hab dich ja auf die entstehende Sauerei hingewiesen. :aeh:
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!

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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Doris L. » Di 9. Okt 2018, 22:15

Ja das klebt. Als ich noch ziemlich Anfängerin war mit einmachen, machte ich süßsaure Kirschen ein. Die mußte man auch nach einem Tag abgießen , den Sud aufkochen und wieder drüber gießen. Es geht einfacher und mit ähnlichem Ergebnis.
Leute, heute habe ich bei Google " alte Rezepte pdf " eingegeben und da gibt es von Weck alte Rezepte: https://digital.blb-karlsruhe.de/kochbu ... ew/3333554. Ich hab gegrinst wie ein Honigkuchenpferd :lol: . Dann noch : https://www.vivat.de/shop/media/pdf/146830/146830.pdf das Bäuerinnenkochbuch. Man braucht sich keine Bücher kaufen, gibt genug im Web und kostenlos. Trotzdem kaufte ich heute ein Buch von REX einkochen aus dem Jahr 1914. :)

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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Pitu » Di 9. Okt 2018, 22:46

@Hase: Ja, jetzt kann ich nachvollziehen, warum Dein "SVler-Herd" da steht und nicht woanders (auch wenn ich mich zugegebenermaßen darüber ein wenig gewundert hatte...) ;)

Morgen koche ich dann das Obst mitsamt dem Essig-Zucker bis es schrumpelig wird.
Und danach werde ich meine Küche von oben bis unten schrubben, weil echt Alles klebt.

Einen Mißerfolg möchte ich Euch nicht vorenthalten. Es muß ja nicht Jeder denselben Fehler machen ...

Heute habe ich mal wieder einen Blick in die Töpfe mit Reineclauden und Pflaumen nach der Methode geworfen. Leider ist der Pflaumentopf voller Fruchtfliegenlarven! :bibber: Das ist deprimierend... Ich hab ihn jetzt erstmal vor die Tür gestellt. Morgen wird er nochmal genau inspiziert und dann vermutlich auf dem Kompost entsorgt. Das war der bauchige Rumtopf, wo ich keine gute Abdeckung des Obstes hinbekommen habe. Der Rumtopf mit senkrechten Wänden, wo ich die Reineclauden mit einem Unterteller in die Flüssigkeit gedrückt habe, scheint noch okay zu sein. Aber ich werde ihn morgen nochmal genau bei Tageslicht begutachten.
Auf jeden Fall muß ich irgendeine Lösung finden, um meine Schätze vor Viechzeuch zu schützen!
Vielleicht ginge auch ein dünner Stoff? Cellophan scheint ja dicht abzuschließen und auch eher die Verdunstung zu verhindern. Oder sehe ich das falsch?

Hase, in was für einem Gefäß setzt denn Du die Früchte an? Und wie verhinderst Du das Hochpoppen vom Obst? Das die Lösung durch Verdunstung noch weiter eindicken sollte klingt plausibel. Danke für die Info!

Doris: Ja, es gibt viele Bücher, gerade antiquarische wo das Urheberrecht abgelaufen ist im Netz. Aber trotzdem freue ich mich immer, wenn ich irgendwo ein Buch mit Wissen aus früheren Zeiten in Papierform finde. Spannend finde ich es auch, wenn dann alte Nahrungsmittelmarken oder handschriftliche Rezepte/Notizen oder Rechnungen im Buch drinliegen.
Mein Schaaaatzzzz!!! :)

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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Doris L. » Mi 10. Okt 2018, 10:59

Echt Mist das es diese Viecher gibt. Die viele Arbeit die du dir gemacht hast.
Diesen Sommer habe ich gezielt nach Schutz gegen Fruchtfliegen gesucht. Ich habe an diesen Spritzschutz für Pfannen gedacht aber nicht gefunden. Gekauft habe ich in einem chinesischen Laden rechteckige flache Holzkästen mit Nylon?bespannung. Da sind Kräuter zum trocknen gut aufgehoben, aber für meine Obstschüssel noch nicht richtig. Also habe ich aus Stoff eine Haube genäht, am Rand Gummidurchzug.

