Mutter Schulzen-ackern wie vor 100 Jahren

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Zottelgeiss
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Re: Mutter Schulzen-ackern wie vor 100 Jahren

#31

Beitrag von Zottelgeiss » Di 31. Jan 2012, 07:44

Moin,

und was den Holzpreis angeht: 11,-€ sind der Preis für's selberschlagen oder Kronen aufarbeiten im Wald oder im Knick. Fertig verarbeitet, d.h. ofenfertig kostet Brennholz auch zwischen 60 und 80 € den Raummeter. Es ist allerdings noch üblich, für jemanden das Holz mitzuschlagen, wenn der- oder diejenige es selbst nicht kann. Man kommt dann schon miteinander klar.

Im übrigen finde ich die Diskussion hier reichlich herablassend - man könnte denken, hier klopfen sich ein Haufen Wende- Pubertierender auf die Schulter, die selbst noch nix geschafft haben im Leben und froh sind, das sie das auch nicht müssen. Ich kenne eine größere Gruppe ECHTER Selbstversorger, die auf verschiedenen Höfen leben und trotzdem zusammen wirtschaften, d.h. z.B. ihr Brotgetreide anbauen, gemeinsam backen, die Kinderbetreuung untereinander organisieren, sich Möbel bauen, Holz machen usw. Inzwischen gibt es fast überall Telefon, fließend Wasser teilweise nur aus Quellen, Urlaub wird mit Pferd und Wagen gemacht (und die Freunde im Umkreis angefahren). Vor fünf Jahren hatten einige noch nicht mal Strom, geschweige denn Telefon oder ein Auto. Dort habe ich nie auch nur ein Wort über Geld gehört, es wurde anderen auch nicht geneidet oder schlechtgemacht.

Aber da ich niemanden persönlich kenne und nur einen hier aus einem anderen Forum, halte ich mich mit Wertungen zurück und wundere mich nur.

Muß jetzt meine Kinder selbst versorgen :mrgreen:

Liebe Grüße,
Claudia
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Re: Mutter Schulzen-ackern wie vor 100 Jahren

#32

Beitrag von Theo » Di 31. Jan 2012, 10:52

Zottelgeiss hat geschrieben:Im übrigen finde ich die Diskussion hier reichlich herablassend - man könnte denken, hier klopfen sich ein Haufen Wende- Pubertierender auf die Schulter, die selbst noch nix geschafft haben im Leben und froh sind, das sie das auch nicht müssen.
Klingt nach Generation Rücksitz. :michel:
Gruß
Theo

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