Hühner zu dünn

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen
Olaf
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Re: Hühner zu dünn

#91

Beitrag von Olaf » Sa 26. Nov 2011, 10:49

wie lange brennt denn eine 10 watt (3h/tgl.)leuchte mit der batterie(63Ah)?
Bin zu faul genau zu rechnen. Eine 12 W-Lampe brennt dan theoretisch 63 Stunden, also 21 Tage für 3 Stunden.
Um Tiefentladung zu vermeiden 15 Tage.
Der Akku kostet so ca. 100 Euro, die Zeitschaltuhr 20, die 12V-Leuchtstoffröhre 30, biste bei 150 Euro.
Nen 36Ah-Akku trag ich noch locker, bei einem 63 hol ich mir u.U. je nach Entfernung schon mal die Sackkarre. Riecht nach Arbeit.
Da müßten schon ne Menge Eier bei rausspringen.
Bei meinen Weihnachtswünschen ist ein Buch über Wachteln dabei, bei Amazon konnte man reinlesen. Eines der Kapitel hieß "Hauptproduktionsfaktor Licht". Da seien Tabellen drin, u.a. Legeleistung in Abhängigkeit vom Licht. Finde ich sehr interessant.
Bei mir am Stall liegt eh Strom an, da kann ich denen den Luxus gönnen. Ich hab das hier im Forum schon mal irggendwo durchgerechnet, Strom kost mich glaub ich 25 Cent in der Woche. An der Straße krieg ich 25 Cent fürs Ei, jetzt im Winter verkaufen wir nur noch gelegentlich an Bekannte für ca. 20 Cent. Wenn die mehr als ein Ei die Woche dadurch mehr legen, ist das also ok, lohnt den "Aufwand".
Aber rechnet das mal auf die 12V-Version.
Wenn ich mein Buch habe, kannich ja mal berichten, wie das bei Wachteln und dem Licht ist, ob man das dann auf andere Hühner verallgemeinern kann, weiß ich nicht.
---
Wenn Bunz Variante mit der Zeitschaltuhr funktioniert ist es doch ne gute Lösung. Ich benutze auch gerne Zeitschaltuhren, Automatiken sind einfach zu dumm. Wenn ich das alle paar Tage (Heizung) oder paar Wochen (Wachteln) korrigieren muß, find ich das nicht schlimm.
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.

Bunz
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Re: Hühner zu dünn

#92

Beitrag von Bunz » So 27. Nov 2011, 07:41

Hallo winie07,
genauso verhalten sich meine Hühner auch. Drum soll der Schieber ziemlich spät zugehen. Sonst stehen sie nämlich draußen. Hab ich auch schon erlebt.
lg
Bunz
Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche und nicht durch die Apotheke.
Sebastian Kneipp

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Little Joe
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Re: Hühner zu dünn

#93

Beitrag von Little Joe » Di 6. Dez 2011, 19:03

Hallo zusammen, wollte mich noch mal für die Tipps bedanken. Licht und Futterumstellung waren goldrichtig. Hühnies haben gut zugenommen und bei 5 legenden Hennen (die Junghennen legen ja noch nicht) hab ich jeden Tag 2 bis 3 Eier find das eigentlich OK.
Erstaunlich, dass Menschen, die alles besser wissen, nie etwas besser machen.

kleinesLicht
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Re: Hühner zu dünn

#94

Beitrag von kleinesLicht » Mo 9. Jan 2012, 10:02

Ich moechte mich Little Joe anschliessen!

Ich hielt das Lichtprogramm fuer die Huehner fuer unsinnig. Bis... ja, bis unsere Huehner trotz Zusatzfutter immer duenner wurden.

Klar, im Sommer haben sie ja wesentlich mehr Zeit zum Fressen, im besten Falle bis zu fuenf Stunden. In den tageslichtarmen Zeiten sassen sie bereits um 15Uhr im Schlafbereich.

