Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
Eule
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1001

Beitrag von Eule » Mo 23. Mär 2020, 21:28

"Planen für den Notfall..." ist das Thema, und mein letzter Beitrag bezog sich auf den Notfall, das Jemandem in diesen Zeiten die häuslichen Vorräte ausgehen und er/sie darauf angewiesen ist, sich im Einzelhandel damit zu versorgen.
Die aufgezählten Schritte sollen das Risiko minimieren, sich von einem unwissentlich infizierten Marktmitarbeiter oder Kunden auf Kontaktflächen oder Produkten hinterlassene Viren einzufangen. Das hat weder 'was mit Vertrauen gegenüber Personal des Ladens, noch mit dem Säureschutzmantel der Haut zu tun, denn nach meiner Kenntnis durchdringt das Virus nicht die Haut, sondern kommt über Schleimhäute in den Körper. Viel mehr geht es um die in der zuvor zitierten Studie genannten Zeiträume, die das Virus auf verschiedenen Oberflächen überdauert, bevor es nicht mehr infektiös ist.
Von Einweghandschuhen war übrigens auch nicht explizit die Rede, - ich verwende normale dünne Garten-Lederhandschuhe, die ich im Auto deponiere.

woidler
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1002

Beitrag von woidler » Mo 23. Mär 2020, 21:36

ich hab mal in Unfallverhütungsvorschriften zum Infektionsschutz gelesen, daß man eigentlich zwei "OP-Handschuhe" übereinander anaziehen soll, idealer weise zuerst aus dunklem Material und drüber aus hellen. Hat man einen Riss in der äußeren Schicht, erkennt man ihn besser , wenn man die dunkle Farbe sieht.

Außerdem gibt es dann natürlich auch schwerere Qualitäten von "Gummi"-Handschuhen , zB Haushaltshandschuhe fürs Putzen , gummierte Arbeitshandschuhe oder Kautschukhandschuhe für Arbeiten mit aggressiven chemischen Substanzen.

Ich denk mir , daß zur Vermeidung des Kontakts mit Viren beim Öffnen von Türen , beim Einkaufen, beim Entgegennehmen von Post ein Baumwoll- oder auch Lederhandschuh besser ist als gar keiner. Stoffhandschule lassen sich waschen. Es besteht ja trotzdem auch die Möglichkeit, sich nach dem Ausziehen der Handschuhe die Hände zu waschen oder noch zusätzlich zu desinfizieren.

Gummierte Arbeitshandschuhe haben meiner Ansicht nach den Vorteil , daß man sie, wenn sie breite Stulpen haben, leichter an- und
ausziehen kann, und daß man sie, wenn man sie noch anhat , gleich noch desinfizieren kann . (sofern man was passenendes hat)

Ähnliche Situation ist ja auch bei Masken. Am sichersten sind wohl Atemschutz/Gasmasken, die man noch nicht in der Öffentlichkeit sieht,
dann folgen FFP3 , dann FFP2 Masken. Den Nasen-Mundschutz , wie er bei Operationen verwendet wird, dient eigentlich dazu, um zu verhindern, daß der Operateur den Patienten in die OP-Wunde nießt spukt. Nasen-Mundschutz ist jetzt kein zugelassenen Infektionsschutzgerät, aber ich geh für mich davon aus, daß es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit ein paar auf mich abgenieste Viren abhalten kann . Man trägt das Ding nich ja nicht stundenlang und sollte es auch mit Vorsicht ablegen und entsorgen . Wenn mir wer in das gesicht nießt, gehe ich von einem merklichen Risiko aus, bei dme es mir nichts hilft, daß er Nießer in die Armbeuge hätte nießen müssen . Persönlich würde ich bei der Wahl zwischen einem dünnen Mund-Nasenschutz aus dünnem Gewebe einen selbstgenähten Gesichtsschutz aus festem Stoff vorziehen . und besser als gar nichts ist sich auch ein Schal.

Es muß jede/r im privaten Bereich schauen, ob er sich schützen will, welche Mittel er hat und welche er einsetzen kann. Meiner Meinung nach greif ich lieber zu den nicht ganz 100 % Schutzmaßnahmen, um Risiko zu minimieren , als daß ich gar nix mache, weil ich den vorgeschriebenen normierten Infektionsschutz -Standart nicht einhalten kann . aber das soll sich jede/r selber überlegen.


woidler

Hildegard
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1003

Beitrag von Hildegard » Di 24. Mär 2020, 00:59

Teetrinkerin hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2020, 09:46
Sorry, für den Themenwechsel, aber mir geht gerade anderes durch den Kopf:

Wenn man Lagerhaltung plant, dann ist es ja auch Voraussetzung, entsprechende Lagermöglichkeiten zu haben. Bisher haben wir leider nur einen zu warmen Keller und eine eingegrabene Wa-Ma-Trommel. Wir wollen aber bis zu diesen Herbst noch eine Art eingegrabenes Frühbeet in Angriff nehmen (einfach mal auf youtube nach Erdkeller schauen - Ingoderliegeradler hat da was tolles gezeigt, was wir umsetzen möchten).

