open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon strega am Mo 29. Okt 2018, 19:05

ich denk Pfefferspray ist kokolores, sowohl gegen Tiere als auch gegen Menschen, brauchst ne gefühlte halbe Stunde bis du es aus dem Handtäschen rausgepopelt hast und dann muss der Wind in der Richtung stimmen, sonst kriegst du die Sch... ab...
ich mach schon länger Kampfsport für die Strasse und ich bin überzeugt davon..... dass Pfefferspray kokolores ist.

Schäferhunde und co sind ja nicht per se beisswütig und ich denk, alle Jahre wieder geistert so ein Drama durch die Medien, wenn ein gestörter Hund ein Kind totbeisst....
die Milliarden anderer absolut sozialverträglicher Hunde werden damit natürlich ignoriert... klaro, die Medien wollen Sensationen und die Millionen Fernsehzuschauer vor der Glotze um acht wollen Katastrophen zum Abendessen :pfeif:

hab das ganze gerade auch hier im Dorf, mein Hundemädel ist einfach neugierig, wenn es Leute und Hunde trifft auf der Strasse und geht auf diese zu,
viele Leute schreien dann gleich auf, weil sie halt angelernten Horror haben vor Hunden welcher Art auch immer, auch wenn ich sie an der Leine hab und sie - wie immer- freundlich wedelt, sie springt niemanden an oder macht irgendwas Anstössiges, will halt mal entgegengehen und schnuppern und das wars,

manche können damit gut und umarmen sie praktisch, sowohl Hunde als auch Menschen,
manche, sowohl Hunde als auch Menschen,
können nicht über ihren Schatten springen, der da heisst "Hund ist böse",
auch wenn sie es tatsächlich ganz einfach mit fast allen kann und lieb zu ihnen ist, sowohl Mensch als auch Hund.......

das ist schade, denn so werden schöne Begegnungen gleich im Keim vereitelt

und weiter die alten eingefahrenen Muster gefahren

da wünsch ich mir für alle einfach manchmal ein bisschen mehr Sensibilität für den aktuellen Moment,

denn du spürst es, ob ein Hund dir einfach nett begegnen will oder nicht....
nur musste dann ein paar gelernte Schemata fallenlassen
aber das tut eh gut, in jeder Hinsicht.

Soll nicht überheblich klingen, das was ich hier schreib, das tut mir genauso gut wie jedem/r anderen, nur manchmal brauch ich dazu ne Erinnerung :ohm:
Frauen, die sich gut benehmen, schreiben selten Geschichte. Eleanor Roosevelt
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Sonne am Mo 29. Okt 2018, 20:40

strega hat geschrieben:ich denk Pfefferspray ist kokolores, sowohl gegen Tiere als auch gegen Menschen,


Nun...ich denke mal, es ist besser als nichts.

strega hat geschrieben: hab das ganze gerade auch hier im Dorf, mein Hundemädel ist einfach neugierig, wenn es Leute und Hunde trifft auf der Strasse und geht auf diese zu,viele Leute schreien dann gleich auf, weil sie halt angelernten Horror haben vor Hunden welcher Art auch immer, auch wenn ich sie an der Leine hab und sie - wie immer- freundlich wedelt, sie springt niemanden an oder macht irgendwas Anstössiges, will halt mal entgegengehen und schnuppern und das wars,


Du hast sie angeleint? Sehr schön. So mag ich das. Und wenn sie wedelnd auf mich zu kommt und nett ist, würde ich vielleicht fragen,
ob man sie streicheln darf.

Denn auch wenn's hier im Thema nicht immer so durch kommt - ich mag Hunde. Hätte gerne wieder einen.
Und angeleinte Hunde bräuchten meiner Meinung nach auch keinen Maulkorb, außer es sind Kampfhunde.

