Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon emil17 am Mi 31. Okt 2018, 08:50

Dagmar hat geschrieben:Schnellfahrerin bin ich nicht, 120-130 auf der Autobahn reichen mir völlig aus.

ja, das ist Deutschland ...

Dagmar hat geschrieben:Aber es kann mir in Zukunft immer mal wieder passieren, daß der Feldweg zum Haus vollkommen zugeschneit wird und die Zubringerstraße zur nächsten Bundesstrasse wird immer als Allerletztes geräumt. Und sollte es mal Hochwasser oder ähnliche Ereignisse geben, ist ein Geländewagen (und kein SUV) auch nicht zu verachten

Natürlich ist es im Falle eines Falles toll, wenn man ein bisschen weiter kommt als die anderen.

Aber überlege Dir bitte die Nachteile.
Geländewagen kostet Dich 1.5 Liter Mehrverbrauch, das sind bei 10000 km pro Jahr 200 ... 250 Euros. Ein Merz G gönnt sich wesentlich mehr, und wozu will man so einen Koffer durchs Land treiben?

Der Fahrkomfort ist auf guten Strassen eher schlechter.
Bei Hochwasser und Sturm kannste auch mit Geländewagen nicht fahren, bis die Strassen wieder geräumt sind.
Bei Schneefall ist es praktisch, aber bei mehr als 20cm ist auch Schluss. Bei Schneebruch musste sowieso warten.
Bei kritischen Situationen nützt auch ein gutes Fahrzeug wenig, wenn andere steckenbleiben und die Strasse verstopfen.
Fast alles, was beim Fahren Spass macht, ist zu gross und zu durstig. Mit einem Merz G in die Stadt fahren zum Einholen grenzt an Masochismus und ist auch unhöflich gegenüber den anderen (ok, kann man anders sehen).
Ist der Spassfaktor das alles wert?

Wir sind wegen unserem Wohnort in den Alpen auch solchen Situationen ausgesetzt.
Da sind dann die Strassen blitzartig verstopft mit denen, die glauben, Winterreifen müsse man erst aufziehen, nachdem man steckengeblieben ist, oder die mit ihrem SUV nicht warten wollen, bis das Räumfahrzeug durch ist.
Was mich dann am meisten ärgert, sind die Durchsagen im Rundfunk: Schuld am Chaos ist der Schnee, nicht etwa diejeinigen, die ihr Verhalten nicht angepasst haben.

Unsere Lösung ist da eher pragmatisch: Man kann die Kiste auch mal einen halben Tag stehen lassen, bis alles frei ist. Das bedeutet, ich fahre abends dann eben doch nicht weg, obwohl ich es eigentlich wollte. Die Einkäufe verschiebt man, oder kann die Waren mit einem dieser Plastikwannen, die als Schneeschlitten für Kinder verkauft werden, zum Haus ziehen, wenns nicht allzu weit ist.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon hobbygaertnerin am Mi 31. Okt 2018, 15:57

Vielleicht bin ich etwas plont, aber beim Dieselauto bin ich inzwischen ratlos.
hab neulich im Fernsehen eine Diskussion mitbekommen, dass die Autos der Euronorm 4 und 5 verschrottet werden sollen.
Wenn ich mir vorstelle, dass 5 Jahre alte Autos in die Schrottpresse kommen sollen-
damit man sich ein Neues kauft-
so ganz krieg ich da auch die umweltmässige Kurve nicht mehr auf die Reihe.
Unsere alte Autodame hatte über 30 Jahre auf dem Buckel und jetzt sind die Diesel alle Stinker???
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon frodo am Mi 31. Okt 2018, 18:21

hobbygaertnerin hat geschrieben:so ganz krieg ich da auch die umweltmässige Kurve nicht mehr auf die Reihe.
Unsere alte Autodame hatte über 30 Jahre auf dem Buckel und jetzt sind die Diesel alle Stinker???

