Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

ina maka
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#21

Beitrag von ina maka » Do 16. Mai 2019, 12:43

Teetrinkerin hat geschrieben:Kannst du dazu Tipps geben? Wenn ich die regulär aussäe, dann habe ich die erst im Sommer.
oh ja, also "Frühlingszwiebel" ... :rot:
Die meinigen heißen Winterheckenzwiebel, und wachsen so gut wie das ganze Jahr.
Jetzt haben sie Blütenknospen, nach der Blüte vermehren sie sich, indem neue Zwiebelschloten neben den abgeblühten herauswachsen.
Ernten kann man aber praktisch immer - bleiben im Winter draußen im Garten.
Manche können nur fremde Meinungen, nicht ihre eigenen berichtigen.
Jean Paul

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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#22

Beitrag von Teetrinkerin » Do 16. Mai 2019, 12:49

Sind Winterheckenzwiebel und Frühlingszwiebeln das gleiche? Bei uns im schwäbischen heißen Winterheckenzwiebel Zwiebelrohr oder Schnattra und sind mehrjährig. Man verwendet nur die Schlotten, also anders als bei den Frühlingszwiebeln, bei denen man die ganze Pflanze verwendet.

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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#23

Beitrag von Buchkammer » Do 16. Mai 2019, 15:03

Teetrinkerin hat geschrieben:Sind Winterheckenzwiebel und Frühlingszwiebeln das gleiche?
Nicht ganz. Die sollen zwar verwandt sein, aber Winterheckezwiebel ist eben mehrjährig und Frühlingszwiebel nur einjährig. Winterheckezwiebel wird vorwiegend hier in Europa angebaut und es sind die ersten im Frühjahr, die leckere Schloten liefern. Man erntet sie also nicht komplett, sondern nur die oberen grünen Stengel. Frühlingzwiebeln werden vor allem im asiatischen Raum und hier speziell Japan angebaut und auch daran gezüchtet. Sie werden komplett, also mit der kleinen Knolle geerntet und verwendet.

Winterheckezwiebeln kann man im zeitigen Frühjahr oder Herbst per Stockteilung vermehren. Oder man lässt sie abblühen und sät die Samen im Frühjahr. Die grünen Samen, also vor der endgültigen Reife, sind auch eine Delikatesse.

So oder ähnlich steht es geschrieben im Handbuch Biogemüse von Frau Heistinger.

Hab selber seit Jahren Winterheckezwiebeln und es werden immer mehr. Ein sehr dankbares, gesundes und frühes Gemüse, dass nur wenig Aufmerksamkeit braucht.
Gestern war ich klug und wollte die Welt verändern. Heute bin ich weise und möchte mich verändern. (Rūmī)

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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#24

Beitrag von DennisKa » Do 16. Mai 2019, 15:13

Wir wollen auch einen Weg finden, um in unserem Stadtgarten (500qm) möglichst auch im Winter / Frühling Sachen ernten zu können. Aktuell haben wir Topinambur (eine Menge) gepflanzt, der über den Winter hoffentlich gut beerntet werden kann. Wenn der Boden zu ist, werden die aus dem Kübel gefuttert. Je Pflanze 2 Knollen stehen lassen sollte reichen, um ab März / April neue Pflanzen zu bekommen.
Apios Americana haben wir auch, aber die hat sich bisher nicht wirklich entwickelt. Treibt nun wieder aus, mal sehen, wie es dieses Jahr wird. Weiß jemand, ob sie ein Starkzehrer ist? Sitzt bei uns im 40L Eimer und hat sonst nichts an Dünger etc bekommen. Ansonsten haben wir uns jetzt noch Meloco besorgt, ähnlich wie Kartoffel (aus Peru) und soll deutlich besser lagerfähig sein. Mal sehen, ob das stimmt (weiß ich erst nächstes Jahr). Dann könnte man die auch im größeren Stil als Alternative zu Kartoffeln anbauen (die sind bei uns irgendwie nicht lange lagerfähig - mag aber an uns Anfängern liegen, dass wir was falsch machen).
Ansonsten haben wir noch Südlich Erdkastanie und Zuckerwurzel, die heimisch und somit winterhart sein müssten. Wie da der Ertrag ist, weiß ich aber noch nicht. Habe ich erst dieses Jahr gekauft.
Yacon haben wir auch 3 Pflanzen. Die sind auch sehr lange lagerfähig und sollen wie Birne schmecken. Meine Frau hat die kleinen Knollen leider letztes Jahr alleine gegessen, sodass ich das nicht beurteilen kann :haha:
Gartenimruhrpott.de - unser Blog über unseren Garten und was darin so wächst.

