(Kleine) Kinder

Was halt nirgendwo passt
Bio - logisch
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Re: (Kleine) Kinder

#21

Beitrag von Bio - logisch » Mi 21. Mär 2012, 12:42

Rati hat geschrieben: Meine beiden jungs pflücken ja seit Tagen die ersten schüchternen Sauerampfeblätter um sie zu verspeisen.
Bei euch wächst schon Sauerampfer??????? Himmel, bei uns trauen sich grad mal die ersten Frühlingsblümchen ganz vorsichtig heraus :ohoh:

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perereca
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Re: (Kleine) Kinder

#22

Beitrag von perereca » Mi 21. Mär 2012, 12:43

Ja, Zottelgeiss ( hey, ich hab´auch IMMER Zottelgreiss gelesen, bis hier jemand, weiß gar nicht mehr wer, drauf aufmerksam machte...) ja, also so ist es wirklich, Kinder haben von Natur aus ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsbewußtsein. Und oft greifen Erwachsene zuviel oder falsch ein. Ihr kennt ja wahrscheinlich alle diese Mütter die mit ihren kleinen Kindern am Sandkasten sitzen und jede Bewegung der Kinder mit Argusaugen überwachen und sich in jede Reaktion einmischen. Wie sollen die Kinder da mal lernen selbständig einen Konflikt auszutragen?

Ja und das Gegenbeispiel habe ich heute erlebt, hab wohl eine gute Freundin vergrault: Sie ist krank, hat MS und alles andere was man so hat. Der noch bei ihr lebende Sohn ist jetzt 14, hat ADS und auch alles was man so hat, bekommt natürlich Ritalin, hat natürlich ´nen Fernseher im Zimmer und alles andere was man so hat. Im Haushalt macht er nix.

Im Gespräch heute mit ihr am Telefon gings darum die Wäsche aufzuhängen, sie sagte so ganz selbstverständlich - ja wenn Du dann morgen kommst dann schmeiß ich früh die Wäsche rein und wenn wir wieder da sind kannst Du sie mir vielleicht aufhängen. Natürlich, mach ich, is ja klar, aber ich konnte mir mal wieder nicht verkneifen zu sagen, warum hilft dir denn J. nicht, er ist doch groß. Naja, da ging das so hin und her mit 1000 ausreden warum nicht, ( Wäscheleinen sind zu hoch, und so ) und ich sach noch, muß er aber mal lernen, da hör ich nur noch "ICH GEH JETZT HEULEN" - und weg.

Tja, tut mir irgendwie echt leid, aber wenn man seine Kinder 14 Jahre nicht zur Mithilfe anleitet und anhält... Jetzt wird´s schwer. Ich würde ihr echt gerne helfen aber es sind so viele Baustellen...

Und da war ich sooo froh über meine, wenn es mir nicht gut geht oder auch so, wird dann mal Essen gekocht oder aufgeräumt. Es ist halt einfach ein gemeinsam leben . Ja ich glaube da kommt es viel drauf an, auf Achtsamkeit dem anderen gegenüber.

LG Perereca

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Re: (Kleine) Kinder

#23

Beitrag von fuxi » Mi 21. Mär 2012, 13:04

Zottelgeiss hat geschrieben:Und wenn sie dann ausklinken, wird ihnen als Strafe auch noch das Letzte entzogen, was ihnen Freude macht....Teilnahme am Schwimmunterricht, z.B.. Meiner darf diese Woche nicht mitmachen, weil er sich gewehrt hat (und hinterher anstandslos entschuldigt für seine Überreaktion), als ein anderes Kind ihn geärgert hat. Da bringt man ihnen Gerechtigkeitssinn und genaues Hinschauen bei, und dann sowas....
Oh, Gott, ich wäre die Horror-Mutter für jeden Lehrer. Ich würd auf die Barrikaden gehen bei sowas :nudel: Da sieht man übrigens auch, dass Erziehung vor allem durch das "gefühlte Umfeld" vermittelt wird. Meine Mutter hat den Grundschul-Rektor vor den Schulrat zitiert, um meine Rechte zu schützen :grr:
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Re: (Kleine) Kinder

