Vögel füttern im Winter versus Vogelschutz

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Vögel füttern

Beitragvon apio am Mo 12. Dez 2011, 13:21

Füttert Ihr Vögel, warum oder warum nicht und mit was? Welche Vögel kommen bei Euch zum Futterhäuschen?

Ich füttere die Vögel weil es mir Spaß macht sie zu beobachten, und weil ich denke das es nicht schadet. Daß sie es brauchen glaube ich nicht.

Ich füttere mit ungeschälten Sonnenblumenkernen, Meisenknödeln und Erdnusssäckchen.
Bisher kommen nur Kohlmeisen, Blaumeisen und Spatzen (Haussperling).

lg,
Apio
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Re: Vögel füttern

Beitragvon kleinesLicht am Mo 12. Dez 2011, 16:38

Ich fuettere eine gefuehlte halbe Million Spatzen mit Legemehl... unfreiwillig. :)

Die Biester sind so dreist und spazieren in aller Seelenruhe im Huehnerstall umher, warum der Hahn das duldet, ist eins der groessten Raetsel unserer Zeit. :motz:
viele Grüße
ein kleines Licht
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Re: Vögel füttern

Beitragvon Chaosgarten am Mo 12. Dez 2011, 17:10

Bitte nicht mit gekauften Futtermischungen füttern, auf dem Wege haben sich wohl schon einige hochinvasive Pflanzen hier verbreitet.

Ich persönlich halte es nicht für Notwendig, die meisten Vögel sind im Winter Teilzieher und ziehen halt weiter, wenn das Futter knapp wird. Wenn man Kinder hat. ist es sicher nett, die Vögel so anzulocken, damit man sie beobachten kann.
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Re: Vögel füttern

Beitragvon Sabi(e)ne am Mo 12. Dez 2011, 20:40

Ich füttere ganzjährig nach http://www.amazon.de/V%C3%B6gel-f%C3%BCttern-richtig-sch%C3%BCtzen-bestimmen/dp/3440116441/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1323714036&sr=8-1, vorwiegend sehr kleinkörniges Waldvogelfutter im Winter, hab alle möglichen Nisthilfen angebracht, für Wasser gesorgt, und hatte schon 36 Arten gezählt.
Es lohnt sich also sehr. Natürlich hilft es auch, daß unser Grundstück nahezu katzenfrei ist, und damit auch Arten, die gern bodennah brüten, eine Chance haben.
Resultat waren letztes Jahr unter anderem 5 Bruten Zaunkönige, 3 von Rotkehlchen, und 4 von Dompfaff, dazu Buchfinken, Rotschwänze, Stadt- und Feldspatzen, Grünspecht, Eichelhäher (grrrrr), Schafstelzen, Bachstelzen, und noch mindestens 7 weitere Arten kleiner brauner sehr schneller Vögelchen, die *piep* machen - ich krieg sie nicht bestimmt, weil sie nicht stillhalten :lol: , außerdem Nachtigall, Schwarz- und Singdrosseln, sowie Wintergäste wie Schwanzmeisen.
Da das große Futterhaus nur 7m von meinem Büro steht, hab ich nen guten Überblick, wer da alles so kommt (wenn ich nicht grad dem Payjob nachgehen muß.)
Die Viecher machen mir ganz enorm Spaß.... :michel: aber man muß halt was dafür tun.

Nachtrag: @apio: was du fütterst, können auch nur die gebrauchen, die da kommen. Alle anderen brauchen feineres Zeugs, vorwiegend ölhaltige kleine Samen, oder Weichfutter.
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Re: Vögel füttern

Beitragvon ina maka am Mo 12. Dez 2011, 21:05

hallo!

Ich füttere nicht
- vor allem, weil ich anderes zu tun habe :rot:
(Und die Sonnenblumenkerne haben wir auch schon selber weggessen)

Am Land draußen deshalb nicht, weil wir nur unregelmäßig draußen sind und das ist sicher nicht so ideal - aber ich habe die Samenstände an allen Stauden und an vielen Sträuchern stehen lassen.
Und für den Sommer: versuchen wir, vielen Insekten Lebensraum zu bieten.

