Vierseitenhof in der Altmark

Archibald
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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#21

Beitrag von Archibald » Sa 10. Dez 2016, 23:55

Wir waren eh immer die, die erst gefegt haben, wenn es schon dreckig war. Neigschmeckte halt... :lol:
"Dann ist das eben individuell!", war der Spruch meiner Mutter, wenn wieder mal bei uns irgendwas nicht so perfekt war wie bei den anderen. Fand ich blöde, ich wollte lieber normal sein als individuell. Und heute? Ertappe ich mich dabei, dass ich mit den Argumenten meiner Mutter mit unserer Großen (8) darüber diskutiere, warum ich eine weitere Barbie für ihr Lebensglück für nicht essentiell halte. Man wird so alt...

Tika
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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#22

Beitrag von Tika » So 11. Dez 2016, 00:05

Archibald hat geschrieben:Für den Perfektionismus kann ich nichts, ich würde in Schwaben sozialisiert. :) Aber es wäre wirklich entspannter ohne.
Der erste Satz ist gut, den muss ich mir merken! Könnten das echt die Gene sein? Bin auch Schwäbin... :lol:
Und zweiteres seh ich auch so.
Und das mit den Kohlrüben: ich hab dieses Jahr das erste mal welche im Garten ausgesät, wollte halt auch mal wissen was das ist. Es hat funktioniert, und als meine Mama (Schwäbin) mal auf Besuch da war hat sie sich über die komischen Rüben im Garten gewundert. Sind die wirklich im Schwabenland eher unbekannt?
Lebe das Leben, das Du liebst und liebe das Leben, das Du lebst.

Archibald
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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#23

Beitrag von Archibald » So 11. Dez 2016, 00:33

Ich habe an Tikas Zitat erst gesehen, dass da "würde" steht, wo ich "wurde" getippt hatte. :motz: Die Autokorrektur von diesem Tablet ist in etwa so intelligent, als würde man von einer Gießkanne Korrektur gelesen! :motz:

An den Genen kann es zumindest bei mir nicht liegen, mein Vater ist zwar eigentlich ziemlich pedantisch (hat aber mittlerweile keine Lust mehr dazu), kommt aber aus der ehemaligen Tschechoslowakei. Meine Mutter ist mittelschwer chaotische Rheinländerin. - Also keine biologische Entschuldigung. :)
Für mein pflanzliches Unvermögen wohl auch nicht, ich bin da nur einfach planlos. Meine Mutter würde mich bei so einer Frage wohl auch mit hochgezogenen Augenbrauen ansehen... :lol:

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#24

Beitrag von hobbygaertnerin » So 11. Dez 2016, 08:00

Jeder kommt im Laufe seines Lebens auf "seine Spur".
Ich habe im Büro eine Spruchkarte aufgehängt, die mir das Vergleichen vermiest.

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Beginn der Unzufriedenheit.
S. Kierkegaard

Kein Meister fällt vom Himmel und beim Lesen der Beiträge darfst du nicht vergessen,
dass oft erst nach Versuch und Irrtum der Weg weiterging.

Ich mach z.B. seit mehr als 30 Jahren mit Begeisterung des Garten, aber erst seit ich mit Terra Preta in Kontakt und Berührung kam, macht die Gartenarbeit nicht nur Arbeit, sondern wirkliche Freude.
Man kann viel von anderen lernen, aber die Aha-Erlebnisse muss man sich selbst erarbeiten.
Deswegen weiterhin viel Freude am unperfekten Leben, mit Kindern, Hof und Tieren brauchts ein grosses Maß an Gelassenheit.

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#25

Beitrag von limelilly1 » So 11. Dez 2016, 13:52

Hallo Archibald,

also Perfektionismus ist gar nicht mein Ding und ja, man träumt so seine Träume, aber in der Realität muss einfach erstmal renoviert/saniert werden. Und dazu war ich noch krank und konnte dieses Jahr überhaupt nichts im Garten machen, außer eine Ladung Pferdemist abladen und irgendwo im Garten hinzupacken. Das war im Mai und als ich im Oktober wiederkam, konnte ich trotzdem ernten: einen Sack Walnüsse, Birnen (jetzt Chutney und Kompott, weil ich so viel gar nicht frisch verwenden konnte), 3 Kürbisse (spontan auf dem Mist gewachsen und sehr lecker) und eine Schüssel kleiner aber sehr schmackhafter Weitrauben (das Resultat meiner ersten Herbstschnittversuche - mit dem Gartenbuch in der Hand – und deutlich mehr als im Jahr davor). Ich hab mich so gefreut. Es stimmt schon: Wenn du den Pfanzen ungefähr das gibst, was sie brauchen, dann werden sie schon wachsen. Und manchmal auch einfach so, ohne Hilfe. Also keine Panik.

