Unterschiede Entenrassen

Enten, Gänse, Schwäne
Luna
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von Luna » Di 21. Jun 2016, 16:00

Meine Erfahrung mit Warzenenten ist, dass sie (angeblich) fliegen können, dies aber bei mir nie versucht haben - was bei deren "tiefer gelegten Gewichtsanteilen" auch nachvollziehbar ist.
Also, auf jeden Fall sind sie fliegfaul! Was ihnen alles einfällt, um zu entkommen, wenn sie von Raubwild gejagt werden, zeigt sich erst dann, wenn Handlungsbedarf ist.

Wenn ich mich recht erinnere, haben sie auch nie unseren Ententeich benutzt - im Gegensatz zu den Pommern.

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Thomas/V.
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von Thomas/V. » Di 21. Jun 2016, 18:57

Danke, Luna!

Das bestätigt, was ich so gelesen und gesehen habe.
Aber nun muß ich erstmal die Hühnerküken umquartieren und dann mähen und und und...
Morgen und übermorgen ist erstmal Heu wenden, diverse Ecken ausmähen und Freitag Heu reinschaffen angesagt.
Na, mal sehen wie es dann nächste Woche aussieht, ob der dann noch welche hat.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von mot437 » Di 21. Jun 2016, 23:04

weibchen fliegen bei mier wie foegel wen man nicht fluegel stutzt aber bis du schlachtest solte es wol nicht so schlim sein da schlachtet man ausbrecher ja als erstes
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von Adjua » Sa 15. Okt 2016, 10:33

Bin mittlerweile ein grosser Fan meiner Warzenenten. Sie sind ruhig, verträglich, würdevoll, schön gezeichnet (ausser man hat nur weisse), brüten gut und sind ausgezeichnete Elterntiere, auch die Erpel. Haben sie sich erst einmal eingewöhnt, sind sie leicht dorthin zu treiben, wo man sie haben will. Sie brauchen nicht viel Futter, aber wir geben ihnen jetzt zum Winter mehr, damit sie schön schwer werden. Sie fressen alle Schnecken, egal wie gross und rot, aber auch Kohl, Salat usw. wenns nicht eingezäunt ist.

Wenn es nicht zu viele sind, kann man sie mit ca. 30cm schon daran hindern, an ein Gemüsebeet zu gehen, wenn sie viele sind (wir hatten 5, jetzt sind es 19) und sie Hunger haben, wird das Einzäunen schwierig. Im Geflügelzaun hätte sich ein Jungtier fast erhängt, andere fliegen unbeeindruckt darüber, wenn sie Lust haben. Erpel bewegen sich generell nicht mehr als nötig und fliegen weniger, Enten sind aktiver und flugfreudiger.

Man kann sie aber dazu bringen, dort zu sein, wo man sie haben will, wenn sie Futter und Wasser haben, auch zum Planschen und optimalerweise ein paar Plätze mit Aussicht.

Ich lasse sie morgens auf die ganze Fläche und treibe sie in den eingezäunten Bereich, sobald sie sich ausgetobt haben. Nächstes Jahr bauen wir dann ein Gehege mit Wildzaun und Teich darin, das müsste sie vom Rest des Gartens fernhalten, wenn wir sie nicht dort haben wollen.

Man kann ihnen auch die Flügel beschneiden, wenn zum Beispiel attraktive Wasserstellen in Nachbars Garten sind - Swimmingpool oder so. Oder einen übernetzten Auslauf bauen.

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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von moorhexe » Sa 15. Okt 2016, 12:03

wir hatten warzenenten. als naturbrut und auch aus der brutmaschine.

der eine erpel ist immer um einen großen teich herumgelaufen, während die weibchen auch geschwommen sind.
vorsichtshalber hatten wir die eine seite der flügel gestutzt.
ich habe aber nie gesehen, daß sie geflogen sind.

der eine erpel hat uns allerdings mal, bei naturbrut, im stall mit auslauf, alle küken getötet.
dann hat er uns danach lecker geschmeckt.

wir hatten auch mal sachsenenten. die waren uns aber zu fett.
sonnige grüße von barbara
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von Adjua » Sa 15. Okt 2016, 13:13

Unser Erpel wurde anfangs von den Damen ferngehalten, hat aber nie Anstalten gemacht, auf die Küken loszugehen. Später ist er brav hinter den Kleinen hergewackelt und hat aufpassen geholfen. Später hat er seine jungen Wilden manchmal zurechtgewiesen, wenn sie Stress machten - allgemein aber beachtet er gar nicht, was ihm nicht als satisfaktionsfähig erscheint - Katzen, kleine Hunde, Laufenten, Rasenroboter ...

Im Gegensatz dazu machen die Laufenten bei allem erst mal Stress, besonders der Erpel.

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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von fuxi » Mo 17. Okt 2016, 12:46

Ich hab ja nicht so viele Vergleichsmöglichkeiten, aber ich erwähne auch hier dann nochmal, dass meine neue Ente (Laufente-plus-unbekannt-Mix) nun mehr als 3 Monate eher angefangen hat zu legen, als damals meine Caramel (reine Sachsenente). Den Unterschied zwischen Legeentenmix und mittelschwerer Landrasse merkt man also schon. Das Ei ist allerdings sichtbar kleiner als das von Caramel früher (hab von ihr noch welche, die ich als Gipsei präpariert habe).
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von mot437 » Mo 17. Okt 2016, 13:24

meine laufenten sind im gegensatz zu den stumenten hamerhafte legerinen
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von fuxi » Mo 17. Okt 2016, 13:32

Nur nochmal als Einwurf, auch wenn viele von euch das eh wissen:

Die Stummente/Warzenente/Moschusente (alles dasselbe) ist eine andere Entenart (im Sinne von "andere Spezies") als unsere heimische Stockente, aus der die verschiedenen Entenrassen (Pekingente, Sachsenente, Laufente, und noch hunderte mehr) herausgezüchtet wurden. Diese beiden verschiedenen Tierarten haben recht unterschiedliche Haltungsansprüche und Mast-/Legeleistungen.

Eine Sonderform sind die Moularden, die eine unfruchtbare Kreuzung der oben genannten Entenarten sind. Kreuzt man einfach verschiedene Entenrassen so sind die daraus resultierenden Tiere ganz normal fortpflanzungsfähig.
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Re: Unterschiede Entenrassen

Beitrag von Adjua » Mo 17. Okt 2016, 14:13

mot437 hat geschrieben:meine laufenten sind im gegensatz zu den stumenten hamerhafte legerinen
Klar. Wer gut brütet, legt nicht so viel. Warzenenten hat man ja eher für Fleisch und gegen Schnecken.

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