Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

burgenländer
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Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#1

Beitrag von burgenländer » So 14. Feb 2016, 22:39

Hallo,

habe mir in Ungarn in den Weinbergen ein Grundstück gekauft, auf welchem man ein Wochenendhaus mit 3% der Grundstücksfläche bauen darf.

Auf dem Grundstück steht schon eine Hütte (ca 10m² mit Strom). Ich würde aber gerne ein Wochenendhaus bauen mit ca 25 m² Grundfläche und das mit Stock. Also alles zusammen ca +-50 m²).
Die Grundfläche wäre 6x4m oder 5x5 m. Raumhöhe ca. 2,4 m pro Ebene. Im Erdgeschoß würde ich nur ein ein WC und einen Duschraum mit je 1,5m² (1,5x1m) errichten. Im ersten Stock 2 Schlafzimmer. Das wären alle Zwischenwände. Heizen will ich das alles mit einem Holzofen, den ich schon habe. Als Doch will ich ein Flachdach mit Geländer, damit ich von oben die wunderbare Aussicht genießen kann. Der Zugang zum Dach wäre von außen über eine Leiter oder Außentreppe. Isoliert braucht das ganze nicht übermäßig sein, da ich das Häuschen überwiegend von Frühjahr bis Herbst bewohnen will. Wasser gibt es wahrscheinlich in einer Tiefe von ca 7 Meter. Zumindest bei den 2 Nachbarn links und rechts von mir war das so. Wasser müsste aber noch gebohrt werden. Kanal ist keiner vorhanden. Laut Auskunft der gemeinde muss man nur eine Wasserdichte Sickergrube errichten.

Jetzt zu meiner Frage an alle die in Ungarn auch ein Häuschen haben oder sich auf diesem Gebiet ein wenig auskennen:

Was würde das ca überschlagsmäßig kosten? Natürlich ohne Einrichtung aber schon verfließt, mit Strom und Wasser. Wasser brauch ich nur in der Küche 1x, bei der Dusche 1x und am WC 2x. Im ersten Stock brauch ich kein Wasser.Strom reichen mir unten ca 10 Steckdosen und oben 7 Steckdosen. Lichter Brauch ich unten ca 4 und oben 3. Die Treppe in den ersten Stock soll auch eine aus dem unteren Preissegment sein aber natürlich stabil, aber keine Designer- oder Schickimickitreppe.

Vielen Dank im Vorraus für konstruktive Informationen.

Grüße, Burgenländer

Benutzer 3370 gelöscht

Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#2

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » So 14. Feb 2016, 22:58

Was bei deiner Aufzählung noch fählt ist das Material für die Wände, Fenster, Türen, Grundplatte usw.
Aber als Richtwert kannst ja mal mit diesen Zahlen rechnen. Soweit ich gehört habe ist in Ungarn das Baumatreial nicht wesentlich billiger als bei uns.
Pro Quadratmeter kann man von etwa 1.150,- Euro bis 1.700,- Euro ausgehen. Bei einer auf das Volumen bezogenen Schätzung kann man zwischen 250,- Euro und 400,- Euro pro Kubikmeter umbauten Raumes einschließlich Mehrwertsteuer ausgehen.
http://www.hausbaumagazin.at/die-kosten ... adratmeter

Oelkanne
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Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#3

Beitrag von Oelkanne » So 14. Feb 2016, 23:14

Laut Auskunft der gemeinde muss man nur eine Wasserdichte Sickergrube errichten.
Ist es nich Sinn einer Sickergrube das der Flüssige Anteil des Abwassers versickert und nur die festen Bestandteile als Schlamm übrigbleiben?
Oder möchte die Gemeinde sowas wie eine Güllegrube die 100%ig dicht ist?
Erstes ist einfach zu machen und recht kostengünstig, eine Güllegrube wird teuer.

Benutzer 3370 gelöscht

Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#4

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » So 14. Feb 2016, 23:22

Ölkanne hat geschrieben: Ist es nich Sinn einer Sickergrube das der Flüssige Anteil des Abwassers versickert
Denke auch, dass dem so ist, allerdings wäre eine Sickergrube bei einem Grundwasserspiegel von 7 m
burgenländer hat geschrieben:Wasser gibt es wahrscheinlich in einer Tiefe von ca 7 Meter
nicht gerade das gelbe vom Ei.

Benutzer 3370 gelöscht

Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#5

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » So 14. Feb 2016, 23:32

burgenländer hat geschrieben:Isoliert braucht das ganze nicht übermäßig sein, da ich das Häuschen überwiegend von Frühjahr bis Herbst bewohnen will.
Fälschlicher Weise denkt man immer Dämmung sei nur für den Winter als Kälteschutz. Leider ist dem nicht so, denn wer schon mal in einem Dachausbau mit ungenügender Dämmung gewohnt hat weiß das 30° und mehr im Sommer auch nicht gerade wohnlich sind.

