"Projekt": Garten ohne Arbeit

Benutzeravatar
Seth
Beiträge: 10
Registriert: Di 26. Nov 2019, 15:53

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#31

Beitrag von Seth » Fr 29. Nov 2019, 17:38

Ja absolut!

Ich verspeise hauptsächlich Salate (die kommen dann eben in die Hochbeete).
Und dann eben irgendwelche Knollengewächse alá Topinambur.

Toll wäre natürlich noch Brokkoli.

Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 8229
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#32

Beitrag von emil17 » Fr 29. Nov 2019, 20:55

Ich würde klein anfangen, dann nach Lust und Wunsch erweitern.
Um Gemüser muss man sich dauernd kümmern, säen, giessen, aufpassen dass es nicht zuwächst, Schnecken ...
Am wenigsten Aufwand pro Ertrag machen bei uns Obstbäume (robuste Sorten!) und Weintrauben und Brombeeren.
Auch rote Bete und Lauch sind eher anspruchslos. Pflanzen, giessen, jäten muss man auch die.
Kartoffel geht im Hausgarten bei uns nicht gut, wegen Krautfäule. In der Höhe gehen sie wunderbar und ich habe ausser Legen und einholen und abzäunen wegen Wildschaden wirklich fast nichts damit zu tun. Das muss man also ausprobieren.
Hühner und Gemüsegarten ist auch eine etwas anstrengende Nachbarschaft. Wenn denen nämlich das Futter ausgeht, merken manche Rassen, dass sie höher fliegen können als dein Zaun es ist. Das wars dann mit dem Gemüsegarten, zumindest in der ersten Jahrenshälfte, wo alles noch klein und zart ist.
Wenn du deutlich mehr Fläche hast als nötig, kannst du versuchen, das nicht alleine zu machen. Gibt halbe Ernte, aber viel weniger als halbe Arbeit und mehr Spass macht es je nachdem wer Partner ist auch.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

SunOdyssey
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 375
Registriert: Sa 26. Jan 2019, 09:56
Familienstand: zu kompliziert
Wohnort: Sand und Acker

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#33

Beitrag von SunOdyssey » Fr 29. Nov 2019, 21:23

Hei Seth,

Da ich kaum Zeit habe, wirklich richtig Gartenarbeit zu leisten, geht es mir ähnlich wie dir. Ich probiere so seit fünf Jahren herum, was geht und was nicht.
Mittlerweile habe ich sieben Hochbeete, da wandern jeweils von Beet zu Beet:

- Erdbeeren verschiedener Sorten (kriege ich jedes Jahr aus den Kindeln)
- Ruccola, der ist einmal angepflanzt und wächst von selber, wenn man ihn regelmäßig isst
- Schnittknoblauch, so wie Ruccola
- Buschbohnen, grüne und gelbe
- Feuerbohnen (alle Bohnen sind bei mir samenfest)
- Zucchini (vorgezogen)
- Kürbis (vorgezogen)
- Feldsalat als Wintersalat
- Porree (vorgezogen)

Ich habe viele Obstbäume, Johannisbeer-und Brombeersträucher, jede Menge Kräuter, die wachsen können, wie sie wollen, und habe es jetzt tatsächlich geschafft, in der Fläche so viele Pflanzen zu haben, dass das, was man als Unkraut bezeichnet, ziemlich gut unterdrückt wird. Den Rest zupf ich halt gelegentlich, aber viel ist das nicht, vielleicht eine max. zwei Stunden pro Woche.
Ich Pflanz tatsächlich nur noch das, was ich auch gern esse. Alles andere fände ich recht sinnlos. Mein Saatgut kaufe ich bei Unverpackt, da gibt es das Ingenheimer Saatgut, das ist samenfest, siehe Bohnen.

Da ich Pferde habe, habe ich auch Mist und natürlich Kompost. Und zwar so reichlich, dass ich auch was davon abgeben kann. Das meiste kommt jedes Jahr in die Hochbeete mit Hornspänen und Urgesteinsmehl. Die Erdbeeren setze ich noch in ein auseinandergezupftes Schafwollvlies, das lieben sie. Die Wolle bekomme ich vom Nachbarn, der sie sonst auf den Mist wirft.

