Garten-Wildnis-Experimente

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Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#21

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Sa 2. Jul 2011, 21:03

hallo!

Die Schwarzkümmelpflänzchen in Niederösterreich draußen sind tatsächlich verschwunden - entweder das Klima, oder die Schnecken oder mein Mann, der mir netterweise ein Stück vorbereitet hat für den Sprossenkohl....

Oder ich hab mich vertan und es war von Anfang an Pastinake?? Könnte das sein?? - Pastinake wächst jetzt nämlich dort in der Gegend ...

:mrgreen: so genau kenn ich mich in meinem Wildnisgarten nicht aus.

Im "Wiener Garten" und am Balkon blüht der Schwarzkümmel jedenfalls - sehr häßlich, meint meine Familie.

ach, und falls sich wer gut auskennt mit Nachtkerzen - sind das welche??
hat mein Mann aus Polen mitgebracht - sie blühen den ganzen Tag lang, es gehen kaum Bienen dran, aber jede Menge Schwebfliegen!
Eine Biene hat mein Sohn beobachtet, die hat ganz viel Pollen geholt, aber dann wollte sie auch noch an den Nektar und sie hat nicht rankönnen, weil die Röhre zu eng ist - so hat mir zumindest mein Sohn berichtet. Pollen ist echt überreichlich an diesen Blüten dran!
Sie sind aber viel kleiner als die Nachtkerzen, die ich bisher kannte und sie riechen kaum :im:

liebe Grüße!
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emil17
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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#22

Beitrag von emil17 » Sa 2. Jul 2011, 23:24

a) Schwarzkümmel und Pastinaken verwechseln ist kaum möglich. So was von unterschiedlich.
b) Du hast eine kleinblütige Nachtkerze (Oenothera prviflora); eine sehr vielgestaltige Art. Manche riechen nur bei Dämmerung und nachts.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#23

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 3. Jul 2011, 07:40

hallo!
emil17 hat geschrieben:a) Schwarzkümmel und Pastinaken verwechseln ist kaum möglich. So was von unterschiedlich.
ehrlich? :rot:
hast du dir das Foto auf der ersten Seite hier angeschaut? Könnte das Pastinake sein? Jetzt wächst dort auf jeden Fall Pastinake - glaube eher nicht, dass die sich selber ausgesäht hat und dann den Schwarzkümmel verdrängt... obwohl: möglich ist alles.
emil17 hat geschrieben:b) Du hast eine kleinblütige Nachtkerze (Oenothera prviflora); eine sehr vielgestaltige Art. Manche riechen nur bei Dämmerung und nachts.
die ist jetzt auch eßbar? Riechen tut sie so gut wie gar nicht, auch nicht nachts. Na ja - egal: gefallen tun sie uns auf jeden Fall!

liebe Grüße!

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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#24

Beitrag von emil17 » So 3. Jul 2011, 10:36

Ob Nachtkerze essbar ist, weiss ich nicht - vermutlich ist die einjährige Pflanze als Wurzel- oder Blattgemüse nutzbar. Da gibts aber andere Mitglieder hier, die bei Wildgemüse besser bewandert sind.
Pastinaken sind Doldengewächse, was auf den ersten beiden Fotos zu sehen ist, sieht nicht danach aus. Was immer es ist, es wurde zu dicht gesät - man kann den Samen mit feinem Sand oder Sägemehl verdünnen, dann geht das Säen besser.
Wenn man die Pflanzen gar nicht kennt, kann man etwas Erde im Backofen sterilisieren (oder einen Sack Erde im Supermarkt kaufen) und dort eine Probesaat machen, weil es da keinen Unkrautsamen drin hat.

Ich hab irgenwo (ja, wo genau?) das Buch von Martin Hanf über Ackerunkräuter-Keimlinge herumliegen, da findet man so ziemlich alles, was sich im Gemüsegarten so findet, mit zahlreichen Bestimmungshilfen. Ein gutes Buch, leider teuer.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#25

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » So 3. Jul 2011, 17:43

hallo!

Erfreuliches gibt es über die Mariendistel: die hat ganz dicke Blüten - auch schon ein paar verblühte!
Da werd ich wenigstens da ordentlich ernten können - ist ja auch seeehr gesund :pft:
Am Balkon sind die Blüten nämlich recht klein geblieben - also die brauchen doch wirklich gute "tiefe" Erde, damit sie was werden
(nicht so wie der Schwarzkümmel, der ist am Balkon schöner geworden).

Der Painted Mountain schiebt schon die Blüten! Dabei ist er sicher nicht mal einen Meter hoch geworden - bin gespannt auf die Ernte!
Die Kartoffel blühen schön weiß, dazwischen wächst Borretsch - sieht schön aus.
Palerbsen und Puffbohnen tragen auch sehr gut - der Kohlrabi hat leider kaum noch Blätter - Schnecken! :grr:
Und ich hab mich so gefreut gehabt auf den "Superschmelz", der sooo groß werden soll und dabei immer zart bleiben......

