Steingartenverbot ?

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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon frodo am Sa 11. Mai 2019, 13:15

emil17 hat geschrieben: Gleichzeitig liess die Forstwirtschaft Duchforstungsholz von Auflichtungen kleingesägt im Bestand liegen, da nicht rentabel verkäuflich. Wenn man nicht einmal in erschlossenen Wäldern das aufliest, was sowieso schon da ist, kann es mit dem Energiebedarf offenbar nicht so dringend gewesen sein.

Mir hat mal ein Förster erklärt, dass z.B. Kronen- oder Durchforstungsholz mit voller Absicht aus ökologischen Gründen im Bestand verbleibt - wenn's nicht gerade Käfer-Holz ist. :hmm:
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon emil17 am Sa 11. Mai 2019, 13:22

frodo hat geschrieben:Mir hat mal ein Förster erklärt, dass z.B. Kronen- oder Durchforstungsholz mit voller Absicht aus ökologischen Gründen im Bestand verbleibt - wenn's nicht gerade Käfer-Holz ist.

Das ist auch kein Problem und macht Sinn, aber wenn man damit Geld erwirtschaften könnte, würde man es nicht machen.
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon viktualia am Sa 11. Mai 2019, 13:45

Frodo teilt mit:
dass z.B. Kronen- oder Durchforstungsholz mit voller Absicht aus ökologischen Gründen im Bestand verbleibt

Emil schlussfolgert:
aber wenn man damit Geld erwirtschaften könnte, würde man es nicht machen.

Sag mal, Emil, meinst du da wirklich, das Erhalten eines Waldes, das "zulassen" von Kompostierung, sei kein "wirtschaftlicher Faktor"?
Habe nichts damit zu tun, mit diesem Wald Geld verdienen zu können? (Oder auch nicht, aber halt die Möglichkeit aufgrund des Gesundheitszustandes zu erhalten....)
Wunderst du dich nicht auch, dass Milchbauern ihre Kühe füttern, anstatt einfach nur mit der Milch ihr Geld zu machen?

Hmm, ich habe Frodo so verstanden, das der Förster ihm erklärt hat, dass er sich nicht nur Arbeit spart, sondern so Geld verdient:
in dem er seinem Wald die Chance gibt, "produktiv" zu sein.
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon frodo am Sa 11. Mai 2019, 14:39

Naja, da gab's wohl auch eine historische Entwicklung, sowohl der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, als auch des ökologischen Wissens:
Meine Mutter hat immer erzählt, dass im Krieg und der Zeit danach, der Wald null Restholz enthielt, weil's eben ein wertvoller Rohstoff zum heizen, und "Sammelscheine" begehrt waren, weil aufbereitetes Brennholz oder gar Kohle zu teuer war.
Dann kam das "Wirtschaftswunder" und die Zentralheizung, und die Nachfrage sank, und dann kam Jemand auf die Idee, dass es vielleicht ganz nützlich wäre, wenn das Holz im Wald verrottet.
Berechtigungsscheine, um Kronenholz aus dem Wald zu holen, gab's bei uns aber zumindest bis vor 20 Jahren noch zum nahe-Null-tarif. :im:
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon emil17 am Sa 11. Mai 2019, 15:00

Viktualia: Was ich da meine, wirklich meine, steht in meinem Beitrag.
Wenn ich mich über die Fütterung von Milchkühen hätte äussern wollen, hätte ich die Worte Milchkuh und füttern verwendet.
Habe ich aber nicht.
Ich wundere mich auch selten darüber, dass Milchbauern ihre Kühe füttern. Hier füttert nämlich niemand seine Kühe, die fressen ganz von selber.

Zum Wald: viele, vor allem ältere Leute, kannten aus ihrer Kindheit nur aufgeräumte Wälder, wegen Holznot und Brennholzknappheit. So wie frodo sagt.
Dann kam das Waldsterben, und viele dachten, das sei doch logisch, wenn alles so unaufgeräumt und durcheinander ist und überall Holz herumliegt, das muss doch Ungeziefer und Krankheiten geben. Haben mir mehrfach ältere Leute gesagt, als sie mich beim Holz holen sahen, das sei gut für den Wald, wenn da endlich wieder mal jemand aufräumt.
Deshalb haben viele Förster sich rechtfertigen müssen, dass das Liegenlassen keinen Schaden tut. (wozu haben wir denn Förster, wenn die nicht mal aufräumen ...)
Kompostieren wegen Humusbildung war früher eigentlich nie ein Anliegen, im Gegenteil: Wälder wurden auch noch zur Streugewinnung und als Kleinviehweide genutzt, und waren danach.
Mengenmässig trägt Kronenholz bei Wäldern aus jungen Bäumen nicht viel zur Humusbildung bei, da ist die Hauptmenge Laub, Reisig und absterbende Wurzeln (die dauernd ersetzt werden). Zudem enthält Holz relativ wenig Nährstoffe - die Nutz- und Brennholzmengen, die ein Wald langfristig erzeugen kann, können ohne Gefahr für den Bestand oder gar Ersatzdüngung entnommen werden. Wenn hingegen Laubstreu entnommen wird, ist es anders.
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon viktualia am Sa 11. Mai 2019, 18:00

Hier füttert nämlich niemand seine Kühe, die fressen ganz von selber.