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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#25

Beitrag von Sonne » Do 16. Mai 2019, 16:20

DennisKa hat geschrieben: Die sind auch sehr lange lagerfähig und sollen wie Birne schmecken. Meine Frau hat die kleinen Knollen leider letztes Jahr alleine gegessen, sodass ich das nicht beurteilen kann :haha:
Haben sie ihr geschmeckt? Habe nämlich auch gehört, dass sie wie Birne schmecken sollen. Ist das so?

Meloco...noch nie gehört. Wo bekommt ihr denn solche Sachen her?
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

ina maka
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#26

Beitrag von ina maka » Do 16. Mai 2019, 20:35

Meloco? Meloco? :hmm:
ist das das?

Yacon hatte ich mal im Garten, war sehr wenig Ertrag und es ist viel Aufwand, die Knollen über´n Winter zu bringen.
Dann bin ich draufgekoommen, dass mir Topinambur genauso gut schmeckt :aeh:
na gut, Topis sind ein bisschen weniger süß.
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#27

Beitrag von Hildegard » Do 16. Mai 2019, 21:25

DennisKa hat geschrieben: Yacon haben wir auch 3 Pflanzen. Die sind auch sehr lange lagerfähig und sollen wie Birne schmecken. Meine Frau hat die kleinen Knollen leider letztes Jahr alleine gegessen, sodass ich das nicht beurteilen kann :haha:
Kleine Knollen???
Ich hab im Herbst so Dinger um 1kg rausgeholt. Ja, kleinere waren auch dabei.Hab sie aber etwas zu früh geerntet..weil Frost angesagt war...dann kam ja noch eine warme Zeit. Da werden sie nicht so süß - obstig. Von den 2 Pflanzen hab ich 17kg geerntet.Standen aber im Hochbeet und hatten Platz , "Futter" und Wasser genug.
LG Hildegard
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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#28

Beitrag von Taraxacum » Do 16. Mai 2019, 22:12

@Teetrinkerin, nein, der Garten war nach dem Fräsen est mal kahl aber der Rhabarber seht außerhalb der Beetfläche und Salat, Kohlrabi etc. hab ich ins Folienzelt gepflanz. Da sind jetzt noch genau 12 Kohlrabi und 8 Kopfsalat drin, eine dreiviertel Reihe also 9m Radis und 1 Reihe zwiebeln drin. Die Zwiebeln sind sog. Wintersteckzwiebeln, die Ende Oktober gesteckt werden (egal ob GWH oder Freiland) und spätestens Ende Mai/Anfang Juni geerntet werden sollten, da sie sonst schossen. Ich stecke sie ziemlich eng und hab dann im Frühling sog. Lauchzwiebeln. Der Rest darf Zwiebeln bilden. Die gibt es in rot, weiß und normal gelb. Demnächst sollte es die ersten Tomaten geben. Ich hab heute eine entdeckt, die sich von grün leicht in Richtung gelb färbt. :michel:
Dieses Jahr will ich versuchen, in den Tunneln das meiste Wintergemüse anzubauen, sozusagen zwischen die ganzen Tomaten pflanzen.

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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#29

Beitrag von Oelkanne » Do 16. Mai 2019, 22:35

Teetrinkerin hat geschrieben:@Oelkanne,
vielleicht magst du etwas mehr dazu erzählen?
zu was genau?

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Re: Frühjahrs- bzw. Frühsommerernte

#30

Beitrag von hobbygaertnerin » Fr 17. Mai 2019, 08:07

Was mache ich mit den Winterheckzwiebeln verkehrt, so richtig Fuss fassen tun die bei mir nicht.
Derzeit hab ich noch die Zwiebeln vom letzten Jahr im Lager, die irgendwann auch austreiben und das Zwiebelgrün wird wie Frühlingszwiebel verwendet.
Ich hab mich vor einiger Zeit mit mehrjährigem Gemüse befasst, aber da bin ich auf keinen grünen Zweig gekommen, Rhabarber geht, Spargel würde gehen ohne Wühlmäuse, aber ansonsten hab ich nichts davon zum Ernten gefunden.
Da sind die Wildkäuter noch einfacher, sie kommen jedes Jahr wieder.

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