Kaninchen: Fleischrasse / Mastrasse / Gebrauchsmix

hobbygaertnerin
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Re: kaninchen fleischrasse...

#51

Beitrag von hobbygaertnerin » Mo 22. Okt 2012, 16:29

Dann wünsche ich euch für das nächste Jahr viel Glück im Stall und viel Erfolg bei der Zucht.
Diesen Gruss gibt es bei uns, wenn Besuch in den Stall sieht oder ihn auf Aufforderung betritt.
Heuer hatten 2 Häsinnen 8 und eine 9 Junge pro Wurf- ein wenig winzig ist das Kleinste jeweils geblieben, aber sie haben es geschafft.
Dafür war letztes Jahr mit sehr vielen Misserfolgen.
Man sieht hier auch wieder, es sind Lebewesen und man braucht auch sehr viel Glück.
Danke für eure Beiträge, damit habt ihr mir sehr geholfen.

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Re: kaninchen fleischrasse...

#52

Beitrag von karl-erwins-frau » Mi 24. Okt 2012, 12:12

hi,

zum Thema Füttern hätte ich auch eine Frage: Woran merke ich, dass die Ninchen zu fett sind.
Ich habe 1x Riesenschecken-Kastrat, der ist aber uralt und definitiv zu fett, aber der bekommt sein Gnadenbrot (ehm, -heu), das ist ok.
Dann habe ich 2x Schecken-Mixe, die schön schlank und agil ist und jetzt ganz neu 2x dt. Riesenhäsinnen, die ein super schönes Kuschelfell haben, aber meiner Meinung nach bissl zu dick sind. Ich bin mir da aber nie ganz sicher, woran man ein "zu dick" erkennen kann. :aeh:
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kleinesLicht
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Re: kaninchen fleischrasse...

#53

Beitrag von kleinesLicht » Mi 24. Okt 2012, 20:16

Meine Haesin hat eine Wamme und ist im Ganzen disproportioniert, ausserdem fuehlt sie sich schwammig an - wenn sie zuviel auf den Rippen hat (die man dann auch nicht mehr fuehlt).
viele Grüße
ein kleines Licht

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Re: kaninchen fleischrasse...

#54

Beitrag von MeinNameistHASE » Do 25. Okt 2012, 07:56

Eine meiner Häsinnen hat auch eine Wamme, aber der Rest vom Körper ist nornmal. Ich vermute, dass diese Fettablagerungen durch das Rupfen nach der Geburt entstehen. Die Haut wird abgelöst und es entstehen Zwischenräume, die sich bevorzugt mit Fett füllen. Nach 6 Würfen sieht es zwar etwas merkwürdig aus, aber sie ist topfit.

Zu dick ist eine Kaninchen erst, wenn es an Bewegungsfreude und Beweglichkeit eingeschränkt ist. Gerade die dt. Riesen sollen wachsen und ein Gewicht so um die 10kg Lebendmasse erreichen. Setz deine Schecken doch mal auf die Wage, wenn du dann noch der Meinung bist sie wären zu dick, die Futterrationen verringern und mehr strukturreiches Futter (Hafer/Weizenstroh und hartes Heu) füttern. Dann sollte sich das Problem bald erledigt haben.

lg Jonas

PS: So eine Diät tut allen Kaninchen mal gut. Ich schiebe solche Diäten gerne vor Futterumstellungen oder in der Zuchtruhe ein, um eine gute körperliche Verfassung für die nachfolgende Belastung zu erreichen.
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!

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Thomas/V.
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Re: kaninchen fleischrasse...

#55

Beitrag von Thomas/V. » Do 25. Okt 2012, 10:23

Den ganzen Problemen (Gewicht bzw. Übergewicht) kann man aus dem Weg gehen, indem man den Tieren nur zu bestimmten Zeiten (2. Hälfte der Trächtigkeit, Säugezeit oder bei großer Kälte) als Unterstützung kleine Mengen an Kraftfutter gibt.
Und zum Kraftfutter zählen nicht nur Getreide, sondern auch Kartoffeln und diese Zuckerrübenpellets und Brot.
Meine Häsinnen haben mit minimalen Kraftfuttergaben locker 10 Junge aufgezogen, auch 2x jährlich ist das kein Problem gewesen.
Wenn man ständig Kraftfutter gibt und die Tiere kaum Bewegung haben (wie es meistens der Fall ist) braucht man sich über Gewichtsprobleme nicht zu wundern.
Hinzu kommt, das mit der ganzen Kraftfutterfütterung ja das eigentlich sehr SV-freundliche Tier zum Nahrungskonkurrenten des Menschen wird ;) .
Wenn man bedenkt, das Kaninchen in freier Wildbahn fast pausenlos trächtig oder säugend sind, sich viel bewegen müssen und die meiste Zeit des Jahres nur von Grünzeug leben, finde ich eine kraftfutterbetonte Fütterung nicht artgerecht.