Aber ich mag nicht die Hunde, die dazu da sind ein Grundstück oder einen Hof zu bewachen und unbeaufsichtigt frei rumlaufen. Für die ist 'Bewachen' ihr Job
und es normal, dass sie auf mich zurennen, laut bellen, mich anspringen oder vielleicht sogar aggressiv sind. Meistens sind das auch keine kleinen Pinscher, sondern Kaliber der größeren Art. Und das ist hier nicht so selten. Und dafür habe ich auch nicht das geringste Verständnis. Und noch weniger, wenn der Besitzer weit und breit nicht zu sehen ist...Ist er im Haus...im Stall...auf dem Feld...sonst wo? Auf jeden Fall nicht bei seinem freilaufenden Hund.

Ich kann auch die Hundebesitzer nicht leiden, die ihre Hunde frei laufen lassen und wenn die dann bellend auf einen zukommen laut schreien: 'Der tut nix' und selber aber gut 30m weiter weg sind. Ich schrei' dann meistens zurück, dass ich Angst vor Hunden habe und sie den gefälligst zurückpfeifen sollen.
Klappt meistens. Aber warum bitteschön, können sie ihr Tier nicht anleinen, wenn es offensichtlich nicht so gut erzogen ist, bei Herrchen zu bleiben.

Sorry - dafür habe ich kein Verständnis.
Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr gut. 1. Mose 1, 31
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Adjua am Mo 29. Okt 2018, 22:28

@Ängste: Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen sein soll: Ängste und Phobien sind Privatsache eines Menschen, ob er sie überwinden will oder kann, ist seine private Angelegenheit. Wenn jemand Flugangst hat, aber beruflich fliegen soll, dann kann es wohl sein dass es sich dazu entscheiden diese Flugangst therapieren zu lassen.

Aber wieso sollte der Mensch mit Angst vor Hunden sich therapieren lassen, nur weil Leute Hunde halten wollen und ihre Hunde nicht unter Kontrolle halten können? Im Prinzip rechtfertigen die Hundehalter damit nur ihre eigene Faulheit - sie erziehen/beaufsichtigen den Hund nicht, oder nehmen sich einen schwererziehbaren Hund, aber andere sollen den Preis dafür zahlen.

Das finde ich einfach jeder Hinsicht unmöglich. Das ist auch nicht rechtens. Hunde sind Privatsache, die niemand Fremden im öffentlichen Raum belästigen darf.
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Doris L. am Di 30. Okt 2018, 09:03

[url]Aber ich mag nicht die Hunde, die dazu da sind ein Grundstück oder einen Hof zu bewachen und unbeaufsichtigt frei rumlaufen.[/url] früher gab es außerhalb einen Hof, da lief ein kleiner Hund bellend und knurrend auf alle Leute zu die vorbei kamen. So ein richtiger kleiner Giftzwerg, er fletschte die Zähne. Vor dem hatte ich auch Angst. Zum Glück war ich auf dem Rad und es geht an der Hofstelle etwas bergab. Aber ich nahm mir vor, wenn der mich angreift, dann kriegt der Köter einen Tritt von mir. So was darf man doch nicht frei herumlaufen lassen, was, wenn Kinder vorbeikommen ? Die Strecke war sehr beliebt. Inzwischen wird der Hund nicht mehr leben, ist schon lange her.
Es liegt an den Besitzern wenn die Hunde so sind. Unser Nachbar hatte nur solche Hunde. Einmal war so ein Zwergschnauzer auf dem Arm und da hat der doch tatsächlich meine Omma gebissen. Der lief ganz still hinter den Leuten her und fing dann an sie anzubellen.
Die Hunde meiner Nachbarin sind auch seltsam, Dackel und sie lassen sich von mir nicht anfassen, freuen sich aber wie dolle über mich, aber blos nicht anfassen. Ich finde das merkwürdig, die kennen mich doch.
Doris

Nichts geschieht ohne einen Traum


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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon ina maka am Di 30. Okt 2018, 11:48

Adjua hat geschrieben:@Ängste: Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen sein soll: Ängste und Phobien sind Privatsache eines Menschen, ob er sie überwinden will oder kann, ist seine private Angelegenheit.


