Hallo aus dem Norden der "Republik"

Mara1
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Hallo aus dem Norden der "Republik"

#1

Beitrag von Mara1 » Sa 2. Jun 2018, 08:42

Hallo,:wink2:

ich bin Mara und lese hier schon seit einiger Zeit still mit. Jetzt möchte ich mich mal kurz vorstellen.

Ich komme aus Norden von Deutschland - dem Landkreis Cuxhaven und bin gerade dabei meinen Gemüsegarten aufzubauen und neu zu gestalten. Gemüse im „kleinen Stil“ habe ich schon lange im Garten. Meine Ernte wird eingeweckt und haltbar gemacht.

Ich möchte mittelfristig versuchen so viel wie möglich an Gemüse selber anzubauen und auch über Winter eigenes Gemüse zu ernten (Ernteperiode durch einen Folientunne über dem Gemüse verlängern. Warum? Das Gemüse aus dem Garten ist gesünder und nährstoffreicher und ich finde die heutige Abhängigkeit der Menschen von der Just-in-Time Lieferkette der Supermärkte sehr bedenklich (Vorrat in den Großlagern nur für ca. 3 Tage).



Dieses Jahr habe ich angefangen in den noch ungenutzten Bereichen neu zu gestalten, die ganze Queke und Giersch rauszureissen, einige Hochbeete gebaut und ein Tomatengewächshaus soll noch folgen. Und es sollen irgendwann auch noch einige Wachteln dazu kommen.

Meine Schwerpunkte liegen auf „alternativen Anbaumethoden“ wie „Waldgarten“ „No-till/dig“ - also kein Umgraben im Garten und die Auswirkungen/Symbiose von Pflanzen und Mykorizza-Pilzen im Garten. Sehr interessant finde ich die Erfahrungen von Eliot Coleman mit seiner 4-Jahreszeiten-Farm und Charles Dowding mit seinem "ohne umgraben - nur Kompost rauf Anbau". Und das eigene Saatgut vermehren um unabhängig von M** und Konsortien zu sein.

Ein weiteres Thema was mich beschäftigt ist die Klimaveränderung und ihre Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit (einige Stichworte dazu: Grand Solar Minimum - Einfluss der Sonne und ihrer Zyklen auf unser Klima und das Magnetfeld der Erde, längere Winter, Unbeständigkeit in den Jahreszeiten und verkürzte Vegetationsperioden und die Folgen für den Anbau von Nahrung). Einige Auswirkungen sehen wir heute schon - die Extremwetter-Ereignisse! Leider gibt es dazu im deutschsprachigen Bereich noch nicht so viele Informationen - man muss sich durch englischsprachige wissenschaftliche Informationen „wühlen“.


Mein Traum ist ein alternatives Wohnprojekt z.B. eine Dorfgemeinschaft mit Tiny-Häusern und einem Gemeinschaftshaus, die ihren Lebensmittel zum größten Teil selber anbauen, um die täglichen Lebenshaltungskosten zu minimieren und mehr Zeit für anderer Dinge zu haben.
Dazu gehört für mich auch mit lokalen Landwirten zusammen zu arbeiten z.B. in der Form einer CSA (Solidarischen Landwirtschaft) - denn alles kann man nicht selber anbauen z.B. die benötigten Mengen an Getreide. Mehr dazu vielleicht später.

So, das ist jetzt doch ein ziemlich langer Text geworden. Ich freue mich auf eine regen Austausch!

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#2

Beitrag von Spencer » Sa 2. Jun 2018, 09:19

Hallo...

Sei willkommen hier.

Das hört sich sehr gut an was Du so machst und nach welchen Methoden Du arbeiten möchtest.
Darf ich fragen wie alt Du bist ? Wie groß ist Dein zu bearbeitendes Areal ?
Was ich lese lässt mich auf eine Vertreterin der jüngeren Generation hoffen, die sich intensiv Gedanken um die Zukunft macht.

Meiner Meinung nach hast Du Dir sehr schöne und Ziele gesteckt.
Ich wünsche Dir gutes Gelingen und viel Spaß im Forum.

Mara1
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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#3

Beitrag von Mara1 » Sa 2. Jun 2018, 09:54

Ups,
da habe ich das Thema zweimal erstellt. Mal den Admin lieb fragen, ob er das zusammenführen kann?