:hmm: bin nicht sicher, ob ich Deine Frage verstehe? Heute 30-jährige Diesel sind ganz sicher Stinker - schon immer gewesen.
Die Neueren, die verschrottet werden sollen, sind es nach einer EU-Norm, die nun mal derzeit rechtsverbindlich ist.
Das kann sich auch wieder ändern, bzw. irgendwann für alle Verbrennungsmotoren gelten - was objektiv ja stimmt (dass die Alle Stinker sind).
Aber mit 30 Jahren fällt Eure "Autodame" (seit wann haben Autos ein Geschlecht?) derzeit noch unter die Ausnahmeregelung für Oldtimer, darf also ganz offiziell stinken, also H-Kennzeichen besorgen :pfeif:
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon Dagmar am Mi 31. Okt 2018, 18:47

Hallo,

emil17 hat geschrieben:Natürlich ist es im Falle eines Falles toll, wenn man ein bisschen weiter kommt als die anderen.


und nur darum geht es mir.

Jedes Fahrzeug hat seine Grenzen und seine speziellen Einsatzgebiete. Im extremen Sumpfgebiet oder im Schnee hätte ich z.B. lieber einen Hägglunds BV 206 (gibt tolle Videos auf You Tube) . soll aber jetzt keine Werbung sein :rot: :pfeif: - wenn ich Außendienstmitarbeiterin eines großen Unternehmens wäre, käme wahrscheinlich wieder ein anderes Modell in Frage.

Aber für meine derzeitige und zukünftige Lebenssituation scheint eben der Jimny das richtige Auto zu sein. Aber erst mal die Probefahrt abwarten.


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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon Olaf am Mi 31. Okt 2018, 19:18

:hmm: bin nicht sicher, ob ich Deine Frage verstehe? Heute 30-jährige Diesel sind ganz sicher Stinker - schon immer gewesen.

Aber die machen keinen Feinstaub, die machen Grobstaub, das ist was anderes! Jetzt mal von Kupplung und Reifen abgesehen. :pfeif:
Ansonsten, klar, Frodo hat recht, H-Kennzeichen holen, darfste sogar in alle Umweltzonen. Muss man aber gucken wegen Versicherer, einige erwarten einen Erstwagen, einige machen KM-Begrenzung. Darum ist unser T2 (als einziges Fahrzeug) noch bei der Allianz versichert.
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon Oli am Mi 31. Okt 2018, 20:54

Oli hat geschrieben:
Morgen bin ich nochmal in der freien Werkstatt wo meine Winter-Puschen warten, mal sehen ob der Meister da auch 'ne Meinung hat.
Im Laufe der nächsten Wochen/Monate muss eine Entscheidung fallen. Hoffentlich fällt es mir nach den Probefahrten leichter. :drama:


Tja, er vertritt die Meinung, dass der Niva Plünn ist und ich den bloß nicht kaufen solle. Der Dacia sei auch Plünn, aber dafür bezahlt man auch nur Plünn. Der baugleiche Renault würde das doppelte kosten und genauso scheisse sein. Er wüsste beim besten Willen nicht, was für ein Auto er kaufen solle, würde er jetzt einen Neuwagen kaufen wollen. Seit einigen Jahren sei nur noch Mist auf den Markt gekommen und solange die Politik nicht weiss, was sie will bezüglich Diesel, Verbrennungsmotoren usw. sei das eh schwierig.

Tjo, bei den letzten Aussagen stimme ich ihm zu, Fahrverbote wegen Messwerten, die komplett unterschiedlich zu denen anderer EU-Länder erzielt wurde finde ich rechtlich - gelinde gesagt - schwierig.
Als Konjunkturprogramm funktioniert sowas ja wahrscheinlich wieder eine Zeit lang, aber das hat nix mit mir zu tun, ich steh nicht auf ex und hopp.

Ach ja, zuletzt meinte er, ich könne meinen ja durchaus auch noch weiterfahren bis zum Ende nach den Reparaturen, es würde wohl immer mal wieder was kommen an Verschleiß, aber ...
Eben, aber: 'Better the devil you know'. Ist was dran und soviel Auto bekomme ich so schnell nicht wieder.

Langzeitbeziehungen sind mitunter schwierig. :ohoh: Ich lass' die Reparaturen jetzt machen und guck mich dann ganz entspannt um.
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon hobbygaertnerin am Do 1. Nov 2018, 05:45

