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Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: Fr 19. Feb 2021, 19:38
von busbeck
Hildegard hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 23:47
In meinem nicht überdachten - allerdings gut drainiertem -Hochbeet "überwintern" jedes Jahr einige Kartoffel unfreiwillig und treiben im Frühling wieder aus. Beim Herrichten des Beetes kommen vereinzelt Knollen zum Vorschein, die den Winter in der Erde - auch bei hohen Minusgraden- überdauerten und wieder wie frisch sind.
Allerdings wenn sie in einem Wasserloch liegen? Hast du sie denn direkt in die Grube auf die Erde gelegt? keine Drainage?
Wenn du eine Scheune hast, wäre dieses Nässe- Problem ja gelöst. Aber in einer gut isolierten Box dürfte etwas Frost kein Problem sein. Und gibt es mal strengeren..so wie letzte Woche bei uns gegen -20°C, dann deckt man kurzfristig zusätzlich mit Noppenfolie oder Teppichen ...ab.
Anderweitig werden halt "Süsskartoffel " draus.
Der Vorteil gegenüber Erdmiete ist, dass du jederzeit welche entnehmen kannst.
ich kann mir auch vorstellen, dass in so einer Scheune die Lagerung in einer ausgedienten Tiefkühltruhe/Schrank mit Laden gut funktioniert. Kommt halt auf die Menge drauf an.
Wir haben so ein kaputtes Alt-Gerät im kalten Holzschuppen stehen, das zur vollsten Zufriedenheit als Apfellager dient.
die Aussenseiten + Boden wurden mit Styroporplatten zusätzlich isoliert. Lüften und Entnehmen geht praktisch durch die Tür. Und Mäusesicher ist er auch.
Gegen Mäusebesuch kannst aber auch alte Lochtrommeln von Waschmaschinen nehmen. Die kannst auch auf einer Isolierschicht gelagert in die Erde versenken.
Danke für das ausführliche Mitdenken! Waschmaschinentrommeln kann ich mir gut vorstellen. Aber in der Tat ist Deine Werbung für eine Lösung in der Scheune für mich das Attraktivste. Ich hab eine richtig schöne Kartoffelhorde gemacht. Vielleicht mach ich da einfach eine Styropor-Ummantelung.

Noch eine Frage zur Tiefkühltruhe: Schimmelt das Zeug da drin nicht, wenn keine Luft rankommt? Oder lässt Du die Truhe einen Spalt offen?

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: Fr 19. Feb 2021, 20:31
von Rohana
busbeck hat geschrieben:
Fr 19. Feb 2021, 19:32
Rohana hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 23:09
Kartoffeln in einer gescheiten Miete müsste doch kein Problem sein?
https://altes-gartenwissen.de/kartoffel ... -freien-1/ zb
Auf der Seite hab ich eine "Kleinigkeit" über Mieten gelernt: Die Kartoffeln werden OBERIRDISCH gelagert. Aha!
Hm. Ach, ich will doch einen Freilandkeller. Geht das denn nicht? :motz:
Najaaaa, genaugenommen sind sie ja unter Erdniveau, du hebst ja was aus... :lala:
Ich weiss nicht ob deine Idee von "Freilandkeller" praktikabel ist. Im Detail hab ich da zuwenig Ahnung von ;)

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: Fr 19. Feb 2021, 20:44
von Hildegard
natürlich würde es schimmeln, aber wir gehen alle paar Tage mal vorbei und lüften ab, je nach Wetter. Es entweicht dadurch auch das Ethylengas . Die Äpfel halten sich komplett frisch bis mind. April.
Die Horden auch vom Boden her gut isolieren. Aussenrum auch dickes Schafwollvlies und dann Styropor. Mäuse beachten! Ich hab die Kartoffel und Äpfel lieber in Obstkisten, da kann man schlechte Früchte/Kartoffel besser aussortieren.
ich weiß nicht, wie tief und dauerhaft bei euch die Temperatur ist und welche Menge du einlagern willst.

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: Sa 20. Feb 2021, 22:19
von Küstenharry
Hallo,bei uns sind nun Kartoffeln angefroren gewesen und schmecken nun süßlich.
Keimen diese Kartoffeln noch, um sie als Saatkartoffeln zu nutzen?

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: So 21. Feb 2021, 17:22
von sybille
Keimen diese Kartoffeln noch, um sie als Saatkartoffeln zu nutzen?
Ich weiß es nicht. Aber leg doch mal ein paar Kartoffeln ins Warme dann wirst Du sehen ob sie keimen.

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: So 21. Feb 2021, 22:26
von kraut_ruebe
Ja. Die im Garten vergessenen/übersehenen frieren auch an und treiben dann wieder aus.

Re: Wasser und Kälte - Kartoffellagerung

Verfasst: Do 25. Feb 2021, 11:40
von Oli
busbeck hat geschrieben:
Mi 17. Feb 2021, 20:12
[...]

Kann man einen (einfachen) Freilandkeller bauen, der Feuchtigkeit durchlässt, aber keine Nässe?
[...]

Ich freu mich als Antwort sehr über theoretisches Wissen, aber am meisten über eigene, echte Erfahrungen.

[...]
Und aus der einen Antwort:
Das Dumme ist allerdings das Wasser. Wir haben so hohes Grundwasser, dass die Miete ruckzuck (vor allem bei Tauwetter) mit Wasser voll ist.
1,20 m tief zu graben hast du nun ausprobiert und es war zu tief. Ich würde also weniger tief graben und dann eine Kiesschicht als Drainage reintun. Da drauf dann eine Weithalstonne oder eine Auflagenbox mit Luftlöchern oder eben Waschmaschinentrommeln. Wenn oben was rausguckt noch Erde oder Sand anhäufeln und obendrauf logischerweise das Wasser ableiten.
Da du von Tauwetter/Nässe redest gehe ich mal davon aus, dass es in deiner Region Schnee gibt. Da hilft Stroh als Isolierung und auch zum Ableiten.

Kartoffeln lagern wir anders und mittlerweile haben wir das Problem eh nicht mehr, aber ich habe es mit Äpfeln, Bete usw. mal mit dezentralen Erdkellern getestet, einen Beitrag dazu geschrieben und auch ein ums andere Mal hier erwähnt: https://landidylle.com/2017/04/16/dezen ... t-gemuese/

Vielleicht hilft es ja.