Lach, danke, klar, hast Recht.

Ja, an die Zeit kann ich mich auch gut erinnern - aber du warst kurz vorher noch bei den Biomasseplantagen.
Bislang hab ich ja nur ahnen können, was da für dich für ein Bezug hinter ist.

Gibt´s da vielleicht auch einen zu Steingärten?
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon Wildmohn am So 12. Mai 2019, 19:37

Spencer hat geschrieben:Ich mag die Steingärten ja auch nicht, aber ein Gesetz was Du in Deinen Vorgarten pflanzen sollst, geht doch wohl entschieden zu weit. :hmm:

Claudia Schulz, Landesvorsitzende der Grünen, erklärt: „Gerade mit Blick auf den Klimawandel wird eine kühlende, beschattende Begrünung immer wichtiger.“ Daher fordert sie eine künftige Festlegung für die Bepflanzung von Vorgärten.


..... natürlich mit dem Blick auf den Klimawandel. Da sich bekanntlich Klima immer wandelt und keine konstante Größe besitzt, kann man demzufolge immer auf Grund dessen Gesetze erlassen :grr: ;)

Quelle: https://m.ostsee-zeitung.de/Nachrichten/MV-aktuell/Schottergaerten-auf-dem-Vormarsch-Kommt-Pflicht-fuer-gruene-Gaerten


@Spencer:
Sie "fordert" ersteinmal nur etwas. Die Schotterpiste auf dem Bild im Link sieht ja nun nicht unbedingt danach aus, dass in solchen Bereichen das Leben tobt. ;)
Und ja, wenn man bedenkt, dass es immer mehr Liebhaber solcher Einöden gibt, dann ist das in der Summe eine bedeutende Fläche, die für die biologische Vielfalt einfach mal verloren geht.
Dieses Denken:
-es soll nicht viel Arbeit machen
-es muss rational und billig sein
ist in der Summe eben genau jenes Problem, welches uns in die Sackgasse führt.
Die Schottergartenliebhaber, die Carnivoren (Veggieday) und PSM-Anwender(Insektensterben und andere Folgen) mögen Forderungen nach dem Hinterdenken über die Folgen unseres Handelns als Bevormundung verstehen, aber da die Richtung des menschlichen Handelns für unsere Umwelt eindeutig negativ ist, sind berechtigte Forderungen, diesen Irrsinn Einhalt zu gebieten, vielleicht nur das vermeintlich kleinere Übel?
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon viktualia am So 12. Mai 2019, 21:02

sind berechtigte Forderungen, diesen Irrsinn Einhalt zu gebieten, vielleicht nur das vermeintlich kleinere Übel?

Absolut!
Und deshalb fordere ich dem Irrsinn der Veganer, normale Mitmenschen als ne Art "Kannibalen" zu bezeichnen, Einhalt zu gebieten!
die Carnivoren (Veggieday)
Geht´s noch?

Manche Veganer sind irgendwie auch ne Art "moralischer Steingarten", könnte man meinen...
Folie drunter, wasserdichte Argumentation, keine Arbeit mehr mit Kulturbegleiterscheinungen und gut ist.

(Wollte ich nur gesagt haben, der Vorlage konnte ich dann nicht widerstehen, mit dem Übel der Bevormundung.
Da kenn ich mich schliesslich aus.)

Edit: kom´ nicht auf die Idee, mir mit "Begrifflichkeiten" zu kommen, in der Klasse der Säugetiere zählen Veganer zu den Karnivoren, ob sie´s tun oder nicht. Konnotation ist das Stichwort, wenn du dich auf einen Zank einlassen magst.
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon ina maka am So 12. Mai 2019, 21:20

Über´s Waldaufräumen oder nicht gab es mal eine recht kontroverse Diskussion ;)
Waldsterben durch "Umweltschutz"?

edit, @viktualia: Omnivoren wohl eher ;)
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Steingartenverbot ?

Beitragvon Wildmohn am So 12. Mai 2019, 21:55

@Viktualia: :mued:
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