Nun haben sie bis 20Uhr Licht im Stall und nutzen die Zeit natuerlich, um sich die "Baeuche" ordentlich vollzuschlagen und haben wieder ein gutes Gewicht.
viele Grüße
ein kleines Licht

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Re: Hühner zu dünn

#95

Beitrag von Zacharias » Mo 9. Jan 2012, 11:55

Ich habe inzwischen eine Solarleuchte gekauft und es funktioniert eigentlich ganz gut, bis auf Tage wie heute, wo nichts aufgeladen werden kann. Aber an lichteren Tagen fressen sich die Hühner nach dem reingehen erst mal den Kropf noch mal voll, bevor sie auf die Stange hüpfen. An den dunklen Tagen helfe ich nach wie vor mit Taschenlampe nach. Beleuchtet wird nur der Futtertrog, im übrigen Stall ist es dann noch hell genug, dass sie die Stangen finden.
Fazit: Es geht mit einer einfachen Solarlampe, wenn auch nicht ganz zuverlässig. Aber es ist eine günstige Lösung, hat mich keine 40€ gekostet.
Die Klappe geht inzwischen auch schon wieder um 17h runter, statt um 16:15h. Es wird also aufwärts gehen.
Grüße,
Birgit

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Re: Hühner zu dünn

#96

Beitrag von fuxi » Mo 9. Jan 2012, 14:39

@Zacharias
Wenn du HIlfe bei der Elektrik brauchst, sag sonst nochmal per PN Bescheid. Wenn's was simpleres ist, sollte ich das hinkriegen, ansonsten schleppe ich meinen Bruder mit (gelernter Mechatroniker).
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Re: Hühner zu dünn

#97

Beitrag von Löwenzahn » Mo 9. Jan 2012, 15:29

Das Problem einer typischen Solarleuchte ist, das man sie nicht nach seinen Bedürfnissen gestalten kann.

Modul, Akku und Leuchte sind meist in einem und können nicht optimal ausgerichtet werden. Häufig schalten sie sich zu früh ein und sorgen damit im Winterhalbjahr für zu kurze Lade-Zeiten und zu lange Entladung. D.h. der Akku macht bald schlapp und kurz darauf endgültig.

Besser ist eine kleine Inselanlage GENAU zu dimensionieren. Ich habe schon häufiger Anlagen für Hühnerställe geliefert, die Ansprüche waren aber immer völlig unterschiedlich. Wieso und weshalb überhaupt das Licht benötigt wird, weiß ich jetzt erst aus diesem Thema. Danke!


Richtige Vorgehensweise:

Lichtbedarf feststellen -
also welche Leistung und wieviel Stunden. Gute, helle LED-Leuchten (oder gar Lichterketten) kommen da am billigsten. Lumen-Bedarf ermitteln Ich hatte jetzt eine mit 200 sehr hellen LED`s (19,00 Euro) - das ganze reicht für 20 m Stalllänge und hat nur 9 W. Dann den Worst case annehmen, also wie lange maximal Zusatzlicht erforderlich ist. Wenn z.B. 16 Stunden, dann 16 x 9 = 144 Wh/Tag. Dann ist es aber richtig schön hell. Geht bestimmt auch eine ganze Ecke kleiner = weniger Energieverbrauch!

notwendige Modulleistung ermitteln -
Um für diese Energiemenge die Modulleistung zu ermitteln, kommt es auf Standort, Ausrichtung, Neigung und Jahreszeit an.
Wenn also im trüben Winter erforderlich und es nicht gerade auf einer wolkenfreien Meeresinsel, dann sollte man max. mit Faktor 0,5 rechnen, also 144 Wh / 0,5 = ca. 288 Wp Modulleistung. Das kommt dann auf 400 - 1000 Euro - je nach Modell.

Batteriegröße feststellen -
Starterbatterien, u.s.w. sollte man sofort vergessen, es sei denn, man hat sie geschenkt bekommen. Sonst ist da nach einem Winter Schluss. Solarbatterien sehen genauso aus, sind aber anders aufgebaut und kommen somit mit den geringen Ladeströmen und häufigeren Tiefentladungen besser zurecht. Will man einen dunklen Tag überbrücken und die Batterie mind. 2 Jahre nutzen, müssen diese 144 Wh verdoppelt und dann noch durch den Faktor 0,8 geteilt werden 144 x 2 / 0,8 = 360 Wh. Dies geteilt durch die Systemspannung 12 V ergibt 30 Ah. Da kleine Typen im Verhältnis teurer sind, sollte man eher auf 70 Ah gehen, die auch noch zu tragen sind. Kosten 100 - 300 Euro. DAfür könnte dann die Modulleistung etwas geringer ausfallen.