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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von MeinNameistHASE » Mi 10. Okt 2018, 15:15

Pitu hat geschrieben: Hase, in was für einem Gefäß setzt denn Du die Früchte an? Und wie verhinderst Du das Hochpoppen vom Obst? Das die Lösung durch Verdunstung noch weiter eindicken sollte klingt plausibel. Danke für die Info!

Ich nutze dafür ein altes Bonbon-Glas mit Schleifrand (Glasdeckel). Das schließt so dicht ab, dass keine Fruchtfliege durchkommt. Das Aufschwimmen der Früchte verhindere ich durch abdecken mit in Stroh80 eingeweichtem Butterbrotpapier, das mit einem kleinen Pastetenglas beschwert ist. Das Gläschen passt genau in die Öffnung des Bonbonglases und drückt das Butterbrotpapier in den Sud.

Den Misserfolg mit den Fliegenlarven hatte ich ja mit dem anderen Glastopf auch. Vielleicht wäre noch ein fliegendichter Verschluss mit Küchentuch und Gummiring zu realisieren.


Wie ich das nächste Obst einlege, weiß ich noch nicht. Von den Bonbongläsern besitze ich leider nur 2 Exemplare. Tontöpfe werde ich aber ganz sicher nicht nehmen!


Ich drück dir die Daumen, dass die Fruchtfliegen den zweiten Topf noch nicht befallen haben!


LG Jonas
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Re: Obst in Zucker und Essig konservieren

Beitrag von Pitu » Mi 10. Okt 2018, 22:26

Im Moment köchelt gerade der Sud für die Weintrauben auf dem Holzherd ein. Die Zwetschgen müssen dann bis morgen Abend oder Freitag warten.

Tststs Hase: Von Sauerei oder gar Fruchtfliegen hattest Du bis dato nix erwähnt. Oder doch und ich habe es im Zuckerrausch nur nicht wahrhaben wollen? ;)
Ich bin Dir auf jeden Fall trotzdem dankbar, daß Du mir die Mirabellen serviert hast. Die sind wirklich einfach nur lecker!
Danke Euch Beiden. Das ist beruhigend, daß nicht nur bei mir was schiefgehen kann. :)
Irgendwann hab ich den Dreh mal raus und die passenden Gefäße.

Die Fruchfliegenlarven sind bei den Pflaumen extrem dringewesen. Bei den Reineclauden schwamm 1 tote Fliege obenauf. Aber keine einzige Raupe bisher zu sehen. Es bleibt also spannend!
Verdunstet ist anscheinend auch schon Flüssigkeit. Sicherheitshalber habe ich jetzt noch zusätzlich ein Geschirrtuch drübergebunden und dann den Rumtopfdeckel drauf.

Jonas, warum willst Du denn kein Tongefäß nehmen? Die Rumtöpfe sind Keramik und dann habe ich für die Zwetschgen jetzt den glasierten Steinguttopf.
Für die Trauben habe ich letzte Woche ein sehr großes Bonbonglas mit Metalldeckel zum Zuschrauben beim T_e_di erbeutet. Das kommt mir noch am besten vor. Da sollten keine Fliegen reinkommen. Und wenn ich es nicht ganz zudrehe sollte trotzdem noch ein bißchen verdunsten. Oder ich mache noch kleine Löcher in den Deckel und spanne Organza drüber?

Zwecks Beschweren hatte Buchkammer beim Fermentierfaden ein Foto eingestellt, wo er Murmeln im Netz verwendet. Gut, das Netz wäre mir bei Nahrungsmitteln nicht geheuer. Aber die Murmeln könnte man abkochen und vielleicht in einen kochbaren Stoff einbinden? Die Idee fand ich ganz praktisch zum Beschweren. Vielleicht dann eben noch Pergamentpapier zusätzlich zum Trennen dazwischen?

Im Übrigen habe ich mir ein Buch aus der Bücherei ausgeliehen, wo ganz viele tolle Rezepte drin sind. Eben auch ganz viele für Obst in Zucker und Essig konservieren.
Da habe ich die Essigtrauben draus gemacht. Das Buch ist schon etwas älter und optisch nicht mehr so ganz zeitgemäß. Aber die Rezepte sind gut.
Es ist "Süß & sauer Eingemachtes" hrsg. von Maria Buchheim. Gibt es günstig z.B. bei booklooker.

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