Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Benutzeravatar
busbeck
Beiträge: 244
Registriert: Mo 30. Apr 2012, 12:53
Familienstand: verheiratet

Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#1

Beitrag von busbeck » Mi 17. Feb 2021, 20:12

Hallo da draußen!

Weil wir nicht mehr in einem Haus wohnen, haben wir dieses Jahr das erste Mal ohne Keller unsere ziemlichen Mengen an Kartoffeln gelagert. Ich hab dafür im Sommer ein sarggroßes Loch gebuddelt, ca. 1,20 tief. Irgendwann war das Loch jedoch mit Wasser voll (Regen, Schnee...). Und dann kam die Kälte. Jetzt sind die Kartoffeln matschig und müssen schnellstens vermacht werden.

Gut. Und? Nächstes Jahr. Hier, was wir uns bisher überlegt haben:

Kann man einen (einfachen) Freilandkeller bauen, der Feuchtigkeit durchlässt, aber keine Nässe?
Wie könnten wir in einer Scheune Kartoffeln lagern, auch wenn in der Scheune Minusgrade sind?
Mir ist aufgefallen, wenn man die Kartoffeln vor Kälte mit Styropor schützt, dann schimmelt das mitverwendete Holz schnell.

Ich freu mich als Antwort sehr über theoretisches Wissen, aber am meisten über eigene, echte Erfahrungen.

P.S.: Ich hab im Forum rumgeforscht, aber genau dieses Thema habe ich nicht gefunden. Falls es doch schon behandelt worden ist, würde ich mich über den Link freuen.
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer)

sybille
Beiträge: 3588
Registriert: Mi 2. Nov 2011, 20:48

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#2

Beitrag von sybille » Mi 17. Feb 2021, 20:54

Wenn die Scheune einen irdenen Boden hat könntet ihr dort eine Grube ausheben und die Kartoffeln, mit dick Erde und Stroh bedeckt, lagern.
Für Futterrüben gab es früher Mieten auf dem Acker aber ich weiß nicht mehr genau wie die gemacht wurden. Erde ausheben, Rüben rein und Erde und Stroh obendrauf?
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

Toby
Beiträge: 21
Registriert: So 14. Feb 2021, 15:40

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#3

Beitrag von Toby » Mi 17. Feb 2021, 21:56

Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber könnte es, wie bei Karotten, in einer Kiste mit leicht feuchtem Sand klappen?

Eberhard
Beiträge: 97
Registriert: Sa 23. Jan 2021, 12:58

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#4

Beitrag von Eberhard » Mi 17. Feb 2021, 22:52

Da ich selber einen guten und ausreichenden Keller habe, kann ich nur empfehlen, eine Suchmaschine eigener Wahl nach Stichworten wie "kartoffeln lagern ohne keller im freiland" arbeiten zu lassen und Dir da einige Schlüsse daraus zu ziehen.
Mit freundlichem Glück Auf!

Eberhard

Benutzeravatar
Rohana
Förderer 2018
Förderer 2018
Beiträge: 4398
Registriert: Mo 3. Feb 2014, 21:31
Familienstand: verheiratet
Wohnort: Oberpfalz

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#5

Beitrag von Rohana » Mi 17. Feb 2021, 23:09

Kartoffeln in einer gescheiten Miete müsste doch kein Problem sein?
https://altes-gartenwissen.de/kartoffel ... -freien-1/ zb
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

Hildegard
Förderer 2017
Förderer 2017
Beiträge: 1918
Registriert: Mi 11. Aug 2010, 21:33
Wohnort: Oberösterreich

