Kaninchen für Fleischgewinnung

sybille
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#11

Beitrag von sybille » So 18. Okt 2020, 17:18

ich_mag_schnitzel hat geschrieben:
Sa 17. Okt 2020, 20:46
Hallo Sybille,
sybille hat geschrieben:
Sa 17. Okt 2020, 17:25
Die Weibchen zu einem fremden Rammler zu bringen ist immer mit einem Risiko verbunden.
Was meinst du damit?

Ich dachte man bringt immer das Weibchen zwecks Deckung zum Männchen, nicht umgekehrt.
Und fremd wird er schon sein, zumindest nicht verwandt. Da sie in derselben Anlage währen, würden Sie sich schon riechen können...
Gibt es eine sinnvollere Methode das Weibchen zu decken?
Dein Kaninchen könnte sich Krankheiten einfangen. Dort könnten Keime sein die nicht offensichtlich sind aber doch Dein Kaninchen krank werden lassen könnten.
Reto94 hat geschrieben:
Jedes Jahr Jungtiere zukaufen käme mir nie in den Sinn. Ich züchte immer mit Tieren die ich kenne und weiss, dass sie gesund sind....
Genau so sehe ich das auch! Zudem ist es auch eine Kostenfrage.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

Steffen
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#12

Beitrag von Steffen » So 18. Okt 2020, 17:48

sybille hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 17:18
Genau so sehe ich das auch! Zudem ist es auch eine Kostenfrage.
Hmmmm, also die Kostenfrage.... :hmm:

So'n Jungtier kostet etwa fünf sechs Euro (zumindest hier in meiner Ecke). Macht also, abhängig von der Anzahl der gekauften Jungtiere, xxx Euro. Dem gegenüber stehen Aufwand und Kosten für die Haltung der drei geplanten "Zuchttiere", die nur einmal jährlich "genutzt" werden und den Rest des Jahres "nur" fressen, sauber gemacht werden müssen..... Und womöglich bringt einer oder gar beide Häsinnen nur sehr kleine Würfe, zieht die Jungen nicht groß, Jungtiere versterben.....

Unterm Strich macht es finanziell kaum einen Unterschied.
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sybille
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#13

Beitrag von sybille » So 18. Okt 2020, 20:08

Steffen, den Aufwand hatte ich nie mitgerechnet denn dann macht das alles keinen Sinn. Die Kosten sind gering wenn man selbst genügend Grünfutter hat und auch anbaut und Heu- und Strohrundballen kauft.
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Steffen
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#14

Beitrag von Steffen » So 18. Okt 2020, 20:18

sybille hat geschrieben:
So 18. Okt 2020, 20:08
.... Die Kosten sind gering wenn man selbst genügend Grünfutter hat und auch anbaut ....
Mit Grünfutter wird's gerade in heißen Sommern ziemlich knapp und auch der Anbau von Futter ist nicht umsonst (Platz, Zeit, Geld). Da zählt jedes zu stopfende Maul. Häsinnen und Rammler sind im obigen Fall den größten Teil des Jahres nur sinnlose Fresser. Klingt hart, sicher, ist aber so.
Anders wäre es, wenn die Häsinnen mehrere Würfe im Jahr kriegen würden. Das braucht aber mehr Platz und ist auch noch teurer, da später geborene Jungtiere bis zum Herbst nicht schlachtreif sind und überwintert werden müssen.
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#15

Beitrag von sybille » So 18. Okt 2020, 20:39

Ich war von meiner Kaninchenhaltung ausgegangen. Ich hatte reichlich Platz für Grünfutter und hatte auch Futter für den Winter angebaut. Dank großer Zysterne war das Wasser kein Problem. Wie gesagt die Arbeit rechnete ich nicht mit.
Sicher, Häsinen und Rammler wurden die meiste Zeit durchgefüttert aber ich wußte was ich habe. Bei Neukäufen hätte ich das nicht gewußt.
Im Allgemeinen hatte ich 1-2 Würfe im Jahr und Dank des Anbaus von Markstammkohl, Grünkohl und Schmelzkohlrabi und dem Rundballen Heu war die Überwinterung nicht wirklich teuer. In schlechten Jahren hatte ich Futterrüben für kleines Geld zugekauft.
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#16

