späte Traubenkirsche

Was halt nirgendwo passt
ina maka
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späte Traubenkirsche

#1

Beitrag von ina maka » So 20. Feb 2011, 19:30

hallo!

Mir ist eben was lustiges passiert ....
Wir haben ihn Perú so leckere kleine Früchte gegessen, heißen "guinda" - und weil wir jetzt die Möglichkeit haben vielleicht Samen aus Perú nach Österreich zu "schmuggeln", dachten wir, wir sähen solche "guindas" an ...
Aber sind die frostfest??
:hmm: wie heißen guindas auf Deutsch?
Mit Hilfe der Suchmaschine und mit einem Umweg übers Latein (Prunus Serotina) bin ich dann zur "spätblühenden Traubenkirsche" gekommen.
Über diesen Artikel auf Spanisch: guinda vom Aussterben bedroht!
Aber - die Früchte sind doch tiefschwarz, wenn sie reif sind, oder?

Das ist unsere leckere "guinda" :rot: :lol:
(muss dazusagen, dass ich die in Ö noch nie gesehen hab - wirds schon geben,ist mir aber nie aufgefallen...)

Na, dann doch wohl besser keine "guindas" ansähen?
Die können lästig werden, oder?

liebe Grüße!
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Jean Paul
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Sabi(e)ne
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Re: späte Traubenkirsche

#2

Beitrag von Sabi(e)ne » So 20. Feb 2011, 19:36

:eek: Das ist meine Pest hier - schon die Jährlinge kriegst du nicht mehr mit der Hand rausgerissen, und die Starenschwärme im Herbst verbreiten das Sauzeugs überall.
Das Zeug hat auch noch ne hohe Keimquote, ich hab tw. bis zu 15 Stück pro Quadratmeter....und die blühen schon auch im zweiten Jahr :roll:
An die Kirschen kommt man eh nicht, bei den großen Bäumen (bis zu 30m hoch hier) sind die Vögel schneller, und in Bodennähe die Mäuse und Hunde...
Sei nett zu Österreich und laß das Anpflanzen! :mrgreen:
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guenther
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Re: späte Traubenkirsche

#3

Beitrag von guenther » So 20. Feb 2011, 22:56

Das ist meine Pest hier - schon die Jährlinge kriegst du nicht mehr mit der Hand rausgerissen, und die Starenschwärme im Herbst verbreiten das Sauzeugs überall.
ideale pionier-spezies, wenn man einen wald anlegen will. schoenes holz :daumen:

vielleicht was fuer guerilla-gaertner und oeko- untergrundkaempfer :daumen: :kaffee:
An die Kirschen kommt man eh nicht,
wie immer hilft es zur richtigen zeit am richtigen ort zu sein :lol:

lg. guenther

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Manfred
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Re: späte Traubenkirsche

#4

Beitrag von Manfred » Mo 21. Feb 2011, 09:03

Das auf dem Bild in Link ist jedenfalls keine Traubenkirsche.
Bei uns am Bach sind sie auch invasiv. Werden durch das Wasser und Vögel verbreitet.
Wenn du die Seuche noch nicht hast, schlepp sie dir nicht ein.
Selbst wenn du sie durch eine Wurzelsperre einschließt, die Vögel werden sie in der Umgebung aussäen.

Olaf
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Re: späte Traubenkirsche

#5

Beitrag von Olaf » Mo 21. Feb 2011, 09:58

Moin,
das Kirschen kann man essen? Na zumindest sinds bei uns sehr mickrige Früchte.
Ansonsten, ich kann vor dem Zeug auch nur warnen. Ich hab das auch im Wald, manche Ecken sind schon undurchdringliches Dickicht.
Allerdings scheint es nicht überall gleich invasiv zu sein. Zum Garten hin hab ich in voller Breite Ziegenkoppel, da wuchs es nämlich schon rein. Die einzige Sprache, die das Zeug versteht.
Leider kann ich die ja nicht in den Wald lassen.
Der Stockausschlag ist schlimmer, als wenn man den Hauptstamm läßt. Meine Hoffnung ist
Einige Fachleute sind der Meinung, dass sich die Bestände der Spätblühenden Traubenkirsche von allein wieder lichten, wenn man die betroffenen Flächen einer ungestörten Sukzession überlässt.
Was Guttenberg kann, kann ich auch. Kleiner Scherz, ist von Wikipedia.
Und schönes Holz ... stell ich mir anders vor. Bei uns sinds häßliche, kreplige Büsche nicht höher als 4m mit krummen Stämmen und viel Abfallholz. Anderswo wächst ja vielleicht schöner.
LG
Olaf
Eigentlich bin ich ein netter Kerl.
Wenn ich Freunde hätte, könnten die das bestätigen.

