Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

hier wird euch am Zeug geflickt
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Tanja
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Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#1

Beitrag von Tanja » So 20. Mai 2012, 20:07

Hi Ihr Nähspezialisten,

ist jemand hier, der sich mit der Mechanik von alten Nähmaschinen auskennt, insbesondere mit dem Thema Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60?

Seit Kurzem bin ich nämlich wieder stolze Besitzerein einer solchen. Mehr dazu in meinem Logbuch.

Das einzige, was an der Masschine kaputt zu sein schien, war die abgebrochene Spannungsfeder. Eine passende habe ich aber auftreiben können. Nachdem ich neulich schon einmal bei dem Versuch entnervt aufgegeben hatte, das Teil auszuwechseln und die Maschine wieder betriebsbereit zu machen, habe ich sie mir heute erneut vorgeknöpft.

Bei meinen dilettantischen Wartungsarbeiten ist mir leider eine Schraube des Innenlebens in das Gehäuse gefallen (A) und ich habe sie nicht wieder gefunden. :aeug: Ich glaube zwar, dass sie nicht wirklich eine Rolle spielt bei den Problemen, die sich später mit der Maschine zeigten, aber wirklich sicher bin ich mir nicht. Was sagt Ihr dazu?

Außerdem habe ich noch entdeckt, dass von vorn herein eine weitere Schraube zum Einstellen des Nähfußdrucks fehlte (B), weswegen ich nicht ausprobieren konnte, ob diese Einstellung am Problem etwas ändern würde. Doof. Muß mal schauen, ob ich das Ding nicht irgendwo auftreiben kann.
fehlende Schrauben
fehlende Schrauben
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oben im Bild die alte Spannungsfeder
oben im Bild die alte Spannungsfeder
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wieder zusammengebaut
wieder zusammengebaut
w2.jpg (82.14 KiB) 2214 mal betrachtet
Ich habe die Einzelteile wieder so zusammengesetzt, wie sie eingebaut waren. Aber irgendwie ist da der Wurm drin. Die Feder sitzt ganz hinten auf dem etwas weiteren Ring. Drehe ich vorn am dafür vorgesehenen Rädchen jedoch, scheinen die Vorbauteile nicht abgefedert zu werden. Ist das richtig so oder kann es sein, dass die Feder eigentlich vor den größeren Kranz gehört? (Als ich sie ausgebaut habe, saß die alte Feder allerdings so wie jetzt.) Irgendwie nehme ich insgesamt durch das Drehen schon Einfluß auf die Spannung, allerdings kann ich mich auf die Skala dabei nicht verlassen, scheint jedes Mal anders zu sein. Bei meiner alten Pfaff 60 war das definitiv nicht so. Also werde ich wohl irgend etwas falsch gemacht haben. Nur was? Jemand eine Idee?

Jedenfalls: bis sie endlich halbwegs lief hat es ein wenig gedauert, aber schließlich ging es tatsächlich einigermaßen, wenngleich ich bis zuletzt immer wieder mal Probleme mit der Spannungsregulierung hatte und die Naht unter dem Stoff vertüddelte oder der Faden riß. So macht das Nähen irgendwie nicht wirklich Spaß.

Dann hatte ich beim Nähen auch das Problem, dass sich die Maschine bei Nahtbeginn dazu entschied, erst einmal rückwärts zu nähen, obwohl sie im Vorwärtsgang stand. Woran kann das liegen?

Wäre für jeden Rat dankbar! :bet:
Tanja

:blah:

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Re: Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#2

Beitrag von Lehrling » So 20. Mai 2012, 23:17

wegen fadenspannung schau mal hier http://mysewingmachineobsession.blogspo ... embly.html, ob dir das weiterhilft.

