Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen
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Zacharias
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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#31

Beitrag von Zacharias » Mo 5. Okt 2020, 09:08

Na mit Weizen wirst du aber bei den Sulmtalern keine Fleischmasse erzielen.
Grüße,
Birgit

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Seth
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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#32

Beitrag von Seth » Mo 5. Okt 2020, 09:55

Muss ich das? Was müsste man sonst füttern?

Mir geht es darum ein paar Eier mit wenig Aufwand und Kosten zu haben, dazu soll es mir noch Spass bereiten.
Die Orpington Hähne von diesem Jahr waren okay vom Fleisch her.

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Zacharias
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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#33

Beitrag von Zacharias » Mo 5. Okt 2020, 14:03

Verzeih mir, wenn ich da moralapostelig rüber komme. Aber Weizen ist einfach kein Hühnergetreide. Es ist günstig und du hast wenig Arbeit damit, aber ich finde, wenn man die Verantwortung für Tiere hat, kann man es sich nicht aus Bequemlichkeit einfach machen auf Kosten der Tiere. Hühner brauchen 17% Eiweiß, Weizen von guter Qualität hat um die 11%, da kannst du bei Futterweizen noch was runterrechnen. Eiweißreiche Nahrung wie Fleisch und Eier brauchen das entsprechende Input. Gibst du das nicht, bekommst du auch Fleisch und Eier, aber auf Kosten des Huhns. Das schlägt sich natürlich auch in der Quali- und Quantität der Produkte nieder. Sprich: ein artgerecht gefüttertes Huhn liefert dir mehr Eier und Fleisch von besserer Qualität und das ist doch der Grund, warum wir Selbstversorger vieles selbst machen um unsere Nahrung von der industriell gefertigten abzugrenzen.
Auf 17% Eiweiß mit Selbermischen zu kommen ist nicht ganz einfach. Du brauchst dazu eiweißreiche Sachen wie Leguminosen, aber auch die Kenntnis, wie viel davon grenzwertig ist.
Im Frühjahr wirst du bei unbegrenztem Auslauf noch annähernd artgerechte Ernährung gewährleisten können, weil der erste Bewuchs sehr eiweißreich ist, in den übrigen Jahreszeiten aber nicht.
Grüße,
Birgit

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Seth
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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#34

Beitrag von Seth » Mo 5. Okt 2020, 14:18

Okay. Meine Tiere erfreuen sich bester Gesundheit, werden nicht krank, auch habe ich alte Tiere im Bestand, die ich eigentlich dringend verarbeiten müsste. Auch denen gehts gut. Anderer hätte sie schon längst weggeschlachtet, was ich auch besser eher tun sollte, wenn die viele Arbeit nicht wäre.

Ich denke der große Auslauf ist förderlich. Sie finden auch viele Würmer, fressen Ameisen, selbst Mücken, nur leider keine Schnecken!

Aber ich bin ja offen für Tipps!
Woher bekomme ich günstig Leguminosen? Gibts das als Pulver?

Ich bin schon gewillt, guten Ertrag durch die Tiere zu haben, dachte das gelingt mir, aber wenn du sagst, sie bekommen nicht ihr Eiweiss was sie brauchen, dann könnte ich ja das optimieren. Wobei ich da auf unserem Hof traditionell eher pragmatisch eingestellt bin, die Tiere haben viel Auslauf, bekommen Essensreste und ne Hand voll Weizen.
Ich bin ehrlich: Ich halte sie nicht ihrer Wegen, sondern meiner wegen! Sie müssen mir nutzen, während ich der Aufassung war, bei mir geht es ihnen gut. Aber wenn du sagst dass kann nicht sein, weil ihnen Eiweiss fehlt, so war mir das nicht bewusst. Wenn ich es günstig kompensieren kann, werde ich das tun, aber nicht um jeden Preis.

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Seth
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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#35

Beitrag von Seth » Mo 5. Okt 2020, 15:23

bei hühner-info schreibt einer:

Der gesamt Eiweißgehalt sagt nichts über dessen Verwertbarkeit für unsere Hühner aus.
Gerade das Eiweiß der Leguminosen ist für Hühner nur in geringem Maße zur Eierproduktion und für den Körperaufbau verwertbar.
Nicht umsonst heißt es "Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen". Das ist die schwere Verdaulichkeit des Leguminoseneiweißes die das befördert.
5% vom Gesamtfutter dürfte aber ok sein.

Durch Keimung wird die Verwertbarkeit verbessert; Sowohl für Huhn als auch für Mensch.

