Unkrautstecher?

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kraut_ruebe
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Re: Unkrautstecher?

#21

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 7. Apr 2017, 09:17

gegen überweidung hilft abziehen von der gefressen fläche. und wiederkommen, wenn der aufwuchs wieder da ist. wer sich ne wirkliche gute fläche (nicht nur im hinblick auf einzelne unkräuter) schaffen will, muss oft und durchdacht umpferchen. bis hin zu mehrmals täglich in schwierigem gelände.

von 'richtig viele' sind 6 schafe auf 4500 qm eh nicht weit entfernt. in der konvi-schafhaltung, und wir wissen ja alle was wir von der halten, rechnet man 1000 qm pro mutterschaf mit aufzucht.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Unkrautstecher?

#22

Beitrag von Rati » Fr 7. Apr 2017, 09:36

wie du meinst kraut... :aeh:

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Re: Unkrautstecher?

#23

Beitrag von Steffen » Fr 7. Apr 2017, 13:48

Gewöhnliche Kratzdisteln scheinen "unsere" nicht zu sein. Sie bleiben am Boden, kriegen keinen Stengel, werden nur immer breiter und dicker.
Die besagten 4500m² sind keine komplette Schafweide. Die Schafe haben nur etwa 1800m², zum anderen Teil haben sie keinen Zutritt.
Und ganz ehrlich, würde ich den Schafen die Weide so zuteilen, dass sie bedingt durch Nahrungsmangel gezwungen sind, Dinge zu fressen, die sie sonst nicht anrühren würden - ich glaube nicht, dass es den Schafen damit wirklich gut geht.
Steffen

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Re: Unkrautstecher?

#24

Beitrag von kraut_ruebe » Fr 7. Apr 2017, 15:11

mit tieren flächen/das gras/den boden unterm gras zu bearbeiten ist nicht das gleiche wie nahrungsmangel. wen das thema interessiert, hier im forum gibt es unterm stichwort 'weidemanagement' sehr viele infos dazu.
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Unkrautstecher?

#25

Beitrag von Rati » Mo 10. Apr 2017, 10:55

@kraut: hast du das mit deinen Schafen schon gemacht?
Also Wiesen von Disteln befreit an Hand der vorgehensweise des von dir erwähnten Weidemangments?

Meine persönliche Erfahrung mit Schafen ist, das sie nur unter Zwang ihre bevorzugte Futterpflanzenauswahl umstellen und ich kann mir schwer vorstellen das sie ungeliebtes auch auf begrenzten Flächen anrühren bevor das beliebte nicht ratzekahl weg ist.
Schafe sind Selekivfresser, die stehen auch auf kleinen Flächen nicht einfach rum wie Rasenmäher und fressen was ihnen vorm Maul steht.

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Re: Unkrautstecher?

#26

Beitrag von Rati » Mo 10. Apr 2017, 13:06

I.O. kraut, meine Frage ist schon beantwortet. :)
Hab grad im entsprechenden traed (zufällig) diesen beitrag von dir gefunden:
kraut_ruebe hat geschrieben: meine schafe haben herzlich wenig verständbs dafür, dass das gras, welches nebenan so schön wächst, noch nicht gefressen werden soll. das führt dann zu solchen tagen wie heute, wo ich sie zum tagesanbruch von nachbars zierrasen pflücken muss :platt:....
das entspricht schon eher meinen Erfahrungen.
kraut_ruebe hat geschrieben:so kriegen sie dann heute, wie so manches mal schon, ein stück wiese, weches laut plan noch nicht freigegeben werden sollte und mir gerät auf die art oft mal alles ziemlich durcheinander, weil die tiere bei mir letztendlich mehr priorität haben als die flächenversuche.

wenn so einfach wäre, bräuchte man keine videos, forenthemen und websiten, sondern würd einfach machen und alles wär gut. für mich hier rechne ich mit einem lernprozess, der sich über jahre hinziehen wird.
und auch da stimme ich dir voll und ganz zu, damit wird dann aber diese Aussage:
kraut_ruebe hat geschrieben:schnell und dauerhaft kriegt man disteln und löwenzahn aus der wiese mit schafen....
schon etwas relativierter. ;)

Grüße Rati
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Re: Unkrautstecher?

#27

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht » Mo 10. Apr 2017, 13:14

Deich + Schaf = keine Disteln warum ? keine Ahnung scheint aber so zu sein

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Re: Unkrautstecher?

#28

Beitrag von Rati » Mo 10. Apr 2017, 13:25

ihno hat geschrieben:Deich + Schaf = keine Disteln warum? keine Ahnung scheint aber so zu sein
Deine Schafe?
Ich sage ja nicht das mit entsprechendem Aufwand und einer gewissen Zwangsausübung so etwas nicht machbar ist (die Schnucken in der Heide ließen sich mit entsprechender Hundearbeit auch letztendlich dazu überreden sich nicht nur das beste rauszusuchen sondern alle Baumschösslinge zu verbeißen und das Kraut flächendeckend zu kürzen), aber na ja wie kraut schon in dem anderen Traed schrieb ist das doch nicht so schnell und aufwandsfrei zu betreiben wie sie hier in diesem traed dann angedeutet hatte.

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Re: Unkrautstecher?

#29

Beitrag von Benutzer 2354 gelöscht » Mo 10. Apr 2017, 13:31

ich könnte mir ja vorstellen das so ein paar mehr Schafe auf einer Fläche den Boden verdichten und darum das Kraut weniger wird . Darum gibt es ja Schafe und keine Kühe aufm Deich.

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Re: Unkrautstecher?

#30

Beitrag von kraut_ruebe » Mo 10. Apr 2017, 14:01

die tiere verändern (verbessern) die bodenbeschaffenheit durch ihre anwesenheit. neben dem abfressen von unkräutern entziehen sie den unkräutern auch den lebensraum durch den schafdung (speziell bei disteln, die ein anzeiger für nährstoffmangel sind)

rati, das was du da zitiert hast bezieht sich auf gezielte bodenverbesserung im hinblick auf richtige (=nicht zu viel und nicht zu wenig) nährstoffzufuhr, mehr grasproduktion/qm und höhere wasserhaltefähigkeit. diese ist nicht leicht und das ziel ist ein klein bisserl umfangreicher als das verdrängen von unerwünschtem.
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