Hühnerratsch

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen

Re: Hühnerratsch

Beitragvon Oli am Mo 13. Mai 2019, 05:25

smallfarmer hat geschrieben:Bruteier werden sogar in Biobrütereien desinfiziert z.B. mit Wofasteril. Wegen Keimbelastung .
Oli, hast du die Eier aufgemacht, du schreibst alle befruchtet, bei 28 Stck schon ungewöhnlich.
Wie groß ist deine Hühnerherde?
https://www.kesla.de/wp-content/uploads ... %A4ure.pdf

Danke für deine Rückmeldung smallfarmer.
Dass die Eier alle befruchtet waren, hat mir die Lohnbrüterin gesagt. Sie hat die Eier aufbewahrt und mir angeboten sie aufzumachen aber ich habe dann doch gekniffen.
21 Hennen laufen mit dem Araucana-Hahn.

Die Info über die Desinfektion der Bruteier ist sehr wertvoll für mich, wusste ich nicht, danke dafür. Ich hätte gedacht, dass es für die Keimzelle ungut ist, da die Schale ja auch dafür durchlässig ist aber nach dieser Erfahrung bin ich bereit das zu machen.
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon smallfarmer am Mo 13. Mai 2019, 20:28

Nochmal was zur Bruteierdesinfektion, ich hab auch nie gedacht das die so lange behandelt werden. Anscheinend ist der Keim im Ei stabiler zu sein als gedacht.
https://www.youtube.com/watch?v=BMCPfAZVIjM

Ohne dir jetzt aufs Füsschen treten zu wollen, woher hast du die Infomation das ein Hahn /Hennen Verhältniss von 1:27 ok ist? Bei so vielen Hennen würde ich 3 Hähne halten.
Um eine gute Befruchtung zu haben. Die Aussage des Brüters..... alle sind befruchtet gewesen... stelle ich hier mit mal in Frage.
Ich mache auch nicht gerne abgestorbene Eier auf, aber es macht schon Sinn etwas über die Todesursache zu erfahren
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon Oli am Mo 13. Mai 2019, 21:58

Also wenn ich wieder Eier per Kunstbrut brüten lasse, probiere ich Peressigsäure mal aus. Wenn die Keimbelastung tatsächlich der Casus Knacktus wäre, wäre es ja einfach gelöst. Dass aus den Eiern nach 12 Stunden Desinfektionsbad überhaupt noch was rauskommt, grenzt für mich an ein Wunder. In meinem Kopffilm wabbert da ein denaturierter Eiweißklumpen. Aber gut.

Ich beobachte die 21 Hennen und 1 Hahn recht aufmerksam und vor allem wenn er tritt bin ich interessiert weil wir zum Teil ja recht große Hennen haben und so ein Araucana eher ein Hänfling ist. Daher versuche ich schon zu gucken, ob er das technisch hinbekommt. Für mich sieht das passend aus und agil ist er auch. Wenn die Mädels abends in Gehege kommen, ist er z.B. im Akkord dabei um jede nochmal zu begatten.

Die Info von der Lohnbrüterin, dass alle Eier befruchtet waren hatte ich bislang nicht angezweifelt, sie schiert ja im Normalfall.
Ich habe sie extra gefragt, ob sie die Marans-Eier schieren kann weil wir sehr dunkle dabei haben und ich neulich gerade hörte, dass das Schieren da ein Problem sei.

Theoretisch könnte ich den Hahn mit einer kleinen Truppe Hennen für ein paar Tage absondern, um die Befruchtungswahrscheinlichkeit nochmal hochzuschrauben. Muss ich mal drauf rumdenken, ob das eine oder das andere praktikabler ist, beide Maßnahmen zusammen wären wahrscheinlich optimal.
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon Oli am Mo 13. Mai 2019, 22:10

