Fragen zur Samengewinnung

Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon 65375 am Di 10. Sep 2019, 11:42

Weil's hier mal wieder diskutiert wird, mal wieder meine Methode der Tomatensamengewinnung:

Ich esse Tomaten. Wenn mir die Tomaten gefallen, nehme ich die obere Ecke der Zeitung mit dem Datum, schreibe den Namen der Sorte drauf, und klebe die Samen auf das Zeitungsstück.

Wenn ich aussäen will, reiße ich ein Stück von der Zeitung ab und lege es auf Aussaaterde, bißchen Erde drüber, fertig. Das Aussaatgefäß natürlich beschriften.

Das mit dem Vergären habe ich nie verstanden. Außerdem kleben sie mit Glibber besser auf der Zeitung.

Ganze Tomaten zur Samengewinnung trocknen und vergraben, bedeutet, daß ich diese Tomaten nicht essen kann. Warum sollte man sowas tun, wenn's auch anders geht?
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon kraut_ruebe am Di 10. Sep 2019, 12:05

das vergären dient der reinigung von bakterien/sporen/keimen, welche man nicht mitvermehren will (braunfäule oder sowas in der richtung)
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon 65375 am Di 10. Sep 2019, 12:49

Von mit Braunfäule befallenen Früchten würde ich keine Samen nehmen, obwohl sie nicht samenbürtig sein soll. Aber die Tomaten isst man ja auch nicht.
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon Sonne am Di 10. Sep 2019, 13:39

65375 hat geschrieben:Weil's hier mal wieder diskutiert wird, mal wieder meine Methode der Tomatensamengewinnung:

Ich esse Tomaten. Wenn mir die Tomaten gefallen, nehme ich die obere Ecke der Zeitung mit dem Datum, schreibe den Namen der Sorte drauf, und klebe die Samen auf das Zeitungsstück.

Wenn ich aussäen will, reiße ich ein Stück von der Zeitung ab und lege es auf Aussaaterde, bißchen Erde drüber, fertig. Das Aussaatgefäß natürlich beschriften.


Das nenne ich pragmatisch. :lol: :daumen:
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon ina maka am Di 10. Sep 2019, 13:44

ganz ot: bei uns gab es mal ein Stück Küchenrolle, auf dem stand (in etwa):

"große Sweety, ausgespuckt, weil so lecker 2017"
ausgespuckt :duckundweg:
(große Sweety ist "meine" Tomatensorte, keine Ahnung wie die in Wahrheit heißen....)
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon Taraxacum am Di 10. Sep 2019, 14:03

Ich gewinne meinen Tomatensamen ähnlich aber ich lasse die auserwählten Früchte leicht überreif und weich werden. Der Samen wird dann bei der Verarbeitung zu Püree, Ketschup oder was auch immer einfach auf ein Haushaltstuch, Papiertaschentuch oder Toilettenpapier (was gerade vorhanden ist - und nein, ich mach das nicht auf dem Klo :pft: ) gestrichen und zum Trocknen im Treppenhaus ausgelegt. Später im Winter lass ich mich vor dem Kamin nieder und puhle die Kerne wieder ab und verpacke das Saatgut in kleine beschriftete Tütchen. Da die Früchte schon etwas überreif waren, klebt der Glibber nicht mehr gar so fest, da schon etwas wässrig, und die Samen lassen sich leicht abmachen. Ist eine angenehme Winterarbeit - Hörbuch, Wärme und eine Arbeit, die mal zur Abwechslung überhaupt nicht anstrengend ist. Alles andere empfinde ich als zu aufwändig und zeitraubend.
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon 65375 am Di 10. Sep 2019, 14:50

Ich stecke, wenn überhaupt, die Samen mit Papier in Tütchen (meistens alte Briefumschläge). Alles andere empfinde ich als zu aufwendig.

@ina maka
Gespuckt habe ich auch schon. Aus Versehen die letzte gegessen, ohne Samen zu nehmen und dann schnell wieder raus damit. Die waren dann nicht mehr so richtig glibberig, haben aber noch halbwegs am Papier geklebt. Zum ersten Mal, daß ich Tomatensamen gewaschen habe. ;)
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Re: Fragen zur Samengewinnung

Beitragvon Sonne am Mi 11. Sep 2019, 18:39

Noch eine Frage... :mrgreen:

Meine großen Paprika sind ja nicht so der Hit.

Aber ich habe noch sogenannte kleine Snackpaprika.
Und die sind relativ üppig und das, obwohl sie unter einem Dschungel von Tomaten leben.

Aussaat hat im Frühling nicht geklappt, also habe ich dann noch Pflanzen gekauft. Man hat mir versichert, daß seien keine F1-Hybriden. Also müsste der Samen ja zur Aussaat geeignet sein. Eigentlich. Oder kann da noch was anderes passieren. Hat jemand Snackpaprika und sät sie erfolgreich weiter aus?
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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