Kuh im Stall

Pomeranze

Re: Kuh im Stall

#21

Beitrag von Pomeranze » Di 30. Jul 2013, 13:26

Das stimmt so aber nicht. Silage wird nicht gefüttert damit die Fäkalien dünner werden. Kein Landwirt hat Interesse daran, dass seine Tiere Durchfall haben.
Silage wird gefüttert, damit die Tiere eine gleichbleibende Futterqualität haben.
Natürlich kommt es auch einmal vor, dass ein Tier Durchfall bekommt. Wie bei den Menschen auch. Der Landwirt erkennt dann aber auch an der Beschaffenheit des Kotes ob es an der Fütterung liegt oder ob eine andere Krankheit vorliegt. Dann kommt natürlich der Tierarzt und "spritzt" der Kuh etwas. Aber zur Behandlung der Ausgangskrankheit und nicht weil die Kuh so gefüttert wurde, damit der Kot flüssiger ist.
Im Gegenteil sogar. Mit Durchfall spritzt alles durch den Stall. Es ist dann weniger sauber als wenn der Kot fester ist. Durch die Spalten geht er so oder so. ;-). Und in den neueren Ställen werden meist gar keine Spalten mehr eingebaut sondern Schieber, die den ganzen Tag den Kot rausschieben.

matt23
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Re: Kuh im Stall

#22

Beitrag von matt23 » Mi 31. Jul 2013, 12:38

@ Pomeranze: :daumen:
Dünner Kot bei Kühen heißt auch nicht automatisch, dass die Kuh (krankhaften) Durchfall hat, sondern ist meist ein Ungleichgewicht zwischen Rohfaser- und Energieaufnahme.
Mit Geduld wird aus Gras Milch.

Kiki
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Re: Kuh im Stall

#23

Beitrag von Kiki » So 1. Sep 2013, 15:46

Hallo,
wir haben 50 Milchkühe im Laufboxenstall und von April bis Oktober sind sie auf der Weide und werden nur zum Melken rein geholt. Da kommen schon einige Kilomerter zusammen die ich und auch jede Kuh laufen müssen. Wir haben alle Weiden um den Stall herum und müssen nur manchmal eine Strasse oder einen Weg überqueren. Wir füttern nur wenig Kraftfutter zu, so das unsere Milchleistung nur bei 6500-7000 kg/Jahr liegt.
Ich bin sehr gern Milchbäuerin und an das ständige Melken, jeden Abend, jeden Früh kann man sich gewöhnen.

LG Kiki

mot437
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Re: Kuh im Stall

#24

Beitrag von mot437 » Mi 31. Dez 2014, 03:12

ich habe schon oft als melker geareitet in manchen betrieben eingesprungen
und auf manchem hof geholfen

meine meinung get in die richtung das wer seine kuhe nicht minimum halbtags angebunden hate hate einfach keine haus sondern eher wildtiere
wo man die kuhe nicht mer am halfter fueren kan auf der strase zur nachsten fieschau oder zur weide

auch das ferladen oder klauenschneiden ist bei kühen denen man nicht taglich das halsband menschlich anlegt sie strigelt schert wens noetig is ect und das anmelken fon hand schwanze festbinden am gumiband stel ich mier bei ner ausenhaltung ohalbwilder rinder und kühen fiel schwiriger for

ein zweiter aspekt is auch das das man als aushilfe oben an der kuh auf dem schild imer (wen es natuerlich geschriben stet) informiert war ob man die kuh ueberhaubt melken sol oder sie troken stet


klar haten sie imer auslauf halbtags auf ner wiese oder im schne ein par mal die woche oder taglich auf dem hofplaz
aber wen wier wildtiere wolen koenen wier ja einfach wildreserfate einzaunen und herden laufenlasen


ich sage nicht das n bauer mit dopelt sofiel einsatz wie im anbindestal seine tiere nicht zam halten kan aber wer nimt sich die zeit noch

aber bei muterkuherden in der schweiz musten die meisten bauern fro sein wen sie fon ner frischgekalbten kuh nicht als besizer von irer eigenen kuhh ferjagt wurden
und sowas auf wanderwegen zu berg und alerlei pasanten die noch dazu denken die milch komt aus dem laden

und als selbstfersorger bin ich der meinung wen ich es irgendwan schafen wuerde auf nem kleinen flek erde mier n maultier fuer arbeiten und wer weis fileicht mal ne kuh zu halten wuerde ich abgesen fom anschafungspreis und der arbeit dafuer die nachsten 20 jare das futer auch selbst zu erwirtschasften auf fileicht weniger als ner hektare beide auch halbtags anbinden wolen (kan je nach tier und plaz auch mit boxen funktionieren ) aber mochte nicht das jemand der keine anung hat fon meinem tier und den gegebenheiten einfach aus prinzip mal reinredet
wen man kan macht man ja schon das was man fuer das beste erachtet im ramen der moeglichkeiten fuer sein tier

und wen ich dan arbeit hate fuer zwei pferde waere ich auch nicht dafuer nur eins zu halten und ne kuhh hate im somer ja auch n kalb wen man im winter kein futer hat fuer zwei........


schwirig
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Re: Kuh im Stall

#25

Beitrag von Bodo » Mi 11. Feb 2015, 15:22

Wir in der Schweiz haben anscheinend die strengsten Tierschutzverordnungen, kann ich nicht beurteilen, ob das so ist.

Was mir schon aufgefallen ist, (tendenziell) die Ställe werden immer grösser, die Kühe dürfen während dem ganzen Jahr in den befestigten Auslauf wann sie möchten, aber auf die Weide all weniger bis überhaupt nicht mehr. Ist das in anderen Ländern auch so?