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Re: späte Traubenkirsche

#6

Beitrag von Seppel » Mo 21. Feb 2011, 11:12

Auf der Weide war das immer die allerletzte Pflanze, die angefressen wurde. Wir hatten nur Ärger mit später Traubenkirsche. Auch die Früchte schmecken nicht gut. Ich rate davon ab.

Ist Guindo nicht die Sauerkirsche?

(fast schwarz wenn reif kann auch wilde Vogelkirsche sein .. )

ina maka
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Re: späte Traubenkirsche

#7

Beitrag von ina maka » Mo 21. Feb 2011, 11:36

hallo!

Ja, eben - ich bin jetzt auch ganz unsicher - diese Früchte auf meinem Foto sind zumindest mal keine "guindas" :im:
Guindas sind ganz schwarz, ich glaube rund und eher weich...

Woanders hab ich als Latein-Namens-Vorschlag für "guinda" prunus cerasus gefunden, aber mein Mann (Peruaner) behauptet, guindas seien keine Weichselkirschen (wir haben eine Körözser Weichsel).
Oder wachsen die anders, je nachdem wo??
Ich mein, wo er her ist, ist ein total anderes Klima als bei uns hier.
Wenn dann wollte ich eh "Originalsamen aus Perú" ansähen, dann kann ich ja noch immer schaun, ob das wirklich Traubenkirschen sind (und notfalls schnell entsorgen)
Aber werden aus Sauerkisch-Samen wieder Sauerkirschen?

Ich hab eh schon den nächsten "gefährlichen Kandidaten": Pfeilkresse!
Wuchert hier an manchen "Hundewiesen" (wuchert so, dass ich Angst hab, wenn ich die zu mir raus hole, wächst sie alles zu).
Ich find sie aber so lecker, nur von der Hundewiese ernte ich nicht gern :engel:

Von wegen "invasiv":
Auf unserer "wertvollen" feuchten Wiese wächst alles zu, weil es einen Sturm gab - die meisten Weidenzweige sind angewachsen !
werd ein paar stehen lassen, am Rand, aber nicht alle....

Wegen der Sauerkirsche:
das irritiert mich:
Die Sauerkirsche wird fast in der gesamten Nordhalbkugel als Obstbaum kultiviert. [....] Die Art verwildert häufig, es sind jedoch bisher keine echten Wildvorkommen bekannt.
Quelle: www.de.wikipedia.org/wiki/Sauerkirsche

wie kommt das dann in ein Anden-Dorf??

liebe Grüße!
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Re: späte Traubenkirsche

#8

Beitrag von Seppel » Mo 21. Feb 2011, 12:16

Ja, aus Sauerkirschen wachsen Sauerkirschen. Mendel, der Erfinder der modernen Genetik zwingt sie dazu. :)

Stimmt, ich hatte nicht auf die Herkunft geachtet. Vielleicht auch Capulin-Kirsche?

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Re: späte Traubenkirsche

#9

Beitrag von emil17 » Mo 21. Feb 2011, 13:43

Du musst die Pflanze botanisch bestimmen lassen. In Peru gibt es Dutzende von fruchttragenden Pflanzenfamilien, die uns überhaupt nicht vertraut sind, und viele dieser Früchte werden halt umgangssprachlich mit dem Ausdruck für etwas Bekanntes benannt, auch wenn es etwas völlig anderes ist. In Europa wurde ja auch zuerst einmal alles, was irgendwie rund war, einen Stiel und Kerne hatte und sogar noch essbar war, als "Apfel" bezeichnet.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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Re: späte Traubenkirsche

#10

Beitrag von ina maka » Mo 21. Feb 2011, 14:12

hallo!

@emil17 - sorry, dein posting versteh ich überhaupt nicht :hmm:

in Perú heißen nicht alle Früchte "guindas" - die wissen schon, was das ist. (Aber die wissen nicht, wie das auf Deutsch heißt - und "die einfachen Leute" kennen halt auch nicht den lateinischen Namen.)
Die sind dort nicht noch immer auf der Stufe, wo alles "Apfel" heißt - oder wie war das gemeint? :aeh:
In Europa hat man früher doch auch nicht alles "Apfel" genannt - ?
versteh ich nicht

guindas sind dort heimische (oder eingebürgterte?) Wildfrüchte! (hätt ich vielleicht gleich dazu sagen sollen)

Ich werde meinem Mann heute mal ein gutes Bestimmungsbuch in die Hand geben - vielleicht klärt sichs ja doch noch auf!
Sonst bleibt "das Ding" halt zuerst mal in der Wohnung, bis ein Botaniker zu mir kommt und sicher bestimmen kann, ob es in freier Wildbahn eventuell gefährlich werden könnt ...

Ich bin jetzt nicht mehr sicher, dass "guindas" Traubenkirschen sind - letztere schmecken wie "nicht gut"?
bitter oder fad? Leicht bitter sind die guindas schon - aber auch recht süß - tatsächlich ähnlich wie Sauerkirschen.

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