Eine weitere Idee ist es, in einem Kellerschacht (vom Heizungsraum) Gemüse oder Obst zu lagern. Das habe ich nun auch schon ein paar mal gelesen, aber nichts genaueres, welche Vorkehrungen dafür am besten getroffen werden. Nun hätte ich die Möglichkeit, an zwei Styroporkisten zu kommen. Macht das Sinn? Ich dachte, dann könnte man sich das Dämmen des Schachtes mit irgendwelche Materialien sparen. Nur oben auf etwas Dämmung und ein Brett - fertig.

Meint ihr, das könnte klappen mit den Styroporboxen?
Ja das klappt. Zumindest hat das im vergangenen Winter bei mir exzellent geklappt. Hab auch 2 solcher Verpackungs- Kisten vor der Entsorgung gerettet und auf der Nordseite des Hauses (Sibirien)aufgestellt.Ein 15kg Sack Karotten lagerte drin den ganzen Winter.Ich hab unten und oben noch Luftpolsterfolie gelegt. waren sehr tiefe Temperaturen angesagt, habe ich noch eine Decke als Schutz drübergeworfen.Also dioe arotten haben bis jetzt keinen Schaden bekommen und auch keine einzige ist verfault, sind wie frisch geerntet. die 2. wurde mit Äpfeln befüllt, die stand in der Holzhütte. Die haben auch wunderbar gehalten.
ich hab schon länger so eine Isolierkiste für Speisentransport aus dem Gastrobedarf am Balkon als Erweiterung des Kühlschrankes im Sommer, bzw. für Gemüse im Winter stehen. Optimal. Man muss aber regelmäßig lüften, und auch fdür Luftzirkulation sorgen (grober Schaumgummi unter die Ware), damit kein Schimmel entsteht.
Gemüse kann man auch trocknen!
LG Hildegard
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1004

Beitrag von Hildegard » Di 24. Mär 2020, 01:33

Zur "Schutzkleidung" im Privatgebrauch..wie wärs mit einer Burka? :hmm: ;)
Die Pesträuber haben sich auch mit pflanzlichen Mitteln vor den Erregern geschützt. Nelken, Wacholder, ..
Zitronenmelisse Hydrolat kann man ganz angenehm als Mundspray verwenden.Wasserstoffperoxid 3% spülen, gurgeln,,ein günstiges, effektives Desinfektionsmittel für den Mund-Rachenraum..und dort vermehren sich die Viren am liebsten, bevor sie in die Lunge wandern.
Ich hab auch Sprays mit Silberkolloid aufgestellt zur Handdesinfektion, greift die Haut nicht so an wie Sterillium.

Ansteckung

"Iss Kranewitt und Bibernell, dann stirbst du nit so schnell!" Im Mittelalter aßen die Menschen Wacholderbeeren oder räucherten ihre Behausung mit Wacholder aus um Mensch und Tier vor Ansteckung zu schützen.
In die Maske kann man ätherisches Öl tropfen (Teebaum...)
LG Hildegard
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1005

Beitrag von Zottelgeiss » Di 24. Mär 2020, 05:21

In einem Interviewe mit einer chinesischen Ärztin stand auch, das die Chinesen TCM angewendet haben (während Wuhan). Leider nichts genaueres.
Die eigenen Grenzen sind immer die Grenzen des anderen.

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1006

Beitrag von Rohana » Di 24. Mär 2020, 08:28

und hat TCM was gebracht? Traditionell hin oder her, zerpulverte Teile vom Tier sind uncool.
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1007

Beitrag von 65375 » Di 24. Mär 2020, 09:09

Ich glaub den Chinesen eh nicht, daß da jetzt alles schon durch ist. Die können wir hier gerne rauslassen.

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1008

Beitrag von Teetrinkerin » Di 24. Mär 2020, 09:55

@Hildegard,
vielen Dank! Dann werde ich mir auf jeden Fall mal die Kisten sichern und zur Seite stellen.
Du schreibst Sibirien. Lebst du in Sibirien?

Rati
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1009

Beitrag von Rati » Di 24. Mär 2020, 10:03

hi Viki.
viktualia hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2020, 16:08
Rati, was ist los, normalerweise "relativierst du sauberer" -
verwenden von Creme stört den natürlichen Eigenfettungsprozesse der Haut & wie zB bei Lippenbalsam,
als "Lippenbalsam" nehm ich seit Jahren wenn, dann nur Honig. Und das kurbelt die Eigenproduktion eher an, als dass es sie zukleistert.
Auch wenn du hier natürlich (ebenfalls grundsätzlich) Recht hast.

