Bienensterben

Re: Bienensterben

Beitragvon Rati am Do 8. Nov 2018, 12:07

Oelkanne hat geschrieben:
Wildmohn hat geschrieben:
Die Insekten sterben nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Dafür häufen sich die Hinweise. Jetzt haben zwei amerikanische Biologen einen dramatischen Schwund von Insekten, Spinnen und anderen Gliederfüßer in einem Regenwald in Puerto Rico nachgewiesen.

Und jetzt willst du auch im Regenwald Raps-/Rübenbeizen und Glyphosat verbieten oder was?
:lol: Mal davon abgesehen das das mit dem Verbieten immer so ne Sache ist, jaÖölkanne mMn.
Wenn dann globale Reaktion, anders macht es keinen Sinn. :aeh:
Fürs erste wäre es ja schon mal nicht schlecht den noch bestehenden Regenwald in Ruhe zu lassen.... zumindest für Brasilien wird das ja aber wohl vorerst nichts...aber, auch wenn es ne grausam Vison ist, vielleicht sorgt die aktuelle politische Lage dort auch dafür das ganz schnell Ruhe herrscht im Regenwald. :kaffee:

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Re: Bienensterben

Beitragvon Rohana am Do 8. Nov 2018, 18:12

Oder die politische Lage sorgt dafür dass sämtlicher Raubbau fröhlich weitergeht weil niemand konsequent was dagegen unternimmt. :aeug: Glyphosat- und Beizverbote helfen in dem Fall nun wirklich nicht... da bedarf es ganz anderer Hebel.
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Re: Bienensterben

Beitragvon Oelkanne am Do 8. Nov 2018, 19:14

Rati hat geschrieben:
Oelkanne hat geschrieben:Und jetzt willst du auch im Regenwald Raps-/Rübenbeizen und Glyphosat verbieten oder was?
:lol: Mal davon abgesehen das das mit dem Verbieten immer so ne Sache ist, jaÖölkanne mMn.
Wenn dann globale Reaktion, anders macht es keinen Sinn. :aeh:
Fürs erste wäre es ja schon mal nicht schlecht den noch bestehenden Regenwald in Ruhe zu lassen.... zumindest für Brasilien wird das ja aber wohl vorerst nichts...aber, auch wenn es ne grausam Vison ist, vielleicht sorgt die aktuelle politische Lage dort auch dafür das ganz schnell Ruhe herrscht im Regenwald. :kaffee:

Grüße Rati



Im Regenwald baut niemand Zuckerrüben oder Raps an und einen Sinn für Glyphosat sehe ich da auch keinen...
... das sollte nur darauf hinweisen daß es einen Rückgang der Insekten/Gliederfüsserzahl auch ohne Raps/Rübenbeize und Glyphosat gibt und es dadurch sinnlos ist Raps/Rübenbeizen und Glyphosat zu verbieten.
Die Verbote sind nur durch Ideologien getrieben und entbetehen jeder Sachgrundlage.
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Re: Bienensterben

Beitragvon Wildmohn am Do 8. Nov 2018, 21:07

Oelkanne hat geschrieben:Im Regenwald baut niemand Zuckerrüben oder Raps an und einen Sinn für Glyphosat sehe ich da auch keinen...
... das sollte nur darauf hinweisen daß es einen Rückgang der Insekten/Gliederfüsserzahl auch ohne Raps/Rübenbeize und Glyphosat gibt und es dadurch sinnlos ist Raps/Rübenbeizen und Glyphosat zu verbieten.
Die Verbote sind nur durch Ideologien getrieben und entbetehen jeder Sachgrundlage.


