Planen fuer den Notfall oder nicht?

Was halt nirgendwo passt
Eule
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1131

Beitrag von Eule » Di 7. Jun 2022, 10:18

ich will keine Stromautarkie mit Akkuspeicher, sondern einfach Spannung im Hausnetz haben, wenn die Sonne scheint.
das würden Deine Elektrogeräte vermutlich nicht lange mitmachen, wenn bei jeder Wolke der Strom geht und kommt. Ganz ohne Akku-Puffer, der wenigstens ein paar Stunden überbrückt, ist es wenig sinnvoll.

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emil17
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1132

Beitrag von emil17 » Di 7. Jun 2022, 11:07

Da würde ich mich natürlich auf Leute berufen, die das schon geübt haben. Eine Akkubatterie, um auf 100% Eigenverbrauch von Solarstrom zu kommen, ist jedenfalls derzeit noch viel zu teuer bzw. die Stromversorgung ist dazu hier noch viel zu zuverlässig.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

Eule
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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1133

Beitrag von Eule » Di 7. Jun 2022, 13:09

emil17 hat geschrieben:
Di 7. Jun 2022, 11:07
Da würde ich mich natürlich auf Leute berufen, die das schon geübt haben. Eine Akkubatterie, um auf 100% Eigenverbrauch von Solarstrom zu kommen, ist jedenfalls derzeit noch viel zu teuer bzw. die Stromversorgung ist dazu hier noch viel zu zuverlässig.
von 100% war ja nicht die Rede, nur von Wolken an einem wechselnd-wolkigen Tag. Ich "übe" das seit 8 Jahren ;)

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1134

Beitrag von Tscharlie » Di 7. Jun 2022, 19:05

Wenn man Lebensküstler ist kann man mit ganz wenig auskommen.
Unser Haus war schon 1990 stromautark, mit 500 Watt PV Anlage und Nickelcadmium Akkus.

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1135

Beitrag von Dyrsian » Mi 8. Jun 2022, 07:19

emil17 hat geschrieben:
Di 7. Jun 2022, 11:07
Da würde ich mich natürlich auf Leute berufen, die das schon geübt haben. Eine Akkubatterie, um auf 100% Eigenverbrauch von Solarstrom zu kommen, ist jedenfalls derzeit noch viel zu teuer bzw. die Stromversorgung ist dazu hier noch viel zu zuverlässig.
Das würde ich so nicht unterschreiben. Wenn du eine gewisse Grundlast hast und das clever planst kann das schon wirtschaftlich werden, bei einem Strompreis von 38 Cent pro kWh sowieso. Also ich wünschte ich könnte son Ding installieren, würde ich sofort machen!

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1136

Beitrag von Rohana » Mi 8. Jun 2022, 10:10

Tscharlie hat geschrieben:
Di 7. Jun 2022, 19:05
Wenn man Lebensküstler ist kann man mit ganz wenig auskommen.
Hat der Lebenskünstler auch Verantwortung für ein zwei oder drei kleine bis mittelgrosse Kinder oder ältere Eltern? Als ich noch jung und ungebunden war, hab ich auch fast nichts gebraucht ;)
Ein jeder spinnt auf seine Weise, der eine laut, der andere leise... (Ringelnatz)

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Re: Planen fuer den Notfall oder nicht?

#1137

Beitrag von emil17 » Mi 8. Jun 2022, 15:18

Dyrsian hat geschrieben:
Mi 8. Jun 2022, 07:19
Das würde ich so nicht unterschreiben. Wenn du eine gewisse Grundlast hast und das clever planst kann das schon wirtschaftlich werden, bei einem Strompreis von 38 Cent pro kWh sowieso. Also ich wünschte ich könnte son Ding installieren, würde ich sofort machen!
Musst du auch nicht unterschreiben, weil halt der Einzelfall entscheidend ist: Wir bezahlen hier aktuell 19 ct pro kWH und kriegen für Einspeisung etwa 6 ct (ich schreibe ct, weil 1 Euro ziemlich 1 Franken ist - der Strom wird dieses Jahr um etwa 40% teurer werden). Strom verbrauchen wir so wenig, dass sogar die Installationsfirma der PV gemeint hat, PV würde sich nicht rechnen. Na ja, Zirkulation und Steuerung Thermosolar, eine Kühltruhe im kühlen Keller, dann noch das Übliche an Haushaltgeräten, Internet, Licht und so ... Geschirrspüler und WaMa hängen am Thermosolar-Warmwasser, Wäschetrockner ist Sonne und Wind. E-Fahrrad laden kann man meist wenns hell ist. Einschenken tut es wenn man eine Wärmepumpe für Warmwasser und Heizung hat, wobei man dort mit der Steuerung darauf schauen wird, dass diese Geräte wenn möglich am Tag laufen, damit man keine Speicherverluste hat.
Grob hätte der Akkuspeicher amortisiert mit den ersparten Stromkosten bei uns ein errechnetes Return of Investment von etwa 50 Jahren gehabt. Ich denke, da geht technisch noch etwas. Mit Basteln kann man da sicher wesentlich billiger, aber ich habe zur Zeit andere Baustellen.
PV-Anlagen unter 30kWp werden hier ans hausinterne E-Netz angeschlossen und die kann man hier mit einem Differenzzähler betreiben, muss also nicht alles einspeisen und zahlt auch keine Umlage usw. auf Eigenverbrauch oder die gesamte Erzeugung. Die Anlage muss allerdings dem E-Werk gemeldet und von ihm abgenommen werden (was den für die Kunden willkommenen Nebeneffekt hat, dass Pfuschfirmen nicht weit kommen). Ebenso gibt es steuerlich einen hohen Freibetrag auf Eigenstromproduktion. Das reduziert natürlich die Zusatzrendite einer Akkubatterie, weil man sich nicht für oder gegen Autarkie entscheiden muss. Mir scheint, in D seien die bürokratischen Hürden diesbezüglich höher.
Das wird aber immer im Auge behalten und wenn mal ein E-Auto kommt, werden wir die Sache so dimensionieren, dass man das Auto vorwiegend mit Eigenstrom fahren kann.
Wer will, findet einen Weg. wer nicht will, findet eine Ausrede.

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