Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Brunnenwasser am Sa 2. Feb 2019, 11:44

Pitu hat geschrieben:Ich habe mich in den letzten 2 Tagen durch alle 30 Seiten dieses Fadens gelesen.
Gibt es seit dem letzten Jahr noch neue Erkenntnisse zu den Panels? Ob besser weißes Licht oder doch rot-blaues Spektrum funktioniert?
Eher Pflanzenlampe oder doch LED? Braucht man reflektierende Materialien rundrum?

Ich habe die auf Seite 26 (in diesem Faden) verlinkte LED-Lichtleiste mit 30 W verwendet @ Pitu und sehr gute Ergebnisse erzielt. Zusätzlich für ein paar Stunden zugeschaltet ein Vollspektrumlicht 80W E27 rot blau weiß UV-IR-LED ( Bestellnummer oder ein Foto muss ich einmal raus suchen).
Für die Anzucht wird nur das blaue Spektrum benötigt, welches in der Lichtleiste mit 4000k enthalten ist. (besser wären natürlich 6500k).

Im Keller habe ich eine Rettungsdecke aus einem alten Sanikasten über Eck gespannt (das Licht ist doch sehr hell und nicht gut für die Augen), die silberne Seite nach Innen. So erhält man nicht ganz 1m² Fläche.
Günstig bei mir war, das hier ein Plattenheizkörper installiert ist.
Den Boden habe ich mit weißem Druckerpapier ausgelegt. Über die Lichtleiste, aus Alufolie einen Reflektor gebaut.
Nach dem Keimen wurde ein umgebauter Lüfter (ehemals von einem Prozessor) stundenweise dazugeschaltet (die Pflanzen werden kräftiger).

Wichtig ist auch der Abstand der Pflanzenleuchte zu den Pflanzen, um hier eine optimale Lichtausbeute zu erzielen. Für eine optimale Höheneinstellung, hängt meine Lichtleiste hängt an 2 Ketten.

Persönlich werde ich dieses Jahr u.a. 3 Tabaksorten vorziehen, das sind ja Lichtkeimer.
Gruß Brunnenwasser

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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Pitu am So 3. Feb 2019, 00:06

Danke Brunnenwasser. Ich habe zwischenzeitlich mal recherchiert und neige zu dieser Pflanzenlampe mit je 2 Leuchtstoffröhren im Set:

https://www.grow-shop24.de/elektrox-ste ... froehren_1

Was haltet Ihr davon?

Ja, ich will wirklich kleine Topftomaten, Paprika, Salat im Winter im Keller anbauen! ;) Ich kann ja dann Beweisfotos hier einstellen zum Indoor-Anbau von Tomaten, wenn es klappt.

Wobei ich mich frage, wieso die Blütenleuchtstoffröhren soviel weniger Kelvin haben (2700 K)? :hmm: Mit den Bedürfnissen der anderen Pflanzen kenne ich mich nicht aus. Bedeutet das dann Herbst für die Pflanzen? Das wäre ja bei Tomaten eher nicht relevant, die haben ja am liebsten konstant 12 Stunden Licht.
Vielleicht dann doch besser nur die Wachstumsröhren mit 6400 K für mein Wintergemüse?

Was ist denn das Argument für die LEDs im Gegensatz zu Leuchtstoffröhren? Nur der Stromverbrauch oder gibt es noch andere Gründe?
Wenn ich es richtig verstehe, hattest Du vor den LEDs auch eine Pflanzenleuchte Brunnenwasser? Warum der Wechsel?

Danke auch für Deinen Versuchsaufbau mit der Rettungsdecke. Würde ein Spiegel unten drunter den funktionieren für mehr Licht von unten?
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Specki am So 3. Feb 2019, 09:43

Also ich hab ja die echt teure LED von SANLight.

Werde mir dieses jahr jedoch wohl keine zweite (billige China) holen. Wollte ja nen vergleichsaufbau machen, aber das ist mir jetzt zu umständlich und möcht nicht nochmehr Geld ausgeben.

