Hühner zu dünn

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen
Zottelgeiss
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Re: Hühner zu dünn

#101

Beitrag von Zottelgeiss » Sa 28. Jan 2012, 18:40

Hallo,

im Winter bekommen sie ihr Futter vorwiegend vom Menschen, das ist oft nicht ausreichend mineralisiert. Außer bei industriellem Fertigfutter (Pellets). Bei Körnerfütterung + Mineral fällt das Pulver dann oft nach unten durch, muß man also irgendwie "ankleben". Das geht z.B. ganz gut mit Sonnenblumenöl. Solange sie draußen picken können oder mit anfallendem Grünzeug zugefüttert werden, kommen sie noch ganz gut klar. Die passende Mineralmischung muß man sowieso herausfinden. Ich hatte bei 150 Legehennen ab Ende Januar immer mal ein totes Huhn, bis ich sie eingeschickt habe und dann gegensteuern konnte.

Wie gesagt, wenn sie so extrem dünn werden, KANN es auch das sein.

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Hühner zu dünn

#102

Beitrag von Zacharias » Sa 28. Jan 2012, 21:33

Hallo Claudia,

klingt für mich nicht wirklich logisch, da wir in Deutschland ja ein Mangelgebiet haben, Selen also in der Natur nicht ausreichend vorkommt. Gerade Futter vom Menschen dagegen ist in der Regel ausreichend mineralisiert (zumindest wenn Mensch sich Gedanken um das richtige Futter macht). Selenmangel ist beim Huhn nicht wirklich DAS Thema, das ist eher bei neugeborenen Wiederkäuern so. Ich würde bei zu dünnen Hühnern daher an alles Mögliche denken, aber erst ganz zuletzt an Selenmangel.
Grüße,
Birgit

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Re: Hühner zu dünn

#103

Beitrag von Zottelgeiss » So 29. Jan 2012, 21:40

Hallo,

doch, Selenmangel ist ein Thema, da muss man aber erstmal drauf kommen. Pelletiertes Futter ist ausreichend mineralisiert, da fällt es auch nicht raus. Ansonsten fällt es auf den Trogboden durch und die Hühner nehmen es nicht mit auf. Einmal mögen sie es nicht besonders, zum anderen ist Pulver picken schwierig. Nur Mineral einstreuen kann also trotzdem zur Folge haben, daß es mangelversorgte Tiere gibt. Im Freilauf nehmen sie Mineralien und Spurenelemente über Erde und verschiedenste Grünpflanzen mit auf, zusätzlich wird gefüttert.

Und nochmal, es KANN eine Grund für Abmagerung sein, muß aber nicht. Bei starker Abmuskelung hilft Futter nicht zwangsläufig, meine z.B. hatte jede Menge frisches und gekörntes Futter, es war hell und sauber, sie hatten jede Menge Platz, keine Ekto- oder Endoparasiten lt. Sammelkotprobe, trotzdem hatte ich mir nicht erklärbare Todesfälle. Bis ich sie ins Labor schickte.

Es ist regional unterschiedlich, und sicher auch von Hof zu Hof, je nach Bodenbewirtschaftung/nutzung.

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Hühner zu dünn

#104

Beitrag von Thomas/V. » So 29. Jan 2012, 21:52

wenn ich Futter selber mische, z.B. Brotreste, Kartoffeln mit Quark oder sowas, dann mache ich immer auch Mineralstoffgemisch mit rein
das enthält auch Selen und durch die Feuchte klebt das Pulver auch schön und kann nicht liegengelassen werden
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Hühner zu dünn

#105

Beitrag von stoeri » So 29. Jan 2012, 22:39

Hallo Freunde,

ich gebe immer nur Vitakalk zum Futter und extra ganz extrem klein gedrückte Eierschalen das ist alles was sie an Mineralien bekommen.
Normales Futter ist Küchenreste wie gek. Kartoffeln, Zuckerhutreste, grob geraspelte Karotten, Äpfel, Bananen, Lauchreste, mal etwas Hackfleisch vom Rind, mal Quark mal Jogurth, mal gibts Hirse, mal Nackthafer, diese Woche gab es Quinoa (habe ich geschenkt bekommen und ich mag das nicht) und natürlich Weizen.

Ist das zuwenig?
herzliche Grüße
Erika mit Lux und Ricky im Herzen

Wenns nur olle so waradn, wia i sei soiad.

