Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

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allmende
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Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#1

Beitrag von allmende » Sa 15. Aug 2020, 16:08

(english below)

Es gibt wie immer spannende und langweilige Tätigkeiten wie Schlehen
sensen, jäten, gießen, düngen, roden, ernten, Wildkräuter sammeln,
mulchen und so weiter. Außerdem gibt es viel Raum für Austausch,
Diskussion, Musik, Kochen und zusammen abhängen. Wir laden Dich herzlich
dazu ein unser Waldgartenprojekt kennenzulernen und mit uns den
Schönheiten des Spätsommers zu genießen, mit all seinen Gewittern und
Sandstürmen!
Wir freuen uns über Besuch von gärtnerisch (noch) Unerfahrenen, über
Herzblutgärtner*innen, alte Bekannte und neue Gesichter.
Folgende Wünsche haben wir an die Teilis:
* Melde Dich verbindlich an, es gibt nur begrenzt Plätze. Du kannst auch
nur für einen Teil der Zeit teilnehmen. Sende bei Interesse unbedingt
eine Telefonnummer (es gibt dann nochmal ein kurzes Telefonat zu
bestimmten Orga-Details). Wir erheben ein Anmelde-Pfand.
* Wir wünschen uns eine finanzielle Beteiligung nach Selbsteinschätzung
an Essenkosten (die werden niedrig sein, es gibt einiges Containertes
und Gespendetes). Außerdem brauchst Du ein eigenes Fahrrad oder Auto,
wetterfeste Arbeitskleidung musst Du selbst mitbringen.
* wir werden im 6km entfernten Tagungshaus übernachten, denn es gab
schon mal die ersten Fröste Ende September
* Der Waldgarten ist ein profeministischer Schutzraum, in dem sich
jede*r sicher vor Grenzverletzungen bewegen können soll. Jede*r soll
hier an seinen Identitäten selbst basteln können und in keine gedrängt
werden. Rumgemacker und Homophobie wären also fehl an den Plätzen. Dafür
sollen alle gemeinsam Verantwortung übernehmen.

allmendeperma[at]web.de


As always we’ll offer exciting and boring workings like blackthorn
scything, weeding, watering, fertalising, uprooting, harvesting,
collecting wild salad, …, learn from each other, spend time in the
group, discuss, cook, party and hang around. We invite you cordially to
learn to know the forest garden and enjoy the late summer with all its
thunderstorms and sunburns.
We are looking forward to meeting people from other gardening projects
as well as interested people without any knowledge, to meeting the ones
we already know as well as new people!
From participants we request the following things
* announce binding, there are only limited places. You can also take
part only for a certain time of the gathering. We’ll ask you to pay a
deposit to confirm your participation and save you a spot.
* we wish a fee for the costs of the food (they’re gonna be low, there’s
gonna be some dumpsterdiving and donations). You need a car or a bike to
be mobile and to bring your own weatherproof workcothes.
* we’re going to sleep in a seminar house 6km away, because in late
september we sometimes had the first frost.
* The gathering is a pro-feminist space. Everyone should be able to feel
good on the camp and so should be save from violations of his or her
personal borders. Everyone should be able to tinker with his or her own
identity and shouldn’t be pushed into a certain one. So macho-behavior
and homophobia would be out of place. For these things everybody should
take responsibility.

allmendeperma[at]web.de
Dateianhänge
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Spätsommercamp.png (275.41 KiB) 2945 mal betrachtet
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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#2

Beitrag von emil17 » So 16. Aug 2020, 13:45

Auf fremdem Land Schlehen sensen und dafür auch noch das Essen bezahlen müssen? Ist jetzt vielleicht nicht so der Kracher.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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allmende
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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#3

Beitrag von allmende » So 16. Aug 2020, 14:07

ja nee, Emil, ist nicht so der Kracher. Die meisten Leute kommen auch nicht freiwillig, hauen nach einem halben Tag wieder ab und zahlen tun sie natürlich auch nichts. Und sie konnten nicht lesen. Ist also gut dass Du nochmal drauf hinweist ****schöner Gruß von Steph
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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#4

Beitrag von vogelsberger » Di 18. Aug 2020, 10:15

Hallo, Steph

Eine Flucht in den übertriebenen Zynismus zeugt weder von Kommunikationsbereitschaft, noch von Offenheit für andere Sichtweisen.