Was das Wasser angeht: füttere ich Kraftfutter, trinken die Kaninchen mehr.
Scheint die Sonne stundenlang in den Stall, trinken sie viel mehr.
Meine Kaninchen haben so gut wie kein Wasser getrunken. Am meisten trinken die säugenden Häsinnen, außer bei großer Hitze wird das Wasser sowohl in den Nippelflaschen als auch in den Trögen kaum angerührt.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Thomas/V.
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Re: kaninchen fleischrasse...

#56

Beitrag von Thomas/V. » Do 25. Okt 2012, 10:31

Die Wamme bei den Häsinnen ist eigentlich normal, auch bei ansonsten schlanken Tieren.
Zu dick sind sie, wie auch andere Tiere, wenn man die Rippen nicht mehr spüren kann beim sanften drüberstreicheln mit etwas Druck.
Außerdem kann man dann ja beim Schlachten sehen, ob man zu gut gefüttert hat.
Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, das schon moderate Kraftfuttergaben übern Sommer die Jungtiere hat verfetten lassen, was man äußerlich noch nicht so gesehen hat, aber dann beim Schlachten.
Das ist aber wohl rasse- und auch individuell abhängig.
Die gleiche Fütterung kann bei manchen zu Verfettung führen, bei anderen noch nicht.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: kaninchen fleischrasse...

#57

Beitrag von hobbygaertnerin » So 3. Mär 2013, 10:59

Ich habe heute das erste Mal einen ausgewachsenen deutschen Riesen gesehen, 7,5 Kilos Lebengewicht, auch noch andere sehr grosse Fleischrassen.
Unsere Kaninchenrassen sind Rex, rote Neuseeländer und eine Einkreuzung mit deutschen Riesen.
Für das nächste Jahr muss ich mir wieder um einen neuen Rammler schauen.
Welche Rasse sind vom Fleischanteil, bzw. der Umsetzung in Fleisch, von der Gesundheit, bzw. Robustheit besonders für eine eher naturnahe Haltung und Fütterung am Besten?
Die Kaninchen, die ich heute auf dem Markt gesehen habe, sind sehr, sehr intensiv gefüttert.

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Thomas/V.
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Re: kaninchen fleischrasse...

#58

Beitrag von Thomas/V. » So 3. Mär 2013, 11:17

Welche Rasse sind vom Fleischanteil, bzw. der Umsetzung in Fleisch, von der Gesundheit, bzw. Robustheit besonders für eine eher naturnahe Haltung und Fütterung am Besten?
Ich hatte eigentlich meistens keine wirklichen Rassetiere, sondern eher "Feld-Wald-und Wiesen-Mischlinge".
Am Anfang hatte ich von einem Nachbarn Tiere, die den Sachsengold nahe kamen, dann hatte ich mal welche, die wohl von holländischen Schecken abstammten.
Die letzten Jahre hatte ich Thüringer Lohkaninchen von einem richtigen Ausstellungszüchter, aber auch irgendwelche Mixe von jemand anderem.
Alle kamen mit meiner Haltung und Fütterung zurecht.
Einmal hatte ich welche, deren Abstammung ich nicht weiß, die verfetteten derartig, obwohl sie kaum Kraftfutter bekamen, das war richtig eklig, auch sah das Fett anders aus als bei den anderen Rassen.
Für uns 2 sind die mittelgroßen Kaninchen am geeignetsten, so zwischen 1,5 und 1,8 kg küchenfertig essen wir 2x von jedem Tier.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: kaninchen fleischrasse...

#59

Beitrag von Kaufnix » So 3. Mär 2013, 11:20

Da würde ich mal spontan Hasenkaninchen sagen. Die werden von vielen, die Kaninchen für Fleisch züchten, mit eingekreuzt, weil sie wohl eine unschlagbare Ausbeute haben: wenig Eingeweidemasse, eher leichte Knochen, dünnes Fell, viel Muskulatur, große stark bemuskelte Läufe. HaKas wollen und nutzen große Ausläufe und passen somit für eine naturnahe Gehegehaltung.

Die könntest du mit einer Kleinrasse kreuzen, denn die bringt: besonders feinfaseriges, zartes Fleisch, große Würfe, schnelle Zuwachsraten und gute Futterverwertung. Der Züchter, von dem ich meine Lohkaninchen habe, hat gesagt, seit er die verkauft will niemand mehr seine Neuseeländer kaufen, weil das Fleisch besser sei.
In the world I see you are stalking elk through the damp canyon forests around the ruins of Rockefeller Center.
- Tyler Durden, Fight Club

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Re: kaninchen fleischrasse...

#60

Beitrag von holzgaser » So 3. Mär 2013, 15:34

Hallo!
Da würde ich mal spontan Hasenkaninchen sagen.
Was heist Hasenkaninchen ? werden da Hasen und Kaninchen gekreuzt? ist ja interessant.

Gruß holzgaser
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