Wie ich es schon sagte @ölkanne, gibt es multiple Ursachen für das Insektensterben. Ein Faktor ist der Pestizideinsatz. Dagegen könnte man relativ einfach etwas unternehemen: Nämlich das Verbot (von mir aus auch übergangsweise) von Pestiziden und auch die Nichtzulassung neuer oder anderer synthetischer Pestizide und statt dessen die Förderung der wissenschaftlichen Entwicklung und Forschung in ökologische Anbaumethoden (das Geld wäre hier mal wirklich sinnvoll investiert).
Sollte der Klimawandel einen zusätzlichen Anteil am Insektensterben haben, dann fällt mir hierzu nichts gescheites ein. Den menschlich entfachten Klimawandel wird nichts entgegengesetzt werden können, das ist mittlerweile "out of order"...
Dass die Forderung der Verbote von Pestziden nur ideologische Hintergründe ohne Sachgrundlage hat, damit, liebe ölkanne, bezeugst Du meiner Meinung nach ein Denken, das nicht mehr auf dem aktuellen Stand ist. Es wird Zeit für Dich ein "reload" zu starten... :holy:
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Re: Bienensterben

Beitragvon viktualia am Fr 9. Nov 2018, 09:28

Den menschlich entfachten Klimawandel wird nichts entgegengesetzt werden können, das ist mittlerweile "out of order"...
Dass die Forderung der Verbote von Pestziden nur ideologische Hintergründe ohne Sachgrundlage hat,....

Wildmohn, hast du das Thema "Boden als Karbonspeicher" echt noch nicht mitbekommen?
Oder blendest du es grade aus, weil Ölkanne ja offensichtlich begriffen hat, was Pflügen mit dem CO2 im Boden macht?

Bodenschutz ist aktiver Klimaschutz;
ist aktives Bienen- und Insekten bewahren.

Und "Pestizidverbote sind ideologisches, unsachliches Gewäsch" erklärt sich schon aus dem Wortsinn "Pestizid": Krankheits-Verhinderung.
"Pestizide verbieten" heist Krankheiten fördern, erlauben. Ist so, liegt an der Sprache, hat mit deinen "Gefühlen" und Intentionen nix zu tun.

"In Kreisläufen denken lernen" wäre ein effektiveres Mittel, klar; aber erst mal denken lernen,
Bedeutungen erkennnen lernen, wäre ein nötiger Anfang.

Der Begriff "Pestizid" bezeichnet alles zwischen Pflanzenschutz und Biozid. https://de.wikipedia.org/wiki/Pestizid

Mach doch mal bitte "deine Hausaufgaben" anstatt wieder zum "Bauern-zid" aufzurufen.
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Re: Bienensterben

Beitragvon ina maka am Fr 9. Nov 2018, 10:52

Na ja ...
Pestizid wird halt im normalen Sprachgebrauch für chemisch-synthetischen Pflanzenschutz verwendet (hab ich jetzt das richtige Fachwort verwendet??).
Genauso wie Monokultur nahezu überall für "Reinkultur" verwendet wird und Rosen Dornen haben....
Das tät ich jetzt nicht so groß immer wieder auf die Glocke hängen! :flag:

Aber da tät ich gerne einhaken:

viktualia hat geschrieben:Wildmohn, hast du das Thema "Boden als Karbonspeicher" echt noch nicht mitbekommen?
Oder blendest du es grade aus, weil Ölkanne ja offensichtlich begriffen hat, was Pflügen mit dem CO2 im Boden macht?

Bodenschutz ist aktiver Klimaschutz;
ist aktives Bienen- und Insekten bewahren.


Was ist mit dem flachen Pflügen?
Was tut Glyphosat in der Mikrowelt (Bakterien, Pilze, Hefen und Co)?
Was tut es für oder gegen den Bodenschutz?

Was tut es eventuell direkt mit den Insekten?
Gibt es dazu verlässliche und von neutraler Quelle finanzierte Studien?
Dass es eben wirklich nichts tut, auch nicht mit dem Erbgut bzw. mit der Fähigkeit der Insekten, miteinander zu kommunizieren?

Und ...

:pft:
Was heißt Insektizid?
...

