Garten-Wildnis-Experimente

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MeinNameistHASE
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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#31

Beitrag von MeinNameistHASE » Mi 13. Jul 2011, 16:25

die Rhababer und Spargelzeit ist seit 24.06 vorbei!!!!
Wenn du jetzt noch erntest (richtig viel, einzelne Stiele sind nicht schlimm) kommt der nächstes Jahr nur ganz zögerlich. Das ist bei uns jedes Jahr so, jetzt lassen wir einen Großteil nachdem 24. stehen und hoffen darauf, dass er nächstes Jahr richtig explodiert.
Ich verlasse mich auf meine Sinne: Irrsinn, Wahnsinn und Blödsinn!

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#32

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Mi 13. Jul 2011, 18:03

hallo!
MeinNameistHASE hat geschrieben:die Rhababer und Spargelzeit ist seit 24.06 vorbei!!!!
ja, ich weiß - sagt man so....
Aber auf den Tag genau ist das nicht und außerdem hab ich dieses posting nicht am Tag der Ernte geschrieben :pfeif:
Es steigt auch mit zunehmendem Alter der Oxalsäuregehalt, aber mir schadet das bisschen sicher nicht und unser Rharbarber ist sowieso zu groß...
Trotzdem danke für den Hinweis - man sagt auch "Rharbarber darf man nur ernten, bis die Kirschen rot werden" und da bei uns draußen alles ein bisschen später ist, war das sogar ungefähr der Tag, an dem ich meine Kompottfrüchte aus dem Garten geholt habe. ;)
Der Rharbarber wächst bei uns auch fast wie ein Unkraut ....
Vom Guten Heinrich trau ich mich nicht eine ganze Schüssel voll zu ernten - immer nur ein paar "Koste-Blätter", denn da will ich das der mal so richtig groß wird - am Ende aber ist das wie beim ewigen Kohl und er tät mehr wachsen, wenn ich mehr ernten tät?? :hmm:

liebe Grüße!

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Fawkes
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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#33

Beitrag von Fawkes » So 17. Jul 2011, 10:32

Dass die "normale" Nachtkerze eßbar ist, weiß ich schon - aber diese hier sieht eben so ganz anders aus.... ich bin mir einfach unsicher, ob alle Nachtkerzenarten eßbar sind!
Das Zitat war für die kleinblütige Nachtkerze. Gilt aber für alle Nachtkerzenarten :)
Nahrung ist Brahman. Nur wer sich gewahr ist, dass er Gott isst, isst wirklich.

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Margit
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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#34

Beitrag von Margit » So 17. Jul 2011, 13:50

ina maka hat geschrieben:Vom Guten Heinrich trau ich mich nicht eine ganze Schüssel voll zu ernten
Ich hab' auch schon in den ersten Jahren den Heinrich beerntet, ein paar Blätter hab' ich aber immer stehen lassen. Er hat nach drei Jahren erst so richtig losgelegt und ist schön üppig geworden.

LG, Margit
Mein Blog: http://www.wachsenundwerden.at
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Wissen ist etwas anderes als Weisheit.(Wolf-Dieter Storl)

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#35

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 17. Jul 2011, 22:42

hallo!
Margit hat geschrieben:Ich hab' auch schon in den ersten Jahren den Heinrich beerntet, ein paar Blätter hab' ich aber immer stehen lassen. Er hat nach drei Jahren erst so richtig losgelegt und ist schön üppig geworden.
na, dann darf ich ja noch hoffen - heute hab ich mal Samen geerntet, weil ich will von dem eine ganze Reihe ansähn!

hab heute meinen Wildnissgarten wieder mal besucht :rot:
Den Tomaten geht es recht gut - nur eine hatte Flecken auf den Blättern und teilweise fehlten die Blätter ganz - aber das waren nicht die Schnecken - ich glaube die schuldige hab ich auf dem Foto unten verewigt! Gemüseeule? oder sowas ähnliches wahrscheinlich...
hab die Raupe gelassen, wo sie ist, weil wir wollen ja Insekten fördern und Schmetterlinge sowieso - aber nach einigen Herumgegoogle bereu ich das fast.
Ich hoffe, das artet nicht in einer Plage aus! Bisher ist nur eine (Wild-)Tomate betroffen und sie trägt trotzdem einiges.
Der Mais hat Kolben und bei ein paaren sind die Barthaare schon braun!