Vielleicht hab ich mich verkehrt ausgedrückt,
unser 30 Jahre altes Auto haben wir verkauft, uns vor einem halben Jahr einen gebrauchten 5jährigen Diesel zugelegt. Das sind gerade die Autos, die in die Schrottpresse kommen sollen. Wir sind nicht von einem Fahrverbot betroffen, zumindest besteht derzeit auf dem flachen Land noch keine Gefahr, aber das kann sich ändern. Über uns fliegen in Massen die Flugzeuge, da kommt hinten zum Glück nur Wasserdampf raus und die Masse an Fahrzeugen auf den Strassen ist sicher auch kein Problem. Ich war vom Dieselauto immer angetan und unser neues Auto ist sehr angenehm zu fahren, verbraucht nicht viel Sprit,
Mir ist vollkommen klar, dass hinten beim Auto kein heiliger Dampf rauskommt- aber ein gutes Auot mit 5 Jahren in die Presse, die ganzen Teile, die dafür gebraucht wurden einfach vernichten,(ist das kein Umweltfrevel) um dann ein neues Auto in die Welt zu setzen, da fall ich schon irgendwie vom Glauben ab. Die Autos - die Neuen, ich sehe, sie werden immer grösser und bestimmt nicht verbrauchsfreundlicher, unser Diesel fährt relativ sparsam, gut wir fahren auch sehr bewusst.
Ich höre nie, dass man weniger fahren sollte, es ist sicher so manches nicht nötig, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung einiges an Verbrauch einsparen würde.
Mein Traum wäre ein E-Auto, aber bis jetzt hab ich noch nichts gefunden, wo ich sofort juhu schreiben würde. Aber für Akkus und den ganzen Aufbau werden auch wieder Ressourcen in Masse verbraucht.
Was an diesem ganzen Schwindel und Betrug wirklich noch stimmt und was nicht, ich weiß es nicht, ich weiß auch nicht, ob es Sinn macht, die ganzen Diesel nachzurüsten, was da mit dem Motor geschieht, das hat mir bis jetzt noch niemand beantworten können.
Wir leben auf dem flachen Land in der Pampa, rein auf den öffentlichen Nahverkehr, der uns immer propagiert wird, zu setzen, können wir leider nicht machen. Bahnhof ist einige Kilometer entfernt, wenn ich dann alles noch vom Bahnhof nach Hause schleppen müsste.
Wie ist das dann mit den Diesel als Lastwagen und Schlepper- müssen die irgendwann auch alle in die Schrottpresse?
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon centauri am Do 1. Nov 2018, 08:02

Ach, über sowas denke ich gar nicht nach weil nach der Geschichte die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird.
Wir haben auch einen alten Diesel. Mit dem darf man auch in keine Umweltzone fahren. Was solls, dann fahren wir da eben nicht mehr hin. Und wenn dann ist mir das ev. 35 € Strafe wert. Kaufe mir ja nicht wegen 35 € die ich ev. mal zahlen muss ein neues Auto. ;)
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon frodo am Do 1. Nov 2018, 11:08

@ hobbygaertnerin :
Du hast natürlich recht mit Deinen Überlegungen. Dieser ganze Diesel-Hype kommt ja nur daher, dass die Politik in ihrem Bestreben, den Wählern ein Engagement für saubere Luft zu demonstrieren ("wir tun 'was für die Umwelt"), mit den ökonomischen Interessen der Autoindustrie in Konflikt geraten sind (Abgasreinigung kostet).
Das ging eine Weile gut, bis die technischen Tricksereien der Autohersteller aufflogen, und sich herausstellte, dass Hersteller und Gesetzgeber ihre Wähler bzw. Kunden vera....t haben.
Nun geht's um Schadensbegrenzung, - für die Politiker bzgl. Glaubwürdigkeit, für die Hersteller bzgl. Rendite, und es werden "Lösungen" gesucht (verschrotten fast neuer Autos), die Beides bestmöglich sichern oder wiederherstellen, und zwar möglichst auf Kosten der Wähler bzw. Kunden, - die Umwelt spielt bei dem Ganzen so gut wie keine Rolle, ausser als Feigenblatt.
Du kannst das auch so sehen: NOCH trauen sich unsere Politiker nicht, einfach die Grenzwerte anzupassen (angedacht wurde es schon), aber vielleicht kommt das noch, - also ist es vermutlich kein Fehler, erst einmal abzuwarten... :pfeif:
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Re: Autos: Was fahrt Ihr eigentlich so für Schrotthaufen?

Beitragvon Zottelgeiss am Do 1. Nov 2018, 16:11

Braucht wer einen Golf Erstzulassung 2014, Diesel, Automatik, Kombi, 61.000 km? Ich hab einen über, ich behalte lieber meinen 20 Jahre alten Volvo.
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