Ideen für kostengünstige Hochbeete?

Hildegard
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#31

Beitrag von Hildegard » Fr 17. Jul 2020, 23:28

Wenn die Optik nicht stört, ausgediente Einkaufwagen (SM)ausgekleidet mit Bauvlies, taugen sehr gut für Zucchini und sind Schneckensicher
detto Bäckerkörbe (Plastik) oder Obststeigen ..in solche habe ich meine Topinambur wühlmaus-und ausbruchsicher "eingekerkert" und gedeihen gut drin.
Meine Tochter bekommt gerade eins 15m LANG( 80 BREIT) in den Hang gebaut. Ausgemusterte Betonspaltenelemente (170/40) eines Schweinestalls für die Wände dürften eine Ewigkeit halten.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)

Olaf
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#32

Beitrag von Olaf » Sa 18. Jul 2020, 23:38

Moin,
zuerst natürlich mein nur mühsam abzutrainierender alter Mod-Reflex: was ist der Fragesteller für einer, wie lange schreibt er schon? Gut, die Begeisterung war im April und hat nur 5 Tage gedauert.
Meine Begeisterung dauert schon länger an, wobei ich meins eher Bankbeete nenne. Mein altes war jetzt fertig. Beim neuen Nachbarn lagen Palettenrahmen rum: "Kommste da günstig ran?" "Sehr günstig", Augenzwinkern. "Wieviel brauchste?" "Acht, wenns nicht zu unverschämt ist".
Zwei Wochen später: "Hab dir welche übern Zaun geschmissen...". "Hab ich gesehen, aber die hätten doch nun nicht wirklich neu sein müssen!"
"Können auch bei Dir alt werden!"
Hab ich schon erwähnt, dass wir richtig coole neue Nachbarn haben?
Und hab ich erwähnt, dass der märkische Sand ja ein Segen für uns wäre, wir ackern auf ner Kiesgrube! UNd, seit mein Sohn hier noch nen Haus bauen will (Bodenplatte seit 3 Tagen fertig) kaufen wir uns einfach alle Maschinen, die wir irgendwie brauchen können. Kann sein, dass das nicht jedes Selbstversorgers Ideal ist, fröhlich grinsend sensend wie im Rügenwalder Werbevideo ist aber auch nicht realistisch. Unter anderem haben wir uns einen Hoflader gegönnt, eigentlich nur für die Bauphase, aber wir sind zu Tode verliebt in das Teil, wir geben es nie wieder her! Damit kann man auch 1,2 ha bewirtschaften.
Ich hab mit dem auch schon sowas ähnlichens wie gepflügt für Kartoffeln, so ungefährt 120 laufende Meter, also Palettengabeln direkt nebeneinander geschoben, senkrecht eingepikst und dann rückwärts gib ihm. Sieht nicht schön aus, die Furchen, aber wir haben schon geerntet. Aber eigentlich muss ich mir einen Häufelpflug dafür basteln.
Ich schweife ab....
Dann haben wir uns noch, zusammen mit den andern Nachbarn, die auch auf Hochbeete schwören, vom 6 km entfernten Komposthof 2 LKW Kompost liefern lassen, also ca 9 m3. Ja, Gott, not SV-like! Ich mein, es gibt hier, seit hier gebaut wird wie blöde, Menschen, die ne braune Tonne rausstellen. Ich denke: "Was seid ihr pervers, macht Euch doch nen Komposthaufen, und düngt damit Eueren englischen Golfplatzrasen statt NPK im Baumarkt zu kaufen". Machen sie aber nicht, und einer muss das Zeug ja dann auch verwerten. Also wir 2 Hobbygärtner. Die Dame vom Kompostplatz faselte auch erst was von langen Lieferzeiten, 2 Monate. Dann hab ich all meinen nicht vorhandenen Charme spielen lassen, ich glaub das war nen Dorfkind, wir haben über dies und das gelabert und ich hab erwähnt, dass wir die Erde jetzt brauchen, weil wir Gemüse pflanzen müssen, im August nütze uns das nix mehr. 2 Stunden später rief sie zurück, sie könnten morgen liefern.
GUt, ich laber zuviel. Habe ein Monate altes Foto auf meinem Telefon gefunden, vielleicht Mai. Inzwischen taugts für die Titelseite von der Landlust, ich schwöre....
Die Rahmen hab ich also immer zwei übereinander aufgestellt, und dazwischen mit sg. Centauribrettern (er hat mir mal ne ganze Palette davon geschenkt) noch gleichbreit ein niedrigeres Beet gebaut...
k-bb.jpg
k-bb.jpg (119.66 KiB) 1043 mal betrachtet
Innen hab ichs mit diesen Matten, ich glaub man nimmt die eigentlich für Kellertrockenlegungen ausgekleidet, die mit den Noppen, damit das Holz atmen kann. Ich kann morgen ein neues Bild machen, ich jedenfalls bin begeistert. Nächstes Frühjahr werd ich glaub ich den Nachbarn anplinzeln, "Nochmal 8?"
LG
OLaf
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#33