Die Bienen/Hummeln/Schmetterlinge sind jetzt umgezogen von den Bartnelken zum Dost und auch schon zu den Stockrosen. Dort werden sie so richtig "eingepudert" :mrgreen:

Heute war ich mit der Grasschere jäten - ich glaube, Bernhard hat das mal so empfohlen, dass man von den Unkräutern die Wurzeln drin lassen soll und mit den Blättern Boden füttern, dabei hab ich dann aber auch bemerkt, dass Gemüsepflanzen Unkraut werden können - wenn zum Beispiel die Radieschen zwischen den Tomaten Früchte ansetzen.... (hab ich "aus Rache" alle weggerissen und aufgegessen - njam!)

liebe Grüße!
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#36

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 24. Jul 2011, 22:35

hallo!

Ich hab zwei Fotos, die ich gerne herzeigen wollt :rot:
Nämlich - den Beweis, dass unsere Schnecken nicht ganz normal sind: Nacktschnecke auf Borretsch!

Und den traurigen Rest von meinem zweiten Wildkohl-Versuch :bye:

Der Meerkohl darf weiterwachsen - wieso?? grrrrr.........

liebe Grüße!
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Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#37

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Mo 2. Apr 2012, 09:29

hallo!

So, jetzt zieh ich hier wieder ein! :grr: :aeh: :flag:
Meine Intention hier ist nämlich zu sagen, dass ein Garten sich auch auszahlt, wenn man wenig Zeit dafür hat!
Wir wohnen in der Stadt und unser Grundstück ist echt nur eine Liebhaberei.
Aaaaber: trotzdem "bringts was" - und was kann ich verlieren hier?
Das Saatgut kostet weniger als andere Hobbies! :)
emil17 hat geschrieben:Es gibt wilde Feldsalatpflanzen, Valerianella locusta und V. carinata, die wie die Kulturformen essbar sind, aber weniger Blätter machen und rascher in Blüte gehen als diese. Es wird eine dieser beiden schwer unterscheidbaren Arten sein.
So rein vom Bild her sieht der Standort schattig und ausgehagert aus. Ist das im Kronenschatten und/oder im Wurzelbereich von Bäumen? Falls ja, wird da nichts gescheites wachsen.
danke für deinen Beitrag!
Du kannst gute "Gartendiagnosen" stellen :holy:
Ich hatte ursprünglich mal "Valerianella locusta" ausgesäht.
Und ja, unser Garten ist schattig - er befindet sich am Fuße eines Nordhanges und ist die einzige größere ebene Stelle unseres Grundstückes, wo "schon immer" der Garten sich befand.
Wurzelbereich von Bäumen stimmt allerdings nicht ganz - die Bäume stehen auf der anderen Seite des Baches. Es fällt aber recht viel Laub in den Garten (das hab ich immer positiv gesehen! :im: )
Ausgehungert - hihi, da dürfte auch was dran sein. Wir düngen "nur" mit Flächenkompost und Teichwasser/Algenreste.
Aber es wächst noch alles zu meiner Zufriedenhait - von daher....

@citty: "Neuanfang" - ja, das hab ich vor - Frühling halt! :)
Ok, ganz neu anfangen nicht - die mehrjährigen Pflanzen bleiben stehen!
Aber sonst ist das bei mir "normal": ich lass dem Garten im Herbst immer eine "Brache" und über Winter ist der Boden mit Unkräutern bewachsen. Das ist für uns bisher der beste Weg!
Den Rapunzel lass ich nur noch ein bisschen größer werden, dann gibts Salat - bis auf ein paar besonders schöne, die lass ich stehen für Samen....
Die größte Freude war ja, dass fast alle Pastinaken den Winter überstanden haben und wieder austreiben (ich will Samen gewinnen) - trotz Wühlmaus!
Allerdings stehen daneben gleich unsre zwei Kaiserkronen - Zufall?