Adjua hat geschrieben:Hunde sind Privatsache, die niemand Fremden im öffentlichen Raum belästigen darf.


Die privaten Ängste derer, die zu faul sind, sich therapieren zu lassen, aber auch nicht. :im:
Wenn jemand einfach zu faul ist, sich therapieren zu lassen, darf er mich mit meinem nicht therapierbaren Hund aber auf keinen Fall belästigen!

sic!

sorry - ich habe jetzt nur Till Eulenspiegel gespielt.
Obiges Geschriebsel ist nicht meine Meinung!!!!!!

Abgesehen davon, dass Hunde keine Privatsache sind, sondern fühlende Lebewesen.

"Den anderen" die ganze Verantwortung zu überlassen, finde ich nicht fair - von keiner Seite!
Auf mich und meine Ängste hat auch niemand Rücksicht genommen - dass ich mir mit Small talk noch immer schwer tu, wird mir als Hochnäsigkeit oder Besserwisserei ausgelegt...
Ich erwarte aber nicht, dass sich alle anderen daran halten müssen.
In besonderen Fällen kläre ich mein Gegenüber auf und bitte um Rücksicht.

Unser HUnd ist auch einer von denen, die gerne Menschen wedelnd anhupfen.
Die Kinder bei uns zu Hause kennen sie alle und haben keine Angst.
Die Mutter eines Freundes hat Angst vor HUnden und mir das gesagt. Also halte ich sie bei ihr zurück, weil ich informiert worden bin!

Wachhunde waren bei uns früher an einer langen Leine vor dem Haus- und Stalleingang.
wurde regelmäßig an der Leine spazieren geführt.
Ja, nicht oft genug, um dem Tierschutz gerecht zu werden.
Aber der Hund hatte seine Arbeit, war kein Kinder-Spielzeug ;)
(also artgerecht gehalten??)

Leinenhaltung ist verboten worden.
Wie soll der Bauer jetzt seinen Hof schützen?

(vor menschlichen Dieben, nicht vor Wölfen!)

Es hängt alles zusammen - wir waren ja schon so weit, dass beide Rücksicht nehmen sollen und das ist ein guter Weg. :daumen:
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Rati am Di 30. Okt 2018, 12:32

Hi Sonne:
Sonne hat geschrieben:Schön für dich, Rati und für deinen Sohn.
Ich hatte leider nicht das Glück, solch derart pädagogisch fürsorgliche Eltern zu haben. Ich musste mit meinen Ängsten schon selber fertig werden...
was meinen Sohn betrifft hast du da recht. Aber was mich betrifft:
Rati hat geschrieben:ich wurde auch schon von Hunden angefallen...ich persönlich habe mir Verhaltensweisen beigebracht Hunde einzuschätzen und ihnen im Notfall entgegenzutreten
hatte das nix mit meinen Eltern zu tuen. :)
Ob dafür ein Therapeut notwendig ist weis ich nicht, aber versuch es doch mal mit nem Kontakt zu Polizeihundeführern, Verhaltensforschern(Wolf) oder zB Schäfern.
Die können dir sicherlich Tips geben wie du erkennen kannst wann ein Hund tatsächlich bedrohlich ist und wie du dich dann verhalten kannst.
Das wiederum wird dir Sicherheit geben.
Und das wiederum hilft dann sicherlich bei der objektiveren Einschätzung wenn es darum geht wie mit solchen Herausforderungen (egal ob Hund oder Wolf) gesetzlich/gesellschftlich umgegangen werden soll. :)

Grüße Rati
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Sonne am Di 30. Okt 2018, 14:56

@Ina...ich weiß auch nicht, wie der Bauer seinen Hof schützen kann. Aber wenn sein Gehöft an einer öffentlichen Strasse oder Weg liegt, dann kann es nicht sein, dass ein Hund dort Wegelagerer spielt.

@Rati...ich verstehe deinen Beitrag zwar vom Wort her, aber nicht warum du das schreibst, nachdem ich schon zweimal geschrieben habe, dass ich durch Selbsttherapie inzwischen mit fast allen Hunden kann.

