Servus Leute

Michip
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Servus Leute

#1

Beitrag von Michip » So 27. Sep 2020, 11:58

Servus Leute mein Name ist Michael.

Ich habe mich hier angemeldet da ich mich für das Thema Selbstversorgung interessiere.

Ich plane gerade das nächste Jahr vorraus. Ich habe ca 2km² Fläche zur Verfügung wobei diese Abgeschnitten ist durch eine riesige Scheune.
Somit habe ich ein Wohnbereich ca 800m² und hinten ca 1250m² zur verfügung.

Den hinteren bereich möchte ich nun nutzen zum anpflanzen und für die Tierhaltung.

im Bereich:
1 stehen schon Pflaumenbäume diese benutz ich eig nur für Marmelade und für Schnaps
2 Soll ein Kartoffelfeld werden
3 Zuckermais
4 Rüben/Karotten für Suppe und hauptsächlich aber als Tierfutter
5 Tomaten
6 Kohlrabi auch nur paar für Suppe Rest Tierfutter
7 Radischen
8 Bohnen

Die reihenfolge und aufteilung muss ich noch gut überlegen vorallem wegen der Gießmöglichkeiten und ob sich die Pflanzen beißen :lol:

im Bereich 9 möchte ich noch Obstbäume pflanzen von was wieviel überleg ich mir noch aber tendenz geht zu Pfirsich 2-3stk. und Birne 2-3stk. Apfel 2-3 Stk.



der Bereich 10 ist für Ställe reserviert da dort fast überwiegend Schatten ist durch die Scheune und große Bäume (diese muss ich noch Bauen)

geplant sind:
1 Nandupärchen für Eier und Nachwuchs der dann geschlachtet wird
1 Gänsepärchen für Nachwuchs der geschlachtet wird
Hühnerstall mit ca 10-20 Hühner (anfangs weniger will aber das sie sich vermehren.) für das Frühstücksei und auch für das Fleisch
und ein Stall für 2 Bio Rasenmäher (die Schafe werde ich im Frühling als junge holen und zum Winter wenn die Wiese nichts mehr hergibt schlachten.)

Nun bin ich mir unsicher ob sich die Tiere auf den bleibenden ca 1000m² genug Platz haben.

Ich bin mir bei allen Tieren bis auf die Nandus sicher. Bei den Nandus bin ich gerade am herausfinden was genau diese vorallem im Winter essen im Sommer muss man diese ja lediglich zufüttern. Da normales Lauftierfutter sehr teuer ist möchte ich dies eig gerne selbst zusammenmischen.
bekomme hier Weizen Mais ect. im 100kg Packet für ca 10 Euro wobei 1kg Fertigfutter für Laufvögel im Internet ab 1euro zu kaufen ist da würde sich die ganze Sache nicht rentieren.

Falls ihr Anregungen,Tipps oder Kritik habt dann immer her damit :) vorallem wie ich die Bereiche zusammenstellen soll bereitet mir noch etwas Kopfschmerzen.

Ziel des ganzen ist übrigens ein Teilautarges Leben, geplant ist über Winter arbeiten zu gehen (für alles was so Geld kostet Versicherungen Strom ect. und im Sommer dann hauptsächlich für mich selbst zu arbeiten.
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Re: Servus Leute

#2

Beitrag von Specki » So 27. Sep 2020, 12:33

Warum so wenig Gemüsesorten und dann so viel Fläche dafür? Was willst du mit soviel Kohlrabi? Und was willst du mit soviel Radieschen?
Wieso nicht auch etwas Paprika, Salat, Spinat, Mangold, Kohl, Zwiebel, etc.?
Du willst dich doch möglichst viel selbst versogen, da sollte man auf Abwechslung achten.
Da würde ich mich nochmal mit etwas Literatur einlesen. Gibt viele gute Einsteigerbücher für "Selbstversorger" die einem einige Basics vermitteln.

Ein Gemüsebeet wird normal etwas anders aufgeteilt. In Starkzehrer, Schwachzehrer und Mittelzehrer und dann im Idealfall noch ne freie Fläche zum erholen.
Schnapps hat nicht viel mit Selbstversorgung zu tun, außer du destillierst selber. Ich würd die Pflaumen eher einmachen oder einfrieren, da hat man mehr davon. (Natürlich auch ein bisschen was für den Schnapps, wenns schmeckt ;) )

Nandu würd ich eher unter Hobby anstatt selbstversorgugn einstufen. Ansonsten kann ich dazu nix sagen. Ist sicher kein "Anfängertier".