Ausführlichere Antworten zu Nähmaschinenproblemen bei älteren Modellen bekommst du hier http://www.hobbyschneiderin.net/portal/ ... .php?f=160, da haben welche alte Maschinen als Hobby.

viel Erfolg
Lehrling
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Re: Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#3

Beitrag von Tanja » So 20. Mai 2012, 23:47

Oh Danke, Lehrling! :michel:

Der erste Link ist schon super hilfreich! :daumen: Zwar ist das eine andere Maschine, aber das Funktionsprinzip dürfte ja vergleichbar sein. Ich werde morgen mal schauen, ob ich nicht die Seitenverkleidung abnehmen kann, dann sollte ich das erkennen können. Am Sitz der Feder wird es wohl hapern. Und dann finde ich vielleicht auch die verklüngelte Schraube wieder! :mrgreen:

Und wenn dann noch Fragen bleiben sollten, werde ich mal in dem Forum nachfragen, das Du verlinkt hast. :)

Liebe Grüße
Tanja

:blah:

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Re: Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#4

Beitrag von Lehrling » Mo 21. Mai 2012, 08:53

Dann hatte ich beim Nähen auch das Problem, dass sich die Maschine bei Nahtbeginn dazu entschied, erst einmal rückwärts zu nähen, obwohl sie im Vorwärtsgang stand. Woran kann das liegen?
Das könnte einfach daran liegen, daß beim Antreten das Rad in die falsche Richtung geschwungen ist( die Achse steht grad irgendwie komisch :hmm: weiß nicht, wie ich's richtig nennen soll) - mach ich öfter, wenn ich an einer Tretmaschine sitze. deswegen greife ich jetzt zu Beginn meistens ans Rad und gebe Schwung in die richtige Richtung.

liebe Grüße
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Re: Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#5

Beitrag von Tanja » Mo 21. Mai 2012, 19:34

So, hiermit gebe ich bekannt: Probleme gelöst! :)

Und zwar war die Feder verkehrt herum und die 8 Teile, die vor derselben auf der Achse sitzen, in der falschen Reihenfolge eingebaut gewesen. Ich hatte ja Bilder von jedem Schritt des Ausbaus gemacht, um sicher zu stellen, den Spannungsregler hinterher auch wieder richtig zusammensetzen zu können. Und so habe ich die Teile genauso verkehrt zurück gebaut, wie sie vorher montiert gewesen sind. Das konnte so gar nicht funktionieren! Dank des Links von Lehrling war mir das bald klar und ich habe ein wenig gepuzzelt und siehe da, das Ding läuft nun wie geschmiert! :michel:

Danke auch für den Tipp mit dem Anschwingen in die richtige Richtung, Lehrling. Macht auch Sinn und klappt wunderbar! :nick:

Die im Gehäuse verloren gegangene Schraube habe ich übrigens auch wieder gefunden. Nun fehlt also nur noch die, mit der man Einfluß auf den Nähfußdruck nehmen kann. Zur Not geht es auch ohne und vielleicht bekomme ich sie ja sogar noch irgendwo als Erzsatzteil. Wenn ich dann noch einen Würker Zickzack Apparat finde ist's perfekt! :)
Tanja

:blah:

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Re: Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#6

Beitrag von ahora » Mo 21. Mai 2012, 19:42

hallo tanja,

das freut mich zu hören. als du deine probleme geschildert hattest, hätte ich nicht gedacht, dass sie einfach zu lösen wären. dieses internet ist schon eine wunderbare erfindung. so viel information in so kurzer zeit.

jetzt kannst du loslegen und weitere sättel für die hühner nähen und andere schöne dinge.

ich habe hier die <abgetragene> nähmaschine meiner schwester. meine gute pfaff ist in deutschland geblieben. mein mann und meine tochter bestanden darauf, obwohl sie mir gehört :roll: . aber geradeaus und zickzack nächt die meiner schwester auch.

bin mal gespannt, ob du auch noch so einen zickzack apparat auftreibst.

viel vergnügen

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Re: Probleme mit der Spannungsregulierung bei einer Pfaff 60

#7

Beitrag von fuxi » Di 22. Mai 2012, 14:04

Zum betrieb einer fußbetriebenen Nähmaschine:

Im Handbuch meiner >>alten Singer<< stand als Tipp zum Einarbeiten, die Maschine erstmal ohne Nadel zu betreiben und damit zu üben das Schwungrad in die richtige Richtung anzutreten und dauerhaft im Schwung zu halten. Besonders langsames Nähen ist bei mir aber immernoch nicht ganz einfach. Das muss ich noch mehr üben.

Deine hat aber einen kleinen Zusatzmotor, oder? Wenn der einmal richtigrum antreibt, sollte das kein Problem sein.
We have normality. Anything you still can’t cope with is therefore your own problem.

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