Medien- und Programmhinweise

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Zottelgeiss
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Re: Medien- und Programmhinweise

#991

Beitrag von Zottelgeiss »

https://audionow.de/podcast/eb511796-b4 ... 7471d97f58

„Ich fürchte um die gesamte Ernte ” – wie Landwirte in der Ukraine um ihre Betriebe kämpfen. Ein Bericht vom Schwarzen Meer

Ich hoffe, das passt gerade noch so eben in die derzeitige Bullerbü - Selbstversorgerforumsblase.
Die eigenen Grenzen sind immer die Grenzen des anderen.
penelope
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Re: Medien- und Programmhinweise

#992

Beitrag von penelope »

https://www.zdf.de/show/mai-think-x-die ... 7-100.html

Im ZDF gibt es einen zwar sehr populärwissenschaftlichen aber im Kern wie ich finde guten Beitrag zur "Tragik der Allmende" - ein Spieltheoretisches Konstrukt, welches in der VWL und den Sozialwissenschaften verwendet wird. Es erklärt, es in Gesellschaften leider immer wieder zu einer Übernutzung von Gemeingütern kommt, sodass am Ende alle drunter leiden.

Es wird anschaulich heraus gearbeitet, warum es zur Verhinderung dieses Dilemmas maßgeblich darauf ankommt, die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen entsprechend zu setzen und warum Argumentationen a la: "so lange x dies macht, kann y jawohl auch noch das machen" niemals zielführend sein können.
Benutzer 6456 gelöscht

Re: Medien- und Programmhinweise

#993

Beitrag von Benutzer 6456 gelöscht »

christine-josefine hat geschrieben: Mo 21. Feb 2022, 19:23 https://www.arte.tv/de/videos/102288-00 ... tergarten/
Ein Tag im Wintergarten
Eine Expedition in die Wunderwelt der Gärten vor unserer Haustür: Für einen ganzen Tag, Anfang Februar, taucht die Dokumentation ein in den Kosmos eines Permakulturhofs. Der Vierteiler folgt den Kreisläufen der Natur in Makroaufnahmen und Zeitraffern, setzt Drohnenaufnahmen ein und macht visuell erfahrbar, was dem flüchtigen Gartenbesucher meist verborgen bleibt.


Eine wunderbare Reihe die durchs Jahr führt.

Ich habe die ganze Reihe gesehen und fand sie wirklich schön, teilweise auch lehrreich. Aber in dieser Miniserie sieht man auch gut, warum man so ein Projekt lieber nicht allein machen sollte...

Ist übrigens als Podcast unter ARTE oder YT abrufbar
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Nordhang
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Re: Medien- und Programmhinweise

#994

Beitrag von Nordhang »

outdoorfreak hat geschrieben: Do 24. Sep 2015, 21:12 Hier ein schöner Film über eine Familie aus Berlin, die für ein halbes Jahr auf einen Bauernhof im Schwarzwald gezogen ist und so lebte, wie die Leute vor 100 Jahren. .
Sie bauten Gemüse im Garten an, melkten die 4 Kühe im Stall und machten ihren eigenen Käse, backten Brot, schlachteten die Hühner, mähten das Getreide mit der Sense und machten vieles selber, da sie nicht viel Geld hatten um vieles einzukaufen, genauso wie die Leute vor 100 Jahren.Sehr empfehlenswert für Selbstversorger.

Schwarzwaldhaus 1902
https://www.youtube.com/watch?v=ccWU2wbACak
Das Schwarzwaldhaus 1902 wird "modern".

DIY Extrem: Haus im Schwarzwald selber sanieren
https://www.youtube.com/watch?v=z_kPEkKghl8
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emil17
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Re: Medien- und Programmhinweise

#995

Beitrag von emil17 »

Diese Art Doku ist insofern interessant, als dass sie unsere Hilflosigkeit gegenüber Umständen veranschaulicht, die für unsere Urgrosseltern noch völlig normal waren.
Was dabei wenig gezeigt wird: Man muss im Sommer auch für den Winter vorsorgen, da ist nicht ein Supermarkt um die Ecke, wenn der Keller leer bleibt.
Die Leute waren damals, da so aufgewachsen, mit den meisten Vorgängen und Werkzeugen seit frühester Kindheit vertraut. Wenn du von den Älteren gezeigt bekommst und oft übst, wie man den Holzherd anmacht oder Gras von Hand mäht, macht man viele Anfängerfehler nicht und weiss auch, ob man sich anstellt oder ob die Sachen nichts taugen. Diese beiden Probleme voneinander unterscheiden zu können ist meiner Meinung nach das grösste Problem wenn man sich alles selber beibringen muss.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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Rohana
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Re: Medien- und Programmhinweise

