Hühnerratsch

Hühner, Wachteln, Puten, Fasane, Pfauen

Re: Hühnerratsch

Beitragvon Eichenwald am Mo 9. Jul 2018, 10:06

Niemand wird deshalb gesteinigt. Die Leute aber dazu zu ermutigen ist sich auch nicht der richtige Weg. Es ist überdies ein Unterschied, ob man es "mal" macht, oder es eine periodische Station des Wirtschaftszyklus ist.
Bei Thema Pflanzenschutz macht das schon Sinn, was du sagst. Der Atomausstieg erfolgt ja auch in einem zeitlich mehr oder minder festgesetzten Zielintervall. Mit dem Ausstieg aus der konventionellen LWS sollte das sicher ähnlich sein.

Insbesondere bei Tieren ist aber Vorsicht geboten, weil die besagten Lösungen den Halter leicht dazu animieren, in regelmäßiger Wiederkehr auf diese scheinbar bequeme Lösung zurückzugreifen und dabei die eigentliche Ursache unberührt zu lassen.

Die von mir beschriebene Management-Variante kann beispielsweise auch kurzfristig Abhilfe schaffen, wenn man sich ein Wochenende und ein Paar Gedanken lang Zeit dafür nimmt.
Ist auf lange Sicht auch wirtschaftlicher als 3 mal jährlich Fibrotox.
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Re: Hühnerratsch

Beitragvon Rati am Mo 9. Jul 2018, 10:35

Ja, so richtig Gift wäre für mich auch keine Alternative
Rohana hat geschrieben:Hat er doch:
"Dutchys (Raubmilben) als biologisches Mittel auszusetzen hatte nämlich mal wieder nicht geholfen... ".
Wie lange soll man denn zusehen? Oder gleich schlachten?
wenn zu spät dann zu spät Rohanna, mensch muß halt rechtzeitig was tuen. Das richtige Managment wie Eichenwalder schrieb.

Erst mal sollte mensch sich im klaren sein, das absolute Parasitenabwesenheit nur in hermetisch abgeschlossenen Ställen einigermaßen machbar ist.... naja, und auch die müssen ja noch zur Chemiekeule greifen.
Parasiten sind nun mal Teil des Lebens.
Wichtig ist mal wieder die Dosis.

Ich hatte auch schon mal eine extrem Situation und zwar war das eine Testphase mit Raubmilben, das es nicht geklappt hat lag mMn daran das ich einfach zu wenige Milben gekauft hatte und sicherlich auch das ich vorher nicht gründlich genug das bis dato eingesetzte Kieselgur entfernt hatte.:
sybille hat geschrieben:Raubmilben kann man nur einsetzen wenn vorher kein Gift oder Kiesel-, Mikrogur verwendet wurde. Außerdem brauchen sie eine Weile um aktiv zu werden. Bei starkem Befall sind sie eher nicht nützlich.

ich hatte zwar keine Tierverluste aber die Hühner haben kaum noch gelegt und unter den Stangen waren echt große Flatschen mit Milben.

Also habe ich den Stall gründlichst gereinigt, und alles mit Essigsäure ausgesprüht.
Seit dem nehm ich wieder Kieselgur und kontrolliere täglich die Stangen. Entdecke ich Milben sprüh ich die Stange kurz mit Ethanol ab.
Außerdem hab ich natürlich draußen nen überdachten Platz an dem die Hühner auch bei Regenwetter immer ihr Staubbad nehmen können und auch da streu ich ab und zu ne Priese Kieselgur zwischen.

Ich fahre ganz gut damit.
Meine Tiere sind nie ganz Milbenfrei (d.h. ich finde bei den Kontrollen im Stall immer wieder Milben), aber es geht ihnen gut und auch meine Küken - im im selben Gelände mit allen anderen zusammen leben wachsen, gedeihen und benehmen sich völlig normal.

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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