Darum haben die Biofutterhersteller auch größere Probleme über Erbsen genügend verwertbares Eiweiß in das Hühnerfutter zu bekommen. Das muss vorher aufgeschlossen werden, die Konventionellen machen es mit Soja, dieses Eiweiß ist für Hühner leichter verdaulich.

https://www.huehner-info.de/forum/showt ... hnerfutter

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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#36

Beitrag von Rohana » Mo 5. Okt 2020, 15:54

Als ob's kein Bio-Soja gäbe :lol: tjaja. Natürlich ist Eiweiss nicht gleich Eiweiss, da muss man sich ein bisschen mit beschäftigen, mit der Fütterung. Als Privatmensch muss man seine Hühner auch nicht zwangsveganisieren ;)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#37

Beitrag von Minze » Mo 5. Okt 2020, 16:03

Wir halten unsere Hühner auch der Eier und des Fleisches wegen. Grund ist in erster Linie, daß wir unter keinen Umständen Produkte von gequälten Tieren essen wollen. Aber, wir sparen auch nicht an den Hühnern. Ich habe es noch nie ausgerechnet, aber unsere Hühner kosten so einiges, ergo auch die Eier und das Fleisch.

Unsere Hühner bekommen morgens und abends eine Körnermischung (Weizen Gerste und ein wenig Mais) und Biopellets, mittags gibt es Gemüse mit Haferflocken und ein wenig Buttermilch, ab und zu (im Winter mehr) Fleischreste oder Fisch (ich kaufe beim örtlichen Fischer den Beifang). Und das, obwohl sie 2000 qm Garten zur Verfügung haben.
Liebe Grüße
Minze

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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#38

Beitrag von Zacharias » Mo 5. Okt 2020, 18:00

Seth hat geschrieben:
Mo 5. Okt 2020, 15:23
bei hühner-info schreibt einer:

Der gesamt Eiweißgehalt sagt nichts über dessen Verwertbarkeit für unsere Hühner aus.
Gerade das Eiweiß der Leguminosen ist für Hühner nur in geringem Maße zur Eierproduktion und für den Körperaufbau verwertbar.
Nicht umsonst heißt es "Jedes Böhnchen gibt ein Tönchen". Das ist die schwere Verdaulichkeit des Leguminoseneiweißes die das befördert.
5% vom Gesamtfutter dürfte aber ok sein.

Durch Keimung wird die Verwertbarkeit verbessert; Sowohl für Huhn als auch für Mensch.

Darum haben die Biofutterhersteller auch größere Probleme über Erbsen genügend verwertbares Eiweiß in das Hühnerfutter zu bekommen. Das muss vorher aufgeschlossen werden, die Konventionellen machen es mit Soja, dieses Eiweiß ist für Hühner leichter verdaulich.

https://www.huehner-info.de/forum/showt ... hnerfutter
Deswegen schrieb ich dies
Zacharias hat geschrieben:
Mo 5. Okt 2020, 14:03
aber auch die Kenntnis, wie viel davon grenzwertig ist
Die gesunde Mischung machts. Mein Biofutterhersteller scheint mit Erbsen keine größeren Probleme zu haben, genug Eiweiß ins Huhn zu bekommen.
Grüße,
Birgit

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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#39

Beitrag von sybille » Mo 5. Okt 2020, 18:13

Erbsen bekommst Du auch ohne Biofutterhersteller ins Huhn. Meinen Hühnern mische ich reichlich gekeimte oder im Winter leicht gekochte Erbsen unter das Weichfutter.
Hühner sind Menschen wie Du und ich, nur das sie zur Hausordnung Hackordnung sagen.

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Re: Suche Rasse: Viel Eier, gutes Fleisch, hübsch und brutwillig

#40

Beitrag von smallfarmer » Mo 5. Okt 2020, 20:39

Schwieriges Thema. Allein die Überschrift ist für mich persönlich nicht einfach umzusetzen.
Hühner die brüten legen wenig Eier und welche die viele Eier legen brüten kaum.
Die Hühner müssen einfach gefallen, schönreden kann man sich das immer noch.

Die einzige Leguminose die zur Verfütterung behandelt werden muss, ist die Sojabohne. Sie muss getoastet werden. Lupinen, Erbsen, Ackerbohnen
werden geschrotet. Man muss nicht alles glauben was in Internet foren steht.
Hier ein sehr guter Beitrag was die Eigenmischung angeht.
https://www.lwk-niedersachsen.de/index. ... 25369.html
Ich verfüttere eine Eigenmischung, hier für Hähnchen/Puten beschrieben leicht abgewandelt. Nur 10 % gentechnischfreies Soja, 10% Erbsenschrot und
10 % Ackerbohnenschrot.
Meine Hühner fressen die auch, aber mit wesentlich mehr kohlensaurem Futterkalk.

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