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#6

Beitrag von Hildegard » Mi 17. Feb 2021, 23:47

In meinem nicht überdachten - allerdings gut drainiertem -Hochbeet "überwintern" jedes Jahr einige Kartoffel unfreiwillig und treiben im Frühling wieder aus. Beim Herrichten des Beetes kommen vereinzelt Knollen zum Vorschein, die den Winter in der Erde - auch bei hohen Minusgraden- überdauerten und wieder wie frisch sind.
Allerdings wenn sie in einem Wasserloch liegen? Hast du sie denn direkt in die Grube auf die Erde gelegt? keine Drainage?
Wenn du eine Scheune hast, wäre dieses Nässe- Problem ja gelöst. Aber in einer gut isolierten Box dürfte etwas Frost kein Problem sein. Und gibt es mal strengeren..so wie letzte Woche bei uns gegen -20°C, dann deckt man kurzfristig zusätzlich mit Noppenfolie oder Teppichen ...ab.
Anderweitig werden halt "Süsskartoffel " draus.
Der Vorteil gegenüber Erdmiete ist, dass du jederzeit welche entnehmen kannst.
ich kann mir auch vorstellen, dass in so einer Scheune die Lagerung in einer ausgedienten Tiefkühltruhe/Schrank mit Laden gut funktioniert. Kommt halt auf die Menge drauf an.
Wir haben so ein kaputtes Alt-Gerät im kalten Holzschuppen stehen, das zur vollsten Zufriedenheit als Apfellager dient.
die Aussenseiten + Boden wurden mit Styroporplatten zusätzlich isoliert. Lüften und Entnehmen geht praktisch durch die Tür. Und Mäusesicher ist er auch.
Gegen Mäusebesuch kannst aber auch alte Lochtrommeln von Waschmaschinen nehmen. Die kannst auch auf einer Isolierschicht gelagert in die Erde versenken.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)

Benutzeravatar
busbeck
Beiträge: 244
Registriert: Mo 30. Apr 2012, 12:53
Familienstand: verheiratet

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#7

Beitrag von busbeck » Fr 19. Feb 2021, 19:21

sybille hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 20:54
Wenn die Scheune einen irdenen Boden hat könntet ihr dort eine Grube ausheben und die Kartoffeln, mit dick Erde und Stroh bedeckt, lagern.
Für Futterrüben gab es früher Mieten auf dem Acker aber ich weiß nicht mehr genau wie die gemacht wurden. Erde ausheben, Rüben rein und Erde und Stroh obendrauf?
Ich hab ein Buch, in dem wird genau das beschrieben. Das Dumme ist allerdings das Wasser. Wir haben so hohes Grundwasser, dass die Miete ruckzuck (vor allem bei Tauwetter) mit Wasser voll ist.
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer)

Benutzeravatar
busbeck
Beiträge: 244
Registriert: Mo 30. Apr 2012, 12:53
Familienstand: verheiratet

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#8

Beitrag von busbeck » Fr 19. Feb 2021, 19:23

Toby hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 21:56
Ich habe es zwar noch nicht ausprobiert, aber könnte es, wie bei Karotten, in einer Kiste mit leicht feuchtem Sand klappen?
Müsste eigentlich, aber es sind halt doch ziemliche Mengen Kartoffeln - und wenn noch jemand dazukommt, dann sind es noch mehr. Dennoch ist diese Lösung eine meiner Notlösungen, die wohl funktionieren dürften. Bei Karotten jedenfalls funktioniert's hervorragend. Vor zwei Jahren hatten wir bis Juni hervorragende Karotten!
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer)

Benutzeravatar
busbeck
Beiträge: 244
Registriert: Mo 30. Apr 2012, 12:53
Familienstand: verheiratet

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#9

Beitrag von busbeck » Fr 19. Feb 2021, 19:25

Eberhard hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 22:52
Da ich selber einen guten und ausreichenden Keller habe, kann ich nur empfehlen, eine Suchmaschine eigener Wahl nach Stichworten wie "kartoffeln lagern ohne keller im freiland" arbeiten zu lassen und Dir da einige Schlüsse daraus zu ziehen.
Danke für den Hinweis! In der Tat ist das eine meiner Strategien, bevor ich im Forum nach Ideen frage. Normalerweise jedenfalls... :pfeif:
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer)

Benutzeravatar
busbeck
Beiträge: 244
Registriert: Mo 30. Apr 2012, 12:53
Familienstand: verheiratet

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

#10

Beitrag von busbeck » Fr 19. Feb 2021, 19:32

Rohana hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 23:09
Kartoffeln in einer gescheiten Miete müsste doch kein Problem sein?
https://altes-gartenwissen.de/kartoffel ... -freien-1/ zb
Auf der Seite hab ich eine "Kleinigkeit" über Mieten gelernt: Die Kartoffeln werden OBERIRDISCH gelagert. Aha!
Hm. Ach, ich will doch einen Freilandkeller. Geht das denn nicht? :motz:
Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen. (Dietrich Bonhoeffer)

Antworten

Zurück zu „Gemüse allgemein“