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Re: Hühner zu dünn

#106

Beitrag von Montbard de Bethune » So 29. Jan 2012, 23:03

Thomas/V. hat geschrieben:wenn ich Futter selber mische, z.B. Brotreste, Kartoffeln mit Quark oder sowas, dann mache ich immer auch Mineralstoffgemisch mit rein
das enthält auch Selen und durch die Feuchte klebt das Pulver auch schön und kann nicht liegengelassen werden

Was ist das für ein Mineralstoffgemisch?
Ist es nicht so, dass es bei abwechslungsreicher Fütterung auch Alternativen gibt, wo sich die Hühner den Bedarf aus Pflanzen, Fleisch etc. decken können?
Fänd ich allemal besser als irgendwelche Mischungen aus der Industrie, zumal man nie weiß, ob da nicht künstlich nachgeholfen wurde. Da ich schon sehr sehr ungern zu Fertigfuttermitteln greife bei allen Tieren, würde ich ganz gern weiterhin davon absehen. Habe bisher allerdings auch kein Problem mit zu dünnen Hühnchen :hmm:
LG Andrea

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Re: Hühner zu dünn

#107

Beitrag von Zottelgeiss » So 29. Jan 2012, 23:17

Hallo,

Schaette hat tolle Zusatzmischungen mit Kräutern auch in Bioqualität. Gut, wenn man's nicht braucht.
Geflügel habe ich gerade nicht, aber die Ziegen bekommen Schaette Urkraft und Fermentgetreide, das würde ich den Hühnern auch geben (natürlich jedem das Seine, sortenmäßig:)) Das konventionelle stinkende Zeug kriegt man doch in kaum ein Tier rein....

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Hühner zu dünn

#108

Beitrag von Thomas/V. » So 29. Jan 2012, 23:34

Montbard de Bethune hat geschrieben:
Thomas/V. hat geschrieben:wenn ich Futter selber mische, z.B. Brotreste, Kartoffeln mit Quark oder sowas, dann mache ich immer auch Mineralstoffgemisch mit rein
das enthält auch Selen und durch die Feuchte klebt das Pulver auch schön und kann nicht liegengelassen werden

Was ist das für ein Mineralstoffgemisch?
Ist es nicht so, dass es bei abwechslungsreicher Fütterung auch Alternativen gibt, wo sich die Hühner den Bedarf aus Pflanzen, Fleisch etc. decken können?
Fänd ich allemal besser als irgendwelche Mischungen aus der Industrie, zumal man nie weiß, ob da nicht künstlich nachgeholfen wurde. Da ich schon sehr sehr ungern zu Fertigfuttermitteln greife bei allen Tieren, würde ich ganz gern weiterhin davon absehen. Habe bisher allerdings auch kein Problem mit zu dünnen Hühnchen :hmm:
Ich nehme eine Mischung von der Firma Basu
Diese Mischungen sind natürlich "künstlich" hergestellt, die wachsen nicht auf Bäumen.
Wie schon gesagt, ist z.B. Selen nicht in ausreichender Menge "in der freien Natur" vorhanden. Ein paar andere Nährstoffe auch nicht oder man bekommt sie nur bei sehr genauer Kenntnis der Futtermittelinhaltsstoffe, einschließlich deren Mischungsverhältnisse, in richtigem Maße in die Hühner rein.
Wenn man also weitgehend selbst gemischtes Futter füttern will, sollte man schon genau wissen, was die Hühner brauchen und wo das drin ist.
Ich füttere hauptsächlich Fertigfutter und bei Restefütterung gibts eben auch noch eine Portion Mineralstoffgemisch dazu, um auch diese Restefütterung halbwegs ausgewogen zu machen.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!

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Re: Hühner zu dünn

#109

Beitrag von Zacharias » Mo 30. Jan 2012, 00:43

Im Hüfo gibt es einen tollen Futterrechner. Mit dem habe ich gerade zum ersten Mal selbst gemischt, weil mein Futterhändler Lieferschwierigkeiten hat. Allerdings habe ich ein Mineralstoffgemisch gekauft, das ich etwas zweifelhaft finde. Es riecht extrem unangenehm (die Hühner fressen es gerne, sind es allerdings gewohnt, weil es in meinem gekauften Futter auch drin ist). Ein Mineralfutter was ich von den Inhaltsstoffen gut finde und auch sehr angenehm riecht ist Klaus Picobal Geflügelmineral. Allerdings auch recht teuer, wenn man ein paar Hühner mehr hat.
Grundsätzlich gibt ist es wirklich nicht einfach ein Futter optimal selbst zu mischen, vor allem wenn man ohne Soja auskommen will weil genmanipuliert. Da kommt man schnell in eine Mangelernährung.
Grüße,
Birgit

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