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#4

Beitrag von Oli » Sa 2. Jun 2018, 10:49

Herzliche Grüße in den Süden (von mir),
deine Vorstellungen klingen sehr sympathisch und haben Schnittmengen mit unseren Plänen, insofern würde ich mich freuen, viel mehr von dir zu lesen - zumal du in einem ähnlichen Klima wie wir wirtschaftest.
Eine Dorfgemeinschaft, wo man Synergien nutzt aber sich nicht gegenseitig auf die Pelle rückt und missioniert, könnte ich mir auch nach wie vor gut vorstellen und das wäre im Sinne vernünftiger Gemeinschaften, regionaler Kultur, lebendiger Gemeinden, sparsam genutzter Ressourcen so zukunftsweisend, vernünftig, nachhaltig wie auch old school.
Dieses Jahr habe ich angefangen in den noch ungenutzten Bereichen neu zu gestalten, die ganze Queke und Giersch rauszureissen
Solltest du damit auch nur mittelfristigen Erfolg haben, geniesst du meine Hochachtung und ich würde gerne wissen, wie du das geschafft hast.
Ich habe neulich gerade festgestellt, dass mein Schattenbeet, was ich im Schweiße meines Angesichts 30cm tief ausgeschachtet und von Gierschwurzeln befreit habe, wieder flächendeckend mit quietschfidelem Gierschbestand bewachsen ist.
Die queckeversuchten Flächen, die wir ausgeschachtet, gesiebt und händisch verlesen haben dito. Und ich hätte so gerne Bodenbeete! Wir müssen alles in Hochbeeten und Kübeln haben. Insofern bin ich immer brennend interessiert an erfolgreichen Maßnahmen.

Magst du noch verraten, warum du Republik in Anführungszeichen gesetzt hast?

Ach ja, und: Fotos bitte! :)

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#5

Beitrag von Mara1 » Sa 2. Jun 2018, 11:19

Hi Spencer,

ich würde eher sagen "junggeblieben" um die 50. :engel:

Das Areal - kommt drauf an. "Reiner Gemüsegarten im Moment ca. 400 qm mitten im "normalen Garten mit Rasen", plus die ca. 900 m2 der einer Art Waldgarten/Wildnisgarten oder "heimlicher Gemüsegarten" umgestaltet wird - also z.B. Palmkohl zwischen Beinwell und Wonderberries und Physalischstrauch umrahmt von Gundermann und einigem Wildgemüse wie Löwenzahn.

Das einzige Problem ist ....... Zeit. Also falls jemand noch Zeit übrig hat ..... und nicht weiss wo er mit seiner Energie hin soll .....:pfeif: :haha:


Republik in Gänsefüsschen - Republik ist doch die Staatsform - ansonsten hat es keine besondere Bedeutung. Im Norden von Deutschland liest sich so dröge - daher "Republik". :mrgreen:

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#6

Beitrag von Sonne » Sa 2. Jun 2018, 18:46

Giersch soll doch so gesund sein. :grinblum:

Hallo Mara...da wünsche ich dir gleich mal viel Kraft im Kampf gegen Quecke und Giersch. :)

Interessante Ansätze...da werde ich mal googeln was und wer das alles ist. :daumen:

LG Sonne
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#7

Beitrag von Benutzer 6122 gelöscht » Sa 2. Jun 2018, 22:20

Hallo Mara1, herzlich willkommen hier!
Danke für den Hinweis auf Eliot Coleman. Da werde ich mich mal durchlesen und ein paar Videos anschauen. Der war mir bisher unbekannt.

Charles Dowding finde ich klasse und eigene Saatgutgewinnung finde ich auch wichtig. Mit Mykhorizza experimentiere ich auch gerade und versuche, mich mehr in das einzulesen, was im Boden passiert.
Für meine südliche Region ist die Prognose für den Klimawandel aber mehr Hitze und Trockenheit im Frühling und Sommer und feuchtere Winter. Da setze ich mich mit auseinander. Aber das mag für Dich im hohen Norden ganz anders aussehen als bei mir ...

Ich wünsche Dir hier einen regen Austausch!

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#8

Beitrag von Zimt&Zucker » Sa 2. Jun 2018, 22:37

Hallo Mara,
herzlich willkommen auch von mir !
* aus Optimierungsgründen höre ich auch auf ZiZu :)

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#9

Beitrag von Spencer » So 3. Jun 2018, 09:33

Na dann :lol:

Ich dachte so um die Ende 20.....

Also gibt es noch mehr so Verrückte die mit um die 50 noch die großen Pläne schmieden und angehen. :daumen:

Da hat doch mal einer zu mir gesagt... " Mensch Spencer, in unserem Alter sollte man langsam kürzer treten. Was Du Dir noch alles vorgenommen hast...!"

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Re: Hallo aus dem Norden der "Republik"

#10

Beitrag von Mara1 » So 3. Jun 2018, 11:40

Spencer hat geschrieben:Na dann :lol:

Ich dachte so um die Ende 20.....

Also gibt es noch mehr so Verrückte die mit um die 50 noch die großen Pläne schmieden und angehen. :daumen:

Da hat doch mal einer zu mir gesagt... " Mensch Spencer, in unserem Alter sollte man langsam kürzer treten. Was Du Dir noch alles vorgenommen hast...!"
Danke für das Kompliment :mrgreen: Ich sage immer "Meine Geburtsjahr in der Geburtsurkunde stimmt nicht mit dem tatsächlichen Alter überein". Nur das zu ändern und dann nochmal 20 Jahre länger zu arbeiten bis zur (vermeintlichen) Rente :opa: - nee Danke.

Aber ich denke auch, in "dem" Alter hat man wohl oft die Sch*** voll von dem jahrelangen schuften in der modernen Tretmühle, und sucht nach Alternativen.

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