Alpengemüse & Co.

Adjua
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Re: Alpengemüse & Co.

#91

Beitrag von Adjua » So 30. Mär 2014, 17:22

Luna hat geschrieben:Wenn ich weiss, dass die Wolle jemand verarbeitet, hebe ich sie auf und kompostiere sie nicht.
Über die Qualität kann ich aber nichts sagen. Ein Teil davon ist von Bergschafen und ein anderer Teil von einer Zweinutzungszucht
(Thônes et Marthod 3/4, 1/4 Suffolk), die mir aber feiner vorkommt.
Von Kompostieren war nicht die Rede, das dauert ewig. Direkt als Substrat fressen es die Pflanzen in einer Saison auf. Wie deine Chancen stehen, dass irgendwann mal jemand kommt, der deine Wolle verspinnen will, sagen dir die zahlreichen Spinnerinnen hier im Forum.

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Re: Alpengemüse & Co.

#92

Beitrag von Luna » So 30. Mär 2014, 17:57

Also gut, dann versuche ich es in diesem Jahr einmal damit, einen Teil der Wolle direkt an die Pflanzen zu verfüttern.

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Re: Alpengemüse & Co.

#93

Beitrag von Luna » Mi 9. Apr 2014, 15:44

Ein wenig im Spätherbst gesäter Salat hat den milden Winter im GH überlebt und ist z.T. erntereif.
K640_IMG_0135.JPG
Das gleiche gilt für den Mangold im Freiland,
K640_IMG_0134.JPG
wohingegen der Rhabarber hier auf 760 m noch recht mickrig daher kommt.
K640_IMG_0133.JPG

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Re: Alpengemüse & Co.

#94

Beitrag von Thomas/V. » Mi 9. Apr 2014, 19:20

in dem einen GH hatte sich letztes Jahr Rukola selber ausgesät, nach dem Umgraben im Herbst haben sich übern Winter Jungpflanzen entwickelt, von denen ich schon Blätter geerntet habe und die jetzt Blütenknospen bilden...
die ersten Radieschen hab ich auch schon geerntet, völlig untypisch 6 Wochen nach der Aussat, die schwarzen Schläuche haben auch noch dazu beigetragen, im anderen GH sind noch nicht mal kleine Knollen an den Radieschen, obwohl sie am selben Tag ausgesät wurden
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Re: Alpengemüse & Co.

#95

Beitrag von Thomas/V. » Mi 9. Apr 2014, 19:23

wohingegen der Rhabarber hier auf 760 m noch recht mickrig daher kommt.
bei mir sieht er schon größer aus, ich vermute aber, das durch die anhaltende Trockenheit das Wachstum verzögert ist, bei uns sieht die Wiese teilweise noch wie im Winter aus, obwohl Osterglocken schon lange blühen
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Re: Alpengemüse & Co.

#96

Beitrag von Luna » Mi 9. Apr 2014, 20:00

Das mit der Wiese kann ich auch bestätigen. In günstigen Lagen, wo die Bauern mit Mist düngen, ist das Gras schon weiter. Das Problem dabei ist, dass Schafe und Ziegen aus dem Stall "in´s Grüne" wollen, aber noch nicht genug finden und in der Konsequenz das Heu auch nicht mehr fressen ...
Und genau vom Heu ist vom letzten kurzen Winter noch sooo viel übrig! Das Einzige, was hier momentan üppig wächst, sind die wilden Narzissen.

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Re: Alpengemüse & Co.

#97

Beitrag von emil17 » Fr 16. Mai 2014, 07:31

Luna hat geschrieben:Das Problem dabei ist, dass Schafe und Ziegen aus dem Stall "in´s Grüne" wollen, aber noch nicht genug finden und in der Konsequenz das Heu auch nicht mehr fressen ...
Und genau vom Heu ist vom letzten kurzen Winter noch sooo viel übrig! Das Einzige, was hier momentan üppig wächst, sind die wilden Narzissen.
So eine Narzissenwiese hätte ich auch gern,. aber hier passt das Klima nicht - zu trocken.
Eigentlich ist es nicht gut, das Gras gleich nach der Winterruhe abfressen zu lassen, das muss doch auch erst zu Kräften kommen.