Beitrag von Sven2 » Sa 18. Jul 2020, 23:49

Der schicke Bogen in der Mitte, ist das eine Rankhilfe?

Olaf
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#34

Beitrag von Olaf » So 19. Jul 2020, 00:03

Ja. Also war die Idee. Ich hab da rankende Kapuzinerkresse gepflanzt. Die rankt aber nicht wie gedacht, wäre jetzt bestenfalls hüfthoch. Ursprünglich sollten es auch Prunkbohnen werden, aber irgendeine MIschkulturtabelle hat mir abgeraten. An dem Gestell hinten sind die Bohnen, Blauhilde und Prunkbohne jetzt dafür außer Rand und Band......
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#35

Beitrag von Olaf » So 19. Jul 2020, 00:04

Ja, der Bogen, ich bin ein kleines bisschen stolz, ich wollte ihn nicht viereckig und hab ja auch meine neue geile Kappsäge....für mich ist alles nur ein Spiel....
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#36

Beitrag von kraut_ruebe » So 19. Jul 2020, 02:36

Olaf hat geschrieben:
So 19. Jul 2020, 00:03
Ja. Also war die Idee. Ich hab da rankende Kapuzinerkresse gepflanzt. Die rankt aber nicht wie gedacht,..
Tun sie nie, zumindest bei mir nicht. Sie verlängern sich mit einem Sidestep ein bisserl weiter, in der Waagerechten, aber klettern wollen die nicht.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#37

Beitrag von Sven2 » So 19. Jul 2020, 07:30

Von ca. 10 gepflanzten hat bei mir eine einzige sowas wie Ranktendenzen gezeigt - wollt nur sagen dass der Bögen echt gut geworden ist, das ganze Set eigentlich, und ich mir den auch als schönes Tomatendach vorstellen könnte.... Ich glaub ich brauche eine Kappsäge...

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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#38

Beitrag von Rohana » So 19. Jul 2020, 08:27

Kostengünstig ist das alles, bis man(n) merkt was man doch noch an Werkzeug brauchen könnte :lol:
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#39