Aber wie weit meine Hände von Seife, Wasser, Desinfektionsmittel geschädigt werden,
hängt (auch) davon ab, wann ich welche/wieviel Creme/Salbe nehme, bzw. brauchen würde,
weil ich halt Fett entferne mit jedem Waschen...
es war nicht meine Absicht da unsauber zu trennen.
Und ich hatte dir doch Recht gegeben:
Rati hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2020, 14:38
viktualia hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2020, 12:44
Rati hat geschrieben:zu oft waschen und desinfizieren macht den Schutzmantel (inclusive der säureerzeugenden Mikros auf unserer Haut) der Haut noch mehr kaputt.
Aber doch in Relation zur verwendeten Seife, rsp. dem Mittel (es gibt speziell rückfettende und Desinfektion für Flächen),
der Häufigkeit des Waschens,
der verwendeten (oder nicht verwendeten) Creme und,
sicher :) klar, aber …..
Ja ich weis, alles was vor dem aber kommt ist Bullshit :pft: (sagt ein weiser Spruch) Aber :lol: ich meinte das schon ernst das ich dir Recht gebe.

Die anderen Sachen waren prinzipiell zu verstehen:
Rati hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2020, 14:38
aber mensch sollte sich bewust sein, jedes waschen mit chemischen Zusätzen greift die Schutzschicht der Haut an...
sich bewust sein, bedeutet nicht das es furchtbar schrecklich und absolut falsch ist es zu tuen, aber das es halt auch Konzequenzen hat.
Greift die Schutzschicht der Haut an, bedeutet nicht besiegt/ zerstört die Haut. :)
Rati hat geschrieben:
Mo 23. Mär 2020, 14:38
jedes verwenden von Creme stört den natürlichen Eigenfettungsprozesse der Haut & wie zB bei Lippenbalsam, "verlernt" die Haut durch regelmässiges cremen es selber zu machen....
Cremen stört den Eigenfettungsprozess, das bedeutet nicht, cremen beendet ihn. Und "verlerntes" kann wieder erlernt werden, und ist nicht auf immer verloren.

Und na klar ist das Ausmaß negativer Einflüsse der eingesetzten Mittel unterschiedlich, aber (schon wieder aber :lol: )keines ist so ideal für unsere Haut wie der körpereigene Talg.
Das mit dem Lippenbalsam habe ich ja nur erwähnt weil es ein relativ breit bekanntes Beispiel für Abhängigkeit ist.

Ich selber nutze fast nie* irgend ein Schmiermittel(mochte ich schon als Kind nicht) und ja, sowohl meine Hände als auch meine Lippen sind mal spröde oder trocken, aber das gibt sich auch wieder. Noch bin ich nicht so alt das ich meinem Körper da helfen muß. :)

*zZ nehme ich abends Ringelblumensalbe aus hauseigener Produktion.
denn die derzeitigen langanhaltenden (also über Tage und Wochen) Wasch und Desinfizierorgien die ich auf Arbeit machen muß sind echt zu viel.
Aber ich werde froh sein wenn ich das nicht mehr machen muß.

Grüße Rati

PS: sorry für den langen Text zu einem Thema am Rande, abe ich wollt noch mal betonen das ich hier niemandem etwas vorschreiben wollte. :)
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
[Einstürzende Neubauten 1996]

Hildegard
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1010

Beitrag von Hildegard » Di 24. Mär 2020, 20:38

Teetrinkerin hat geschrieben:
Di 24. Mär 2020, 09:55
@Hildegard,
vielen Dank! Dann werde ich mir auf jeden Fall mal die Kisten sichern und zur Seite stellen.
Du schreibst Sibirien. Lebst du in Sibirien?
Nicht ganz. :mrgreen: aber die klimatischen Verhältnisse auf der Nordseite unseres Hauses stehen im Gegensatz zur Südseite. = Sizilien. Und ich pendle täglich..ohne Flieger ..zwischen beiden 'Welten. Im Süden blühen die duftenden bunten Blumen und im Norden noch die Eis-und Schneeblumen.
Ich würde die Kisten, je nachdem wie dick das Styropor ist , noch in eine Art Holzkiste packen, auch zwecks Stabilität und Haltbarkeit und für Extremtemperaturen mit Luftpolsterfolie oder Schafwolle auskleiden, bzw etwas zum zusätzlichem Abdecken bereitstellen. Ist ja Zeit bis dahin.
LG Hildegard
Trau nie dem Ort an dem kein Unkraut wächst ;)

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