#996

Beitrag von Rohana »

emil17 hat geschrieben: Sa 10. Dez 2022, 10:05 Was dabei wenig gezeigt wird: Man muss im Sommer auch für den Winter vorsorgen, da ist nicht ein Supermarkt um die Ecke, wenn der Keller leer bleibt.
Und vielleicht dass man nicht immer nur essen kann was einem schmeckt, sondern das was da ist... und wenn's jeden Tag Hafergrützte ist, dann ist das so wenn man überleben will.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)
Sven2
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Re: Medien- und Programmhinweise

#997

Beitrag von Sven2 »

RrHase vom Selbstvetsorgerkanal hat auf YouTube eine dreiteilige Miniserie über die Aufzucht von (Bio)Legehennen gemacht. Er hat dazu in einem Aufzuchtbetrieb gefilmt und einen Schwung Hennen begleitet.
Ich möchte das System nicht werten, finde aber die Videos sehenswert, das erste:

https://youtu.be/N7VUif9uUi8
Rabe
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Re: Medien- und Programmhinweise

#998

Beitrag von Rabe »

Ernte auf minimaler Fläche, und man kann scheinbar auch davon Leben


https://www.youtube.com/watch?v=jWcunwt ... nel=ARTEde
Nur wer sich durch nichts und niemanden instrumentalisieren lässt, kann wahre Freiheit leben!
christine-josefine
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Re: Medien- und Programmhinweise

#999

Beitrag von christine-josefine »

https://www.ardmediathek.de/video/unter ... AwNTA1MUEw

"Schon im frühen Mittelalter gab es "Die Freien am Schamserberg". Heute werden die Bergbauern für ihre Arbeit von Kanton und Bund mitfinanziert. Aber auch heute streben sie nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Sie haben für die Erhaltung eines Hotels gekämpft und dafür gesorgt, dass ein Naturpark, Genossenschaften und Vereine gegründet worden sind, um Natur, Dörfer und Landwirtschaft zu unterstützen."
ein sehr schöner und interessanter Beitrag.
Ist wohl Deine Heimat Emil?
Viele Grüße, Christine mit J
Wait and see!
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emil17
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Re: Medien- und Programmhinweise

#1000

Beitrag von emil17 »

christine-josefine hat geschrieben: So 20. Okt 2024, 20:07 Ist wohl Deine Heimat Emil?
Eher nicht, das Schams ist ein Tal in Graubünden im Osten der Schweiz - ich bin im Welschwallis, also in der Westecke. Das sind Luftlinie nicht einmal 200 Kilometer, aber zeitlich fast eine Tagesreise mit zwei Pässen. Sprache, Mentalität, Autokennzeichen sind anders, Briefmarken und "die in Bern machen sowieso was sie wollen" sind gleich.
Ebenfalls gleich und sehr erfreulich sind die immer zahlreicheren Initiativen der Bauern und Einheimischen in allen Alpenländern, nicht alles dem Moloch Tourismus zu überlassen oder nur am Tropf der Regierung zu hängen und ein bisschen landschaftspflege zu machen, sondern Eigeninitiative in überschaubaren Gruppen zu ergreifen.

Und ja (das ist eine Erwiderung auf Rohanas Anmerkung im anderen Thread, sie sei froh nicht in den Bergen zu wohnen) - die Berge machen zäh und ausdauernd und bescheiden, denn die Natur ist stark. Das fördert nicht nur Sturheit, sondern auch den Gemeinschaftssinn, denn alleine kommt man nicht weit. Die Natur gibt vor, wann was zu tun ist. Das tut dem eigenen Wohlbefinden besser, als wenn man Knecht des von anderen Leuten gefüllten Terminkalenders ist.
Wer will, findet einen Weg. Wer nicht will, findet eine Ausrede.
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