Gibt es wirklich keine Moose, die in kalkhatigem Boden wachsen?
Die hölzerne Zuflußrinne zu unserem Teich ist nämlich auch ziemlich moosbewachsen, aber das Wasser ist so kalkhaltig, dass wir den Stein, der dort wächst, regelmäßig entfernen müssen.
Aber ich könnte den ja vermahlen und im Garten als Dünger verteilen, oder? ;)

Auf dem Foto sieht man die erfreuliche Überraschung, die uns bei der Düngergewinnung (Algenabkeschern) aus der Scheibtruhe sprang. (Sein/ihr Bauch ist übrigens weiß-grau marmoriert)

liebe Grüße!

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#38

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Do 20. Feb 2014, 15:59

na denn - kann mir jemand beim Planen helfen??

für unsere Krisen Not Fall Vor Sorge :aeh:

(so ist das Wort für Suchmaschinen nicht erkennbar, oder?)

Geplant ist das ganze für August - also genauergesagt für "wenn die Frösche aus dem Teich gehüpft sind".
Und da wir jetzt eh in Wien einen kleinen Garten haben, ist ein Jahr Totalausfall im Garten nicht sooo schlimm - besser als ewig mit dem Wunsch zu leben, es besser zu "bauen", oder?

Also im Sommer wollen/müssen wir mal den ganzen Schlamm aus dem Teich holen, und damit gleich den Garten erhöhen.
Der liegt ja unten an einem Nordhang und je höher er ist, umso mehr Sonne kriegt er ab.
(Wir dürfen den Teichschlamm so verwerten)

Erster Schritt ist, dass mir eine Mauer neben den Garten setzen müssen - dort wo die Betonmauer ist, kommen wohl keine Wühlmäuse mehr rein, oder? - nach oben hin, also zum Hang wollte ich ein Wühlmausgitter versenken.
Außerdem will ich Rainfarn aussetzen (hat sich inzwischen am Balkon ganz dolle vermehrt) - soll Wühlmäuse abhalten - stimmt das?

ok, dann wollen wir den Hang ein bisschen anknabbern mithilfe einer Krainerwand.
Was könnte man dort hineinsetzen? Sie wird schattig sein und es ist dort recht feucht - erste Ideen von mir: Walderdbeeren, Frauenmantel, japanischer Ingwer.
Vorschläge?? gerne auch Pflanzen, die "nur der Natur nützen", aber keine Mimosen, das geht dort nicht.
Minzen will ich nicht, die wuchern eh schon an anderen Stellen.

Nächster Schritt ist die Hecke neben der Straße - die "müssen" wir weiter hinein versetzen in unser Grundstück, weil sonst die Brombeeren (tragen große süße Früchte!) immer wieder angerissen werden.
Geplant ist ein Weißdorn statt dem jetzt vorhandenen japanischen Spierstrauch - oder ist das eine sehr erhaltenswerte Pflanze?
Ich möchte Gojibeeren setzen (Stecklinge aus Wien) und echte Berberitze (Wurzelausläufer aus meiner Heimatstadt).
Was bleibt ist Weigelie (?) und falscher Yasmin, Pfaffenhütchen sowieso, die kriegen wir gar nicht weg.
Ich möchte die Birken fällen, bevor sie zu groß werden - stehen eh woanders welche und ich möchte bei dieser Hecke gerne mehr ernten können.