Sogar der Streuner, der mal wieder abgehaut ist von irgendwo, und gemütlich vor sich hintrottet, mich kurz beäugt und dann seine Nase wieder in irgend ein Mauseloch versenkt, macht mir nicht soviel Probleme. Wir ignorieren uns dann einfach. Mehr oder weniger sympathisch.

Aber Wachhunde können gefährlich sein und da kann mir wahrscheinlich keiner einen brauchbaren Tip geben. Ob nur wachsam...aggressiv oder gar im Killermodus, erkenne ich auch ohne Verhaltensforscher.

Doch wie sich der Hund in der Situation verhält, kann mir dann auch keiner sagen. Natürlich gibt es da genug gängige Ratschläge...Aber wie sich eine Situation entwickelt und was der Hund letztendlich macht, das kann man vorher nun wirklich nicht genau wissen und gegen einen sehr aggressiven Hund habe ich auf einsamer Landstraße eh' keine Chance.

Aber die Diskussion hier ist wie Ping-Pong...es geht hin und her...aber eine Gemeinsamkeit zu finden scheint mir nicht gegeben. Von daher bin ich raus. :)
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Rati am Di 30. Okt 2018, 15:35

Sonne hat geschrieben:@Rati...ich verstehe deinen Beitrag zwar vom Wort her, aber nicht warum du das schreibst, nachdem ich schon zweimal geschrieben habe, dass ich durch Selbsttherapie inzwischen mit fast allen Hunden kann.
na ja, weil du gleichzeitig auch so etwas schreibst.:
Sonne hat geschrieben:Ich bin von Hunden schon angefallen worden und würde für jeden halbgroßen oder sogar kleineren Hund, den Maulkorb begrüßen.
....Ich würde so gerne auch mal mit dem Rad zur Arbeit fahren, aber auf dem Weg sind 2 Bauernhöfe, deren Hunde manchmal frei sind. Große Hunde...
Freilaufende Hunde finde ich zwar generell nicht so bedrohlich - ... - aber diese Hofhunde bewachen im Grunde das Grundstück, das an die Strasse grenzt. Und das kann gefährlich werden. Vor allem für Menschen, die Angst haben, denn der Hund riecht das. Und zu denen gehöre ich leider....
Und dann sind da noch die Hundehalter, auf dem Feld-Wald-Wiesenweg, deren Hunde frei laufen und die wild bellend auf einen zu springen. 'Die tun nix!'...schreit dann der Besitzer aus der Ferne. Doch. Die tun was. Die lösen in mir Panik aus. Und das ist schlimm. Das ist für den Betroffenen gar nicht lustig. Ganz abgesehen, von der Beschämung, was man da mal wieder für ein Angsthase ist und seine Angst nicht in Griff kriegt....Ich wandere sehr gerne...aber um unbeschwert zu wandern müssen wir erstmal etliche Kilometer mit dem Auto woanders hin fahren....
Deshalb würde ich diese Petition niemals unterschreiben...
deshalb dachte ich mir, ich rate dir mal dich mit Leuten zusammen zu tuen, die dir helfen können einen Hunden den du nicht kennst, besser einzuschätzen.
Weil die Fachleute doch ziemlich genau das:
Sonne hat geschrieben:Doch wie sich der Hund in der Situation verhält, kann mir dann auch keiner sagen. ...Aber wie sich eine Situation entwickelt und was der Hund letztendlich macht, das kann man vorher nun wirklich nicht genau wissen
können.
und das auch:
Sonne hat geschrieben:Aber Wachhunde können gefährlich sein und da kann mir wahrscheinlich keiner einen brauchbaren Tip geben

und für das:
Sonne hat geschrieben:gegen einen sehr aggressiven Hund habe ich auf einsamer Landstraße eh' keine Chance.
schon auch Abwehrstrategien empfehlen und sogar trainiren können.
Und ich dachte mir,das du vielleicht mit diesem Wissen dafür sorgen kannst, das du eben nicht zu denen gehörst bei dem der Hund "die Angst riechen kann".
Entschuldigung, ich werde das nicht mehr machen.