Rohana hat geschrieben:Oweh, das tut mir leid für dich. Ich habe schon gehört dass auch andere Probleme hätten, aber nicht so durchgehend und geballt. Meine "Notbrut" von den Eiern meiner toten Lieblingshenne hatte 10/10 befruchtet und 9/10 Schlupf (Anfang Januar), der Hahn ist bei dem Kollegen verblieben der gebrütet hat und der meint er hätte einer aussergewöhnlich gute Befruchtungsrate. Bei seinem neuen Harem von 70 Hennen ist die Potenz aber gut am Limit glaube ich :pfeif: (bei mir hatte er 10 Hennen).
Leider hat ebendieser Kollege Tomaten auf den Augen, weswegen ich von "meinen" Küken nur eins (!) wieder bekommen habe nach 4 Monaten, dazu etwas was ich grob als Z-Welsumer und Z-irgendwas identifizieren würde, aber im Leben nicht als Lohfrau x Bielefelder. Aufzuchtverluste sind bei dem also ziemlich hoch - der Fuchs wohnt ums Eck, die Küken waren Draussen-Schläfer :platt: Als Trostpreis noch 8 bunte Mixküken dazu, die ziemlich sicher von meinem Hahn sind... naja.. sind 3 Hennen bei, mal gucken was wird.

Seit ich das gelesen habe, muss ich ständig an 72 Junghennen denken. :mrgreen:
Deinen nach-Schlupf-Verlust finde ich noch schlimmer weil vermeidbar - an sich. Wir haben auch einen Bekannten wo die Viecher gluckig sind ohne Ende, sich im alten Anbindestall austoben können, im Mist scharren, auf großen Weiden laufen ... und dann kommt eben der Fuchs oder Greife oder was weiss ich. Von den letzten Eiern, die wir ihm gegeben haben, habe ich gar kein Küken gesehen. Naja, eins alleine abzuholen oder wieviele da übrig geblieben sind wäre ja auch Unfug. :roll:
Aber das Leben vor dem frühen Tod, was die dort haben ist immerhin super.

Ich glaub es fast nicht, dass wir zum Ausgleich mal Glück mit eigener Naturbrut haben aber heute lag eine Marans-Henne platt wie eine Flunder im Legenest und hat direkt nach mir gepickt. Gutes Zeichen. Vielleicht besteht Hoffnung.
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon Rohana am Mo 13. Mai 2019, 22:32

Mich ärgert es vor allem dass ich ihm die Küken zur Aufzucht überlassen hab und dachte, naja das ist n Urgestein bei den Kleintierzüchtern der weiss schon was er tut. Und dann bekomme ich einen (1) Hahn aus meiner Genetik und zwei Zwerghennen die alles mögliche sind aber nicht aus meinen Eiern als "meine" Küken untergeschoben? Ich fühl mich einfach ein bisschen... naja verarscht nicht unbedingt, er ist n netter Kerl, aber wie kann man nur so unfähig sein? Oder ist das Tüdeligkeit? Wie schafft der es, erfolgreich Rassetiere für Schauen zu züchten (und über das Kükenalter hinauszubringen)? Es geht einfach nicht in meinen Kopf.
:bang: :ohm:

Is aber nu wurscht, der Hahn macht sich ganz gut und die Hennen und die Küken sind auch echt putzig, für dieses Jahr reicht das an "Nachschub", muss halt schauen dass ich irgendwann die Gruppen miteinander integriert bekomme. Eine Glucke ist das letzte was ich jetzt brauche!
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon smallfarmer am Mo 13. Mai 2019, 23:00

Oli, google mal nach schlechter Befruchtungsrate bei Auracana. Sehr interessante Beiträge im Hühnerforum.
Ich hab in 2017 und 2018 für einen Freund Auracana bebrütet, beides male ein Flop.
Dieses jahr ein anderer Züchter mit Top Schlupfrate.
Trotzdem ist ein Hahn bei so vielen Hennen zuwenig, irgendwann ist das Pulver verschossen, dann kann der soviel treten wie der will. :aeh:
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon Oli am Di 14. Mai 2019, 21:11

In der Tat, wirklich sehr aufschlussreiche Beiträge!
Gut, eine neue Frisur können wir ja versuchen ihm zu verpassen. Aber mittelfristig denke ich gerade: andere Mütter haben auch schöne Söhne und gucke nach English Cream Legbar, Mooshuhn und sowas. Und damit genug Pulver zum Schiessen da ist gerne auch 3 die sich vertragen oder so.

Vielen Dank für deine hilfreichen Hinweise! :daumen:
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