Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

holzgaser
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#31

Beitrag von holzgaser » So 25. Sep 2016, 08:36

Das ist natürlich schon zu beachten. Die Rückstände an Medikamenten (auch die Pille) sind nicht zu vernachlässigen.
Bei eigenen Material weis man was man hat, bei Fremdmaterialien allerdings nicht.
Unbekannte Inhaltsstoffe sind bei allen Materialie die man für den Garten verwendet, eine Gefahr.
Aussaaterde mit PSM behadelt, Kompostmaterial aus dem Kompostwerk usw.
Mann weis nie was man sich da einkauft.
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#32

Beitrag von hobbygaertnerin » So 25. Sep 2016, 08:47

Deshalb ist eine sinnvolle Kreislaufwirtschaft die wohl beste Lösung.
Biomasse nicht verschwenden, sondern sinnvoll nutzen.Mein Versuch- auf einer kleinen Fläche - habe dabei sehr viel gelernt.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#33

Beitrag von hobbygaertnerin » So 29. Jul 2018, 08:51

Dieses Jahr sind wir mit Regen nicht gerade ausreichend versorgt, habe eine interessante Feststellung gemacht, die Beete, die ich versuchsweise mit dem "fragmentierten Zweigholz"- bei mir sind es Hackschnitzel gemulcht habe- halten die Bodenfeuchtigkeit besser als die mit Heu gemulchten Beete.
Allerdings, im ersten Jahr ist es eine Umstellung - wächst nicht besser, aber im 2. Jahr ist der Unterschied sehr deutlich.
Ich werde den Versuch mit ankompostierem Hackschnitzelmaterial weiter machen-
Und noch eine interessante Erfahrung, in die mit Hackschnitzel gemulchten Beete wandern die aus der in der Nähe wachsenden Riesenträuschlinge aus der Pilzkultur ein- konnte unter den Himbeersträuchern echte Prachtexemplare ernten.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#34

Beitrag von poison ivy » So 29. Jul 2018, 15:07

ich hab endlich wieder jemand gefunden, der mich mit Hackschnitzeln zuschuettet
sprich meine Obstbaeume und Baubeeren haben ueppige Mulchringe,
Wege, Beetraender ... alles kriegt ueppig Hackschnitzel
je nachdem, was mein Wohltaeter grad verhackstueckt hat,
mal mit reichlich Laub, mal fast nur Holz, mal ein Haufen Kiefernnadeln
egal, das Zeug komposiert und wird ohne weitere Arbeit zu Kompost
bitte, bitte erspart mir die Maer vom sauren Boden durch Kiefernnadeln,
1. haben wir hier eh Lehm mit Tendenz zu 'acidic'
2. wuerden Blaubeeren bei Euch auch problemlos wachsen, wenn man mit Kiefernnadeln oder Eichenlaub den ph-Wert dauerhaft senken koennte

interessanterweise funktioniert massiv mulchen in beiden Problemfaellen,
bei Duerre und bei excessiver Naesse,
solange es den Mulch nicht in der Gegend rum schwemmt und *tiefdurchschnauf* auf meinen Buschbohnen parkt

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#35

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 30. Jul 2018, 12:04

Ich staune selbst, wie sich das Beet im 2. Jahr entwickelt. Die anderen Beete sind staubtrocken, dort ist immer noch ausreichende Bodenfeuchtigkeit enthalten.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#36

Beitrag von si001 » Mo 30. Jul 2018, 17:13

Bei uns kann man sich vorkompostierte Hackschnitzel kostenlos abholen. Damit decke ich den Boden unter den Beerenbüschen ab, gebe sie zusammen mit Sand unter die Beeterde zur Bodenverbesserung usw. Mache ich seit Jahren so.
Bei dieser Trockenheit, wie sie jetzt vorherrscht, nutzen auch die Hackschnitzel nix mehr.