Fang doch erstmal mit ner Hühnerschar an. Wenn das gut klappt und du alles raus hast, kannst du noch Gänse dazu holen. Aber seh da jetzt in Gänsen keinen großen Vorteil. Hab mir auch mal Enten überlegt und mich dann dagegen entschieden. Hühner sind stressfreier und liefern prima Eier + Fleisch. Das reicht mir aus.
Für Schafe ist die Fläche glaub zu klein, aber da kenn ich mich nicht wirklich aus. Würd ich auf jeden Fall jetzt am Anfang auch nicht machen.

Erstmal Basics beim Thema Gemüse und Obstanbau anlesen. Dann damit starten und parallel mit dem Thema Hühner beschäftigen und davon ein paar holen. So würd ich erstmal ins nächste Jahr starten. Wenn das gut läuft, dann siehst du, was dir taugt, was wie funktioniert und kannst dir für das nächste Jahr Verbesserungen und Erweiterungen überlegen.

Gruß
Specki

Michip
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Re: Servus Leute

#3

Beitrag von Michip » So 27. Sep 2020, 12:59

Danke für dein Feedback :daumen:
Ich muss mich selbstverständlich noch sehr viel einlesen, dafür hab ich den Winter genug Zeit.Nur plane ich heute grob wieviel Fläche ich überhaupt in Gemüse stecken sollte da ich den Garten noch umgraben/vorbereiten muss.

Ich esse jeden Tag Fleisch und das ist eig auch das teuerste was ich esse.
vergessen habe ich natürlich noch ein gewächshaus für Paprika, und zwiebeln. Salat, Kräuter, Zeugs für Tee(Melisse Zitronengras ect.) werde ich im "Wohnbereich" anpflanzen da ich beim abendbrot bzw fürs schnelle essen keine Lust habe immer nach hinten zu tigern.

Warum schnaps? ganz einfach ich esse selber nur selten marmelade oder esse mal 1-2stk beim vorbeigehen,aber viel wichtiger ist (was ich oben nicht angemerkt hatte) ich lebe ich einem kleinen Dorf in Osteuropa. Ich selbst trinke maximal 1 Glässchen beim Grillen alle 2-3 wochen, aber der hauptgrund ist das der Schnaps hier:
Die sichereste Währung ist. Geht nicht kaputt und verliert nicht an Wert und gilt als inoffizielles Lohnzahlungsmittel für die Alkis die hier helfen bei der Gartenarbeit/Arbeit die sonst liegen bleibt.

Kohlrabi kann ich echt viel weniger anpflanzen das war nur ein gedanke. Radisschen verputz ich mit der Familie locker ein Bündel am Tag.

Was mir gerade auffällt was noch fehlt sind Salatgurken und vorallem die kleinen zum Sauer einlegen.

die Nandus sollen vorallem hobby und etwas exotisches sein,da ich aber rotes Fleisch mag und keine Kuh halten möchte dachte ich das eigent sich ganz gut.

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Re: Servus Leute

#4

Beitrag von vogelsberger » So 27. Sep 2020, 14:56

Michip hat geschrieben:
So 27. Sep 2020, 11:58
ca 2km² Fläche zur Verfügung
Das wären ca 200 ha...???
Hallo, Großbauer!

Michip
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Re: Servus Leute

#5

Beitrag von Michip » So 27. Sep 2020, 15:08

2000m² natürlich sry

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Re: Servus Leute

#6

Beitrag von gogonele » Mo 28. Sep 2020, 01:49

Willkommen in Rumänien!

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Re: Servus Leute

#7

Beitrag von Specki » Mo 28. Sep 2020, 06:52

Dann reduziere erstmal deinen Fleischkonsum, wenn du wirklich möglichst viel selbst produzieren willst ;)
Hat übrigens nur positive Effelte in mehreren Ebenenen, wenn man weniger Fleisch ist.
Du kannst nur viel Fleisch erzeugen, indem du viel Futter zukaufst. In deinem Maßstab schaffst du garnicht das Futter dafür selbst auch nur nennenswert zu erzeugen. Dafür bräuchtest du viel mehr Land und auch entsprechende Maschinen ab ner gewissen Größenordnung.