Ich denke, Wildmohn will alles andere als einen Bauernzid. Wenn dann einen Induistrie-zid.
oder? :hmm:
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Bienensterben

Beitragvon Rati am Fr 9. Nov 2018, 12:03

Oelkanne hat geschrieben:
Rati hat geschrieben:
Oelkanne hat geschrieben:Und jetzt willst du auch im Regenwald Raps-/Rübenbeizen und Glyphosat verbieten oder was?
:lol: Mal davon abgesehen das das mit dem Verbieten immer so ne Sache ist, jaÖölkanne mMn.
Wenn dann globale Reaktion, anders macht es keinen Sinn. :aeh:
...Im Regenwald baut niemand Zuckerrüben oder Raps an und einen Sinn für Glyphosat sehe ich da auch keinen....
Ölkanne, es gibt keine Grenze zwischen Regenwald und den darum und drin liegenden Anbauflächen für was auch immer. Also, warum meinst du das die dort eingesetzten Beizen (alles Neonicotinoide) und Pflanzenschutzmittel keinen Einfluss auf die Insektenwelt im Regenwald haben?
Rohana hat geschrieben:Oder die politische Lage sorgt dafür dass sämtlicher Raubbau fröhlich weitergeht weil niemand konsequent was dagegen unternimmt. :aeug: Glyphosat- und Beizverbote helfen in dem Fall nun wirklich nicht... da bedarf es ganz anderer Hebel.
das meinte ich ja:
Rati hat geschrieben: Fürs erste wäre es ja schon mal nicht schlecht den noch bestehenden Regenwald in Ruhe zu lassen.... zumindest für Brasilien wird das ja aber wohl vorerst nichts......
der neue Machthaber will ja sogar Schutzgebiete aufheben und weiter abholzen.
das zweite:
Rati hat geschrieben:aber, auch wenn es ne grausam Vison ist, vielleicht sorgt die aktuelle politische Lage dort auch dafür das ganz schnell Ruhe herrscht im Regenwald. :kaffee: ..
bezog ich auf die schwarze Vision, das demnächst Mord und Totschlag in Brasilien herrschen könnte, dann ziehen sich die Konzerne zurück das weiter abholzen großer Flächen lohnt nicht mehr.

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Re: Bienensterben

Beitragvon Rohana am Fr 9. Nov 2018, 12:20

Es sind ja nicht unbedingt ominöse "Konzerne" die da irgendwas tun. Eine handvoll Leute mit Motorsäge und LKW reicht - und die werden durch dieses neue politische Klima eher begünstigt, scheint mir. Es sei denn "die Konzerne" fangen an ihr Revier gegen diese kleinen Wadenbeisser zu verteidigen, in welchem Fall es für den Wald so oder so nicht gut ausgeht...
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Re: Bienensterben

Beitragvon Rati am Fr 9. Nov 2018, 12:24

Rohana hat geschrieben:Es sind ja nicht unbedingt ominöse "Konzerne" die da irgendwas tun. Eine handvoll Leute mit Motorsäge und LKW reicht - ...
wenn die keine Kunden haben um das Holz los zu werden, und das sind nun mal Konzerne, sägen die auch nicht im Wald rum und wenn keiner das Zeug auf den neuen Anbauflächen abnimmt (auch wieder Konzerne) baut da auch keiner mehr was an.
Aber wie gesagt diese schwarze Vision Regenwaldschutz durch Krieg ist nicht das was ich mir wünschen würde.

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Re: Bienensterben

Beitragvon Ziggu am Fr 9. Nov 2018, 20:10

Rohana hat geschrieben:Es sind ja nicht unbedingt ominöse "Konzerne" die da irgendwas tun. Eine handvoll Leute mit Motorsäge und LKW reicht - und die werden durch dieses neue politische Klima eher begünstigt, scheint mir. Es sei denn "die Konzerne" fangen an ihr Revier gegen diese kleinen Wadenbeisser zu verteidigen, in welchem Fall es für den Wald so oder so nicht gut ausgeht...


Die Konzerne sind bestimmt nicht unschuldig was allerdings gern verschwiegen wird ist die Beteiligung der sogenannten Armen der Bevölkerung, sei es Afrika, Asien oder Latainamerika. Selbst die Indios roden Wälder den der Regenwald gibt nur 2 Jahre genug fürs Leben, dann muss man Neuroden. Dazu werden Macheten genutzt
https://vimeo.com/297923419

Die Armen müssen das tun denn sonst haben sie nichts anderes zum Leben, Sozialhilfe gibt es nicht. Hartz 4 auch nicht. Und an den Rändern der Wälder leben viele Armen, die besser Betuchten leben eher im Zentrum. Was man alles so lernt wenn man nicht all inklusiv Urlaubt :pfeif:
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