da bin ich ganz eurer meinung.
entscheidend ist doch, dass es einem selbst gefällt. und socken stricken ist auch echt nicht so einfach. hat einige paare übung gedauert bei mir, bis ich mit dem ergebnis wirklich zufrieden war. und bis heute schaffe ich es nicht, das kleine loch zu vermeiden, dass sich immer an der seite bildet, dort wo ferse und fussteil zusammenlaufen... so what?
oder mein strickmantel. die knopflöcher sind zu groß geraten, so dass er immer wieder aufgeht. das gewicht hat die maschen im schulterbereich schon etwas ausgeleiert, aber das ist mir alles total latte.

ich trage ihn trotzdem unheimlich gerne.
genauso mit dem spinnen. ich hab es mir ja selbst beigebracht, mithilfe der anleitungs-dvd, die mit dem spinnrad zusammen kam. in dem video sagt frau henky etwas, was mich total beruhigt hat:
sie beneidet die spinn-anfängerinnen um diese schönen leichten unregelmäßigkeiten, die das handspinnen erst erkennbar machen. ihre eigenen fäden sind ihr quasi schon zu perfekt.
und recht hat sie! genau wie waldläuferin sagt - wir schaffen unikate.
wer perfekte, stets gleich aussehende klamotten haben will, der soll halt in einen laden gehen.

da ich laktose und gluten hervorragend vertrage, leiste ich mir als ausgleich dafür einige intoleranzen im zwischenmenschlichen bereich.