Beitrag von Steffen » Mo 19. Okt 2020, 18:56

Siehste, Sybille, so sieht und macht's jeder anders.
Futteranbau kommt für mich nicht infrage. Ich hatte (und werde auch wieder haben) immer einen oder zwei Rammler mit zehn fünfzehn Häsinnen frei im Garten laufen, wo sie sich von Frühjahr bis Herbst selbst versorgten (im Stall gab's nur Heu), hatte ganzjährig Würfe und nur im Winter überschaubare Futterkosten. Aber das ist eben 'ne ganz andere Sache, als die des Themenstarters und somit nicht vergleichbar.
Steffen

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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#17

Beitrag von sybille » Mo 19. Okt 2020, 19:29

Steffen, so wie Du es gemacht und auch wieder vor hast ist es natürlich ideal! Aber das geht nicht überall.
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#18

Beitrag von smallfarmer » Mo 19. Okt 2020, 20:14

Wie läuft so was.... Zwei Rammler mit zehn Häsinnen , freilaufend, versorgen sich quasi selbst mit Grünfutter, Heu im Stall.
Wie viele Würfe hat dann eine Häsin? Wieviele Jungtiere hast du pro Häsin, Was machst du mit den Jungtieren? So wie ich das aus deinen anderen posts mitbekommen habe verfütterst du die? So was wäre für mich ethisch nicht machbar, also ich könnte keine 8 Wochen alte Zickel- Bocklämmer schlachten und an meine Hunde verfüttern, aber wie gesagt andere Länder anders Sitten

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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#19

Beitrag von sybille » Di 20. Okt 2020, 16:35

Kein Kommentar Steffen?
Dann nehme ich meinen Beitrag zurück.
sybille hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 19:29
Steffen, so wie Du es gemacht und auch wieder vor hast ist es natürlich ideal! Aber das geht nicht überall.
Denn das wäre für mich ethisch auch nicht machbar :ohoh:
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Re: Kaninchen für Fleischgewinnung

#20

Beitrag von Steffen » Di 20. Okt 2020, 19:01

sybille hat geschrieben:
Di 20. Okt 2020, 16:35
Kein Kommentar Steffen?.....
Na aber doch! Bin halt nicht immer online.... :im:
smallfarmer hat geschrieben:
Mo 19. Okt 2020, 20:14
Wie läuft so was.... Zwei Rammler mit zehn Häsinnen , freilaufend, versorgen sich quasi selbst mit Grünfutter, Heu im Stall.
Wie viele Würfe hat dann eine Häsin? Wieviele Jungtiere hast du pro Häsin, Was machst du mit den Jungtieren? So wie ich das aus deinen anderen posts mitbekommen habe verfütterst du die? So was wäre für mich ethisch nicht machbar, also ich könnte keine 8 Wochen alte Zickel- Bocklämmer schlachten und an meine Hunde verfüttern, aber wie gesagt andere Länder anders Sitten
Sowas läuft wunderbar!
Die Kaninchen liefen natürlich nur von morgens bis abends draußen rum und sorgten selbst für ihr Futter. Im Stall gab es nur Heu und natürlich Wasser. Nur in der vegetationsarmen Zeit gab es Rüben, Möhren, 'n bisschen Hafer und Gerste, Kohl.... Nachts waren sie im Stall, wo auch die Wurfkisten standen. So blieben die Tiere zutraulich, buddelten draußen keine Löcher, bekamen ihre Jungen drin und waren vor Raubzeug geschützt. Pro Häsin und Jahr gab es, wie in der Natur auch, so sechs bis acht Würfe mit meist sieben bis zehn Jungen, hin und wieder auch mal nur vier oder fünf. Die Jungen wurden so zehn zwölf Wochen alt....
Dass das für manche Leute ethisch nicht vertretbar ist, kann ich mir vorstellen. Aber welchen Unterschied macht es für's Tier, ob es geschlachtet und zerlegt wird, oder ob's nur getötet und verfüttert wird? Und ob nun zwölf Wochen alt oder acht Monate - leben wollen sie alle.
Steffen

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