Wir haben Lösboden, der wird von Natur aus hart wenn er austrocknet. Da wo er losegetreten/-gefahren wird, staubt er.
Was sich verbessert hat, seitdem ich die Hackschnitzel verwende, ist die Wasseraufnahmebereitschaft. Lösboden nimmt im trockenem Zustand nur sehr langsam Wasser auf. Er schwämmt eher davon. Mit den untergemischten und dann verrotteten Hackschnitzeln nimmt er besser Wesser auf.
Liebe Grüße, si001!
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#37

Beitrag von poison ivy » Mo 30. Jul 2018, 20:43

bitte 001,
Du klingst als haettest Du Monopol auf mal ne Zeitlang kein Wasser *schulterzuck*
wie lang hab ich rumgejammert? hat auch keinen gekratzt, hab mir sagen lassen (duerfen) ich soll halt giessen
sorry, mulchen hilft massiv, ich hab roten Toepferlehm und bis letzten Herbst hatten wir stage 4 drougt
sprich wir waren da, wo Du jetzt so langsam hinkommst

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#38

Beitrag von si001 » Mo 30. Jul 2018, 21:30

Häää? Sorry, das mit den Hackschnitzeln war mein Erfahrungsbericht!? und dass ich deíe Bodensorte erwähnt habe war eher interessehalber.

Natürlich bin ich besorgt, weil die Zisterne schon wieder leer ist. Darf ich nicht auf Regen hoffen, oder?
Meine Gemüsebeete sind übrigens gemulcht, aber mit Rasenschnitt und altem Laub, nicht mit Hackschnitzeln. Danke, dass du nachgefragt hast! :ohoh:
Liebe Grüße, si001!
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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#39

Beitrag von hobbygaertnerin » Di 31. Jul 2018, 05:14

Das Hackschnitzelgemisch als "Dürre"-Hilfe,
da muss ich noch weiter herumprobieren.
Auf alle Fälle scheint mir Terra Preta mit der grösseren Holzmenge noch besser zu wirken.
Als Mulch sind Hackschnitzel wirksamer als Stroh oder Heu,
wenn es in Richtung Wasserhaltefähigkeit des Bodens eine Wirkung hat, noch besser.
Allerdings im ersten Jahr ist bei mir eher Stillstand im Beet, selbst mit guter Versorgung des Bodens mit Nährstoffen, ich vermute mal, dass da noch Hemmstoffe in den Hackschnitzeln sind, die das Wachsen ein wenig einbremsen und für die Umsetzung sehr viel von den Nährstoffen verbrauchen.
Der Spargel steht heuer auf dem Hackschnitzelmulchbeet viel besser da als der andere auf dem normalen Beet, auch die Erdbeeren sind dieses Jahr trotz der Trockenheit gut über die Zeit gekommen - auch mit vielen Früchten.
Meine Befürchtung, dass mit dem Hackschnitzelmulch das Paradies für die Wühlmäuse entstehen würde - hat sich bis jetzt noch nicht bewahrheitet.
Ich hab mir vorgenommen, dass ich jedes Jahr ein Beet mit Hackschnitzeln mulche, als Versuch werde ich jetzt mal eine Tonne mit Hackschnitzeln füllen, dort mit einem Hühner-Taubenjauchegemisch das ganze einweichen. Mal sehen, ob das was bringt.

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Re: Der mit der Dürre tanzt - ein Agrar-Rebell in Amerika

#40

Beitrag von si001 » Di 31. Jul 2018, 07:01

hobbygaertnerin hat geschrieben:Allerdings im ersten Jahr ist bei mir eher Stillstand im Beet, selbst mit guter Versorgung des Bodens mit Nährstoffen, ich vermute mal, dass da noch Hemmstoffe in den Hackschnitzeln sind, die das Wachsen ein wenig einbremsen und für die Umsetzung sehr viel von den Nährstoffen verbrauchen.
Guck mal auf dem ph-Wert des Bodens. Könnte sein, dass Hackschnitzel "sauer machen".
Liebe Grüße, si001!
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