Oelkanne
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Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#6

Beitrag von Oelkanne » So 14. Feb 2016, 23:53

RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Ölkanne hat geschrieben: Ist es nich Sinn einer Sickergrube das der Flüssige Anteil des Abwassers versickert
Denke auch, dass dem so ist, allerdings wäre eine Sickergrube bei einem Grundwasserspiegel von 7 m
burgenländer hat geschrieben:Wasser gibt es wahrscheinlich in einer Tiefe von ca 7 Meter
nicht gerade das gelbe vom Ei.
Das war eine rethorische Frage um auf die widersprüchlichkeit der Anforderungen der Gemeinde hinzu weisen ;)

//

Das gibt einen kleinen Wasserkreislauf :mrgreen:

Raus aus dem Brunnen, durch die Leitung ab ins Klo und von dort auf direktem Weg in die Sickergrube, 2m tiefer gesichert und ab in den Brunnen damit.

Ist das Hygienisch nicht etwas bedenklich?

Benutzer 3370 gelöscht

Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#7

Beitrag von Benutzer 3370 gelöscht » Mo 15. Feb 2016, 00:06

Ölkanne hat geschrieben:Das war eine rethorische Frage um auf die widersprüchlichkeit der Anforderungen der Gemeinde hinzu weisen ;)
:) Es hätte ja sein können, dass die Wasserdichtheit nur das Eindringen von Grundwasser verhindern soll, wegen der Verdünnung der Gülle in der Güllegrube (die niemals ausgepumpt wird) damit beim Überlaufen der dicke Saft nicht so schnell ins Grundwasser sickern kann. :pfeif:

burgenländer
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Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#8

Beitrag von burgenländer » Mo 15. Feb 2016, 00:30

RichardBurgenlandler hat geschrieben:Was bei deiner Aufzählung noch fählt ist das Material für die Wände, Fenster, Türen, Grundplatte usw.
Aber als Richtwert kannst ja mal mit diesen Zahlen rechnen. Soweit ich gehört habe ist in Ungarn das Baumatreial nicht wesentlich billiger als bei uns.
Danke, hab ich vergessen aufzuzählen.
Die Ziegel für alle Wände + Zwischenwände ( wenn ich die 25cm dicken isolierten nehmen würde) würden bei Hornbach z.B. so um die 2.000€ kosten. Aber natürlich nur die Ziegel ohne Verschnitt.
Fenster würde ich die 2.fach verglasten nehmen aus dem unteren Preisbereich. Tür auch aus dem unteren Preisbereich. Grundplatte ne ganz normele, so wie bei Wochenendhäusern üblich.
RichardBurgenlandler hat geschrieben:
Pro Quadratmeter kann man von etwa 1.150,- Euro bis 1.700,- Euro ausgehen. Bei einer auf das Volumen bezogenen Schätzung kann man zwischen 250,- Euro und 400,- Euro pro Kubikmeter umbauten Raumes einschließlich Mehrwertsteuer ausgehen.
http://www.hausbaumagazin.at/die-kosten ... adratmeter
Das sind aber die Preise für Österreich. In Ungarn sind die Preise um einiges billiger, da ja auch die Lohn- und Lohnnebenkosten signifikant niedriger sind.
Ein Freund von mir hat sich bei seinem Haus einiges von Ungarischen Firmen bauen lassen (natürlich legal und mit Rechnung) und die waren um einiges billiger. Ob die Qualitat die selbe ist weis ich natürlich nicht (ist aber auch nicht das Thema von diesem Treat.). Die verwendeten Materialien waren jedenfalls identisch.
Ölkanne hat geschrieben:
Laut Auskunft der gemeinde muss man nur eine Wasserdichte Sickergrube errichten.
Ist es nich Sinn einer Sickergrube das der Flüssige Anteil des Abwassers versickert und nur die festen Bestandteile als Schlamm übrigbleiben?
Oder möchte die Gemeinde sowas wie eine Güllegrube die 100%ig dicht ist?
Erstes ist einfach zu machen und recht kostengünstig, eine Güllegrube wird teuer.
Ja ich glaube, da hast du recht. Sie haben gemeint es muss dicht sein. Er hat nur das falsche deutsche Wort verwendet.
Obwohl die anderen in der Nachbarschaft auch nicht zu 100% dicht sind glaube ich. ;) Aber ich glaube, das Wasser was ich dort anzapfe ist nicht das Grundwasser, sondern nur eine Wasserader. (Oder ist das eh das selbe? )
RichardBurgenlandler hat geschrieben:
burgenländer hat geschrieben:Isoliert braucht das ganze nicht übermäßig sein, da ich das Häuschen überwiegend von Frühjahr bis Herbst bewohnen will.
Fälschlicher Weise denkt man immer Dämmung sei nur für den Winter als Kälteschutz. Leider ist dem nicht so, denn wer schon mal in einem Dachausbau mit ungenügender Dämmung gewohnt hat weiß das 30° und mehr im Sommer auch nicht gerade wohnlich sind.
Mit übermäßig habe ich gemeint, dass es kein Passivhaus oder in die Richtung gehen soll. Aber 30 Grad und mehr erreicht man auch im Passivhaus, wenn man im Sommer vergisst die Rollos am Tag ronter zu lassen. :holy:

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Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#9

Beitrag von emil17 » Mo 15. Feb 2016, 08:02

Zum Prinzip der Klörgruben guckst du hier
Die müssen dicht sein, wegen dem Funktionsprinzip. Da man das Abwasser aber los werden will, interessiert ein Leck den Betreiber in der Regel nicht.
Wenn man in Gebieten mit solchen Anlagen Grundwasser verwendet, würde es mich aber schon interessieren.
Wir betreiben so was - Dauerwohnung für 2 Personen. Ist, sorgfältig und nach den Regeln der Technik ausgeführt, weitgehend wartungslos.
In der Klärgrube bildet sich im Betrieb eine dicke zähe Schwimmschlammdecke. Deshalb:
Wenn du wenig Gefälle vom Haus weg hast, achte besonders darauf, dass die Leitung vom Haus bis zur Grube absolut dicht ist. Von der tiefsten Stelle im Haus bis zum Eingang der Grube sollte das vom Lieferanten der Grube vorgeschriebene Mindestgefälle keinesfalls unterschritten werden. Mehr ist besser. Sonst: Rückstau.
Also Grube trotz Mehrkosten tief legen und den Revisionsschachtdeckel mit aufgesetzten Betonringen wieder bodeneben machen.
Der nachgeschaltete Sickerschacht mit dem Überlauf muss vorhanden sein (einfacher Betonring oder gar bodenlose Plastiktonne reichen nicht!), ausreichend Versickerkapazität haben und leicht zugänglich sein.
Das muss man alles überwachen, sonst buddeln die Dir das Ding irgendwo irgendwie ein.
Für die Deckel gibts eine extra geruchsdicht ausgeführte Version. Nimmt man andere, müffelt es raus.

In den "Weinbergen" ist mindestens hier das Wasser ziemlich mit Pflanzenschutzmitteln belastet. Eine Regenwassersammelanlage könnte sich lohnen.
Zudem ist da von Mai bis August immer ein Spritzmittelgeruch in der Luft. Ruhe ist auch selten, weil da oft jemand mit einer Motorspritze oder einem Raupenkleintransporter rummacht.

Wegen den Baukosten:
Die Kostenschätzungen pro Wohnfläche und pro umbautem Raum können nur grobe Anhaltspunkte sein. Zudem steigen die Kosten pro Einheit, wenn das Gebäude klein ist, weil eine halb so grosse Hütte trotzdem eine ganze Haustüre und einen ganzen Hausanschluss braucht und weil aus geometrischen Gründen die Mauerfläche nicht so rasch wie der Nutzinhalt abnimmt.
Ein begehbares Flachdach erhöht die Baukosten erheblich und macht sehr viel Ärger, wenn es nicht dicht ist und bleibt. Würde ich nur durch Fachfirmen mit Referenzen bauen lassen.
Wenn du an der Dämmung der Decke sparst, hast du nachts im Sommer eine schön warme Hütte. Ich würde schon deshalb eher ein Kaltdach aus gewöhnlichen Ziegeln bauen - ist billiger, leicht zu warten und die Decke darunter heizt sich nicht so auf.

Wie das mit Baustellenklau und übern Tisch gezogen werden und allgemein mit Einbruch dort so ist, wenn man als Fremder baut und dann selten da ist, weiss ich natürlich nicht, ich wünsch Dir aber dass das kein Thema wird.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Ungefähre Kosten für ein Wochenendhaus in Ungarn

#10

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 15. Feb 2016, 08:34

bit du da nicht mit einem bestehenden burgenländischen kellerstöckl besser dran?

die bauweise gleicht sich mit deinen vorstellungen, die haben max. 30 qm grundriss + stock, und mit bissl suchen findet man sicher auch eins mit schöner aussicht und nicht überteuert (so um die 30 - 40TS für solide bauweise und bewohnbarer zustand ist in etwa der marktwert)
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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