Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

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Mintnadt
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#11

Beitrag von Mintnadt » Di 29. Sep 2015, 07:17

Liebe Konny,

ich drücke dir ganz doll die Daumen. Ich bin auch aus dem Umkreis von Berlin und je nachdem was sich nach meiner Masterarbeit in 2 Monaten ergibt, bin ich auch eher noch stark am träumen. Ich denke aber, dass es gerade gut ist, sich vor dem richtigen Einstieg ins "so gut wie möglich SV-Leben" gut zu informieren und ich denke, da ist dieses Forum gut und natürlich, um Kontakte zu knüpfen für mögliche Hilfe bei der Flächensuche und später beim Renovieren etc. Also wenn ich in der Zeit immernoch hier im Dunstkreis von Berlin bin, kann ich mir vorstellen vielleicht auch ein bisschen anzupacken.

Viele Grüße
Mintnadt

Nachtkerze
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#12

Beitrag von Nachtkerze » Sa 3. Okt 2015, 01:00

konny hat geschrieben:Am liebsten hätte ich wirklich ein ganz kleines Häuschen mit größerem Grundstück in ruhiger Lage ...
Wenn Du ernsthaft (Teil-)Selbstversorgung betreiben willst, brauchst Du Platz (=umbauten Raum) und soviele Nebengebäude wie möglich. Schau Dir die alten Gehöfte an. Die sind entweder von vornherein großzügig, oder es wurde im Laufe der Zeit an allen Ecken angebaut.
Oder schau ins Forum. Niemand (jedenfalls habe ich noch keinen gelesen) jammert über zuviel Platz, allenfalls liest man den Ärger, vor Jahren irgendwelche Schuppen abgerissen zu haben.
Warum ist das so?
Weil man endlos Kram, Werkzeuge und Krimskram braucht, um die Früchte der Arbeit zu verarbeiten. Und weil es angenehm ist, für verschiedene Tätigkeiten auch verschiedene Räume zu haben. Nichts demotiviert auf die Dauer mehr, als immer erst den Dampfentsafter aus dem Weg räumen zu müssen, bevor man auf dem Küchentisch bügeln kann.

Ach, und das Lagern. Geht auch nicht alles in einem Raum: Obst nicht mit Gemüse, Einweckgläser frostfrei, Kartoffeln dunkel, Äpfel feucht und kalt, Gefriertruhen trocken ... für Milchverarbeitung braucht man ohnehin einen eigenen Raum, wenn irgend möglich ... der frisch angesetzte Wein braucht es warm ...
Fahrräder, Winterreifen, Leitern, Schubkarren und Säcke voller Hornspäne müssen auch untergebracht werden.

Man geht sich mit den unterschiedlichen Tätigkeiten und Ruhebedürfnissen auch schnell gegenseitig auf den Keks, wenn im Winter kaum Ausweichgelegenheiten vorhanden sind.

Also, so 'ne ganz kleine Hütte, soviel Charme sie auch hat, ist schwierig. Nicht unmöglich, ich habe schon mal eine wirklich kleine Behausung gesehen, wo der Weinballon unter der Küchenbank stand (man mußte beim Aufstehen immer etwas auf das Gärröhrchen achten), Kartoffeln und Mohrrüben draußen in einer Miete gelagert (und gelegentlich von Wühlmäusen gefressen wurden), die Räucherkammer in der Speisekammer stand (und man immer um sie herumgehen mußte) und die meisten Einweckgläser im Schlafzimmer unter dem Bett lagerten. Pittoresk, aber auf die Dauer enervierend, glaube ich.
"Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag."
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#13

Beitrag von osterheidi » Sa 3. Okt 2015, 10:42

:daumen:
so isses

zaches
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#14

Beitrag von zaches » Sa 3. Okt 2015, 13:30

yep - das fürht dann dazu, daß das selbstgebaute Kanu in der Stallgasse unter die Decke gezogen wird....
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Obsidian
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#15

Beitrag von Obsidian » Mo 19. Okt 2015, 20:19

Hallo konny

Ich habe in der nächsten Zeit ähnliches vor wie du.
Mein Opa hat einen großen Hof in Sachsen Anhalt den ich erben soll. Dort gibt es viel Spielraum in dem man tätig sein kann und sich kreativ ausleben kann.
Nur leider kenne ich zurzeit niemanden der interessiert ist mit mir zusammen dort etwas aufzubauen.

