Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Thomas/V. am So 11. Feb 2018, 11:54

Hat man mal ein paar Kunden, wird es eigentlich zum Selbstläufer. Mich haben schon Leute nach Eiern gefragt, die ich nicht kannte und die auch nicht von einem aktuellen Schild an der Straße angelockt wurden. Die haben es wohl mal früher gesehen und sich dran erinnert, als sie vergessen hatten, welche zu kaufen, oder weil die eigenen Hühner grade nicht legten.
Lassen sie mich durch, mein Bruder ist Arzt!
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Oli am So 11. Feb 2018, 12:01

Knorke, hatte gerade gestern gedacht, ob ich mal nach einem Update frage. :)
Ich kann mich nur wiederholen (mache ich an sich ungerne, aber es reden ja immer welche gegenan):

Echte Stammkunden sind Gold wert, freuen sich wie Bolle wenn es nach der Legepause wieder losgeht, bringen für die Kinder was mit, in meinem Fall wird eben auch mal mehr Geld gegeben. Wir hatten gestern z.B. die Situation, dass nachdem die samstäglichen Eierkunden da waren, nur noch für jeden von uns 1 Frühstücksei blieb. Prompt wurde uns angeboten, auf einige Eier zu verzichten.
Wir mussten ziemlich energisch darauf hinweisen, dass alles gut sei, immerhin bekommen wir am nächsten Tag ja wieder frische. :)

Ich drück' dir weiter die Daumen, dass sich bei dir auch sowas entwickelt. Spart Arbeit und Zeit, macht Freude und vor allem wissen solche Leute die Ware ganz anders zu schätzen als die, die grenzenlosen Nachschub zum kleinen Preis erwarten.
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon ihno am So 11. Feb 2018, 12:17

Bei uns ist es so das wir erst unsere eigenen essen und wenn dann noch was über ist geben wir welche ab. Als Kind gab es zu Ostern nie Eier weil verkaufen war wichtiger . Das passiert unserem Kind nicht.
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Rohana am So 11. Feb 2018, 12:56

Hm. Ich dachte du hast so viele Hennen, Ihno, da kann das ja kaum vorkommen? Ich hab mit meinen zwei Handvoll ja schon zuviel für einen 6-Personen-Haushalt...
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon ihno am So 11. Feb 2018, 13:26

jetzt verkaufe ich ja nur noch meine eigenen ( so der Plan )
Im Durchschnitt haben wir im Herbst um die 1000 Eier die Woche zu gekauft.
Zu ostern dann auch ein paar mehr.
Eierlegende Hühner habe ich so 50 +Junghennen +Hähne zum auf essen die schafen keine 1000 Eier die Woche.
Bei geigneter Fläche könnte ich schon 300 Stück halten nur ob ich das möchte weiß ich noch nicht.
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Oli am So 11. Feb 2018, 15:14

Jaaa, zwischen schwarz und weiß gibt es ja auch noch jede Menge grau. Bei einem Ei pro Kind und Tag ist für mich noch keine Tierquälerei erreicht. :pft: Das kann man notfalls mal aushalten.
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Peterle am Mi 14. Feb 2018, 11:26

Falls es interessiert:

Eier (Omelette) im Glas à la Peter:

12 Eier
6 Kartoffeln festkochend
3-4 Zwiebeln
Schnittlauch
1 kl. Stange Lauch
durchwachsener Speck
4 Scheiben Kochschinken

Anleitung:
Gläser und Deckel ordentlich heiß abwaschen und/oder in Wasserbad aufkochen.
Kartoffeln in Salzwasser vorkochen (schnittfest),
Kartoffeln, Speck, Zwiebeln, Kochschinken in Würfel schneiden
Lauch in dünne Scheiben schneiden
Schnittlauch klein hacken

Eier aufschlagen, verrühren und mit dem Schnittlauch und dem Kochschinken vermischen.
Rührei salzen und pfeffern
In einer Pfanne 1-2 Eßlöffel Butterschmalz erhitzen und die Zwiebeln glasig werden lassen sowie dann Kartoffeln, Speck anbraten. An dieser Stelle kommt der Geschmack!
Lauch kurz mit erhitzen.
Pfanne kalt stellen und Gläser auffüllen:
- Mischung aus der Pfanne in die Gläser füllen
- mit dem Rührei auffüllen bis ca. Fingerbreit unterhalb des Glasrandes.