welche Sträucher sollten wir noch setzen?
(Johannisbeeren und Aronia haben wir woanders, wilde Rosen auch).
Dann wollte ich vor die Hecke - zur Straße hin Blumen haben: niedrige (wegen der freien Sicht für Autos), die den Bienen und Hummeln nutzen und es sollte möglichst das ganze Jahr blühen.
Da hab ich noch nicht viele Ideen - Steinkraut und Krokus - ??
Der Boden ist dort humos, aber mit recht vielen Steinen durchsetzt.
eher feucht, aber es kommt genug Sonne dran - halt ein typischer "Wald-und Straßenrand-Boden".
ach ja: es wird dort recht fleißig von den Hunden der Gegend "gedüngt", also eßbares kommt eher nicht in Frage. :lol:

Ja und dann sind noch ein paar Umbauarbeiten am Teich geplant - dazu nur eine kleine Frage: macht ein Weidenbaum im Teich viel kaputt?? :aeh:
und der Wein bekommt ein Gitter - der wuchert schon jetzt, bevor er Halt hat und das tut mir leid (ist ein Uhudler, ein Direktträger)

Freu mich über alle Anregungen und Einwände! :wink_1:

Sonst berichte ich dann weiter, wenn wir angefangen haben - das dauert aber noch, wir sind erst am Planen
Die Mehrjährigen aus dem Garten werde ich auf jeden Fall behalten - werden während er Umbauphase hoffentlich in Töpfen überleben...

Griseldis

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#39

Beitrag von Griseldis » Do 20. Feb 2014, 16:14

ina maka hat geschrieben: dort wo die Betonmauer ist, kommen wohl keine Wühlmäuse mehr rein, oder? - nach oben hin, also zum Hang wollte ich ein Wühlmausgitter versenken.
Außerdem will ich Rainfarn aussetzen (hat sich inzwischen am Balkon ganz dolle vermehrt) - soll Wühlmäuse abhalten - stimmt das?
Bei mir wächst Rainfarn wild, Wühlmäuse hält das nicht ab. Jedenfalls kann ich mich über einen Mangel an selbigen nicht beklagen. Leider.
Mauer oder großflächig Wühlmausgitter schützt auch nicht zuverlässig, die kommen einfach oberirdisch über die Wiese/Erde gelatscht.
Sinnvoller ist es, einzelne Pflanzen mit Gittern/Körben zu schützen.
:)

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#40

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 5. Okt 2014, 21:27

Die Arbeiten sind großteils erledigt, jetzt beginnt die Planungsphase für nächstes Jahr :lol:

wollte nur von unsrer "Heldin" berichten:
Sie hat einen Sommer mit Bakterienblüte (Wasser weiß) überlebt und einen Winter im halbleeren Teich mit viiiel Eis.
Und dann heuer, weil wir dachten, es ist eh nix mehr drin, haben wir den Teich fast austrocknen lassen (über fast 2 Monate lang), damit man besser den Schlamm rauskriegt.

Von wegen "es ist eh nix mehr drin" - die Schleie aus dem Baumarkt lebt noch!!! Und ziemlich groß geworden ist sie auch :michel:
wird dann im Frühling Gesellschaft bekommen....

auf dem Foto unten kann man in etwa erkennen, wie wenig Wasser es am Schluß nur mehr gab.
(ok, ok, das ist nur der halbe Teich - auf der anderen Seite ging mir das Wasser bis zum Knie - auch nicht wirklich viel, oder?)

Die Brunnenkresse, die unseren halbleeren Teich überwuchert hat, hab ich übrigens einfach auf den Garten geworfen (der ist momentan "Komposthaufen").
Sie haben dort fast alles zugewuchert!!
und dabei sogar die Brennesseln verdrängt.

So, jetzt weiß ich auch wie feucht es dort unten ist.

werde mir eine Liste machen, von Gemüse, dass es nass mag. :pfeif:

Der Topinambur, den meine Tochter sorgsam mit Pfefferminze ("Schokominze") umpflanzt hat, hat bisher den Wühlmäusen getrotzt - der im Bärlauch ist verschwunden.

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