Wir haben drei Rinder, die Frühling bis Herbst auf der Weide sind, während dem Winter wenn die Mamakuh Emily gemolken wird, sind sie während der Nacht in einzelnen Boxen, den Tag über im Paddock.
Liebe Grüsse

Monica

Vom Tiere und von der Pflanze müssen wir lernen, was Blühen ist.

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Re: Kuh im Stall

#26

Beitrag von unkrautaufesserin » Do 12. Feb 2015, 23:31

Das ist in Deutschland auch so.
Auf die Weide kommen hier Mutterkuhherden, Milchkühe nur, während sie trocken stehen.

Liebe Grüße, M

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Re: Kuh im Stall

#27

Beitrag von RichardBurgenlandler » Fr 13. Feb 2015, 10:45

Bundesrecht konsolidiert: Gesamte Rechtsvorschrift für 1. Tierhaltungsverordnung, Fassung vom 13.02.2015 ( https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassu ... r=20003820 )

Hier kann man Mindestanforderung für die Haltung von Pferden, Rindern, Schweinen, Ziegen nachlesen und warum in Ausnahmefällen eine Anbindehaltung von Rindern erlaubt ist.
2.2. BEWEGUNGSFREIHEIT
Die dauernde Anbindehaltung ist zulässig, wenn und insoweit eine Unterbrechung der Anbindehaltung gemäß § 16 Abs. 4 TSchG für den Tierhalter aus technischen oder rechtlichen Gründen nicht möglich ist.
Zwingende rechtliche oder technische Gründe, die der Gewährung von geeigneter Bewegungsfreiheit durch Auslauf oder Weidegang entgegenstehen können, sind folgende Gegebenheiten:
1.Nicht-Vorhandensein von geeigneten Weideflächen oder Auslaufflächen oder
2.bauliche Gegebenheiten am Betrieb oder
3.Sicherheitsaspekte für Menschen und Tiere, insbesondere beim Ein- und Austreiben der Tiere.
Die Anbindevorrichtungen müssen dem Tier in der Längsrichtung mindestens 60,00 cm und in der Querrichtung mindestens 40,00 cm Bewegungsfreiheit bieten sowie genügend Spiel in der Vertikalen geben, damit ein ungehindertes Stehen, Abliegen, Aufstehen, Ruhen, Fressen und Zurücktreten möglich ist.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
Oscar Wilde

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Re: Kuh im Stall

#28

Beitrag von Reisende » Fr 13. Feb 2015, 11:06

da kommt mir grad echt das kotzen. wasn das für ne vorschrift?!?
Nicht-Vorhandensein von geeigneten Weideflächen oder Auslaufflächen
als rechtfertigung? manchmal denk ich, die welt ist bekloppt.

am besten fang ich demnächst in meiner 2-zimmerwohnung ne kuhhaltung an, die kuh binde ich dann in der badewanne fest. genug spiel nach oben und unten hat sie ja sicherlich an der duscharmatur. und für auslauf fehlt mir halt leider die fläche, so ein pech auch. :dreh:
da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.

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Re: Kuh im Stall

#29

Beitrag von RichardBurgenlandler » Fr 13. Feb 2015, 13:21

Reisende hat geschrieben:als rechtfertigung? manchmal denk ich, die welt ist bekloppt.
So bekloppt ist das nicht, wenn man sich die Enstehungsgeschichten ansieht. Es geht ja nicht um die Neuerrichtung, sondern um alte bereits bestehende Gehöfte, die zB plötzlich im Siedlungsgebiet von aufs landwollenden Städtern liegen. Vielleicht hat der Bauer seine Viecher vor 30 Jahren noch quer durchs Dorf getrieben auf die Weide, Jetzt ist da ein schickes Einkaufzentrum dazwischen :bang:
Man muss sich die Dinge genau ansehen, die ausgangs Frage hat die Steiermark betroffen, und da sind die Verhältnisse für Bauern nicht ganz einfach.
Abgesehen davon hat nicht jeder das Glück seinen Hof in Form eines Scheibengrundes zu haben, die Praxis ist hier eher so, dass die Grundstücke über große Flächen verteilt sind. Teilweise wirkt man dem jetzt erst entgegen durch Grundstücktausch, was auch wieder nicht ganz einfach ist.
Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende.
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Re: Kuh im Stall

#30

Beitrag von Rohana » Fr 22. Apr 2016, 13:09

Der Bundesrat setzt sich mit einer am 22. April 2016 gefassten Entschließung für eine tiergerechtere Haltung von Rindern ein. Darin fordert er ein gesetzliches Verbot der ganzjährigen Anbindehaltung. Bei einer solchen Haltung seien die Fortbewegung, das Abliegen und das Aufstehen deutlich erschwert. Auch das Erkundungs- und Sozialverhalten der Tiere werde eingeschränkt oder sogar gänzlich verhindert. Zudem würden bei anderen Haltesystemen deutlich weniger Krankheiten auftreten, heißt es in der Begründung.
Bis zum endgültigen Verbot sei eine Übergangsfrist von 12 Jahren vorzusehen. Insbesondere kleine und familiengeführte Betriebe hätten dadurch ausreichend Zeit, den Entwicklungsschritt von der Anbinde- auf die Laufstallhaltung zu vollziehen.

Quelle: http://www.bundesrat.de/DE/plenum/plenu ... -node.html

Juhu, endlich weniger kleinbäuerliche Milcherzeuger :lala:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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