Melde dich einfach mal bei mir, vielleicht kann sich ja mal treffen und Gedanken austauschen.
Zur zeit wohne ich in Potsdam, also nicht gerade weit entfernt von Berlin.

Liebe Grüße

konny
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#16

Beitrag von konny » So 29. Nov 2015, 01:21

Mal wieder hallo ihr Lieben,

vielen Dank für eure Beiträge. Es gab in letzter Zeit viel zu tun, weswegen ich nicht zum Schreiben kam.
Ich scheine tatsächlichbein kleines Häuschen mit nettem Grundstück gefunden zu haben. Es gibt auch zwei Schuppen und ein Garage.
Das Haus ist wirklich sehr klein, aber ich denke, es kommt immer auf die eigenen bedürfnisse an. Für mich ist ein schlüssel zur selbstverorgung vor allem auch, schlicht weniger zu brauchen. Was die ernährung angeht, trinke ich sehr selten alkohol und esse so gut wie keine Milchprodukte, also muss ich auch keinen Wein machen oder Milchprodukte herstellen und spare da schon mal platz und zeit. Auch bei Garteneräten kommt man mit den guten alten Handwerkzeugen je nach gartenplanung schon sehr weit und kann auf viele der modernen elektrischen und oft großen geräte verzichten, was wieder platz spart.
Auch bei der Inneneinrichtung oder bei Haushaltsutensilien, Klamotten, etc braucht man von all dem, was man hat, oft tasächlich nur einen bruchteil. bei mir wird in den nächsten monaten alles knallhart rausfliegen, was ich nicht wirklich brauche. Je weniger Zeug ich habe, desto kleiner kann mein haus sein, desto niedriger sind anschaffungs-, entstandhaltungs- und nebenkosten und desto weniger geld muss ich zwangsläufig verdienen, um mein leben finanzieren zu können und desto weniger muss ich sogar putzen. Unterm strich bleibt da also mehr zeit für die wichtigen dinge- meine kranke mama, freunde, hobbys - wozu auch die gartenarbeit und die gesunde ernährung erzählen. das bis zur rente schuften, um dann endlich mal leben zu können beibt dann auch aus. Insgesamt wird das also alles eine runde sache, einfach durch bewussteres leben und wohnen und durch aussondern von sachen, die man eigentlich gar nicht wirklich braucht, wodurch die sachen, die man sich wirklich wünscht, die man persönlich wirklich braucht, viel einfacher zu erreichen sind.
ich denke das gehört beim thema selbstversorung - also unabhängiger leben - unbedingt dazu.
:-)
lg

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patrick7
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#17

Beitrag von patrick7 » So 29. Nov 2015, 01:59

Hallo Konny,

Von mir auch noch herzlich Wilkommen.

Schön um mehr zu lesen von deine plänen und dass du wieder ein Schritt weiter gekommen bist.

Viel Erfolg!

Grüsse,

Patrick

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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#18

Beitrag von Nachtkerze » Di 1. Dez 2015, 03:16

konny hat geschrieben:bei mir wird in den nächsten monaten alles knallhart rausfliegen, was ich nicht wirklich brauche.
Tipp von mir:
Tu's nicht!
Oder tu es erst nach einem Jahr oder zweien oder noch später.
Wenn man in ein eigenes Häuschen zieht und dazu noch Gartenambitionen hat, womöglich auch mit Tierhaltung liebäugelt, dann braucht man alles.
Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Ich verspreche Dir, daß Du auf jeden Fall das am meisten gebrauchen können würdest, was Du mit Verve und dem zufriedenen Gefühl, wirklich das Richtige zu tun, weggeschmissen hast.
Dabei rede ich ausdrücklich nicht von irgendwelchen motorbetriebenen Gartenfrettchen, sondern von dem Kram und Zeugs, was man so hat. Sicher wird die Hälfte davon in Zusammenhängen eingesetzt werden, der niemals in irgendeiner Anwendungsbeschreibung dieser Dinge stehen wird; aber eher früher als später fehlt einem irgendwo gerade so ein Ding, wie es in der alten Wohnung sinnloserweise in der Schublade lag oder im Keller stand. Die Kunst ist dann, es auch nach dem Umzug zu finden.