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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Adjua am Di 30. Okt 2018, 16:39

ina maka hat geschrieben:
Adjua hat geschrieben:@Ängste: Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen sein soll: Ängste und Phobien sind Privatsache eines Menschen, ob er sie überwinden will oder kann, ist seine private Angelegenheit.


Adjua hat geschrieben:Hunde sind Privatsache, die niemand Fremden im öffentlichen Raum belästigen darf.


Die privaten Ängste derer, die zu faul sind, sich therapieren zu lassen, aber auch nicht. :im:
Wenn jemand einfach zu faul ist, sich therapieren zu lassen, darf er mich mit meinem nicht therapierbaren Hund aber auf keinen Fall belästigen!

sic!

sorry - ich habe jetzt nur Till Eulenspiegel gespielt.
Obiges Geschriebsel ist nicht meine Meinung!!!!!!


leider entspricht deine Till Eulenspiegel Meinung der Meinung viele Hundebesitzer, nachzulesen in Hundeforen. nicht nur gesetzeswidrig sondern absolut skandalös, meiner Meinung nach.

ina maka hat geschrieben:Abgesehen davon, dass Hunde keine Privatsache sind, sondern fühlende Lebewesen.


Du kannst es drehen und wenden wie du es willst, Tiere sind eine Sache, jedenfalls nach dem Gesetz. ich weiß das, und ich weiß auch was juristisch auf mich zukommt, wenn ich meinen Hund frei laufen lasse, und nicht dafür sorge, dass er niemanden belästigt. das ist die juristische Sicht, emotional kann ich meinen Hund trotzdem super süß und lieb finden, und sehr wohl wissen, dass es ein fühlendes Wesen ist.


ina maka hat geschrieben: "Den anderen" die ganze Verantwortung zu überlassen, finde ich nicht fair - von keiner Seite!
Auf mich und meine Ängste hat auch niemand Rücksicht genommen - dass ich mir mit Small talk noch immer schwer tu, wird mir als Hochnäsigkeit oder Besserwisserei ausgelegt...
Ich erwarte aber nicht, dass sich alle anderen daran halten müssen.
In besonderen Fällen kläre ich mein Gegenüber auf und bitte um Rücksicht.

Unser HUnd ist auch einer von denen, die gerne Menschen wedelnd anhupfen.
Die Kinder bei uns zu Hause kennen sie alle und haben keine Angst.
Die Mutter eines Freundes hat Angst vor HUnden und mir das gesagt. Also halte ich sie bei ihr zurück, weil ich informiert worden bin!



Was heißt, von keiner Seite? die Verantwortung liegt beim Hundebesitzer, und bei sonst niemandem. Du kannst nicht sämtliche Hundebesitzer, die dir auf deinen Spaziergängen begegnen, darüber informieren, dass deren Hund niemanden anspringen soll. Deswegen wird unserem Hund beigebracht, das Anspringen grundsätzlich nicht erlaubt ist. Bei niemandem, Schwanzwedeln oder nicht, und Punkt. Er ist jetzt 7 Monate alt, und kann das schon sehr gut. Wir sind keine professionellen Hundetrainer, also kann das nicht so schwer sein.

ina maka hat geschrieben:Wachhunde waren bei uns früher an einer langen Leine vor dem Haus- und Stalleingang.
wurde regelmäßig an der Leine spazieren geführt.
Ja, nicht oft genug, um dem Tierschutz gerecht zu werden.
Aber der Hund hatte seine Arbeit, war kein Kinder-Spielzeug ;)
(also artgerecht gehalten??)

Leinenhaltung ist verboten worden.
Wie soll der Bauer jetzt seinen Hof schützen?

(vor menschlichen Dieben, nicht vor Wölfen!)