Lese dich ein BEVOR du planst. Du machst es in der falschen Reihenfolge. Du solltest erstmal die Basics kennen. Dann kannst du mit Planen anfangen.
Plane überhaupt ersmtal nicht zuviel. Arbeite dich über den Winter ein und bereite ein großes Beet vor. Nächstes Jahr fangst du dann einfach an mit dem Gemüseanbau. Richte dich da nach dem was dir schmeckt und versuche möglichst viel aus. Du merkst dann, was gut klappt, welche Mengen/Flächen du brauchst, was man gut für den Winter einmachen kann etc.

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Re: Servus Leute

#8

Beitrag von Rohana » Mo 28. Sep 2020, 07:03

Specki hat geschrieben:
Mo 28. Sep 2020, 06:52
Du kannst nur viel Fleisch erzeugen, indem du viel Futter zukaufst. In deinem Maßstab schaffst du garnicht das Futter dafür selbst auch nur nennenswert zu erzeugen.
Da denken die wenigsten dran ;)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Servus Leute

#9

Beitrag von Taraxacum » Mo 28. Sep 2020, 09:32

Mit den vielen Tieren wird auf der winzigen Fläche nicht funktionieren. Am ehesten würden noch Kaninchen passen, die auch die Gartenabfälle verwerten können und ein paar Hühner für Eier. Schon für die Gänse allein sind die 1000m² zu klein. Dann lass es mal ein trockenes Jahr werden, wo die Wiesen nicht nachwachsen und dann stehst du da und musst alles Futter zukaufen. Mal ein Beispiel von uns: Auf dem Hof dürfen sich an die 10 Hühner, jeweils ein Enten-, Gänse- und Putenpaar mit Nachwuchs auf rund 3000m² austoben und kriegen trotzdem noch Weizen und Kartoffeln zugefüttert. Auf 3,5 ha Streuobstwiese leben unsere Schafe (8 - 14) und 2 Pferde. Da machen wir auch das gesamte Heu für die Tiere. 2 Schweine haben wir auch noch, die einen großen Auslauf haben. Da bekommen wir von diversen Nachbarn trockenes Brot und Küchenabfälle (keine Essenreste!) Weiterhin immer eine gewisse Anzahl Kaninchen. Wir essen gerne und auch viel Fleisch aber dass ist bis auf Rindfleisch auch wirklich selber erzeugt und wir essen auch so ziemlich alles vom Tier, nicht nur Filet und Keulen. Um das Futter für die Schweine zu erzeugen haben wir noch einmal extra Fläche 350 m² umgebrochen und bauen da Kartoffeln, Rüben und Körnermais an. Da die meisten Tiere in der Kühltruhe überwintern passt es soweit mit dem eigenen Futter. Aber auf so kleiner Fläche sehe ich schwarz.

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Re: Servus Leute

#10

Beitrag von penelope » Mo 28. Sep 2020, 10:04

2.000 qm ist ja eher ein großzügiges Einfamilienhaus-Grundstück. Eine kleine Obstwiese, eine Schaar Hühner oder sonstiges Geflügel, ein kleines Gewächshaus und ein großes Gemüsebeet - damit ist die Fläche dann auch schon verplant. Man braucht ja immer auch noch Flächen für Wege, Stellfläche für Geräte, Plätze an den man mal was arbeiten kann, Lagerraum...

Arbeit wird es, ganz besonders in den ersten Jahren, wenn man vieles erst noch neu anlegen muss und noch keine Routine hat, dennoch mehr als genug sein. Aber es ist ja - zumindest aus meiner Sicht - schöne und befriedigende Arbeit. In ein paar Jahren rentiert sich das dann bestimmt auch mal, wenn man sich dort einen gut funktionierenden Garten geschaffen hat. Aber die ersten Jahre steckt man in solche Projekte erst mal nur rein und holt unterm Strich noch keinen Überschuss raus. Alleine nur für das Geld, was ein ordentlicher Spaten kostet, kann man schon echt viel Gemüse kaufen... ;-)

Und wenn die Alkoholiker vor Ort nicht schon Bezugsquellen für billigen Fusel hätten, wären sie ja keine...

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