Wirtschaftlich sinnvolle Heugewinnung

Re: Wirtschaftlich sinnvolle Heugewinnung

Beitragvon WernervonCroy am Di 5. Mär 2019, 12:38

Vielleicht ist es auch so, dass in Sardinien nicht das wetter das Problem ist, sonder die Lohnunternehmerdichte. Das weiss ich leider nicht, aber ich kenne das aus anderen Beipielen, das wir deutschen in unserem Denken sehr eng sind und gar nicht daran denken, dass es in anderen Ländern anders ist.
War mal eine Nacht in Antwerpen in einem günstigen Hotel und dachte mir, das Frühstück spare ich mir, den Kaffee und ein Hörnchen bekommst auch beim Bäcker um die Ecke.........da war keine Ecke mit Bäcker. Läden machten erst um 11 uhr auf.......da ging es ohne Kaffee.
Hat mich wieder einmal in meinem Leben an mein Engstirniges denken erinnert.

Eins ist mir ebenfalls noch eingefallen, wie schaut es mit Ersatzteilen aus. Normalerweise kauft man die Maschinen, wo der nächste Händler/Werkstatt hat/vertritt.
Lebe dein Leben.
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Re: Wirtschaftlich sinnvolle Heugewinnung

Beitragvon Taraxacum am Di 5. Mär 2019, 13:52

Wir machen jährlich unser Heu von rund 3,5 ha Streuobstwiese mit Kleintechnik, die das wunderbar schafft. Mittlerweile haben wir einen 16PS Kubota Traktor, der auf der Streuobstwiese auch unter die Bäume passt, da das passende Mähwerk dazu. Dann einen Kreiselwender und ab nächste Woche einen passenden Schwader dazu. Das Heu pressen wir mit einer Wolgari Presse R500 in kleine Minirundballen mit Durchmesser und Höhe von je 60 cm. Maximales Gewicht der Ballen liegt so bei 35 kg, wir pressen meist Ballen mit 25kg. Die sind in der Handhabung recht praktisch. Von einer Person leicht zu händeln und zu stapeln. Die ganze Technik ist handlich und robust. Wozu viele PS wenns auch mit weniger geht. Der Spaßfaktor ist auch nicht zu unterschätzen mit der "Spielzeugtechnik". :pft:
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Re: Wirtschaftlich sinnvolle Heugewinnung

Beitragvon Reto94 am Di 5. Mär 2019, 14:12

Ich danke euch für die zahlreichen und ausführlichen Antworten!

Lohnunternehmer könnt ihr knicken... :haha: Die gibts schon, aber da machst du einen Termin für Montag Nachmittag und wenn du Glück hast, kommen sie am Mittwoch in der früh. Da ist das Heu gelb von der Sonne und das Morgentau drin.

Zeit hat man in der Regel mehr als genug. Ausser letzes Jahr, da gabs auch nur 4-Tagesfenster.
Normalerweise kann man da das Heu gemütlich in Etappen mähen und einbringen. Ich denke auch, dass wir nur einen Schnitt pro Jahr machen werden.

Im Moment ist das Land ziemlich übel Überweidet. Diesen Frühsommer bring ich das bisschen Heu von den guten Teilflächen von Hand rein. Den Rest teile ich ein und weide ich dann schonend mit den zehn Schafen ab. Vondaher haben wir genügend Zeit um nach einer guten, gebrauchten Presse für nächstes Jahr zu suchen.

Im nächsten grossen Ort gibts ein paar Landmaschinenhändler, ich werde mich da mal erkundigen, was die für Kleinballenpressen im Angebot haben.

Von diesen Minirundballenpressen scheint es mehrere Hersteller in Italien zu geben. Vorteile gegenüber HD Ballen haben diese kleinen Rundballen aber ja nicht wirklich!? Beim Stapeln geht ja da recht viel Platz verloren. Finde die trotzdem spassig, Anschaffungspreis ist ja auch recht günstig... Werde mir die auch noch genauer anschauen :)
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Re: Wirtschaftlich sinnvolle Heugewinnung

Beitragvon Taraxacum am Di 5. Mär 2019, 14:46

Wir stapeln die Dinger liegend und kriegen 5 Reihen übereinander. In der Scheune hat man durch die Seitenwände eine gute Begrenzung, ansonsten baut man eine Pyramide. Unser kleiner Kubota hat nicht die Leistung für eine HD Presse und für uns reicht der kleine Traktor und das ganze Zubehör vollkommen aus. Die HD Ballen macht hier bei uns kaum noch jemand und wenn man dann Jemanden gefunden hatte, dann hat man stundenlang gewartet, das er gekommen ist und in der Ferne haben sich die Gewitterwolken zusammengeballt. Mit der eigenen Presse können wir uns die Arbeit auch besser einteilen und Stück für Stück mähen und pressen, ganz wie es passt.
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