Leinenhaltung ist keineswegs verboten, die Leine muss bloß lang genug sein. 5 Meter oder so. Unser Hund läuft an einer 20 m langen Leine, das ist keineswegs tierschutzwidrig. Außerdem ist extremes bewachen und verbellen aller Menschen Erziehungssache und auch die Sache der Beschäftigung. Viele Hunderassen die gute Wachhunde sind, sowie unserer unter anderem auch, suchen sich eine Beschäftigung, wenn sie sonst nichts zu tun haben. Bewachen und Verbellen von Spaziergängern liegt da nahe. Wenn wir mit unserem Hund nichts machen würden, würde er auch bei jedem Spaziergänger ausflippen.

Wenn ein Hofbesitzer keine Zeit hat, soll er sich eine entsprechend lange Leine anschaffen, das reicht vollkommen in Kombination mit einem angepassten und der Größe gerechten Geschirr.
ina maka hat geschrieben:
Es hängt alles zusammen - wir waren ja schon so weit, dass beide Rücksicht nehmen sollen und das ist ein guter Weg. :daumen:


Gar nicht. Rücksichtnahme besteht darin, dass man einen Hund, der nicht beaufsichtigt wird, und sich möglicherweise langweilt, an der langen Leine hält. das wird dem Hund als fühlendes Wesen 100% gerecht, zumal man auch Spielzeug am Hof verteilen kann, bis man Zeit hat, mit dem Hund zu spielen oder spazieren zu gehen. entsprechende Erziehung, dass der Hund nicht Leute auf dem Weg belästigt, sondern erst anschlägt wenn jemand den Hof betritt, wäre natürlich noch besser aber zeitaufwändiger.

Oder man hat ein Tor, wo der Hund nicht herauskommt, und bemüht sich dorthin, um dieses aufzumachen, und den Hund an die Leine zu nehmen, wenn jemand hereinkommt. Dies im Falle, dass man zu faul war dem Hund beizubringen, Leute nicht anzuspringen oder auf Rückruf zu hören.

Jedenfalls hat der Wanderer, der an einem Hof vorbei geht - auf einem öffentlichen Weg, oder auf einem Privatweg, das ist egal - gar nichts damit zu tun, den Hund des Hof Besitzers zu bändigen unter Kontrolle zu halten seine Ängste vor ihm zu therapieren oder was auch immer.

So jedenfalls gebietet es das Gesetz, da gibt es keineswegs zwei Seiten, warum wohl, und es gebietet meiner Meinung nach auch der Anstand, dass man fremde Leute nicht belästigt. Zumal gute Führung und klare Grenzen für jeden Hund ein Segen sind.
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Re: open petition: nein zur allgem. Maulkorbpflicht

Beitragvon Adjua am Di 30. Okt 2018, 16:49

Rati, ich verstehe nicht, warum du immer noch so schreibst, als wäre Sonne selbst dafür verantwortlich, dass sie sich vor Hunden fürchtet.

Und dass sind nur etwas in ihrem Verhalten ändern muss, und deine klugen Ratschläge annehmen, und was auch immer, damit das alles anders wird, und die Hunde sie mit größter Wahrscheinlichkeit nicht anfallen werden.

Wenn Sonne von einem Hund angebellt wird, und sich fürchtet, dann hat sie genauso wenig Handlungsbedarf wie ein Opfer einer Vergewaltigung. Obwohl es erwiesen ist, dass eher Frauen Opfer einer Vergewaltigung werden, die sich wie potentielle Opfer verhalten.

Da versucht man auch nicht, die Opfer zu therapieren, auf dass sie ihr Verhalten gegenüber Männern ändern, sondern man bestraft die Männer die Frauen belästigen oder gar vergewaltigen.

Es ist für mich ziemlich unglaublich, dass hier Leute ernsthaft die Freiheit eines Menschen, spazieren zu gehen, oder mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, weniger hoch bewerten, als die Freiheit eines Hundebesitzers, seinen Hund frei laufen zu lassen. Geht's irgendwie noch?
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