Der Oregano hat einen "Hexenkreis" gebildet, kenn ich sonst nur von Pilzen :aeh:

liebe Grüße!
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Fawkes
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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#26

Beitrag von Fawkes » Di 12. Jul 2011, 15:16

Von der Oenothera biennis gabs mal eine Züchtung (glaub ich zumindest) von der man die Wurzel gegessen hat; die Schinkenwurz. Kannst sie ja mal versuchen :)
Nachtkerzen blühen Nachts auf und sind für Nachtfalter.... bei uns ist dann immer die Hölle los
Nahrung ist Brahman. Nur wer sich gewahr ist, dass er Gott isst, isst wirklich.

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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#27

Beitrag von Rati » Di 12. Jul 2011, 15:21

emil17 hat geschrieben:Ob Nachtkerze essbar ist, weiss ich nicht ...
ich würde mal behaupten nein. denn es ist eine Heilpflanze für Klimateriumbeschwerden.

Grüße Rati
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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#28

Beitrag von Rati » Di 12. Jul 2011, 15:27

Rati hat geschrieben:ich würde mal behaupten nein. denn es ist eine Heilpflanze für Klimateriumbeschwerden.
:roll: quatsch, das war die Traubenkerze.
ja, ja, so ist das. Schnelle Finge und den Kopf voller Halbwissen. :pfeif:

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Re: Garten-Wildnis-Experimente

#29

Beitrag von Fawkes » Di 12. Jul 2011, 16:08

Auszug aus: Enzyklopädie der essbaren Wildpflanzen von Steffen Guido Fleischhauer; S. 231:

"Die Wurzel von September bis in den Winter zu Kochgemüse oder nach dem Kochen zu Salaten. Die Stengel und Blätter von April bis Juni zu Gemüsegerichten. Die unreifen Früchte von August bis September zu Kochgemüse."
Nahrung ist Brahman. Nur wer sich gewahr ist, dass er Gott isst, isst wirklich.

Benutzer 72 gelöscht

Re: Garten-Wildnis-Experimente

#30

Beitrag von Benutzer 72 gelöscht » Di 12. Jul 2011, 19:26

hallo!
Rati hat geschrieben:Halbwissen.
Halbwissen - eben, nicht: Nicht-Wissen! ;)
Nachtkerzen haben schon auch was mit Frauenmedizin zu tun - das Öl der Samen dient der Schönheit und hilft bei Regelbeschwerden.
Dass die "normale" Nachtkerze eßbar ist, weiß ich schon - aber diese hier sieht eben so ganz anders aus.... ich bin mir einfach unsicher, ob alle Nachtkerzenarten eßbar sind!
hab übrigens eben eine Samenkapsel (unreif) gekostet - schmeckte gut - mal sehen, ob ichs überleb... Die Blätter schmecken auch, waren aber ziemlich haarig ....
ich werd mal in Polen nachfragen :pft:

Übrigens - dass ich meinen Garten so verwildern lasse, ist eigentlich auch aus der Not heraus entstanden.
Wir schaffen es nicht immer unter der Woche hinauszufahren - und ich "persönliche Meinung Modus on" :aeh: finde, es ist allemal besser, wenn ich dort trotzdem was anbau, anstatt (Vorschlag meiner Mutter) Rasen zu sähen! Und ich bin sehr froh und erstaunt, was da trotzdem alles zu ernten ist!!
Seit wir die Parzelle in Wien haben, seh ich das ganze noch entspannter ...
sorry - trotzdem finde ich es spannend und auch sinnvoll, meine "Experimente" dort weiterzuführen.
Vor allem auch, wenn ich an die Zukunft denke, von wegen Erfahrungen sammeln und Saatgut erhalten.

Ernten konnte ich heuer vom Rharbarber: gaaanz viel - und den mag in der Familie eigentlich nur ich :hhe:
Die Süßdolde ist gut angewachsen.
Die Radieschen haben sich zum Unkraut entwickelt! Wachsen über alles drüber - ich hab ein paar herausgerissen, bevor sie Samenkapseln machen konnten, weil die soo groß geworden sind - ja, ich hab teilweise echt zu eng gesäht bzw. zuviel stehen lassen :pfeif:

Und - die Aronia, die wir in den Garten gepflanzt haben, wo doch ab Mittag Sonne hinkommt, die trägt um ein Hauseck besser als die im Vollschatten....
Die im Schatten hat im zweiten Jahr sehr nachgelassen - ich glaube, sie bildet im Vollschatten weniger Blütenknospen oder so muss das sein, denn im ersten Jahr hatte sie dort noch echt viel Beeren gehabt - wollte ich nur gesagt haben, als Art "Warnung", denn ich hatte so begeistert von meiner Ernte im Vollschatten erzählt :flag:
Man kann wohl frühestens im zweiten Jahr wissen, ob eine Pflanze an dem Standort wirklich gut trägt...

liebe Grüße!

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