Dann bedarf es noch eines passenden Solarladereglers, Solarkabel und Modulhalterung. Es gibt auch Laderegler mit integrierter Lichtfunktion, also Ein/Ausschalten nach Zeit oder Helligkeit.

Ist die notwendige Lichtleistung und die Brenndauer geringer, der Standort besser oder im tiefen Winter die Dunkelheit sowieso egal, kann das Ganze u. U. sehr viel kleiner und günstiger werden. Anstelle der hier möglichen 2.000 Euro, haben Andere auch eine zuverlässige, langlebige Stallbeleuchtung für weniger als 100 Euro! , dann aber eher mit den typischen Akkus aus Kleingeräten und nur einem Dämmerlicht im Stall (1 W) - kann aber auch ausreichen.



Genaueres zu Inselanlagen und Dimensionierung hier:
http://www.oeko-energie.de/produkte/sol ... /index.php

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Re: Hühner zu dünn

#98

Beitrag von Zacharias » Mo 9. Jan 2012, 16:55

@ Fuxi,

wusste ich gar nicht, dass du in sowas fit bist. Ähm ja, Hilfe immer gerne, aber ich weiß nicht wie man sowas ohne Komplettlösung wie ich sie jetzt habe anfängt.

@Löwenzahn,

ich habe null Ahnung von Elektrik und verstehe daher nur Bahnhof. Im Grunde genommen funktioniert meine Solarleuchte genau so wie sie es soll. Es ist dieses Gerät: http://solarlichtladen.de/index.php/cat ... 623883ba11. Also ein externes Solarmodul für außen und 3 Strahler für innen, die ich von 3 Seiten auf den Futtertrog gerichtet montiert habe. Einziges Problem bei der Geschichte: Ich habe auch bei gutem Wetter keine Sonneneinstrahlung, sprich sehr dunkles Grundstück weil baumbestanden. Mir reicht es aber, wenn die Lampe ein Stündchen leuchtet, da ich inzwischen festgestellt habe, dass die Hühner nicht noch mal aufstehen. Wenn du dafür eine bessere Lösung hast, die bezahlbar im Rahmen bleibt, dann immer her damit. So hell wie du es beschreibst will ich es gar nicht haben, das macht das Federvieh nur kirre. Keine Ahnung, was das nun für eine Lichtleistung ist, aber das Futter im Trog soll beleuchtet sein, der Rest des ca. 4qm Stalls schummrig, aber noch hell genug, dass die Fresser auf die Stange finden. Aber in Zahlen kann ich das nicht ausdrücken, von Wh, V und Ah habe ich nicht die geringste Ahnung und 400-1000€ möchte ich dafür auch nicht ausgeben, sondern eher die genannte
langlebige Stallbeleuchtung für weniger als 100 Euro.
Grüße,
Birgit

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Re: Hühner zu dünn

#99

Beitrag von Zottelgeiss » Fr 27. Jan 2012, 22:39

Hallo,

wenn Geflügel im Winter trotz guter Fütterung Gewicht verliert und evtl. sogar eingeht, liegt es oft an einem Vit.E/Selenmangel. Die Muskulatur baut sich ab, die Tiere werden federleicht und fallen irgendwann geschwächt um. Deutschland ist in weiten Teilen Selenmangelgebiet, so daß der Bedarf nicht über das Grundfutter gedeckt wird. Ausreichende und (vermeintlich ausgewogene) Fütterung kann einen Mangel nicht sicher verhindern, die Gabe von gutem Mineral und Spurenelementen ist wichtig. Selenmangel kann durch Zusätze für's Trinkwasser (Taubenzuchtbedarf) oder durch direkt spritzen (hat jeder TA) behoben werden. Und auch das Entwurmen macht bei Geflügel Sinn, wenigstens muß man die Eier, die sie eh nicht legen, nicht wegwerfen...Wer's genau wissen will, kann vorher eine Sammelkotprobe ins Labor geben.

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Hühner zu dünn

#100

Beitrag von Zacharias » Fr 27. Jan 2012, 22:47

Hallo Claudia,

mir ist gerade nicht ganz klar, was Selenmangel explizit mit Winter zu tun hat. Deutschland ist doch auch im Frühjahr, Sommer +Herbst Selenmangelgebiet, oder?
Grüße,
Birgit

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