In Wien nicht, weil das eh schon so viele tun hier.

liebe Grüße!
Wir leben in einem Gefängnis mit offenen Türen und Fenstern und die Frage ist, wer sind die ersten, die sich raustrauen? Wagenhofer www.youtube.com/watch?v=q2WEVdNQAxE
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Re: Vögel füttern

Beitragvon Sabi(e)ne am Mo 12. Dez 2011, 21:39

Wenn man das Vogelfüttern anfängt, muß man es auch durchziehen bis April - die Vögel verlassen sich darauf.
Wenn der Schnee weg ist, fängt der Hunger eigentlich erst richtig an, weil es noch ziemlich lange keine neuen Samen mehr gibt, und auch Insekten noch verdammt knapp sind.
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Re: Vögel füttern

Beitragvon frodo am Mo 12. Dez 2011, 23:42

Wir füttern auch Vögel, allerdings überwiegend in Sommer und Herbst, wenn ich die abgepickten Kirschen und Erdbeeren, die Löcher in Äpfeln und Birnen und die dezimierten Weintrauben richtig interpretiere :pfeif:
Und in Sabines Aufzählung vermisse ich eine Vogelart, die es hier sehr zahlreich gibt, und welche Meisenknödel nicht anpickt, sondern komplett wegschleppt: ELSTERN! :sauenr_1:
Irgendwie beschleichen mich langsam Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer bestandsfördernden Winterfütterung für diese Vogel-Population. :dreh:
Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind
A.Einstein
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Re: Vögel füttern

Beitragvon Sabi(e)ne am Mo 12. Dez 2011, 23:55

:lol: Elstern haben wir hier nur ein Einzelpaar, und die Hunde machen ihren Job und scheuchen sie....
Das ganz große Problem sind hier die verd.....Krähen - jeden Morgen fallen etwa 500 von den Nachtquartieren an der Weser in der Stadt ein.... :motz:
Hier bei mir haben sie wenig Chancen, weil mein Sukzessionswäldchen zu dicht für sie ist, und die Hunde auf alle schwarzen Vögel losgehen.
Aber dem Falkenpaar haben sie dieses Jahr jedes Gelege ausgeräumt - ich will ne Knarre.... :motz:
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Re: Vögel füttern

Beitragvon si001 am Di 13. Dez 2011, 00:06

und welche Meisenknödel nicht anpickt, sondern komplett wegschleppt
ich hab schon eine Ratte mit ´nem Meisenklödel verschwinden sehen. Der Knödel hing so 80-90 cm über dem Boden. Wohl eindeutig zu niedrig!
Seitdem kaufe ich keine Knödel im Netz mehr, sondern fülle kleine Behälter mit Sonnenblumemsamen und Schweineschmalz und hänge sie hoch in den Baum. Das Vogelhäuschen fülle ich nur mit Sonnenblumensamen.
Die selbst angepflanzten Sonnenblumenköpfe sind schon lange leer gepickt.
Liebe Grüße, si001!
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Re: Vögel füttern

Beitragvon Sabi(e)ne am Di 13. Dez 2011, 00:24

Vogelhäuschen fülle ich nur mit Sonnenblumensamen.

Ja, und was sollen die ganzen kleinen Vögel machen, die Sonnenblumensamen oder Getreide nicht aufkriegen?
Das sind Riesensamen, und dafür sind nur wenige Vogelschnäbel gebaut.
Die Grauschnäpper sind z.B. Insektenfresser mit nem relativ langen und sehr spitzem dünnen Schnabel - die haben nix davon.
Wenn du Vielfalt willst, mußt du viel mehr ganz kleinkörnige Saaten nehmen, Waldvogelfutter halt.
Plus Fettfutter wie ganze Schweineflomen in die Bäume an dünnem Draht gehängt (damit die Ratten abrutschen).
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