Alpengemüse & Co.

Luna
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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Luna » Do 26. Jun 2014, 13:27

emil17 hat geschrieben: [...]
Hast du da Schamottesteine als Einfassung genommen? Falls ja, eigentlich schade drum. Die Biester sind recht teuer und für allerlei Ofen- und Grillimprovisationen zu gebrauchen.
Erst jetzt gelesen! Ja, das sind Schamottesteine, die vom Ofenbau übrig geblieben sind. Sie sind ja frostbeständig und somit für evtl. "höher wertige" Verwendung nicht verloren.

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Thomas/V.
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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Thomas/V. » So 29. Jun 2014, 09:16

Adjua hat geschrieben:Danke, Manfred!

Ich habe mir heuer die Tomaten vom Biogärtner gekauft, der sie im Gegensatz zu mir im GH anzieht und auch alte Sorten macht. Stehen alle im Freiland, teils halb überdacht und machen sich bisher prächtig.
Meine "sibirischen" Sorten stehen sowohl im Kübel an der Scheunenwand, als auch an einer Südwand im Frühbeet und auch in einem erhöhten Beet ohne weiteren Schutz im Freiland und sehen ähnlich aus wie Deine Tomaten. Sie haben jetzt mehrere Blütenrispen ausgebildet und blühen.
Mal sehen, wie es weiter geht.
Die Tomaten in den GH sind natürlich schon viel weiter, ca. 1,60m hoch, blühen meist an der 3. Rispe und haben unten schon die ersten kleinen Früchte.
Schätzungsweise in 4 Wochen müßten die ersten reif sein, also normaler Zustand.
Mal sehen, wie es mit den sibirischen weiter geht.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Adjua » Do 16. Jun 2016, 13:55

Muss den Thead wieder mal hochholen. Habe immer noch kein Gewächshaus, Tomaten stehen wie gehabt am Pflaster in schwarzen Töpfen gemischt mit steirischen Käferbohnen (Haussorte mitllerweile), die sonst in dieser Gegend schwierig sind aber bei mir bis zum Bakon hoch wachsen und (so der Hagel sie nicht erwischt) eine Schuhschachtel Bohnen pro Jahr produzieren.

Lieblingssorten: Auriga, Tscherny Prinz, Valencia, aber ich nehme, was mir der Biogärtner bringt

Ansonsten geht bei mir schon seit Jahren:

Kartoffeln Sorte Laura und Erika (Saatgut aus dem Pinzgau), weniger ertragreich rote Emma und blaue St. Gallner
Stangenbohnen Blauhilde und Posthörnchen (Arche Noah) sowie diverse Buschbohnen
Nach einigen Fehlschlàgen mit Steckzwiebeln Erfolg mit Zwiebeljungpflanzen von der bayrischen Gärtnerei Adler
Erbsen aller Art fühlen sich hier auch wohl, an Hosbohnen wird noch gearbeitet

Hanf, Hirse, Süsslupinen können noch nicht als Erfolg bezeichnet werden, wird aber vielleicht in den nächsten Jahren, wenn das Feld besser wird (wird es jedes Jahr). Bei Mais bin ich skeptisch.

Buchweizen geht hier wie die Hölle und sät sich zuverlàssig jedes Jahr selbst aus. Denke schon an Masthähnchen zum Selbsternten.

Suche: Gute Hirsesorten (zum Essen oder für Geflügel), gute Körnerhanfsorte, gute gelbe Trockenerbsen, gute alpenvertägliche Körnermaissorte

Exoten im heurigen Versuch: Artischocken (ich nehme, was der Biogàrtner bringt :D)

Nette Spielerei, schmackhaft und dekorativ: schwarze und braune Kichererbsen von Deaflora, die werden hier auch immer was, wenn sie genug Wasser bekommen

Jul
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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Jul » Do 16. Jun 2016, 17:36

Ui, das ist ja mal ein spannender Thread, den hatte ich noch gar nicht entdeckt gehabt.
Eure Erfahrungen sind echt interessant, vielen Dank fürs Aufschreiben :daumen:

Ich selbst habe ja einen Garten auf 1000müM den anderen bisschen höher als 800müM. Da merkt man die Unterschiede schon gewaltig!
Außerdem bin ich ja in Norditalien, zwischen zwei größeren Seen, ich nehme mal an, dass hier das Klima dadurch etwas günstiger ist.