#24

Beitrag von tory » Mi 21. Mär 2012, 13:06

schmunzel...
neulich klön ich mit der einen nachbarin.
sagt diese:
"ist doch traurig, da hat man (meinte die andere nachbarin) große kinder im haus und muß die nachbarn bitten die pferde zu versorgen, wenn man mal am wochenende wegfährt".
liebe grüße
helene


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Re: (Kleine) Kinder

#25

Beitrag von Rati » Mi 21. Mär 2012, 15:20

Bio - logisch hat geschrieben:Bei euch wächst schon Sauerampfer??????? Himmel, bei uns trauen sich grad mal die ersten Frühlingsblümchen ganz vorsichtig heraus
Jupp, Schafgarbe, Girsch, Bärlauch....mit Schneeglöckchen sind wir fast schon durch. :mrgreen:
fuxi hat geschrieben:Oh, Gott, ich wäre die Horror-Mutter für jeden Lehrer. Ich würd auf die Barrikaden gehen bei sowas
na denn loß fuxi, neue Mütter braucht das Land. :mrgreen: ;)

Grüße Rati
Was ist ist! Was nicht ist ist möglich!"
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Re: (Kleine) Kinder

#26

Beitrag von tory » Mi 21. Mär 2012, 16:20

na denn loß fuxi, neue Mütter braucht das Land
:grr: ......habe festgestellt, daß man da ganz schnell ganz viele graue haare bekommt.
und die kinder es ausbaden müssen, leider.
ich wär nur zu gern maus im lehrerzimmer der schule meines sohnes gewesen - und hätte dann gern als hausgeist meine kommentare abgegeben - so rein fachlich und mit pointen und viel ironie. hach....

zu köstlich war einmal ein gespräch: rektorin, lehrer , elternvertreterin, vincent und meine wenigkeit.
rektorin meinte zum ende hin: sie hätte vincent noch nie so gebildet und sachlich argumentierend erlebt.
er: das geht ja sonst auch nicht, das kann man in der klasse nicht.
der lehrer knallte nach dem gespräch in der schule alle zur verfügung stehenden türen zu.
die elternvertreterin meinte, schaun wir mal.
und vincent: o, ohhhh - hoffentlicht läßt xy das jetzt nicht noch mehr an mir aus - aber es tat gut einmal richtig reden zu dürfen!
liebe grüße
helene


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Re: (Kleine) Kinder

#27

Beitrag von zaches » Mi 21. Mär 2012, 18:22

Ja, am besten ganz neue Mütter!!
und die hören sich am besten n och vor der Schwangerschaft die Kinder Kinder! CD von r. Betz an. Dann kan nix mehr schiefgehen.

lg, zaches
"Erdachtes mag zu denken geben, doch nur Erlebtes wird beleben." Paul von Heyse

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Re: (Kleine) Kinder

#28

Beitrag von Zottelgeiss » Do 22. Mär 2012, 09:17

Moin,

heute ist der Sport-statt-schwimmen-Tag....ich bin sicher, der Sohn weiß selbst zu vermitteln, wie sehr es ihn ankotzt....nicht zur Freude der Lehrer. Im letzten Halbjahr war er in der Sportgruppe (geteilte Klasse), da wollte er aber nicht mitmachen und hat seine Lehrer zur Verzweiflung gebracht, indem er über die Tribühnen gerast ist....und die Lehrer hinterher....Heute morgen hat er darauf bestanden, unsere letzte verbliebene Gans, die gerade auf einem unbefruchteten Ei sitzt, auf Bruteier zu setzen. Ich kann mich 100prozentig darauf verlassen, daß er sie mit mir versorgt. Außerdem bauen wir aus Holzkompostern kleine Kinderhochbeete, danach fragt er auch schon seit Wochen. Jetzt ist endlich offenes Wetter, kann losgehen. Das Kind ist acht Jahre alt.