Mit der SANLight bin ich ganz zufrieden, aber wie gesagt, wirklich teuer.

Vorteil von LED außer geringerer Stromverbrauch liegt auch in den Leuchtmitteln. Wenn du so Neonröhren nimmst,die verlieren mit der Zeit an Leuchtkraft und müssen wohl alle paar Jahre ausgetauscht werden (in der Aquaristik hat man die alle 9 bis 12 Monate ausgetauscht). Und natürlich die Umweltbilanz ist nicht so super. Quecksilber ist da ja glaub keins mehr drin inzwischen, aber irgendwelche anderen Gase.

Ansonsten sollte nichts dagegen sprechen. Ich hab früher Massenweise Leuchtstoffröhren gehab mit meinen Aquarien.... (Zum Glück heute nicht mehr)

Gruß
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Brunnenwasser am So 3. Feb 2019, 11:58

Normalerweise kannst du auch die LSR verwenden.
In der Aquaristik spielte ja auch die Feuchtigkeit eine gewisse Rolle, die einen regelmäßigen Wechsel der Röhren verursachte. In der Küche, als Unterbauleuchte sind bei mir LSR schon einige Jahre durchgehend im Einsatz.

Eine Lampe mit 6500k, bezeichnet man auch als Kaltweiß, 4000 - 4500K als neutralweiß, 3000K-3500K als warmweiß. Der K-Wert spiegelt also die Farbtemperatur/Farbspektrum wieder.
In der vegetativen Phase benötigen einige Pflanzen, wie auch die Tomaten, eine Mischung aus blauem und rotem Lichtanteil. Einige, die nun LED Panels einsetzen, werden sich wundern, dass trotz des Einsatzes einer Vollspektrum Lampe die Pflanzen dennoch vergeilen.

Dann ist das Farbspektrum nicht optimal. Das heißt, der Rotlichtanteil ist zu groß. Bei 2700K ist der Rotlichtanteil hoch (Rot hat eine Wellenlänge von 630-660nm). Einge Pflanzen, wie beispielsweise Hanf, benötigen diesen hohen Rotlichtanteil, um THC zu bilden.
Bei einem zu hohen Anteil an Blau hingegen stockt das Wachstum. Es kommt also auf die richtige Mischung an.
Man müsste sich also das Farbspektrum der Lampe anschauen. Einige Hersteller haben dieses mit abgebildet.
Gruß Brunnenwasser

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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Specki am So 3. Feb 2019, 13:51

Brunnenwasser hat geschrieben:In der Aquaristik spielte ja auch die Feuchtigkeit eine gewisse Rolle, die einen regelmäßigen Wechsel der Röhren verursachte. In der Küche, als Unterbauleuchte sind bei mir LSR schon einige Jahre durchgehend im Einsatz.


Nein, das stimmt so nicht.
Bei der meerwasseraquaristik kommen die Röhren mit der Feuchtigkeit oftmals nicht in Verbindung.
Es ist jedoch so, dass sich das Spektrum mit der Zeit verschiebt und die Leuchte deutlich an Leuchtkraft verliert. Deswegen wechselt man die Röhren nach einer gewissen Betriebsstundenzeit.
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Pitu am So 3. Feb 2019, 15:07

Danke Specki und Brunnenwasser nochmal! Brunnenwasser, das hast Du gut erklärt. :daumen:

Jetzt hab ich weiter recherchiert, welches Spektrum Tomaten und Salat brauchen. Für Tomaten ist wohl optimal das Verhältnis von rot zu blau mit 3:1. Tomaten bilden mehr Aroma aus bei einem erhöhten Rot-Anteil. Da wäre vielleicht blau am Anfang für Wachstum und rot ab der Tomatenbildung gut. Salat bildet bei rot mehr Anthocyane. Vitamine hat der Salat mehr bei einem höheren Blauanteil.