Darüber hinaus möchte ich hier von meinen Erfahrungen mit eurem Verein berichten:

Die Selbsdarstellung spricht von Forschungsprojekt; daß eine Datenbank über diverseste Pflanzen sehr, sehr minutiös aufgebaut wird und jede Ernte gewogen und gemessen wird, weiß ich von Einem, der mitgemacht hat. Die Erfahrungen und Informationen, die da gesammelt werden, sollten laut der Webseite der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Auch von Vernetzung ist da die Rede.

So habe ich vor paar Jahren einen Vernetzungsversuch gestartet. Außer paar Floskeln als Antwort war Nix.
Auch wollte ich Informationen über die Erfahrungen mit dem Sybirischen Erbsenstrauch abrufen, habe aber auf wiederholte Anfragen schlicht und einfach keine Antwort bekommen.

Also scheint mir das Projekt nicht wirklich ehrlich durchgefärbt zu sein und einen erheblichen Fakeanteil aufzuweisen.

Vor Jahren wurde mir aus erster Hand berichtet, dass das Projekt (entgegen dem Webseitenschein, dem Verein und stettigen Benutzung von 1 Peson Plural) aus einer Person besteht. Wie sieht es bitte heute aus?

Meine Einschätzung in Sachen Verpflegung bei den Camps: du bittest um finanzielle Beteiligung an Verpflegungskosten und erwähnst, dass ein Teil davon containert wird.
Also, wenn ein 7ha großer Waldgarten nach 22 Jahren des beständigen Aufbaus, immer noch nicht genug Essbares im Herbst abwirft, um ein paar Volontaire durchzufüttern, DANN IST DA ETWAS FAUL!!!

Und Steph - das ist eine harte, doch sachliche und begrüdete Kritik! Wenn du dich bei deiner eventuellen Antwot wieder hinter billigen Zynismus versteckst, gibst du dieser Kritik in allen Punkten Recht und diffamierst dein Projekt auf der ganzen Linie!

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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#5

Beitrag von allmende » Mi 19. Aug 2020, 14:31

Hallo Vogelsberger,

da du scheinbar Erfahrung mit Allmende e.V. gemacht hast, möchten wir näher auf deine Kritik eingehen.
Gerade haben wir eigentlich genug zu tun und oft finden wir Diskussionen auf dieser Ebene (wie Emils Kommentar) wenig konstruktiv, deswegen auch der Zynismus.

Wir sind sehr darauf bedacht, auf Anfragen zu antworten. Es tut uns leid, dass du auf die Frage nach den sibirischen Erbsenksträuchern keine Antwort bekommen hast. Wir arbeiten ehrenamtlich hier und manchmal gehen Anfragen unter, obwohl das nicht so geplant ist.
Auf welche Weise hast du uns denn kontaktiert?

Es kam vor, dass für ein paar Monate mal eine Person alleine im Waldgarten aktiv war. Natürlich war das eine anstrengende Zeit für diese Person, aber wir verstehen nicht warum das kritisiert wird.

Und wir sind sehr gespannt von dir zu erfahren, wie du dir eine volle Essensversorgung für ein Camp aus dem Waldgarten vorstellst.