Liebe Grüße und allen einen schönen Tag,
Claudia
Die eigenen Grenzen sind immer die Grenzen des anderen.

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Re: (Kleine) Kinder

#29

Beitrag von Melusine » Do 22. Mär 2012, 16:00

Meine Kinder waren zuerst Stadtkinder...
Als wir aufs Dorf zogen,war alles neu.Sie mußten erst lernen,wie man heizt,das man die Gasflamme nicht auspustet und Forellen nicht in der roten Schüssel fangen kann....
Nach gescheiterter Ehe sind wir wieder in der Stadt.
Meine Kinder sind fleißig,stehen im Leben,aber:
Sie wissen dankbar alles zu schätzen.
Sie wissen,das man schlachten muss um Fleisch zu essen,verzichten auf Markenklamotten (nähen selbst!)und den ganzen Firlefanz.
Tiere sind noch immer ein Thema,aber nur,wenn die Bedingungen dafür stimmen(Zeit,Finanzen und Platz!).
Da die Tochter schon Katzen mit der Hand aufgezogen hat,will sie auch so schnell keine Kinder.Mit 20 hat man ja noch Zeit....
Meine Freundin hat einen funktionierenden Bauernhof.
Sie gilt deshalb bei 4 Kindern plus Hof bei den Lehrern für asozial.Die Kinder sind sauber,der Hof gepflegt,die Kinder füttern die Tiere mit,können melken und mit Bienen umgehen.
Na wenn das kein Grund ist.... :motz:
LG,Melusine

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Re: (Kleine) Kinder

#30

Beitrag von si001 » Do 22. Mär 2012, 16:40

tory hat geschrieben:und die kinder es ausbaden müssen, leider.
Ja, das ist das Hauptproblem. Die Kinder müssen im Endeffekt den Mist ausbaden. Deshalb halten wir es bei uns so, dass wir in der Familie alles besprechen, auch wenn was schief gelaufen ist oder was ungerecht war. Wir besprechen gemeinsam, wann wir uns als Eltern "einmischen".

Ein Erlebnis muss ich loswerden:
Meine Tocher, 13. Kasse, will bei der Lehrerin sagen, dass die Punkte in der gerade zurückgegebenen Arbeit falsch zusammengerechnet wurden und sie deshalb eine schlechtere Note bekommen hat. (Es ging also nicht um den Inhalt der Arbeit, sondern und das reine Zusammenrechnen der Punkte.)
Die Lehrerin hat, wie immer, nicht richtig zugehört und hat sie dann laut brüllend im Schulhaus zusammengesch..ssen, warum sie ständig wegen der Punkte meckern müsste. Meine Tochter würde IMMER diskutieren. Wenn sie gelernt hätte, hätte sie auch mehr Punkte... Sie sei unverschämt und vergreift sich ständig im Ton....
Töchterchen kan heulend nach Hause. Sie hat die Welt nicht mehr verstanden.
Da brauchte ich keine Gesprächsrunde in der Familie, sondern hab direkt bei der Lehrerin angerufen und einen Gesprächstermin mit ihr, einem Vertauenslehrer oder sonst einem Zeugen verlangt. Nach einer Stunde kam der Rückruf: Sie könne jetzt am Freitag Nachmittg keinen Kollegen finden, der am Montag zum Gesprächtermin Zeit hat. und überhaupt: Unsere Tochter ist in der 13. Klasse und volljährig. Sie könne das allein regeln. Meine Antwort: unsere Tocher ist 17 Jahre und damit sind wir erhiehungsberechtigt und -verpflichtet und ICH werde dann einen Zeugen für das Gespräch finden.
Ich habe einen gefunden! Dadurch, dass ich nun einen Lehrer gesucht hatte und bei jeden Versuch lang und breit erzählt habe, worum es geht, ging die ganze Sache wuderbar durchs Schulkollegium! :pft:
Das Gespräch war sehr fruchtend! :grr:
Mein Gott, was ist so schlimm daran mal eine Fehler zuzugeben?
Liebe Grüße, si001!
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