rotoflex hat geschrieben:Bin kein Vegetarier aber zum grübeln kommt man schon, wenn es heisst ohne Zahlen zu haben, das ein Fleischkonsument ein vielfaches an landwirtschaftlicher Fläche verbraucht als ein Vegetarier.
Dazu kommt das der Mensch auch nur etwas mehr als 50% von Fleisch verstoffwechselt.
Und nun werden in der deutschen Politik Stimmen laut die den Mehrwertsteuersatz von 19 % auf tierisches fordern.
Drei Dinge die nichts miteinander zu tun haben:
Mehrwertsteuer ist ein Kapitel für sich. Würd ich ganz abschaffen. Wieso soll ich nochmals Steuer bezahlen, wenn ich mein versteuertes Einkommen wieder ausgebe?
Mensch verwertet nur 50% von Fleisch: von Pflanzen noch weniger. Kommt aber drauf an ob man das rein energetisch oder vom Stoffwechsel her oder sonstwie betrachtet. Menschliche Ernährung ist nicht das gleiche wie Tanken beim Auto, sondern eine kulturelle Handlung (obwohl das schwer zu glauben ist, wenn man eine hungrige Horde beim Bankett beobachet)
Fleischkonsument verbraucht ein vielfaches an landwirtschaftlicher Fläche als ein Vegetarier: das Thema ist etwas abgenutzt.
Stimmt, wenn man es auf Futterbau als Konkurrenz zu direkter Nahrungsproduktion reduziert. Das ist aber nur die halbe Geschichte, denn:
Erstens verbraucht die Landwirtschaft ihre Nutzflächen nicht, wenn sie es richtig macht, genauso wie ein Förster seinen Wald nicht verbraucht.
Zweitens gibt es sehr viel landwirtschaftliche Nutzfläche, die Milch und Fleisch, aber keine essbaren Pflanzen hervorbringen.
Drittens ist Viehwirtschaft wichtig, um den Nähstoffkreislauf und die Bodengesundheit zu ermöglichen. Viehhaltung kann bewirken, dass die Ackerböden langfristig ihre Ertragskraft behalten.
Viertens ist Tierhaltung eine Möglichkeit, um nicht essbare Abfälle und Nebenprodukte in menschliche Nahrung zu verwandeln.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.