Wow, das ist wirklich eine Wissenschaft für sich! Und mir schwirrt jetzt ein wenig der Kopf ... :platt:

Spektrum für die von mir verlinkten Leuchtstoffröhren finde ich aber trotzdem nicht heraus. Und welche Fläche damit beleuchtet werden kann auch nicht. Da werde ich wohl mal direk beim Shop nachfragen.

Laut dem Shop soll man die Röhren nach 1 Jahr austauschen.

Mir kam übrigens die Idee, daß ich die Pflanzen ja eigentlich optimal IN der alten Gefriertruhe anbauen könnte. Da hätte ich ja gleich Wärmeisolierung, Wasserdichtigkeit und Lichtreflexion in einem. :) Und die Truhe wäre noch für was gut. Ich bringe die nie mehr aus dem Keller raus, ohne sie zu zersägen. Keine Ahnung, ich vermute, die Vorbesitzer haben die damals beim Bau in den Keller gestellt und dann das Haus weiter hochgezogen. Über die Kellertreppe bringe ich das Teil unmöglich raus und die Kellerfenster sind winzig.

Im Übrigen habe ich nochmal in meinen 5 Tomatenbüchern nachgesehen. Tomaten brauchen optimalerweise 14 Stunden Beleuchtung, nicht 12, wie ich vorher geschrieben hatte.
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon DennisKa am Do 21. Feb 2019, 15:59

Finde deinen Plan mit den Tomaten und dem Salat gut. Betreibe das in diesem Jahr zum ersten Mal. Hab im Dezember (15.12) Tomaten ausgesät und in Hydroponik gesteckt. Darüber dann Pflanzenlampen von Ikea Växer.
Hat super funktioniert und bis zur Blütenbildung konnten sie im Växer bleiben. Nun werden sie dafür zu groß und habe sie in Joghurteimer gesetzt. Salat bleibt im Växer und ist super glücklich. Der wächst wie Unkraut.
Welches Farbspektrum die Lampen haben, weiß ich leider nicht. Mir war wichtig, dass sie nicht vergeilen. Das funktioniert super und die Anzahl der Tomaten und Blüten lässt drauf schließen, dass es ihnen gut geht.
Hab die Sorte "Red Robin" und "Venus" im Einsatz. Red Robin hat aktuell 9 Tomaten die schon Fingernagel groß sind. Venus hat erst eine Fruchtansatz.
Das wird garantiert auch in der Erde funktionieren. Werde noch mal ein Experiment mit Vergleichsmöglichkeit machen.

Dass sie bei unterschiedlichem Licht unterschiedliche Vitamine etc. bilden wusste ich auch nicht. Wieder was gelernt :) :)
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Buchkammer am Fr 12. Apr 2019, 11:26

So langsam könnte es draußen mal wärmer werden. Es wird eng auf der Anzuchtfläche.

Paprika-Chili-Tomaten-Andenbeeren-Anzucht-2019.jpg
Paprika-Chili-Tomaten-Andenbeeren-Anzucht-2019.jpg (58.72 KiB) 200-mal betrachtet


Alle verfügbaren LED-Panels und LED-Baustrahler sind 13 Stunden am Tag im Einsatz. Eine Reihe LED's (links) ist wohl schon ausgefallen. :hmm:

15W-45W-30W-LED-Panel-und-Baustrahler-Anzucht-2019.jpg
15W-45W-30W-LED-Panel-und-Baustrahler-Anzucht-2019.jpg (28.43 KiB) 200-mal betrachtet


Bisherige Stromkosten seit dem 21.02.2019 = 11,96 Euro. Kurze Rechnung wenn man pro gekaufte Tomaten-, Paprika- oder Chilipflanze (die man in dieser Vielfalt eh nur selten bekommt) mal nur 2,- Euro veranschlagt:

90 Tomaten x 2 Euro = 180 €
36 Paprika und Chili x 2 Euro = 72 €

Ist also noch Luft nach oben, bei den Stromkosten. :pfeif:

Die 240-er Platte ist auch schon wieder mit Kohl, Mangold und anderem Fresskram geladen und braucht in den nächsten Tagen Licht. :kaffee:

Anzuchtplatte-2019.jpg
Anzuchtplatte-2019.jpg (49.2 KiB) 200-mal betrachtet


Die Tomaten verbrachten zum Abhärten schon einige Nächte draußen. Den Paprika und Chili möchte ich keine Temperaturen unter 10 Grad zumuten. Unter 5 Grad treten dann möglicherweise Wachstumsstörungen auf.
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon neuossi am Fr 12. Apr 2019, 12:44

Ich bin sehr zufrieden mit einem 200W LED Hallen Strahler in neutralweiß. Der ist wirklich hell und relativ angenehm für's Auge und hängt jetzt im Anbau bei den Überwinterungspflanzen. Der Preis ist wesentlich günstiger, als bei speziellen Pflanzenleuchten. Den Pflanzen hat es wohl gefallen.

Parallel dazu habe ich auch diverse rot/blau Leuchten. Das rote licht macht mich aber ganz kirre. Hatte dann in dem Raum, wo ich mit Winteranbau experimentierte, per Bewegungsmelder die roten aus geschaltet, wenn ich rein kam.
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Re: Erfahrungen mit LED-Grow-Panels zur Jungpflanzenanzucht

Beitragvon Sonne am Fr 12. Apr 2019, 12:47

Brunnenwasser hat geschrieben: So erhält man nicht ganz 1m² Fläche.


Ups...nur 1qm bei 3 Lampen. :hmm: Hoffte, eine Lampe hätte eine größere Reichweite. Ich habe bei Amazon Lampen so 30cmx30cm gesehen und dachte damit wäre 1/2 qm abgedeckt. Haben die keinen Radius? Quasi nur senkrecht runter?

Brunnenwasser hat geschrieben:
Pitu hat geschrieben:Ich habe mich in den letzten 2 Tagen durch alle 30 Seiten dieses Fadens gelesen.


Das muss ich wohl auch mal tun. Zeit hätte ich ja gerade.

Ds Problem: Ich habe zwar nicht so viele Pflanzen wie Brunnenwasser...aber ein Problem mit Licht am Fenster.
Wir haben ein sehr weit vorgezogenes Dach...und es ist immer etwas dunkel bei uns. Im Winter/Frühjahrsanfang steht die Sonne zwar etwas tiefer, da kommt etwas mehr Licht rein. Etwas. Wir haben dann auch noch Fenster, die unterteilt sind. Finde die machen auch noch dunkler, wie wenn ein Glas durchgehend ist. Und ich habe auch nicht so viele Fensterbretter. Bzw ich habe schon viele, aber einige Zimmer werden oft gar nicht geheizt oder Nordseite. Da ist es mit der Keimung dann auch nicht so optimal. Ich jongliere also immer hin und her.

Da dachte ich heuer schon auch mal dran, nächstes Jahr irgendwas mit Beleuchtung zu machen. Bisher habe ich nur eine Pflanzlampe.


Buchkammer hat geschrieben:Die Tomaten verbrachten zum Abhärten schon einige Nächte draußen. Den Paprika und Chili möchte ich keine Temperaturen unter 10 Grad zumuten. Unter 5 Grad treten dann möglicherweise Wachstumsstörungen auf.


Ich habe mir einen Rollwagen gekauft und die Tomaten /Melone/Paprika/Andenbeeren schiebe ich dann auf den Balkon. Dazu packe ich den Rollwagen in ein Vlies ein, denn bei uns ist es (fast) immer windig. Und kalt ist es ja auch noch. Abends kommen sie wieder rein.

Gestern Nacht fiel mir um 23 Uhr ein, dass noch niemand den Wagen reingeholt hat. Ich war erleichtert, dass alle Pflanzen noch aufrecht standen und heute morgen tat sie das auch noch. :)

Wie weit kann man mit Tomaten gehen - kältetechnisch? Demnächst wird es nachts 1Grad haben. Das ist dann wohl etwas riskant?
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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