Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

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Sabi(e)ne
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Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#1

Beitrag von Sabi(e)ne » Mo 13. Jan 2014, 10:59

Bei uns hat die Stadt letztes Jahr im Sommer wegen einer Handvoll neuer Häuser die Hausnummern geändert - nix gravierendes, bei uns von 66 auf 72.
Bei uns kommt Citypost, Deutsche Post, und noch zwei lokale Zusteller, plus Werbeverteiler und Tageszeitung.
Wir haben einen DIN A4 großen Zettel am großen (!) Briefkasten, wer und was hier unter welcher Anschrift zuzustellen ist - unübersehbar.
Seit dem 16.12. haben wir so gut wie keine Post mehr bekommen, haben uns aber nix dabei gedacht - Weihnachtsurlaub allüberall halt.
Gestern nachmittag(!) war dann auf einmal der Briefkasten gestopft voll - da war dann die ganze Post seit dem 19. drin, und die Hälfte davon mit Stempel "unbekannt".
Ich vermute, daß das alles bei den Nachbarn gelandet ist, die aber 3 Wochen verreist waren, und jetzt so freundlich waren, unser Zeug auch in unseren Briefkasten zu tun.
Ich hasse sowas - aber beschweren wird wohl nix bringen, die Weihnachtsaushilfen sind eh schon wieder arbeitslos.... :rot:
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Knurrhuhn

Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#2

Beitrag von Knurrhuhn » Mo 13. Jan 2014, 11:10

Ich tät mich da auch ärgern ..... sicher liegt es an der allgemein grassierenden Unaufmerksamkeit, die m.E. zur Volksseuche geworden ist. :roll:
Heutzutage hört keiner mehr richtig zu, und es guckt auch keiner mehr richtig hin.

Selbst wenn man seinen Nachnamen buchstabiert wird er noch falsch geschrieben, und in meinen Namen sowieso von 70% der Leute ein "N" eingebaut, wo überhaupt keines ist, nie eins war und auch keins hingehört.
Ich finde sowas unhöflich und frage lieber zweimal nach, anstatt jemandes Namen falsch zu schreiben. Hat für mich was mit Anstand und Respekt zu tun, aber ich bin ja auch ein altmodischer Dinosaurier. :holy:

Aber insgesamt hab ich festgestellt, daß Leute einfach nicht mehr zuhören was man sagt, oder auch in e-Mails Zusammenhänge nicht begreifen, vieles an (simplen!) Informationen einfach nicht auf- und wahrnehmen und dadurch viele Fehler passieren.

Von daher wundert es mich nicht, daß auch ein DIN-A4-großer Zettel am Briefkasten nicht wahrgenommen wird.

Beschwerde wird nichts nutzen, da hilft nur alle möglichen Instanzen anrufen/anschreiben und die neue Hausnummer mitteilen (in der Hoffnung, daß diese in der EDV auch tatsächlich geändert wird, was manchmal auch nicht so auf Anhieb klappt ... ;) )

Ich hoffe es war nichts wichtiges/dringendes dabei, und ansonsten hilft nur :kaffee:

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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#3

Beitrag von greymaulkin » Mo 13. Jan 2014, 12:16

Ich habe gerade Weihnachtspost zurückbekommen. Adresse falsch. Statt "Alte H. Str." hatte ich nur "H. Str." draufgeschrieben. Dafür haben die nun seit dem was weiß ich 19. oder 20. 12. gebraucht und statt das dann da mal in den Briefkasten zu schmeißen, schicken sie es zurück....grrrrr

Gruß, Bärbel

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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#4

Beitrag von Kerstines » Mo 13. Jan 2014, 12:27

Rückläufer wegen ""falscher" Anschrift werden manuell bearbeitet (und das kann dauern). Als ich hier im Ort für den regionalen privaten Briefdienst zugestellt habe, wurden wir immer wieder belehrt, nur korrekt benannte Anschriften zuzustellen (gab wohl schon Haftungsfälle).
So, und nun kann man zwar als jemand aus dem Dorf und damit die Leute kennend das zustellen, aber ratet mal, wie oft ich diejenigen gebeten habe, beim Absender die Korrektur der Adresse vornehmen zu lassen (oft private Absender !!).
Und wenn mir der Angesprochene noch entsprechend dämlich kam (auch das gabs hier im Dorf) , na, da lass ich mich doch nicht auf so ein Risiko ein und stell Ungenaues trotzdem zu und bin letzten Endes der Buhmann :schmoll:
Wenn die Zusteller orts- und personenunkundig sind, machen die nur Dienst nach Vorschrift.