Gruß,
Miri
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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#6

Beitrag von emil17 » Do 20. Aug 2020, 12:21

Du darfst meine Kommentare so konstruktiv finden wie sie sind:
- Dass man Volontäre ernährt, ist doch selbstverständlich!
- Gutes reichliches Essen, selbst angebaut, wäre die beste Werbung für so ein Projekt
- Wenn sogar zu dieser Jahreszeit so wenig da ist, dass man containern und einkaufen muss, obwohl auf der verlinkten Webseite zum Projekt steht ...
Aus der Motivation heraus, sich mit Garten und Selbstversorgung zu beschäftigen, gründete
...
ein stattlicher Waldgarten mit inzwischen 358 nutzbaren/essbaren Kulturgehölzen in 88 Arten und Sorten, über 50 Arten von Stauden und verschiedenem einjährigen Gemüse.
... dann stellen sich eben Fragen.
Und wir sind sehr gespannt von dir zu erfahren, wie du dir eine volle Essensversorgung für ein Camp aus dem Waldgarten vorstellst.
Du hast die Frage zurückgegeben, also nicht beantwortet.
Wieviele sind "wir?"
Brot und Mehl und Zucker darf man zukaufen, ohne sich als Selbstversorger zu disqualifizieren, wenn man Gäste bewirten möchte. Dann gäbe es schon mal Gemüseeintopf, Bratkartoffeln, Obstkuchen ...

Nach zwanzig Jahren Projektlaufzeit mit Hauptthema Perma und Selbstversorgung sollte doch der Anbieter seine Nahrungsproduktion des Waldgartens präsentieren können?
Ach ja, hast du: Containern und wer sonst was will bringt Essen oder Geld mit.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#7

Beitrag von vogelsberger » Fr 21. Aug 2020, 09:13

Hallo, Miri (oder wer sonst diesen Post verfasst haben sollte)

Schönen Dank für eine Antwort, die leider nicht viel beantwortet hat.

Meine Contactversuche erfolgten per Emaillie.

Ich kann die Fragen auch gerne deutlicher und geradeauser stellen, wenn die höfliche Form nicht gewürdigt wird und nur zu nichtsagenden Antworten führt, will aber keine Beschwerden deswegen lesen:

Zur Personalstruktur - mein damaliger Informant berichtete, dass der Gründer des Projektes der einziger dauerhaft Aktiver sei, mit starken Chefallüren und autoritären Umgangsformen. Alle anderen Beteiligten kämen und gingen. Wie sieht es heute aus?

Zur Verköstigung: bei einer sochen Bandbreite des Anbaus auf sochen Fläche müßte PRAKTISCH sehr vieles Essbares zur Verfügung stehen. Wenn das Projekt also der Schilderung entsprechen sollte, UND NICH NUR (wie mein Informant berichtete) eine Art Fakesandkasten eines in Zahlen und Statistiken verliebten Fanatiker sei - dürfte die Ernährung kein Problem sein!
Du versteckst dich hinter einer Gegenfrage - auch ein zweifelhafter kommunikativer Schachzug. Wie dem auch sei:
Ich hatte dieses Jahr bisher über 20 Volontaire, die insgesamt ca. 40 Personenwochen anwesend waren. Obwohl meine Anbauflächen viel kleiner sind, war es zu keinem Zeitpunkt ein Problem diese Menschen mit vorwiegend betriebseigenen Futter zu versorgen. Nur als kleines Beispiel: alleine Gartenmelde auf bescheidenen 15m² und Blattbuchweizen auf 5m², Neuseeländer Spinat 5m² ergaben mit den vielen Brennnesseln eine solide Blattgemüseausbeute über Wochen hinweg, die vorwiegend als Bratlinge und Spinatgemüse gereicht wurde.

Ach ich sehe es als sehr, sehr problematisch von Volontairen Geld zu verlangen. Dieses führt zu Verstärkung der Vorurteile mit denen alle Projekte, die Volontaire aufnehmen in Öffentlichkeit zu kämpfen haben, also auch ich! Anfeindungen in Sachen Ausbeutung sind häufig. Dir scheint es egal zu sein, du versteckst dich hinter deinem sarkastischen Zynismus. Dass Andere darunter Leiden, scheint dir nix auszumachen. Wenn du zu geizig bist, um die paar Zusatzlebensmittel für die Menschen zu kaufen, die dir helfen dein Projekt durchzuziehen, dann *** ******* *** ***** (will bei aller nötigen Direktheit - siehe oben Fettgeschriebens - weder beleidigend, noch ausfällig werden).
Auf jeden Fall schädigt diese Praxis eine ganze Bewegung!!! Nicht umsonst wird beim Wwoof solches mit Ruswurf geahndet!!!