Im höheren Garten wachsen problemlos:
Kartoffeln (rote & helle)
Kohl (Weißkohl am besten, dann Wirsing und Kohlrabi, Rotkohl und Spitzkohl wenn sie Lust haben)
Stangenbohnen (Steirische Käferbohne, Feuerbohnen, Pintobohnen, Kirschkernchen, Borlotti, Wildschweinchen und noch so lilane wo ich den Namen nicht mehr weiß)
Gurken (wenn sie es einmal geschafft haben zu keimen, dann wachsen sie super)
Erbsen (Zuckererbsen und die anderen)
Stachelbeeren

Was nicht immer klappt sind:
Tomaten
Kürbis (Die wachsen zwar gut, reifen dann aber nicht immer aus)
Lauch (bleibt sehr klein)
Mais
Zucchini
Buschbohnen
Himbeeren
Johannisbeeren

Gar nicht geht (kann aber natürlich auch am Boden und nicht nur am Klima liegen):
Mangold
Rote Beete
Kopfsalat
Apfelbaum
Birnbaum

Hirse habe ich letztes Jahr zum ersten mal ausprobiert, ging sehr gut, war aber auch ein warmer, recht trockener Sommer. Bin gespannt wie es dieses Jahr wird.

Im niedrigen Garten wächst alles was oben aufgelistet ist sehr gut.
Am besten werden die Tomaten allerdings unter Dach.

An keinem von beiden Plätzen funktioniert:
Karotten
Zwiebeln
Blumenkohl
Knollensellerie
Knollenfenchel

@Adjua, deine Versuche klingen spannend! Besonders die Kichererbsen muss ich auch mal probieren :)
Hanf habe ich auch schon mal versucht, ist aber nicht wirklich gut geworden, außerdem ist es ja eigentlich meldepflichtig in Italien so weit ich weiß. Als mehr Spaziergänger unterwegs waren wurde es mir dann unheimlich und ich habe ihn abgesäbelt. Aber die Blätter waren lecker im Tee und einige verstecke Pflanzen die ausreifen konnten hatten auch ein paar schöne Samen gemacht.
Wenn die Hirse diesen Nicht-Sommer auch gut kommt, dann kann ich dir Saatgut geben. Das ist dann der Härtetest, ich laufe jetzt noch im Pullover herum.

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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Adjua » Do 16. Jun 2016, 18:37

Interessant.

Knollensellerie geht bei mir (wenn er die Schnecken überlebt), bleibt aber klein. Tolles Aroma dafür. Gilt auch für Kohl. Knollenfenchel und Blumenkohl kann ich mich nicht beklagen. Kann dir aber sagen, was wir hier verwenden (Reinsaat-Sorten). Kopfsalat genauso, da gibts ja wirklich viele Sorten.

Kichererbsen kann ich dir als Gegengabe zur Hirse schicken.

Mit der roten Beete habe ich auch so mein Leiden, mal sehen was es heuer wird.

Wie ist der Boden, eher auf der sauren oder eher auf der basischen Seite?

Jul
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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Jul » Do 16. Jun 2016, 19:11

Der Boden ist eher sauer würde ich sagen und sagte mir auch ein gelernter Gärtner...

Bei den Roten Beeten muss es aber wirklich an der Höhe liegen, auf 800 Meter super auf 1000 beim besten Willen gar nix.
Die größten die ich im oberen Garten mal geschafft habe, hatten 5 cm Durchmesser :platt: :lol:

So wahnsinnig riesig sind meine Kohlköpfe auch nicht, aber auch nicht schlecht.
Die Kürbise werden oben nur halb so groß wie unten und reifen eben nicht immer aus.

Das mit dem Tausch fände ich toll, allerdings erst im Herbst, weil ich mein ganzes Saatgut verbraucht habe. Es ist von Dreschflegel, sind also keine Hybriden oder so.

Danke für den Link zu der Saatgut Seite, werde mich da für die nächste Saison mal umgucken.
Auch die andere Seite hab ich mir schon angeschaut, wo du die Kichererbsen her hast. Da gibt es ja auch viel Interessantes.

Ein Schuh- oder Kleidergeschäft wird meinem Geldbeutel nicht gefährlich, aber bei Saatgut muss ich aufpassen :pft:
Besonders Bohnen, hach :rot:

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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Adjua » Do 16. Jun 2016, 19:44

Gute Trockenbohnen (Busch oder Stange) wären auch noch interressant. Deaflora hat interessante Sachen, auch die weisse Gurke (White Wonder) von dort war ein Traum.

Auberginen und Paprika habe ich hier oben aufgegeben.

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Re: Alpengemüse & Co.

Beitrag von Jul » Do 16. Jun 2016, 19:48

Paprika geht bei mir auch nur im Gewächshaus und bringt trotzdem nicht besonders viel...

Aubergine soll angeblich früher im unteren Garten gegangen sein, die alten Leute hier sagen, es sei früher wärmer gewesen.
Es gibt auch einige Feigenbäume, die werden auch nur noch selten reif, dass soll mal anders gewesen sein.

Trockenbohnen (Stange) hab ich gute, da könnte ich dir eine bunte Mischung schicken, wenn du magst.

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