:) Kerstines

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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#5

Beitrag von 65375 » Mo 13. Jan 2014, 12:30

Seit es nur noch halbdebile Aushilfen in der Postzustellung gibt, ist das doch fast Alltag.
Hier nebenan, völlig vergammeltes, eigentlich unbewohnbares Häuschen, wurde eine Zeitlang immer mal wieder Post für eine Arztpraxis in einem ganz andern Ortsteil eingeworfen.
Übereinstimmungen, die dem Briefträger offensichtlich gereicht haben: die Straße hat den gleichen Anfangsbuchstaben und die Hausnummer ist die gleiche! :dreh:
Wir haben es immer erst Monate später gemerkt, die Briefe sahen entsprechend aus, da der Briefkasten nicht wasserdicht war.

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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#6

Beitrag von si001 » Mo 13. Jan 2014, 12:33

Schön ist auch, wenn man für 8,90 Euro "postlagernd" wegen längerer Abwesenheit beantragt, dann am ersten Abbestelltag die Post doch zugestellt bekommt, dann dort anruft und sich beschweren muss. Erst dann hat die Lagerung geklappt.
Am ersten Zustelltag bekommen wir dann neben unserer Post auch noch zig völlig fremde Briefe. Super! Ich hab dann dort angerufen und mich wieder beschwert. Antwort: Wenn sie diese Beschwerde schriftlich einreichen, haben sie vielleicht eine Chance die Servicegebührin Briefmarken zurück zu bekommen. Die fremden Briefe soll ich in einen großen Umschlag stecken, fankieren und in den gelben Briefkasten. :aeug:

Wir haben dann zähneknirschend auf das Briefschreiben und die Briefmarken verzichtet. Die Briefe habe ich an die Empfänger (zum Glück bei uns Dorf) verteilt. Die anderen Epfänger hatten im gleichen Zeitraum wie wir dieses "postlagernd" beantragt. Bei der Briefsortierung war man dann wohl etwas oberflächlich....

Ich denke, das Hauptproblemist -wie an vielen Stellen-, dass die Leute schlecht ausgebildet sind, mega viel leisten müssen und einen Hungerlohn bekommen. Früher hatten wir einen Postboten. Den kannte jeder. Der stammte sogar aus unserem Dorf. Da lief alles prima. Heute kommt jeden Tag ein anderer junger Sprutz.
An einem DHL-Auto stand mal dran, dass sie auch Studenten in 14 Tagen zur Aushilfe/Studentenjob ausbilden. Ja da muss man sich nicht wundern!
Meine Nichte hat so etwas noch als Ausbildungsberuf (2? Jahre) gelernt.
Liebe Grüße, si001!
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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#7

Beitrag von 65375 » Mo 13. Jan 2014, 12:47

Wenn man fremde Post bekommt, kann man die, OHNE neu frankieren zu müssen, in den gelben Kasten stecken. Wär ja noch schöner, wenn die Post mit falscher Zustellung auch noch ihren Briefmarkenabsatz erhöht!

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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#8

Beitrag von si001 » Mo 13. Jan 2014, 13:29

Stimmt schon. Mir war es einfach zu blöd, die Briefe wieder "um die halbe Welt" zu schicken. Das hab ich sie lieber selbst beim Empfänger abgegeben (und der Post die Arbeit abgenommen :roll: ).
Liebe Grüße, si001!
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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#9

Beitrag von Sabi(e)ne » Mo 13. Jan 2014, 14:23

@63: dafür können die Zusteller nix - seit etlichen Jahren gibt es Gangfolgesortiermaschinen, die die Briefe sortieren - der Zusteller kann sich da ohne jede Ortskenntnis durchhangeln, und die früheren morgendlichen 2-3 Sortierstunden sind damit weggefallen - da sind zig tausende von Arbeitsplätzen in der Verteilung weggefallen.
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Re: Die Post und die Nachbarn....ich hab nen Hals

#10

Beitrag von 65375 » Mo 13. Jan 2014, 17:41

Unser normaler Zusteller schaut aber trotzdem immer nochmal drüber, bevor er einem das Zeug in die Hand oder den Kasten gibt. Auch der Aushilfszusteller, der meistens kommt, tut das. Aber alle andern anscheinend nicht.

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