Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

granit500
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Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#21

Beitrag von granit500 » Fr 22. Nov 2019, 00:49

Vielleicht können die die Phosphorsäure in der Cola nicht ab. Oder sie haben einen Zuckerschock bekommen... :haha:

Grüße
Dirk

Benutzer 6122 gelöscht

Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#22

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht » Fr 22. Nov 2019, 11:57

Ja, ich vermute auch, daß Phosphat eine gute Düngung ergeben hat?

Vielleicht waren die Erdflöhe dann einfach so von Zucker verklebt, daß sie sich nimmer groß fortbewegen konnten?
Colaflecken auf Oberflächen werden ja recht gummiartig.

Aber ich probiere das nächstes Jahr lieber mit grünem Mulch als mit Flüssigkeit, die man angeblich auch als Rohrreiniger verwenden kann ...

Irgendwo hatte ich letztens gelesen, daß Weinraute als Mulch gut Schädlinge abhält. Da wollte ich mir abseits ein paar Büsche pflanzen und damit mal experimentieren. Den Geruch von Weinrauten empfinde ich als sehr angenehm und hübsch finde ich die Pflanze auch.

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Taraxacum
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Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#23

Beitrag von Taraxacum » Fr 22. Nov 2019, 13:32

@Pitu. gegen die Kohlweißlinge helfen die Netze wunderbar aber leider nicht 100ig gegen die Weiße Fliege. Da sind dann doch immer einige drunter. Aber gegen früher, wo die Kohlrabiblätter komplett voll waren und der gesamte Grünkohl unbrauchbar war, ist es sehr viel weniger geworden. Mit Gelbtafeln könnte ich vermutlich fast frei sein von diesen Plagegeistern. Erdflöhe hab ich kaum, da ich alles mit u.a. Grasschnitt mulche. Rapsglanzkäfer sind hier häufiger, lassen sich anscheinend aber auch von den Netzen abhalten.

Benutzer 6122 gelöscht

Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#24

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht » Fr 22. Nov 2019, 14:04

Blöd, daß es beim Kohl soviele Schädlinge gibt.
Die weißen Fliegen zerdrücke ich per Hand, wenn sie zuviel werden.

Aber die Erdflöhe haben mir dieses Jahr wirklich sämtliche Keimlinge gekillt. Das war schon deprimierend. Ich hatte im Herbst nochmal Rettiche und Radieschen ausgesät, mich ein paar Tage später gefreut, daß jedes Körnchen gekeimt war. Und ein paar Tage später waren die Keimblätter komplett durchlöchert und die Keimlinge sind alle gestorben.
Auch wenn ich sonst wenig eingreife in das biologische Gleichgewicht in meinem Garten... Aber da habe ich echt an militantere Methoden gedacht. :sauenr_1:

Grasschnitt gab es dieses Jahr wegen der Trockenheit so gut wie gar nicht. Ich glaube, ich hab 2019 nur 4 x Rasen gemäht ...?!
Wenn das nächstes Jahr mit Weinraute klappen würde als Mulch, wäre das schon gut. Ich denke, die Weinraute ist recht trockenheitsbeständig und wuchert ja auch kräftig. Vermutlich kann man die auch öfter mal stutzen. Nachdem mein Rasen kein englischer ist, würde ich mir mit Weinraute auch keine Unkrautsamen in die Beete legen.

Hildegard
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Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#25

Beitrag von Hildegard » Fr 22. Nov 2019, 22:45

Und sollte dich ein Hexenschuss niederstrecken , hilft dir die Weinraute schnell wieder auf die Beine! :)
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)

Benutzer 6122 gelöscht

Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#26

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht » Fr 22. Nov 2019, 23:52

Das ist zwar off-topic ... Airuki möge mir verzeihen ... :rot:
Aber ich habe hier auch die interessante Info zur Weinraute gefunden, daß man sie unter Flüchen und Verwünschungen säen soll und sich die Pflänzchen stehlen soll. Interessante Pflanze! :mrgreen: Aber von Hexenschuss steht hier nix?:
http://www.pflanzen-deutschland.de/Ruta_graveolens.html

Hildegard: Was macht man denn mit der Weinraute bei Hexenschuss?