Nur das Vollschaufeln der Hochbeete ist etwas arbeitsintensiver, der Rest eher nicht. Vielleicht kann dir das ja etwas helfen.
Ich sage, was ich meine und ich meine, was ich sage

Und ich sage.....blöde Autokorrektur

Benutzeravatar
65375
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 5949
Registriert: Fr 16. Dez 2011, 05:58
Wohnort: Rheingau

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#34

Beitrag von 65375 » So 1. Dez 2019, 16:51

Lauch wird hier so oft empfohlen, geht bei mir gar nicht, ist voller Miniermottenarven.

Dieses Jahr habe ich Winterheckezwiebeln gepflanzt; ist wie großer Schnittlauch und scheint unkompliziert und selbständig zu sein. Findet es zur Zeit aber zu nass und wird längerfristig in einen Topf im Hof umziehen.

Wilden Schnittlauch hab ich auch; rauher und faseriger, aber feingeschnitten gut essbar.

Knoblauchsrauke habe ich angesiedelt; die hat sich erst ein bißchen geziert, aber dieses Jahr habe ich sie an verschiedenen Stellen gefunden, wo sie definitiv selbst hingefunden hat.

Mangold ist hier selbstaussäend und pflegearm. Zu dichte Pflanzen auseinandersetzen, ein paar Wochen warten, ernten. Schmackhaft, nahrhaft, vielseitig verwendbar. Wenn einer abgeblüht ist, werfe ich die Samen in die Luft und freue mich aufs nächste Jahr.

In der Waldecke habe ich Waldmeister, der ist anspruchslos und - dieses Jahr neu - Bärlauch.

Benutzeravatar
Seth
Beiträge: 10
Registriert: Di 26. Nov 2019, 15:53

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#35

Beitrag von Seth » Mo 2. Dez 2019, 17:25

Danke Euch.
Ich werde es nach und nach verschen.
Ich warte nun das Topinambur im nächsten Frühjahr ab, dann setze ich dazu die Apios Americana.

Ansonsten werde ich Hochbeete präparieren.
Was würdert ihr in ein Beet zum Rucola setzen? Was harmoniert gut?

Benutzeravatar
emil17
Beiträge: 8229
Registriert: Di 21. Sep 2010, 08:07
Wohnort: In der Schweiz da, wo die Berge am höchsten sind

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#36

Beitrag von emil17 » Mo 2. Dez 2019, 17:51

Seth hat geschrieben:
Mo 2. Dez 2019, 17:25
Was würdet ihr in ein Beet zum Rucola setzen? Was harmoniert gut?
Musst du ausprobieren, bei uns ist Rucola eine Turbo-Wildpflanze, die sich überall von selbst ansamt und einiges verdrängt und der zähen und drahtigen Pfahlwurzel wegen schwer auszujäten ist.
Weil die so ein Mittelding zwischen Gewürz und Salatpflanze ist und auch noch mehrjährig, kann man die auch in irgendeine Ecke des Gartens verbannen, bezüglich Boden ist sie anspruchslos, ähnlich wie Wegwarten.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

SunOdyssey
Förderer 2019
Förderer 2019
Beiträge: 375
Registriert: Sa 26. Jan 2019, 09:56
Familienstand: zu kompliziert
Wohnort: Sand und Acker

Re: "Projekt": Garten ohne Arbeit

#37

Beitrag von SunOdyssey » Di 3. Dez 2019, 08:08

Ich habe neben die Ruccolareihen den Schnittknoblauch gesetzt. Beide vertragen sich gut und kommen jedes Jahr zuverlässig wieder
Ich sage, was ich meine und ich meine, was ich sage

Und ich sage.....blöde Autokorrektur

Antworten

Zurück zu „Pflanzen und Garten allgemein“