Gruß von dem Berg der Vögel

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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#8

Beitrag von Dyrsian » Mo 24. Aug 2020, 12:22

Naja, ich sage es mal so: Je "schlechter" man die Bedingungen macht, desto eher erscheinen "Freiwillige" die man eher nicht brauchen kann. Ich habe es an anderer Stelle schon geschrieben, aber es trifft auch hier zu: Leute die richtig anpacken, dazu körperlich in der Lage und im Ideallfall auch noch einschlägig vorgebildet sind haben in der Regel auf solche Projekte keine Lust. Wenn ich 40h die Woche im Galabau maloche und am Wochenende meinen Gemüsegarten versorge, verbringe ich meinen Urlaub in der Regel nicht auf solchen Projekten.
Manche Projekte wie Campus Galli oder so bieten ein schönes Erlebnis ("Leben im Mittelalter") und ein echt krasses Projekt, damit kann man natürlich auch Leute anlocken.
Ob ein "Waldgarten" jetzt - abgesehen von Nüssen - eine ansehnlich Menge Kalorien (denn darum geht es) liefern kann, kann ich nicht sagen. Mit Waldgärten kenne ich mich nicht aus.

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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#9

Beitrag von kraut_ruebe » Di 25. Aug 2020, 09:22

Dyrsian hat geschrieben:
Mo 24. Aug 2020, 12:22
Ob ein "Waldgarten" jetzt - abgesehen von Nüssen - eine ansehnlich Menge Kalorien (denn darum geht es) liefern kann, kann ich nicht sagen. Mit Waldgärten kenne ich mich nicht aus.
Eine kurze Erklärung des Begriffs 'Waldgarten' viewtopic.php?f=137&t=19759
wenn du denkst, abenteuer sind gefährlich, dann versuchs mal mit routine. die ist tödlich. (coelho)

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Re: Spätsommercamp im Waldgarten bei Verden (16.-24. September)

#10

Beitrag von emil17 » Mi 26. Aug 2020, 09:10

Dyrsian hat geschrieben:
Mo 24. Aug 2020, 12:22
Naja, ich sage es mal so: Je "schlechter" man die Bedingungen macht, desto eher ...
Es ist auch eine Frage der Weltsicht des Anbieters.
Eine gewisse Wertschätzung der Knechte darf in der Werbung schon aufscheinen. Nur sehr unerfahrene Leute denken sich sonst nichts dabei.
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass eine gute und reichliche Küche das einfachste und sicherste Mittel ist, um für Stimmung bei der Truppe zu sorgen. Schliesslich soll ein Freiwilligenanlass doch allen Beteiligten in guter Erinnerung bleiben, der Projektidee und den Menschen zuliebe. Da ist Geiz ein Schuss in den eigenen Ofen. Der Aufwand für Essen kommt, wenn es auch noch gerne geschieht, durch Mehrleistung vielfach wieder rein.
Wenn schon Aufwand/Ertragsoptimierung, dann lieber noch den alten Trick hernehmen und die Sache zu fettem Preis als Seminar anbieten.
Dyrsian hat geschrieben:
Mo 24. Aug 2020, 12:22
Leute die richtig anpacken, dazu körperlich in der Lage und im Ideallfall auch noch einschlägig vorgebildet sind haben in der Regel auf solche Projekte keine Lust.
... oder genug mit ihrem eigenen Anwesen zu tun, wenn sie es nicht beruflich sowieso machen.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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