späte Traubenkirsche

Was halt nirgendwo passt
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emil17
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Re: späte Traubenkirsche

#11

Beitrag von emil17 » Mo 21. Feb 2011, 14:45

ina maka hat geschrieben:hallo!

@emil17 - sorry, dein posting versteh ich überhaupt nicht :hmm:

in Perú heißen nicht alle Früchte "guindas" - die wissen schon, was das ist. (Aber die wissen nicht, wie das auf Deutsch heißt - und "die einfachen Leute" kennen halt auch nicht den lateinischen Namen.)
Die sind dort nicht noch immer auf der Stufe, wo alles "Apfel" heißt - oder wie war das gemeint? :aeh:
In Europa hat man früher doch auch nicht alles "Apfel" genannt - ?
versteh ich nicht
Nein, natürlich meine ich nicht, dass die Leute dort nichts unterscheiden können. Eher umgekehrt - wir sind da eher unfähig und würden uns dort auf dem Land wohl ziemlich blamieren.
Es ist schlicht so, dass man die Worte nicht hat, um neue Arten aus unbekannter Verwandtschaft zu beschreiben. Die Art heisst auf deutsch vermutlich gar nicht, weil sie im deutschen Sprachraum nicht vorkommt und keine Bedeutung hat. Nimm das Beispiel Tomate, hiess auf deutsch umschrieben erstmal Liebesapfel oder so, bis die Art dermassen geläufig war, dass man den Namen mit übernommen hat und davon ausgehen konnte, dass jeder die Pflanze schon mal gesehen hat.
Die Geschichte der Kartoffel ist auch ein nettes Beispiel.
Ich meine nur, dass "Kirsche" bedeutet, es sei ein Gehölz oder eine gehölzartige Pflanze mit vermutlich roten bis schwarzen, runden Früchten, die man ohne sie schälen zu müssen ganz in den Mund nehmen kann; über die botanische Verwandtschaft und damit auch über die Kulturansprüche sagt der umgangssprachiche Begriff "Kirsche" aber wenig aus.
Bei uns sind ja Tollkirschen auch Kirschen ...
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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