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Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#27

Beitrag von Rohana » Sa 23. Nov 2019, 09:38

Harmlos ist das Pflänzchen jedenfalls nicht...
"Weiter enthält die Weinraute Alkaloide verschiedener Typen, beispielsweise Chinolinalkaloide (Chinolin-Typ: Graveolinin, Graveolin; Furochinolin-Typ: Skimmianin, Dictamnin, ?-Fagarin; Acridon-Typ: Arborinin; Dihydrofuroacridin-Typ: Rutacridon) und Chinazolin-Alkaloide (Arborin). Die Alkaloide werden vorwiegend in der Wurzel, aber auch in den Blättern gespeichert. Einigen dieser Stoffklassen wurde beträchtliche Giftwirkung nachgewiesen; so sind die Acridon-Alkaloide mutagen. [...] Sie sollte außerdem nicht von schwangeren Frauen verwendet werden, da sie zu Fehlgeburten führen kann." :ohoh:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#28

Beitrag von Akopalüze » Sa 23. Nov 2019, 12:08

Gerade deswegen wurde das Pflänzchen aber wohl gerne von schwangeren Frauen benutzt.

Wikipedia sagt:
"Bekannt ist die Weinraute auch wegen ihrer, in den 1980er Jahren[90] „wiederentdeckten“ abortiven Wirkung.[91][92] In einigen Regionen Frankreichs trägt sie deshalb auch den Namen „herbe à la belle fille“ – Kraut der schönen Mädchen. Angeblich mussten im Botanischen Garten von Paris vor Jahrzehnten die Rautenpflanzen mit einem Gitter umgeben werden, weil junge Frauen die Bestände plünderten."

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Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#29

Beitrag von Hildegard » Sa 23. Nov 2019, 23:56

Pitu hat geschrieben:
Fr 22. Nov 2019, 23:52
Das ist zwar off-topic ... Airuki möge mir verzeihen ... :rot:
Aber ich habe hier auch die interessante Info zur Weinraute gefunden, daß man sie unter Flüchen und Verwünschungen säen soll und sich die Pflänzchen stehlen soll. Interessante Pflanze! :mrgreen: Aber von Hexenschuss steht hier nix?:
http://www.pflanzen-deutschland.de/Ruta_graveolens.html

Hildegard: Was macht man denn mit der Weinraute bei Hexenschuss?
Lt. Hildegard v. Bingen nehme man 1 teil Petersilie, das 4-fache davon Weinraute und erhitze das in Olivenöl oder Bockstalg. Diese Kräuter ..sollen noch nicht bröseln...als Umschlag auf die schmerzende Stelle legen..ich gab dann noch eine Wärmeflasche drauf..und nach 2 Stunden soll der Spuk vorbei sein.Bei mir und meinen schmerzgeplagten "Versuchskaninchen" war das auch so. Ich hab mir die Kräutermischung gleich in Olivenöl eingelegt und vakuumiert.Frisch sind sie natürlich am wirksamsten.Getrocknet geht auch.
LG Hildegard
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Benutzer 6122 gelöscht

Re: Zuviel Kohl! Probleme mit der Fruchtfolge

#30

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht » So 24. Nov 2019, 12:28

Hm, nachdem die Weinraute phototoxisch wirkt, könnte das Hexenschuss-Rezept auch denselben Effekt haben wie diese Capsaicin-Wärmepflaster?
Danke Hildegard für Deinen Erfahrungsbericht.

Auf jeden Fall werde ich die Weinrauten in die hinterste Ecke meines Grundstücks pflanzen, wo keine schwangeren Frauen und keine hübschen Mädchen vorbeikommen. Okay? ;) Innerlich würde ich die Pflanze vermutlich nicht verwenden. Aber wie gesagt: Zum Mulchen möchte ich sie mal ausprobieren. Den Geruch empfinde ich nämlich als sehr angenehm und wahrscheinlich ist es auch der Duft, der Schädlinge irritiert.

Um zum Kohl zurückzukommen:
Ich hatte zwecks Geruchsirritation und Nematoden mal experimentell die Gewürz-Tagetes Orange Gem direkt neben den Grünkohl gepflanzt, weil die für meine Nase wirklich sehr intensiv nach Orange riecht.

Der Grünkohl wird bei mir meistens zu hoch für Netze. Erstaunlicherweise sind die Grünkohlpflänzchen direkt neben der Orangen-Tagetes nicht mehr senkrecht nach oben gewachsen, sondern förmlich seitlich weg von den Tagetespflanzen. Hat echt so ausgesehen als ob sie fliehen wollten. Die Grünkohlpflanzen direkt neben der Gewürz-Tagetes waren auch deutlich kümmerlicher als die ohne die Orangen-Tagetes.

Die scheinen sich in Mischkultur also überhaupt nicht zu mögen. Obwohl es immer heißt, daß Tagetes gut zu Kohl passen soll ..

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