Backofen 200°C Umluft vorheizen
Deckel auf die Gläser
bei 12-15Minuten erhitzen

Inhalt sollte gestockt haben, sonst im heißen Ofen stehen lassen. Wer's scharf mag kann ja Chili dazu tun ;-), falls Tomaten zur Hand 3 Stck. abbrühen, Haut abziehen und würfeln, kurz mit in die Pfanne geben.
Zum vernaschen kalt oder (so mag ich es lieber) kurz in Microwelle oder heissem Wasserbad erhitzen.

Deckel ploppt beim Öffnen, wenn alles richtig war. Wohl bekommt's ;-)

Gruß

Peter
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Eiermann am So 18. Feb 2018, 14:19

Für den Überschuss an Eiern bieten sich grundsätzlich Likör und Nudeln an, ist beides ewig haltbar. Nudelbäcker gibt es einige. Ein paar Hobbyhalter bringen ihren Überschuss zu uns und lassen die Nudeln mit produzieren. Ein Liter Eimasse gibt etwa zehn 500 Gramm Tüten. Auch super als Geschenk.

Grüße
Semper fi!
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Olaf am So 25. Feb 2018, 15:06

Mal wieder eine meiner berühmt-berüchtigten Milchmädchenrechungen.
Also wir haben gestern 10 Wachtelhähne geschlachtet, und beim Ausnehmen sprang der Taschenrechner in meinem Kopf an.
k-8Wachteln.jpg
k-8Wachteln.jpg (57.41 KiB) 315-mal betrachtet

Aber von vorn:
Reden wir jetzt bitte nicht davon, dass ich die erste Brut komplett verkackt habe. Nach einer Woche ist mir der Temp.-Fühler aus dem Brüter gerutscht, die Kiste ist auf 60 Grad hochgelaufen und ich konnte die Eier nur noch als Tierfutter verwerten. Ich habe mich so unendlich über mich selbst geärgert. Wenn Du denn vorm Brüter stehst: "Du hast es versaut, und du kannst nix mehr tun!". Das ist bitter.
Egal, der blaue Ballon dreht sich, als ob nix wör, und insbesondere rückt Ostern immer näher. Also gesammelt, was unsere gelegt haben und noch nen paar in der Bucht zugekauft.
So haben, hatten wir jetzt 48 neue, Geschlecht scheint ziemlich Hälfte/Hälfte zu sein, da hatten wir ja schon in beide Richtungen Ausreißer.
Gestern haben wir dann also erst mal 10 Hähne geschlachtet, noch mal ca. 10 folgen dann demnächst. Sie waren noch sehr jung, 5 Wochen 5 Tage. Aber was solls, sie würden im nächsten Monat noch so 20 Gramm zunehmen. So haben sie also im Schnitt küchenfertig ohne Leber und Herz 180 Gr. gewogen. Endlich habe ich mal dran gedacht, die abgepulten Karkassen zu wiegen, es sind ziemlich genau 10%. Heißt also, der Taschenrechner in meinem Kopf rundet gern, 1,5 kg verwertbares Fleisch, die gleiche Menge kommt noch mal. Ca. 4 Hähne werden wir behalten. Kosten hatten wir....20 Tacken für die zugekauften Eier, hätte nicht sein müssen, 30 Tacken für Aufzuchtfutter und Mohn (das sind kleine Junkies, die stehen auf das Zeug), nochmal 20 Taler für Strom. Macht 70 . Auf der andern Seite haben wir also 3 kg Fleisch, was ich mal zumindest mit 10 Euro/kg ansetzen würde. Dann haben wir natürlich noch aufgerundet 25 Hühnchen, die uns zugekauft 125 Euro gekostet hätten. Diese Hühnchen sollten ab nächste, übernächste Woche knapp 2 Schachteln am Tag legen. Macht abgerundet und abzüglich Futter und Schachteln 5 Euro am Tag. Die sich, obwohl die alten ja auch wacker legen, bis nach Pfingsten problemlos verhökern lassen. Danach wären wir auch bereit Tiere zu verkaufen, oder , an Fories, zu verschenken. Also, abgesehen vom Brüter :motz: , nix verkehrt gemacht.
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.
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Re: Eier-Marketing: Bericht und lautes Nachdenken

Beitragvon Eiermann am So 25. Feb 2018, 15:29

Hallo Olaf!

Das klingt doch alles nicht schlecht! Aber 10€/ KG ist zu wenig, hier werden selbst konventionelle Gänse für 12 - 15 verkauft. Ist viel Arbeit, ist wenig dran und darf ruhig etwas kosten aus meiner Sicht.
Was den Brüter betrifft, am besten alte Schule ohne viel Klimbimm. Habe letztes Jahr einen in Kiel geholt, Baujahr 1954 der Kollege schluckt 450 Hühnereier. Ich habe selten entspannter gebrütet.

Beste Grüße!
Semper fi!
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