Beitrag von Olaf » So 19. Jul 2020, 12:16

Ja, schon...Und wenn, dann kauf gleich eine Zug-Kappsäge, ist nur unwesentlich teurer. Ich hab ne Metabo, die war auch noch wegen einem daumengroßen Dreiangel im Umkarton preisgesenkt, ich glaub nen Hunni hat die gekostet und macht glücklich.
Ich hab auch noch ein aktuelles Foto. Ja, es müsste mal jemand Rasen mähen und Unkraut zupfen, aber ich bau grad nen neuen Hühnerstall, und der hat Oberoberoberpriorität und wird vielleicht heute abend fertig. (Hab grad Fenster eigeschäumt.)
k-bb2.jpg
k-bb2.jpg (106.19 KiB) 1007 mal betrachtet
DIe längsten Ranke haben so knapp nen Meter. Auf der andern Seite, hab ich eben gesehen, sind die in den Rosenkohl reingerankt und gucken oben raus. Also bisschen ranken sie durchaus.
k-kk.jpg
k-kk.jpg (65.75 KiB) 1007 mal betrachtet
Bevor Cristina heute zur Arbeit gefahren ist hab ich sie gebeten, mir ein Bild von "ihren" Hochbeeten zu schicken. Also sie arbeitet jetzt im "Lehniner Institut für Kunst und Kultur". Die machen da so Seminare, Kunstaustellungen, paar dutzend Übernachtungsbetten haben sie auch, und sie leitet das Ufercafe. Das Gelände ist groß, nen halber ha glaub ich. Aber die zum Ufercafe gehen kommen direkt an diesen Hochbeeten vorbei, es sind noch mehr, 6 glaub ich. Die stehen schon ein paar Jahre und waren völlig verwildert. Als sie coronabedingt zumachen mussten, hat Cristina gemeint, Garten ist auch Kultur, das wäre total peinlich, wie die aussehen und dann haben sie die wieder in Ordung gebracht.
k-likk.jpg
k-likk.jpg (84.98 KiB) 1007 mal betrachtet
Jetzt ziehen sie da Kräuter und Gemüse, was sie auch in der Küche und im Cafe verwenden können, und die Gäste lieben es. Also der Koch für die Übernachtunggäste hats nicht so recht eingesehen bzw. war wohl zu faul. Während die Salate schossen hat er fertig geputzes Zeug von zweifelhafter Qualität im Großmarkt bestellt. Hat genau heute seinen letzten Arbeitstag. Löft! :aeh:
Due Beete stehen in dieser Betonmulde. Das war früher ne Sägerei, keine Ahnung wozu die Grube gut war. Vollsonnig jedenfalls auch noch. Ich hab denen auch viele Pflanzen von mir abgegeben. Deren Auberginen sind schon 10 cm lang, meine grad so erkennbar. Sauerei!
Aber freut mich ja auch.
Deswegen hab ich auch soviel Kapuzinerkresse, ich hab anders wo noch mehr. Letztes Jahr hat mir Cristina ohne Übertreibung sämtliche Blüten geklaut und ganz viele Blätter, um damit auf der Arbeit die Salate aufzuhübschen. Freut ja irgendwie auch den Gärtner, aber eigentlich möchte ich ja auch was abbekommen :aeh:
So, der Bauschaum müsste ausgehärtet sein, ich hab extra den teureren genommen, ich hab nicht ewig Zeit ;)
LG
Olaf
Nachsatz: Ich werd die Fläche nächstes Jahr wirklich verdoppeln, ich habe sehr viel und sehr erfolgreich Kohl aller Art angebaut (außer Brokkoli, der ist dieses Jahr Kacke) und komme mit der Fläche nicht zu einer vernünftigen Fruchtfolge. UNd vielleicht könnte ich ja dann tatsächlich ein umsteckbares Tomatenüberdach bauen. Mit meiner Kappsäge :grr:
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Re: Ideen für kostengünstige Hochbeete?

#40

Beitrag von Sven2 » So 19. Jul 2020, 13:21

Jaja, was ich glaub man(n) kann eben erst sparen wenn die Werkstatt mit allem bestückt oder alles bei jemandem den man kennt zu haben ist... So preiswert wie damals bei Eltern wird's nie mehr :lol: Wobei man nie nach der Auslastung mancher Anschaffungen fragen darf.

Ich bin jetzt auch ein bisschen mit Hochbeetfantasien infiziert worden. Am günstigsten wäre bei mir mit Sandstein, die hab ich zu hauf, bzw. Optisch würd's sich gut anpassen wenn ich's damit verkleiden könnte. hat damit jemand Erfahrung?
Aber ich hab gelesen, dass man alle X Jahre die Füllung rausholen muss, also wär sowas wie ne Klappe doch bestimmt praktisch? ( Ähnlich Komposter)

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