Und wenn Dir das nicht so passieren sollte, dann kannst Du nach einiger Zeit auf jeden Fall besser einschätzen, was Du auf dem Lande ganz wirklich sicherlich nie wieder brauchen wirst und das dann wegwerfen (und das nach 14 Tagen bereuen).


Beispiele aus dem echten Leben:

- einen flauschigen Spielzeughund - weil man sich entgegen aller Vorsätze plötzlich doch mit einem jungen Hund wiederfindet und der in seinem Körbchen ohne seine Geschwister heult und jammert

- die häßliche Plastetischdecke - um spontan und kostenlos ein wunderschönes Grasdach auf das Müllhäuschen bauen zu können; dabei ist die Tatsache, so ein Ding da zu haben und sich nicht erst umziehen und ins Auto werfen zu müssen, das Kostbare daran

- alte kaputte Anziehsachen - um die schon geernteten, aber noch nicht in die Scheune eingebrachten Kartoffeln vor einem plötzlichen (leichten) Nachtfrost zu retten,abends um halb neun, versteht sich

- eine eigentlich schöne, aber immer nur rumstehende riesige leere blaue Flasche, die im Häuschen auf dem Treppenabsatz wundervoll zur Geltung kommt, besonders mit einer einzelnen frischgeschnittenen Pfingstrose darin

- ein fabrikneues, niemals eingebautes viereckiges Edelstahlspülbecken - schräg an den Zaun gelehnt die perfekte Hühnertränke; als mal ein Küken darin ertrank, durch einen hineingelegten, nachts vor Jahren unter Alkoholeinfluß geklauten Granitpflasterstein entschärft

- ein alter Stofflampenschirm - als Hut für die Vogelscheuche

- und so weiter, und so fort


Dabei sind das nur die Dinge, die ganz offensichtlich Müll oder (im Falle des Spülbeckens) zumindest völlig überflüssig sind.
Aber vielleicht geht das auch nur mir immer so, weil ich zum improvisieren neige.
"Eine Krise kann jeder Idiot haben. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag."
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#19

Beitrag von Hildegard » Mi 2. Dez 2015, 01:41

Wo du recht hast, hast du recht! :lol: und wenn manch "Ding" scheinbar zu nix "Vernünftigem" zu gebrauchen ist, dann "lacht" es dir sicher als "Deko" am nächsten Kunsthandwerkmarkt zu Phantasiepreisen entgegen. :engel:
und du bemerkst leise "das hätt ich sogar kostenfrei gehabt".
LG Hildegard
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Re: Noch-Berlinerin vorerst nur am planen und träumen

#20

Beitrag von emil17 » Mi 2. Dez 2015, 21:18

Wie schon gesagt wurde, dass das Haus zu gross ist kann nur dann mühsam werden, wenn es ziemlich kaputt ist.
Platz brauchst du vor allem für all das, was du noch nicht hast - von Brennholz über Pfähle über Schubkarren über mancherlei Gerät bis hin zu den Futter- und Einstreuvorräten, und für Bau- und Reparaturmaterial.
Ohne Regenschutz gehen die meisten Dinge rasch kaputt. Man kann sich mit Planen behelfen, aber das hat man bald satt.
Kurz, ein kleines Haus geht aber ein kleiner Schuppen nicht.

Ansonsten brauchst du genug Fläche, das Haus allein ist nur die halbe Miete. Ich würde nur auf eigenem Grund Gärten, Obstanlagen und dergleichen anlegen.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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