Zum Rhabarber: Gib dem viel fetten Kompost.
Hast du da Schamottesteine als Einfassung genommen? Falls ja, eigentlich schade drum. Die Biester sind recht teuer und für allerlei Ofen- und Grillimprovisationen zu gebrauchen.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Alpengemüse & Co.

#98

Beitrag von Thomas/V. » So 1. Jun 2014, 11:34

Ich hatte ja versuchweise ein Pferdemist-Hochbeet mit Überdachung gebaut, um die wärmebedürftigsten Pflanzen noch etwas mehr zu verwöhnen.
Anscheinend hat es sich gelohnt, dann die darin gepflanzten Auberginen und Pepinos haben gegenüber denen im unbeheizten Gewächshaus einen gewissen Vorsprung von etwa 1-2 Wochen.
Nach der Pflanzung habe ich die Solarschläuche aus dem GH mit ins Hochbeet um die Pflanzen gelegt. So haben sie auch die letzten kalten Nächte (+4°) ganz gut überstanden.
Die Auberginensorte " Frühe von Barbentane" (Danke, Olaf!) scheint wirklich gut geeignet für hier. Sie ist im Frühling schnell gekeimt und gewachsen, als sie noch am Küchenfenster stand, besser als andere Sorten, die ich schon ausprobiert hatte.
Im Hochbeet kann man schon die ersten Blütenknospen sehen, während an den anderen Standorten noch keine bzw. eine in sehr frühem Stadium zu sehen ist.
Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt.

Bei den Tomaten habe ich 2 angeblich für ungünstige Freilandlagen geeignete Sorten an verschiedene Standorte gepflanzt, um sie zu beobachten und auszuprobieren.
Je 2 sind in dem erhöhten, schmalen Beet ohne jeglichen weiteren Schutz, je 2 hab ich an der Südwand der Garage (etwas geschützter und für die Anfangszeit mit Regendach) und je 1e hab ich an der Scheunenwand im Hof (vorspringendes Dach, aber spritzwassergefährdet bei starkem Regen, nicht ganz vollsonnig, aber insgesamt milderes Mikroklima als im Garten.
Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Da der Platz in den GH nie reicht, wäre es schon nett, mal wirklich frühreifende Tomaten im Freiland zu haben, die nicht vor der Ernte vom ersten Frost gekillt werden.
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Freilandtomaten im erhöhten Beet
Freilandtomaten im erhöhten Beet
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Auberginen
Auberginen
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Pepino
Pepino
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Re: Alpengemüse & Co.

#99

Beitrag von Oli » Do 26. Jun 2014, 10:07

Es ist zwar kein Gemüse, aber vielleicht für einen von euch 'Alpinisten' interessant. Gerade kam der Newsletter von Manfred Hans und da stach mir folgendes ins Auge:
Russlandapfel Antonowka
Eine sehr alte russische Sorte, auch unter dem Namen Possarts Nalivia bekannt. In einem Bauerngarten eines Bauern mit Namen Anton in der Nähe von Kursk, Mittelrußland, gefunden. 1826 wurden Reiser nach Deutschland gesandt und verbreitet.  Ein Herbst- und Winterapfel mit besten Eigenschaften. Gelbe sehr wohlschmeckende Früchte, die sehr lange haltbar sind. . Veredelt wurde auf die schwach wachsende Unterlage M26.  Kann kleiner Baum oder als Großstrauch gezogen werden. Sehr robust und kaum anfällig für Krankheiten. Antonowka ist selbstfruchtbar, eine zweite Sorte verbessert aber die Bestäubung und somit den Ertrag.  Auf Chemie kann man hier weitgehend verzichten.  Für Höhenlagen bis 1400 Meter geeignet! Getopft.
http://www.raritätengärtnereimanfredhan ... 3701025.sf

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Re: Alpengemüse & Co.

#100

Beitrag von Adjua » Do 26. Jun 2014, 10:37

Danke, Manfred!

Ich habe mir heuer die Tomaten vom Biogärtner gekauft, der sie im Gegensatz zu mir im GH anzieht und auch alte Sorten macht. Stehen alle im Freiland, teils halb überdacht und machen sich bisher prächtig.
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topfplantage201406.jpg
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