Aßerdem hast Du Kinder zu betreuen und Tiere zu versorgen und baust dazu noch den Hof auf. Damit gehörst du meiner Meinung nach sowieso bereits zu den Superschaffern! :)
LG

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#26

Beitrag von Archibald » Di 13. Dez 2016, 01:16

Hey limelilly,
dann hoffe ich, dass es dir inzwischen viel besser geht und du ein wunderschönes neues Gartenjahr bekommst! :)
limelilly1 hat geschrieben:Aßerdem hast Du Kinder zu betreuen und Tiere zu versorgen und baust dazu noch den Hof auf. Damit gehörst du meiner Meinung nach sowieso bereits zu den Superschaffern! :)
Das wird mein Lieblingsaufbauspruch, den werde ich mir gerahmt irgendwohin hängen. Vielen Dank! :)

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#27

Beitrag von emil17 » Di 13. Dez 2016, 08:14

limelilly1 hat geschrieben:Es stimmt schon: Wenn du den Pfanzen ungefähr das gibst, was sie brauchen, dann werden sie schon wachsen. Und manchmal auch einfach so, ohne Hilfe
Hab dieses Jahr sehr viel Aufwand mit den Aprikosen getrieben.
Wir hatten noch nie soviel Apfelsaft wie dieses Jahr.
So läuft das.
Willkommen und viel Spass hier ...
Ach ja, Putzen ist Vergangenheitsbewältigung oder für Leute, die sonst nicht wissen, was sie tun sollen.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#28

Beitrag von yen-zen » Mi 14. Dez 2016, 13:23

Ein herzliches Willkommen im Forum auch von mir.
Schön das es aus der Altmark mehr Leute hier werden. Mit den vielen Tieren hört sich toll an.
Fußleisten sind nicht überbewertet und ich verstehe dein Gefühl vom Mangel derer. Ein Vier-Seiten-Hof verlangt aber auch viele Leisten.
In der Altmark, und auch um Salzwedel gibt es einige nicht rechtwinklige Sandkästen, nur verstecken sich diese hinter hohen Toren und Mauern, weil das hier so ist.
Ich wünsche dir/euch viel Erfolg, nicht nur beim Gärtnern. :grinblum:
Wo kämen wir Hin wenn keiner schaute wo man hin käme wenn man ginge um zu sehen wohin man käme.

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#29

Beitrag von Archibald » Mi 14. Dez 2016, 14:58

emil17 hat geschrieben:Hab dieses Jahr sehr viel Aufwand mit den Aprikosen getrieben.
Wir hatten noch nie soviel Apfelsaft wie dieses Jahr.
:lol: Sehr gut! Ich muss mal darüber nachdenken, ob das bei uns auch irgendwo so war.

- Warst du das eigentlich, der mal etwas über Hohlkammersteine als Stallfundament geschrieben hatte? Wenn ja, kannst du das ja vielleicht bei Gelegenheit mal in meiner Hühnerfrage etwas näher erklären... :hhe:

Hey yen-zen, demnach bist du auch grob "von hier"? Und nicht rechtwinklig? Schön! :)

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Re: Vierseitenhof in der Altmark

#30

Beitrag von Zottelgeiss » Mi 14. Dez 2016, 18:00

emil17 hat geschrieben: Ach ja, Putzen ist Vergangenheitsbewältigung oder für Leute, die sonst nicht wissen, was sie tun sollen.
Sowas sagen nur Leute, die zu faul dafür sind. :engel: Die anderen können damit ihre SV- Sperenzchen finanzieren. Also, wenn ICH in ein blitzblankes fremdes Haus komme, dann haben die entweder eine "Hilfe"( :haha:, die sind *nur* faul ) oder sind zu doof für was anderes als ihren Reihenhaus- Mikrokosmos mit Kirschlorbeer. DIE denken aber alle nicht darüber nach, was sie statt putzen tun könnten. Ich frag mich immer, wie die das schaffen, so hirnfrei ihrem Tod entgegenzudämmern und dabei auch noch zufrieden zu sein...

Egal, mein Schrauber sagt immer :"Jeder kann was."
Ich sag immer: "Eins nach dem anderen und das Wichtigste zuerst."
Meine Mutter sagt immer: "Die Arbeit ist kein Wolf, sie läuft nicht zurück in den Wald." (russisches Sprichwort)
Die eigenen Grenzen sind immer die Grenzen des anderen.

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